USA-Reisebericht :Yellowstone, wir kommen!

West Yellowstone

14.08.2005, Sonntag

Elche, jede Menge Elche - aber wo sind die Bären?

Heute haben wir Ruhetag. Alle andern fahren einzeln oder in Gruppen gegen 9 Uhr in den ganz nahegelegenen Park. Ingrid und ich lassen es etwas langsamer angehen und fahren nach dem Continental Breakfast erst so gegen halb zehn los. Schon nach ein paar Meilen stehen ein paar Autos am Straßenrand. Wir gesellen uns dazu und entdecken dann gegenüber auf der anderen Flussseite ein paar Hirsche, "Deers". Einer kommt zu uns rüber und kaut vor uns ganz dekorativ an einem Ast die Rinde ab. Viele Tiere, aber nicht alle, vielleicht nur die größeren männlichen Tiere, tragen einen Sender am Hals.

Wer beäugt hier wen?

Wer beäugt hier wen?

Hundert Fotos später fahren wir wieder weiter. Und so geht es noch öfter. Rumstehende Autos, anhalten, gucken, rumfreuen. So sehen wir noch mehr Deers, später auch ganz schön große mit riesigen Geweihen, die einfach am Rande eines Parkplatzes rumliegen und sich in keiner Weise von den Leuten stören lassen, obwohl wir nur ein paar Meter von ihnen entfernt sind.

Ob er sich auch streicheln läßt?

Ob er sich auch streicheln läßt?

Ich laß mich doch hier nicht vertreiben!

Ich laß mich doch hier nicht vertreiben!

Dazu gibt es immer wieder Wasserfälle. An einem schwimmen tatsächlich Leute im bestimmt eiskalten aber wunderschön klaren Wasser. Jedenfalls schrumpelt schon mein eingetauchter Finger vor Kälte sofort zusammen...

Brrr ist das kalt!!

Brrr ist das kalt!!

Dann jede Menge heiße Quellen mit Ablagerungen in vielerlei Farbtönen und meine Augen schwelgen in tollen braunen, gelben, grünen und türkisenen Farbtönen. Aus familiären Gründen ist es geradezu eine Pflicht für mich, die Beryl Spring zu besuchen. Ich erfahre unterwegs, dass es sich beim Yellowstone um einen Vulkan handelt, der jederzeit ausbrechen kann. Ich hoffe insgeheim, er wartet damit wenigstens, bis wir wieder weg sind. Ich halte mal wieder meinen Finger in eine weniger heiß aussehende Quelle - und ziehe ihn ganz schnell zurück...

Ich würde ja gerne mal in der Matsche spielen, ist aber zu heiß!

Ich würde ja gerne mal in der Matsche spielen, ist aber zu heiß!

Eine heiße Quelle

Eine heiße Quelle

Fast wie in Pamukkale, alles Kalkablagerungen

Fast wie in Pamukkale, alles Kalkablagerungen

Ist auch nicht im Schwarzwald, sondern Yellowstone!

Ist auch nicht im Schwarzwald, sondern Yellowstone!

 Heiße Quelle

Heiße Quelle

Ist in Wirklichkeit viel schöner

Ist in Wirklichkeit viel schöner

Heiß und schön

Heiß und schön

Auf dem Heimweg wieder jede Menge Elche. Aber leider sehen wir keinen einzigen Bären. Ich bringe Ingrid zurück ans Hotel und fahre noch mal kurz in den Park zurück, um ein paar Fotos von der untergehenden Sonne zu machen. Da kommen auch die andern aus unserer Gruppe vorbei. Jeder berichtet dann von seinen Erlebnissen. Peppi und Andy haben tatsächlich Bären gesehen. Sonst gab es keine besonderen Vorkommnisse. Wir alle sind mit dem heute Gesehenen sehr zufrieden.

GoldWing in der Nachmittagssonne

GoldWing in der Nachmittagssonne

Wir drei essen heute abend im Restaurant, das der gestern abend besuchten Bar angeschlossen ist. Bier gibt es hier nicht, aber ich kann es in der Bar nebenan holen. Wir haben gar nicht bemerkt, dass wir kurz vor Ausfahrt aus dem Yellowstone schon wieder eine Grenze überschritten hatten. Unser Ort West Yellowstone liegt in Montana. Eine kleine Wette mit Harald gewinne ich. Nach dem Abendessen gibt es wieder unseren gewohnten Ice Tea. Heute abend kommt er mir aber etwas weniger stark vor. Deswegen trinke ich auch zwei. Danach geht's in die Heia.

© Wilfried Virmond, 2005
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Auf sechs GoldWings durch den Südwesten der USA. Von Wilfried R. Virmond
Details:
Aufbruch: 01.08.2005
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 18.08.2005
Reiseziele: Vereinigte Staaten
Kayenta
Der Autor
 
Wilfried Virmond berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.
Reiseberichte von Wilfried sind von der umdiewelt-Redaktion als besonders lesenswert ausgezeichnet worden!
Bild des Autors
Wilfried über sich:
Ich bin über sechzig Jahre alt, verheiratet, keine Kinder. Mein Beruf: Kaufmann in der Edelmetallbranche, ofiziell aber inzwischen im Ruhestand. Mein größtes Hobby: GoldWing-Fahren und Reisen, Reisen, Reisen. Vor allem in den USA. Inzwischen zieht es mich aber immer mehr nach Thailand, das den USA ja in vielen Dingen sehr ähnelt. Wer noch nicht in beiden Ländern war, wird es sich wohl kaum vorstellen können.