Ecuador-Reisebericht :Katja und Joerg around the world

Ecuador II

Hola a todos!

Nach den ruhigen Tagen am Strand hat es uns wieder in die Berge gezogen. Mit einem Expressbus (haelt nicht an jeder Ecke und man wird nach Waffen durchsucht) sind wir nach Quito und anschliessend mit einem lokalen Bus nach Latacunga gefahren.

Latacunga liegt im Andenhochland von Ecuador auf 2.760 m. Sie ist Hauptstadt der Provinz Cotopaxi und hat 57.127 Einwohner. Touristen besuchen diesen Ort hauptsaechlich, da der Vulkan Cotapaxi gut zu erreichen ist, und man aus dem Ort bei gutem Wetter sechs Vulkane sehen und besuchen kann. Uns war das leider nicht gegoennt, da die Gipfel der Vulkane waehrend unseres Aufenthalts in den Wolken lagen. Geschlafen haben wir im Hotel Estambul. Es ist eines der besten Haeuser am Platz und seit 1949 geoeffnet. Das Mobiliar stammte ausschliesslich aus dem Gruendungsjahr, und wir waren mal wieder die einzigen Gaeste. Das Hotel ist guenstig, sauber und die Besitzerfamilie sehr freundlich.

Am naechsten Morgen sind wir mit dem Juniorchef unseres Hotels zu einer Tour aufgebrochen. Ziel war der Quilotoa. Dabei handelt es sich um einen Vulkankrater und dem darin befindlichen Kratersee. Der hoechste Punkt liegt auf 3.914 m Höhe, der Durchmesser des Kraters ist 3 km. Der letzte Ausbruch fand möglicherweise im Jahr 1280 statt. Seitdem liegt im Krater ein bis zu 250 m tiefer See mit durch Mineralien entstandener grüner Färbung.

Die Fahrt fuehrte durch neblige Berglandschaften und verschiedene Indiodoerfer. Wenn man sich umschaut, hat man das Gefuehl, dass die Zeit hier stillsteht. Die Leute tragen traditionelle Kleidung, hueten Vieh und arbeiten ohne Maschinen auf ihren Feldern. Unterwegs konnten wir tolle Aussichten geniessen und einen grossen Canyon bestaunen. Am Krater angekommen sind wir den steilen Weg zum See heruntergewandert. Den Rueckweg wollten wir mit Pferden zuruecklegen. Anstatt der Pferde bekamen wir Maultiere ohne vernuenftigen Sattel. Wir waren den ganzen Weg damit beschaeftigt, die Tiere anzutreiben und uns irgendwie auf ihrem Ruecken zu halten. Ab und an haben wir uns gefragt, ob die Tiere nur faul sind oder beim naechsten Schritt unter uns zusammenbrechen. Kurz vor Ende des Ritts, wussten wir, dass ersteres der Fall war, da die Maultiere ploetzlich fast traben konnten. Nach einem tradtionellen Mittagessen und einem angenehmen Gespraech mit dem Juniorchef fuhren wir zurueck in den Ort.

Eine Busfahrt spaeter sollten wir eigentlich in Baños sein. Das hat leider nicht so ganz geklappt. Es wurden zwei Busfahrten und eine Taxifahrt, da der erste Busfahrer uns auf der Haelfte der Strecke rausgeschmissen hat und uns mitteilte, dass dies die Endstation sei. Busse nach Baños fuhren von dort aus nicht, und wir mussten rumfragen und schliesslich mit dem Taxi ans andere Ende der Stadt.

Baños de Agua Santa kurz: Baños (spanisch für Bäder) ist eine Stadt mit 18.000 Einwohnern. Die Stadt liegt am Fuße des sehr aktiven Vulkans Tungurahua (5016 m über dem Meeresspiegel). Ende 1999 wurde die Stadt aufgrund dringender Empfehlungen vor allem ausländischer Vulkanexperten komplett evakuiert und geschlossen. Nachdem der Ausbruch den Ort wie all die Jahrhunderte zuvor verschont und nur eine dicke Ascheschicht hinterlassen hatte, erzwangen die Einwohner nach einigen Monaten gegen den Widerstand der Behörden und des Militärs ihre Rückkehr in ihren Ort. Bei den damit verbundenen Unruhen gab es einen Toten. Die Stadt kann also nicht ohne und auch nicht mit dem Vulkan leben. Vor einer Fahrt nach Baños sollte man sich dringend ueber die aktuelle Situation vor Ort erkundigen.

Untergekommen sind wir im Hostel Transsilvania. Zur Begruessung haben wir einen Stadtplan mit der aktuellen Evakuierungsroute und hilfreichen Hinweisen im Falle eines Ausbruchs bekommen. Das Hostel ist vor allem bei israelischen Touristen sehr beliebt. Es gab ein koscheres Restaurant, das grossartigste Fruehstueck unserer bisherigen Reise, und alles war auf hebraeisch beschriftet. Die Israelis erscheinen auf den ersten Blick eher rauh und unfreundlich, spricht man sie jedoch direkt an, sind sie sehr freundlich und offen. Bisher haben wir in Suedamerika sehr viele Israelis getroffen. Sie sind meist in groesseren Gruppen unterwegs und gleichalt. Nach Beendigung Ihres Wehrdienstes bekommen sie eine Abfindung, mit der sie die Welt erkunden.

