Chile-Reisebericht :Von Pattaya nach Zittau

Von Valparaiso nach Antofagasta

Valparaiso - Antofagasta, 1300 km, 5 Tage

Die Landschaft verändert sich, es wird trockener und karger.

Die Landschaft verändert sich, es wird trockener und karger.

Kakteen soweit das Auge reicht.

Kakteen soweit das Auge reicht.

Trotzdem ist es kühl.

Trotzdem ist es kühl.

Es sind wieder drei Speichen gebrochen. Dieses mal ist das Rad aber noch stabil. Ich erreiche La Serena und beziehe ein Hostal. Die Verhandlungen sind hard. Am Abend gibt es ein kleines Erdbeben. Die ersten beiden in Santiago und in Valparaiso hatte ich verschlafen. Jetzt erlebe ich, wie kurz die Wände wackeln und alle Hund der Stadt bellen.

Am nächstem Morgen fahre ich in eine Werkstatt, nicht zu Yamaha, die waren mir letztens zu teuer. Die Idee ist, alle Speichen zu wechseln, um dann hoffentlich Ruhe zu haben. Da Angebot ist super, 23.000 all inklusiv. Ich kann es morgen abholen. Also verlängere ich einen Tag im Hostal und sehe mir die Stadt an.

Als ich am nächsten Mittag mein Motorrad abholen möchte, ist es nicht so, wie abgesprochen. Sie haben nur sechs Speichen gewechselt und die passen nicht richtig. Dafür wollen sie nur 12.000. Ich schüttle innerlich den Kopf, bezahle und fahre zu Yamaha. Die erste positive Überraschung ist, dort sitzen gleich zwei Leute, die ein perfektes Englisch sprechen. Wir plaudern eine Weile. Dann kommt der leitender Mechaniker und rät mir, alle Speichen gegen neue von Suzuki auszutauschen . Und er fügt hinzu, ich garantiere dir, danach hast du keine Probleme mehr. Es gibt eine billige Variante für 30t und eine andere für 70.000 Pesos. Ich nehme die teurere Version und handle noch einen Ölwechsel als Gesamtpacket heraus. Mal sehen, wie lange die jetzt halten.

Ich habe begonnen etwas an meiner Ernährung zu ändern. Ich esse weniger, lasse die tierischen Fette weg und verzichte auf Salz und Alkohol. Außerdem nehme ich jeden Morgen 100 mg Aspirin zu mir, das soll angeblich das Blut verdünnen und weiteren Problemen vorbeugen. Ich bin bei weitem noch nicht wieder der Alte, aber ich fühle mich deutlich besser.

Nach drei Tagen geht es weiter Richtung Norden.

Nach drei Tagen geht es weiter Richtung Norden.

Es wird sandiger.

Es wird sandiger.

Am Abend frage ich die Leute nach einem Hostal und lande hier, 22t Pesos und nicht mal Internet. Dafür ist der Strand nicht weit und der Sonnenuntergang schön.

Sieht aus, wie am Rotem Meer.

Sieht aus, wie am Rotem Meer.

Der nächste Morgen beginnt trübe.

Der nächste Morgen beginnt trübe.

Doch die Nebel lösen sich schnell auf.

Doch die Nebel lösen sich schnell auf.

Im Laufe des Tages wird es noch richtig heiß werden.

Im Laufe des Tages wird es noch richtig heiß werden.

Es geht hinauf auf eine Hochebene.

Es geht hinauf auf eine Hochebene.

Über 2000 Höhenmeter, dazu ein orkanartiger Gegenwind, der mich nicht schneller als 60 km/h fahren lässt.

Über 2000 Höhenmeter, dazu ein orkanartiger Gegenwind, der mich nicht schneller als 60 km/h fahren lässt.

Und dann noch diese Skulptur.

Und dann noch diese Skulptur.

© Bernd Feurich, 2017
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Insgesamt habe ich in den letzten 20 Jahren 5 bis 7 Jahre in Thailand gelebt und gearbeitet. Die letzten zwei Jahre war ich fast am Stück dort gewesen. Jetzt ist das Ende des Geldes abzusehen und ich reise in östliche Richtung über die Pazifikinseln und Südamerika nach Deutschland zurück.
Details:
Aufbruch: 04.01.2016
Dauer: 11 Monate
Heimkehr: 15.12.2016
Reiseziele: Thailand
Philippinen
Fidschi
Neuseeland
Französisch Polynesien
Chile
Argentinien
Bolivien
Peru
Brasilien
Der Autor
 
Bernd Feurich berichtet seit 26 Monaten auf umdiewelt.
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