Chile-Reisebericht :Al Sur

1 Jahr Südamerika. Mein Moped und ich!

Der Anfang

Wie alles begann:

Südamerika also. nachdem ich meinen Jugendtraum von einer Transafrika-Tour mit einer XT 500 zu den Akten gelegt habe.
Vielleicht bin ich einfach nur zu feige, aber heute interessiert mich Südamerika viel mehr. So unglaublich vielfältig und abwechslungsreich. Schon vor Jahren faszinierte mich die Vielfältigkeit.
Im Reisen nicht ganz unerfahren, zwar weniger mit dem Motorrad, als eher mit dem Mietwagen. 6 x USA-Kanada-Australien-Neuseeland. Und auch 3 x Ecuador nebst Peru mit dem Bus. Obwohl ich zu Hause nur Motorrad fahre. Ein Mietwagen ist einfach Praktisch und günstig. Und unglaublich bequem. Dann drei Monate mit einen Leihmotorrad in Neuseeland! Es regnete-Ich wurde nass. Die Sonne brannte-Wieder nass (Schweiß). Außerdem fror ich auch noch, brauchte jeden Morgen dreimal so lange um alles auf dem Moped zu verstauen, mußte fast alle zwei Tage einkaufen, kleine Mengen, da ich einfach nicht den Platz eines Autos hatte. Das war auch noch genauso teuer, als wenn ich die Großpackungen gekauft hätte. Der Wind beutellte mich durch, eine Horde Keas fiel über mein Moped her. Alles in allen, war es wesentlich unbequemer und aufwendiger.
UND VIEL GEILER! Nie wieder ohne Moped!
Also ein Motorrad. Was für eine? Am liebsten eine Suzuki DR. Mit der 600er war ich in Algerien, mit der 350 er in Lybien. Robust, und Unter Wert gehandelt. Aber in fast neuen Zustand sollte sie schon sein. Weil ich fahren will, und nicht schrauben. Der Markt gab nichts her. Eine BMW war mir zu schwer, zumindest in der Boxerversion. Und nachdem auch die neue Tenere schon eine Einspritzung hat, und als Preis auch schon über 8000 Euro aufgerufen werden, führten alle Wege zu einer F650GS Dakar. Fleißig die Foren durchforstet, und getüftelt und gefragt. Und schließlich eine 2007 er gekauft. Mit gerade einmal 5600km.
Und dann wurde umgebaut. Auspuff ab, einen Hattechauspuff dran. Minus 2,5 kg, und einen satten Sound. Außerdem hatte ich jetzt an der rechten Seite zusätzlichen Platz, weil der zweite Topf entfallen war. Hauptständer, Rammschutz und Verkleidungssturzbügel baute ich an. Ein GPS Halter, der leider nur an den Arm des Rückspiegels paßt. Eine 1- Personen Sitzbank mit Werkzeugfach. In dem Werkzeugfach kam eine baugleiche zweite Gelbatterie, die an die Elektik angeschlossen wurde. Mit Schalter und Glühbirne dazwischen, um sie beim Fahren aufgeladen wird. Zum Laden von Kameraakkus, etc. Eine Automatisches Kettenschmiersystem. Ein Wilbers Federbein, härtere Gabelfedern, klappbare Fußhebel, wech mit den Designer Plastikkettenschutz, und was vernünftiges aus Alu. Die Leute von Touratech und Wunderlich haben gut an mir verdient. Dann noch vernünftige Koffer mit Gepäckträger. Egal, wir haben es ja. Ein Satz 38 ltr Koffer von RMS mit Gepäckträger. Sündhaft teuer, aber schön gemacht. Schön leicht, und vor allen schön schmal. Schmaler als der Lenker.
Vorne an den Tanksturzbügeln kommen zwei Ortlieb Fahrradtaschen. Hinten die Obligatorischen Ortliebtaschen, dazu ein Touratech Tankrucksack. Das soll es sein.
Mein Arbeitgeber war auch einverstanden. Einige Vorgesetzte mußten zu einer positiven Grundeinstellungg erst überredet werden, aber mein Betriebsrat und ein Meister, den ich schon länger kenne, waren auf meiner Seite, also stand dem dann auch nichts mehr im wege. Schließlich bummele ich ja auch Überstunden ab. Alles schon vorgearbeitet. Fleißig gewesen. Sehr fleißig. Und jetzt kann mir der ganze Laden mal ein Jahr lang gestohlen bleiben. Wirtschaftskrise hin oder her. Sollen sie doch machen, was sie wollen. Mir doh egal!
Und dann wurde das Motorrad von der Spedition abgeholt.
Es gab noch eine Abschiedsparty mit Lagerfeuer, und allen.
Eine Abschiedsmopedtour (Der Trend geht zum Drittmotorrad) durch das schon herbstliche Deutschland.
Und dann ging es wirklich los.

Ich packe in meine Kiste...... Eine BMW.

Ich packe in meine Kiste...... Eine BMW.

Und Stiefel, und zwei Koffer, und einen Reifen, und und und...

Und Stiefel, und zwei Koffer, und einen Reifen, und und und...

© Dirk Weisenstein, 2009
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Die Reise
 
Details:
Aufbruch: 08.10.2009
Dauer: 12 Monate
Heimkehr: 07.10.2010
Reiseziele: Chile
Argentinien
Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln
Großbritannien
Brasilien
Der Autor
 
Dirk Weisenstein berichtet seit 8 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors
Dirk über sich:
Bj 67,
82 kg
Lungenvolumen schlecht
Leistung naja
Schwächen: Kondition, Fotonarr, Schokolade, T-Shirts kaufen

Und meine Begleitung:
Bj 2007
194 kg
650ccm
50PS
Schwächen: Lenkkopflager, 15er Ritzel

Was ich hasse:
10 Tage Regen auf der Careterra Austral
Starke Windböen, die einen das Moped umpusten
Gegenwind
Seitenwind
Wenn der Weg ein Bach ist, und der Bach ein weg
Erdbeben
Staub (Vielleicht doch lieber ein bisschen Regen?)

Was ich mag:
Sonnenschein im Dragelsky Fjord, aber auch anderswo
Pinguine in allen Größen und Formen, je knuffiger desto besser
Delfine. Am liebsten die sportlichen Hüpfer, aber die gibts hier nicht.
Vulkane (Die gibts hier reichlich)
Rückenwind
Schokolade