Frankreich-Reisebericht :Genießer-Tour-de-France 2011

Mit Hund und Wohnwagen ins Burgund über die Auvergne in den Süden und zurück
Im Sommer 2011 brachen wir auf zu einer zweiwöchigen Genießer-Tour-de-France. Wir wollten uns treiben lassen, Station an schönen Orten machen, dort bleiben, wo und wie lange es uns gefällt. Als grobe Route hatten wir uns das Burgund, die Auvergne und die Provence vorgenommen. Der Rest – on va voir!

17.-19.8.2011: Beaune im Burgund

Nachdem wir im Spätsommer 2007 zum ersten Mal im Wohnwagen auf einer Rundreise im Süden Frankreichs unterwegs waren, wollten wir uns gerne noch einmal so ungebunden treiben lassen. Im Sommer 2011 war es schließlich soweit. Ohne unsere mittlerweile erwachsenen Kinder hatten wir alle Freiheit der Welt und konnten Ziele ansteuern, die wir schon längst einmal näher kennen lernen wollten. Dabei mussten wir unserem Grundsatz untreu werden, denn eigentlich wollten wir Frankreich im Juli und August den Franzosen überlassen. Dann nämlich hat das ganze Land Ferien und entsprechend voll, eng und teuer kann es werden. Dachten wir. Doch leider ließ es sich beruflich nicht anders einrichten, so dass wir - immerhin zum Ende der Hochsaison - am 17. August 2011 aufbrachen zu unserer Genießer-Tour-de-France. Als Stationen hatten wir uns Ziele ausgesucht von denen wir annahmen, dass sie trotz der Ferienzeit eher abseits der Touristenströme liegen würden.

Zum Auftakt wollten wir uns das Burgund mal näher anschauen. Eine Region, in der wir auf unserem Weg in den Süden schon mehrmals Zwischenübernachtungen eingelegt hatten und die für den Beginn einer Genießer-Tour geradezu prädestiniert ist.

Erster Tag in Beaune, der Hauptstadt der Burgunder-Weine

Start war also um 7.00 Uhr und wir nehmen die ersten 500 Kilometer unter die Räder. Ziemlich entspannt kommen wir bereits gegen 13.30 Uhr in Beaune an, wo wir uns den Campingplatz "Les Cent Vignes", einen städtischen Platz in zentraler Lage ausgesucht haben. Dank der Hochsaison gibt es keine der sonst in Frankreich üblichen langen Mittagspausen und wir können uns direkt anmelden. Nachdem wir uns häuslich eingerichtet und eine kleine Siesta gehalten haben, machen wir uns auf einen ersten Erkundungsgang in die Stadt. Beaune gilt als heimliche Hauptstadt des Burgunds und natürlich als Hochburg der Burgunder-Weine. Nach einem etwa 10minütigen Fußmarsch erreichen wir die Altstadt mit hübschen Geschäften, Fachwerkhäusern, einer Stadtmauer und natürlich dem alles überragenden Wahrzeichen, dem "Hôtel de Dieu". Weil inzwischen nach einem eher kalten und verregneten Juli endlich so etwas wie Sommer eingekehrt ist und die Temperaturen schwülheiß bei um die 30 Grad liegen, zieht es uns nach diesem Spaziergang bald wieder zurück auf den Campingplatz, der sich inzwischen komplett mit Transit-Urlaubern gefüllt hat und bis auf den letzten Platz belegt ist.
Unterwegs versorgen wir uns noch mit Baguette und Käse sowie einer Flasche Weißwein, so dass unser erstes Abendmahl in Frankreich unter schattigen Bäumen gesichert ist.

Ein erster Erkundungs-Spaziergang nach Beaune

Ein erster Erkundungs-Spaziergang nach Beaune

Dem Wein begegnet man hier wirklich auf Schritt und Tritt

Dem Wein begegnet man hier wirklich auf Schritt und Tritt

Dieser "Arc de Triomphe" steht nicht in Paris, sondern in kleinerer Ausgabe in Beaune

Dieser "Arc de Triomphe" steht nicht in Paris, sondern in kleinerer Ausgabe in Beaune

© Ulrike S., 2012
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Die Reise
 
Details:
Aufbruch: 17.08.2011
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 03.09.2011
Reiseziele: Frankreich
Der Autor
 
Ulrike S. berichtet seit 8 Jahren auf umdiewelt.
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Ulrike über sich:
Hallo liebe Weltenbummler,
Über ein anderes Forum bin ich hier auf diese Internetseiten gestoßen und seitdem begeisterte Leserin der wunderbaren Reiseberichte.
Ich selbst reise leidenschaftlich gerne. Nach unseren Familienurlauben mit drei inzwischen erwachsenen Töchtern, die wir immer in Ferienhäusern verbracht haben, stehen nun Reisen mit dem Wohnwagen und damit Camping zu zweit auf dem Programm. Unser bevorzugtes Reiseziel ist dabei Frankreich. Allerdings lieben wir auch den deutschen Norden (Ostseeküste) und wollen uns nun verstärkt der Erkundung der - inzwischen ja nicht mehr ganz so neuen - deutschen Bundesländer widmen.