Urspruenglich wollten wir von Baños aus eine Tour in den Amazonasregenwald machen. Nachdem wir einen kurzen Film ueber die Tour gesehen hatten, ist uns die Lust vergangen. Die Touren bestanden aus zwoelf Personen, das Programm war eher langweilig und es waren weder Tiere auf dem Film, noch hatte man tolle Fotos davon. Nur um Baeume zu sehen und zerstochen zu werden mussten wir nicht in den Regenwald. Nach einer kurzen Diskussion haben wir uns fuer einen Flug zu den Galapagosinseln entschlossen und kurzerhand diesen auch gebucht.

Am folgenden Tag haben wir das schoene Wetter genossen, unseren Trip auf die Galapagosinseln ein wenig organisiert und abends eine Nachtfahrt zum Vulkan gemacht. Der Himmel war klar und wir hofften den Gipfel und Lava sehen zu koennen. Leider sind bei der Fahrt Wolken aufgezogen und haben uns diesen Anblick versaut. Der Ausflug war dennoch klasse. Die Aussicht auf die Stadt war grossartig und abschliessend gab es "feurige" Unterhaltung am Lagerfeuer.

Anschliessend haben wir unsere letzte laengere Busfahrt in Suedamerika gemacht. Juhu! Nach vier Stunden waren wir in Quito, der Hauptstadt von Ecuador. Diese liegt 20 Kilometer südlich des Äquators in einem 2.850 m hohen Becken der Anden und ist somit die höchstgelegene Hauptstadt der Welt. Sie ist mit rund 1,4 Millionen Einwohnern nach Guayaquil die zweitgrößte Stadt des Landes. Es war kalt und nass und wir haben das Hostel (Travellers Inn) nur zum Essen verlassen. Dieses liegt in einem alten Haus in tollem Zustand und wird von einer sehr netten Familie betrieben. Eine wahre Grossstadtoase, die man nur weiterempfehlen kann.

Morgens sind wir zum Flughafen gefahren und auf die Galapagosinseln geflogen. Es war unvergesslich. Mehr dazu im naechsten Bericht.

Ganz liebe Gruesse (mittlerweile) aus Costa Rica!

Katja und Joerg

LATACUNGA - TOUR ZUM QUILOTOA-VULKAN

LATACUNGA - TOUR ZUM QUILOTOA-VULKAN

Indios auf dem Feld...saemtliche Arbeit wird hier ohne Maschinen erledigt

Indios auf dem Feld...saemtliche Arbeit wird hier ohne Maschinen erledigt

Canyon

Canyon

Indiofrauen in traditioneller Kleidung

Indiofrauen in traditioneller Kleidung

wunderbare Aussicht auf den Canyon...

wunderbare Aussicht auf den Canyon...

QUILOTOA

See im Kraterinneren

See im Kraterinneren

Rueckweg per Maulesel

Die Aussicht auf den See fuer Spaetaufsteher!

Die Aussicht auf den See fuer Spaetaufsteher!

BAÑOS

mhmmm lecker Meerschweinchen am Spiess! Sieht eher aus wie gegrillte Ratte...

mhmmm lecker Meerschweinchen am Spiess! Sieht eher aus wie gegrillte Ratte...

...mal wieder Wahlkampf!

...mal wieder Wahlkampf!

Karamellprodukte sind eine oertliche Spezialitaet, die es in allen Geschmacksrichtungen und an jeder Ecke zu kaufen gibt.

Karamellprodukte sind eine oertliche Spezialitaet, die es in allen Geschmacksrichtungen und an jeder Ecke zu kaufen gibt.

BAÑOS AT NIGHT!

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Für ca. 17 Monate ist der Weg unser Ziel!!! Am 29.11. geht es mit einem RTW-Ticket einmal um die Welt. Gestartet wird in Suedafrika. Dann geht es weiter Namibia, Botswana...Rio de Janeiro,Argentinien, Feuerland, Chile, Peru, Ecuador.... Costa Rica, Mexiko,Hawaii,Neuseeland, Australien, Hongkong, Peking, RAWA, Indonesien, Indien, Nepal,andere Teile Südostasiens....
Details:
Aufbruch: 29.11.2008
Dauer: 17 Monate
Heimkehr: April 2010
Reiseziele: Südafrika
Namibia
Brasilien
Argentinien
Bolivien
Peru
Ecuador
Costa Rica
Mexiko
Vereinigte Staaten
Neuseeland
Samoa
Australien
Hongkong
China
Malaysia
Indonesien
Indien
Nepal
Thailand
Kambodscha
Philippinen
Vietnam
Bahrain
Laos
Der Autor
 
Katja und Joerg Fockenberg berichtet seit 9 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors
Katja und Joerg über sich:
Katja hat bisher als MTA in der Mikrobiologie gearbeitet. Zudem ist Katja Heilpraktikerin mit dem Spezialgebiet Akkupunktur.

Jörg hat bisher als Expansions Manager bei Jack Wolfskin gearbeitet.

Seit 2005 sind wir verheiratet und haben bisher zusammen im Ruhrgebiet, genauer in Bottrop, gelebt.

Zusammen habe wir unsere Leidenschaft für weite Reisen und ferne Länder entdeckt. Unser bisheriger Schwerpunkt war dabei Asien. Wir freuen uns schon sehr auf den Rest der Welt!