Argentinien-Reisebericht :Von Pattaya nach Zittau

Tilcara - Siete Colores und riesige Kakteen

Ich bin umgezogen, von meiner Hacienda in eine Mönchszelle. Einzelzimmer für 10 Euro mit Frühstück, das ist okey.
Verhandeln ist hier schwierig, die Leute bewegen sich einfach nicht. Ich habe auch mal die Einheimischen beobachte, da sind Rabatte auch kaum drin.
Der Grund, warum Touristen in diese Ecke von Argentinien kommen, sind die bunten Gesteinsschichten. Je nach Sonneneinstrahlung schimmern sie in matten Pastelltönen oder leuchten in satten Farben.

Siete Colores - Die Sieben Farben

Tilcara

Tilcara

Purmamarca

Purmamarca

Wie man sieht, bin ich dick eingemummelt. Das Wetter ist eigenartig. Nachts wird es kalt, was aber angenehm zum Schlafen ist. Tags wird es in der Sonne warm bis heiß, wobei aber die Luft kühl bis kalt bleibt. Und es ist trocken. Also es ist so wie ein sonniger Winter in Hochgebirge ohne Schnee.
Faszinierend finde ich die riesigen Kakteen hier.

Diese ist an die 5 m hoch.

Diese ist an die 5 m hoch.

Und dann das noch. Es sieht aus wie ein Drogenpacket und in Deutschland würde man es wohl auch so bezeichnen. Das sind Kokablätter, die man völlig legal auf jeden Markt kaufen kann, hier aber mehr als Medizin gelten und als Tee zubereitet werden. Mir schmeckt er nicht so besonders und ich werde wohl beim grünen Tee bleiben.

Ich werde noch eine Woche hier bleiben und mir überlegen, ob ich nach Osten fahre an die Iguazu Wasserfälle und kurz Brasilien und Paraguay besuche oder ob ich nach Bolivien weiter fahre. Im Osten Regnet es mehr und in den beiden Länder dort soll es laut Internetberichten nicht ganz so sicher sein, wie in Chile. In Bolivien ist es bitter kalt und es gibt Probleme mit der Benzinversorgung für Ausländer. Beide Varianten versprechen aber eine wunderbare Landschaft. Na, kommt Zeit - kommt Rat.

Ein Ausflug Richtung Nordost

Es geht meistens über Schotterpisten,

Es geht meistens über Schotterpisten,

nochmal 1800 m höher.

nochmal 1800 m höher.

Am Ziel gibt es dafür etwas einmaliges zu erblicken.

Am Ziel gibt es dafür etwas einmaliges zu erblicken.

Manche Dinge glaubt man erst, wenn man sie mit eigenen Augen gesehen hat.

Manche Dinge glaubt man erst, wenn man sie mit eigenen Augen gesehen hat.

© Bernd Feurich, 2017
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Insgesamt habe ich in den letzten 20 Jahren 5 bis 7 Jahre in Thailand gelebt und gearbeitet. Die letzten zwei Jahre war ich fast am Stück dort gewesen. Jetzt ist das Ende des Geldes abzusehen und ich reise in östliche Richtung über die Pazifikinseln und Südamerika nach Deutschland zurück.
Details:
Aufbruch: 04.01.2016
Dauer: 11 Monate
Heimkehr: 15.12.2016
Reiseziele: Thailand
Philippinen
Fidschi
Neuseeland
Französisch Polynesien
Chile
Argentinien
Bolivien
Peru
Brasilien
Der Autor
 
Bernd Feurich berichtet seit 20 Monaten auf umdiewelt.
Bild des Autors
Aus dem Gästebuch (3/20):
Anonym vom 7. Januar 1484413925000
Diesmal dif­fe­ren­zier­ter: ich war Rich­tung Osten schon an vielen Orten. Meh­rfach. O­ver­land von Frei­burg nach Nepal, anno 71 z.B. Viele Inseln (NZ) usw. Aber meine besten Touren waren zu­sam­men ca. 10000 km mit einer 250 trial durch die Wes­tal­pen. Mit Zelt. Volles Prog­ramm, Stra­ßen, Pässe und u­nend­lich Gel­ände. Des­we­gen finde ich Deine Fahrt mit dem Mo­tor­rad so ben­ei­dens­wert. Das würde ich auch mal wieder gerne machen. Bin aber jetzt 64 und fast zu alt dafür. Koor­di­na­tion, Gesun­dheit, Lei­dens­fähig­keit und so. Hab meine Maschi­ne vor Kurzem ver­kauft. Au­ßer­dem ist das Risiko Alleine riesig. Aber trot­zdem bin ich nei­disch. Auch auf so lange Pat­ta­ya. Ich war nur einen Monat dort. Mach weiter so. Man lebt nur ein Mal.
Antwort des Autors: Na da hast du doch viel erlebt und keiner kann dir die Erinnerungen nehmen. Ich habe noch Hoffnung, dass ich noch vor der Rente irgendwohin eine Tour machen kann. Kommt Zeit - kommt Ra(d)
Gruß, Bernd
Rachel 1484137624000
Ich habe dich die letzten an­der­thalb Jahre auf deiner Reise beg­lei­tet (und war in dieser Zeit selber mit meiner Familie drei­ein­halb Wochen in Thai­land auf Reisen) und war immer sehr angetan von deinen Bildern und deinen Er­leb­nis­sen, danke! Ja, wer den Rei­se­vi­rus in sich trägt, den hält es man­chmal nur mit Mühe in "ewig" den­sel­ben Gew­ässern. Ich wünsche dir alles Gute, gute Gesun­dheit und dass du auch dem kühlen Deuts­chland viel Po­si­ti­ves ab­rin­gen kannst!
Antwort des Autors: Das Gewässer ist fest zugefroren und die dicke Eisschicht hält alles, was auf ihn trieb gefangen. Doch tief unten, am Boden fließt es leise weiter. Irgendwann kommt der nächste Frühling, die Sonne wird das Eis brechen und der Fluss wird alles mit sich nehmen, was dort nicht bleiben will.
anonym 1483787155000
Vielen Dank für Dienen Bericht und die Bilder. Wenn ich nochmal auf die Welt komm, mach ich auch sowas.
Antwort des Autors: Vielen Dank fürs Mitreisen.