Chile-Reisebericht :Von Pattaya nach Zittau

Osterinsel

Mein Flug mit LAN startet 2:40 Uhr in Papeete und nach 5 h erreichen wir die Osterinsel, wo es bereits Nachmittag ist. Ich hatte Glück, meine Sitzreihe war nicht belegt und so konnte ich etwas schlafen. Diesmal habe ich keine Unterkunft gebucht. Am Flughafen warten aber schon Insulaner, um Gäste abzuholen. So werde ich schnell fündig.

Ich gehe zu Mihinoa Camping. Sie haben auch einen Vierbettschlafsaal für 10.000 CLP die Nacht, was etwa 13 Euro sind. Ich kann sechs Nächte bleiben und muss die siebte Nacht im Zelt verbringen, weil ab da der Dorm ausgebucht ist. Ich organisiere noch etwas zum Essen und bin zufrieden.

Am Abend sitze ich am Meer und schau dem Tosen der Brandung zu.

Am Abend sitze ich am Meer und schau dem Tosen der Brandung zu.

Für mich geht mit der Osterinsel auch wieder so ein Traum in Erfüllung. Ich hatte jahrelang eine 150 cm hohe Moai Skulptur in meiner Wohnung stehen gehabt, bis ich sie vor meiner Reise verschenkt habe. Ich hatte sie in den Nächten gebaut, in denen ich nicht schlafen konnte, weil mein Biorhythmus noch im Nachtschichtmodus arbeitete. Sie bestand aus Drahtgeflecht, Jute und Gips und wog gute 50 kg.

Die Osterinsel ist ein Nationalpark. Der Eintritt kostet 60 USD für Ausländer und 10.000 CLP, knap 15 USD für Chilenen und das Ticket ist 5 Tage gültig. Ich habe schon in Asien erlebt, das Ausländer anders behandelt werden, wie die Einheimischen und dazu meine Kommentare in den entsprechenden Berichten abgegeben. In der dritten Welt, wie z.B. in Kambodscha habe ich noch Verständnis dafür, das die arme Bevölkerung nicht die Mittel hat, um das kulturelle Erbe zu erhalten. Hier in Chile empfinde ich derartige Vorgehensweisen als unverschämt.
Allerdings habe ich das Ticketoffice im Flughafen übersehen und auch bei der Abreise nicht gefunden. Als ich beim Verkaufsschalter im Hauptquartier gewesen bin, war bereits geschlossen. Ich wurde einmal kontrolliert und man nahm es gelassen. Und so werde ich das Geld wohl in den wirklich extrem guten Wein in Chile investieren.

© Bernd Feurich, 2017
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Insgesamt habe ich in den letzten 20 Jahren 5 bis 7 Jahre in Thailand gelebt und gearbeitet. Die letzten zwei Jahre war ich fast am Stück dort gewesen. Jetzt ist das Ende des Geldes abzusehen und ich reise in östliche Richtung über die Pazifikinseln und Südamerika nach Deutschland zurück.
Details:
Aufbruch: 04.01.2016
Dauer: 11 Monate
Heimkehr: 15.12.2016
Reiseziele: Thailand
Philippinen
Fidschi
Neuseeland
Französisch Polynesien
Chile
Argentinien
Bolivien
Peru
Brasilien
Der Autor
 
Bernd Feurich berichtet seit 20 Monaten auf umdiewelt.
Bild des Autors
Aus dem Gästebuch (3/20):
Anonym vom 7. Januar 1484413925000
Diesmal dif­fe­ren­zier­ter: ich war Rich­tung Osten schon an vielen Orten. Meh­rfach. O­ver­land von Frei­burg nach Nepal, anno 71 z.B. Viele Inseln (NZ) usw. Aber meine besten Touren waren zu­sam­men ca. 10000 km mit einer 250 trial durch die Wes­tal­pen. Mit Zelt. Volles Prog­ramm, Stra­ßen, Pässe und u­nend­lich Gel­ände. Des­we­gen finde ich Deine Fahrt mit dem Mo­tor­rad so ben­ei­dens­wert. Das würde ich auch mal wieder gerne machen. Bin aber jetzt 64 und fast zu alt dafür. Koor­di­na­tion, Gesun­dheit, Lei­dens­fähig­keit und so. Hab meine Maschi­ne vor Kurzem ver­kauft. Au­ßer­dem ist das Risiko Alleine riesig. Aber trot­zdem bin ich nei­disch. Auch auf so lange Pat­ta­ya. Ich war nur einen Monat dort. Mach weiter so. Man lebt nur ein Mal.
Antwort des Autors: Na da hast du doch viel erlebt und keiner kann dir die Erinnerungen nehmen. Ich habe noch Hoffnung, dass ich noch vor der Rente irgendwohin eine Tour machen kann. Kommt Zeit - kommt Ra(d)
Gruß, Bernd
Rachel 1484137624000
Ich habe dich die letzten an­der­thalb Jahre auf deiner Reise beg­lei­tet (und war in dieser Zeit selber mit meiner Familie drei­ein­halb Wochen in Thai­land auf Reisen) und war immer sehr angetan von deinen Bildern und deinen Er­leb­nis­sen, danke! Ja, wer den Rei­se­vi­rus in sich trägt, den hält es man­chmal nur mit Mühe in "ewig" den­sel­ben Gew­ässern. Ich wünsche dir alles Gute, gute Gesun­dheit und dass du auch dem kühlen Deuts­chland viel Po­si­ti­ves ab­rin­gen kannst!
Antwort des Autors: Das Gewässer ist fest zugefroren und die dicke Eisschicht hält alles, was auf ihn trieb gefangen. Doch tief unten, am Boden fließt es leise weiter. Irgendwann kommt der nächste Frühling, die Sonne wird das Eis brechen und der Fluss wird alles mit sich nehmen, was dort nicht bleiben will.
anonym 1483787155000
Vielen Dank für Dienen Bericht und die Bilder. Wenn ich nochmal auf die Welt komm, mach ich auch sowas.
Antwort des Autors: Vielen Dank fürs Mitreisen.