Chile-Reisebericht :Von Pattaya nach Zittau

Chile: Karfreitag in Valparaiso

Karfreitag

Santiago - Valparaiso - Santiago, 320 km

Ich muss ja mein neues Motorrad einfahren und so habe ich heute mal die Autobahn gewählt, um die Drehzahlen etwas zu erhöhen. Bis Valparaiso sind es 120 km. Es gab zwei Mautstellen und ich habe jedes mal 800 Pesos, also alles zusammen reichlich zwei Euro bezahlen müssen.

Und da ist er wieder, der Pazifik.

Und da ist er wieder, der Pazifik.

Valparaiso, das klingt so herrlich, wie Wallfahrt ins Paradies. Aber ich habe auch bunte Bilder von den Häusern in den Favelas gesehen und dort will ich hin.

Und da sind sie. Also rauf.

Und da sind sie. Also rauf.

Also es ist wirklich unglaublich, mit welchem enormen Steigungswinkel die Straßen bergauf führen. Man kann es auf dem Foto nicht erkennen. Aber ich habe eine 200 ccm Maschine und ich musste zeitweise im erstem Gang fahren.

Überall sieht man Graffitis, aber keine Schmierereien, wie in deutschen Städten, sondern Kunst.

Überall sieht man Graffitis, aber keine Schmierereien, wie in deutschen Städten, sondern Kunst.

Ich glaube, dass jeder hier mindestens einen Hund hat. Und es scheint so, dass das Knattern meines Motors einen Jagdinstinkt bei ihnen auslöst. Jedenfalls habe ich andauernd ein Rudel Verfolger am Hinterrad.

Ich will nicht wieder die Autobahn fahren und nehme eine nördliche Route für den Rückweg.

Es gibt herrliche Ausblicke auf die 5000ter.

Es gibt herrliche Ausblicke auf die 5000ter.

Oder andere Schönheiten.

Oder andere Schönheiten.

© Bernd Feurich, 2017
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Insgesamt habe ich in den letzten 20 Jahren 5 bis 7 Jahre in Thailand gelebt und gearbeitet. Die letzten zwei Jahre war ich fast am Stück dort gewesen. Jetzt ist das Ende des Geldes abzusehen und ich reise in östliche Richtung über die Pazifikinseln und Südamerika nach Deutschland zurück.
Details:
Aufbruch: 04.01.2016
Dauer: 11 Monate
Heimkehr: 15.12.2016
Reiseziele: Thailand
Philippinen
Fidschi
Neuseeland
Französisch Polynesien
Chile
Argentinien
Bolivien
Peru
Brasilien
Der Autor
 
Bernd Feurich berichtet seit 20 Monaten auf umdiewelt.
Bild des Autors
Aus dem Gästebuch (3/20):
Anonym vom 7. Januar 1484413925000
Diesmal dif­fe­ren­zier­ter: ich war Rich­tung Osten schon an vielen Orten. Meh­rfach. O­ver­land von Frei­burg nach Nepal, anno 71 z.B. Viele Inseln (NZ) usw. Aber meine besten Touren waren zu­sam­men ca. 10000 km mit einer 250 trial durch die Wes­tal­pen. Mit Zelt. Volles Prog­ramm, Stra­ßen, Pässe und u­nend­lich Gel­ände. Des­we­gen finde ich Deine Fahrt mit dem Mo­tor­rad so ben­ei­dens­wert. Das würde ich auch mal wieder gerne machen. Bin aber jetzt 64 und fast zu alt dafür. Koor­di­na­tion, Gesun­dheit, Lei­dens­fähig­keit und so. Hab meine Maschi­ne vor Kurzem ver­kauft. Au­ßer­dem ist das Risiko Alleine riesig. Aber trot­zdem bin ich nei­disch. Auch auf so lange Pat­ta­ya. Ich war nur einen Monat dort. Mach weiter so. Man lebt nur ein Mal.
Antwort des Autors: Na da hast du doch viel erlebt und keiner kann dir die Erinnerungen nehmen. Ich habe noch Hoffnung, dass ich noch vor der Rente irgendwohin eine Tour machen kann. Kommt Zeit - kommt Ra(d)
Gruß, Bernd
Rachel 1484137624000
Ich habe dich die letzten an­der­thalb Jahre auf deiner Reise beg­lei­tet (und war in dieser Zeit selber mit meiner Familie drei­ein­halb Wochen in Thai­land auf Reisen) und war immer sehr angetan von deinen Bildern und deinen Er­leb­nis­sen, danke! Ja, wer den Rei­se­vi­rus in sich trägt, den hält es man­chmal nur mit Mühe in "ewig" den­sel­ben Gew­ässern. Ich wünsche dir alles Gute, gute Gesun­dheit und dass du auch dem kühlen Deuts­chland viel Po­si­ti­ves ab­rin­gen kannst!
Antwort des Autors: Das Gewässer ist fest zugefroren und die dicke Eisschicht hält alles, was auf ihn trieb gefangen. Doch tief unten, am Boden fließt es leise weiter. Irgendwann kommt der nächste Frühling, die Sonne wird das Eis brechen und der Fluss wird alles mit sich nehmen, was dort nicht bleiben will.
anonym 1483787155000
Vielen Dank für Dienen Bericht und die Bilder. Wenn ich nochmal auf die Welt komm, mach ich auch sowas.
Antwort des Autors: Vielen Dank fürs Mitreisen.