Großbritannien-Reisebericht :Schottland 2004

2. September 2004 (Ullapool - Kinlochewe)

Bevor wir am Vormittag aufbrachen, machten wir noch einen kleinen Spaziergang entlang der Hafenpromenade in Ullapool.

Ullapool Ullapool

Wir verließen das Hafenstädtchen, und fuhren auf der Wester-Ross-Küstenstrasse über die A835 entlang und bogen dann auf die A832 ab um gegen Mittag Poolewe zu erreichen. Hier befinden sich die bekannten Inverewe Gardens, durch die wir bei schönem Wetter einen Spaziergang machten.

Inverewe Gardens Inverewe Gardens

Da uns die Gartenanlage nicht allzu sehr begeisterte, hielten wir uns auch nicht allzu lange bei den Inverewe Gardens auf. So fuhren wir schließlich wieder auf der A832 weiter nach Gairloch. Die Landschaft die uns entlang der Fahrt umgab, begeisterte uns mehr als die Inverewe Gardens.

Landschaft an der Wester-Ross-Küstenstrasse Landschaft an der Wester-Ross-Küstenstrasse

Gairloch ist aufgrund des breiten Sandstrandes, ein kleines Badeparadies am Meer. Darum ließ ich es mir auch nicht nehmen, schwimmen zu gehen. Nach ein paar Schritten, die ich ins Meer gemacht hatte dachte ich mir ich drehe wieder um, denn die Wassertemperatur war nicht höher als an der Achmelvich Bay. Doch nach kurzem zögern sprang ich doch rein, machte ein paar Schwimmzüge und rannte dann schnell aus dem kalten Wasser. Glücklich dass ich meinen Vorsatz, in Schottland schwimmen zu gehen erfüllt hatte, beschränkten wir uns auf das spazieren gehen entlang des schönen Strandes.

Sandstrand in Gairloch Sandstrand in Gairloch
Ich beim schwimmen Ich beim schwimmen

Unsere Reiseroute führte uns weiter auf der A832 Richtung Kinlochewe. Das wunderschöne einsame Landschaftsbild das uns schon den ganzen Tag verfolgte, setzte sich hier weiter fort, und wir genossen es hier fast alleine zu sein. Auf der Fahrt machten wir einen kuren Stopp um uns die Victoria Falls anzusehen.

Victoria Falls Victoria Falls

Unser Weg führte dann weiter auf der A832, am Loch Maree entlang bis wir dann Kinlochewe erreichten.
Über Telefon reservierten wir uns ein Zimmer im Kinlochewe Hotel. Dies war eine Premiere, denn es war das erste Hotel in dem wir während unseres Schottlandurlaubes übernachteten. Laut dem Hotelbesitzer sei das Hotel leicht zu finden, da es "in the middle of the city" liegt. Jedoch sind wir anfangs gleich mal am Hotel vorbei gefahren, ohne es zu merken. Da wir dachten Kinlochewe sei ein größerer Ort, fuhren wir in der Annahme, das uns die "city" gleich auffallen würde einfach drauf los. Doch als wir an der Weggabelung der A832 und A896 waren, viel uns auf das Kinlochewe genau in die Richtung angeschrieben war, von der wir gerade gekommen sind. Also fuhren wir wieder zurück, und achteten genauer auf die fünf Häuser, an denen wir zuvor vorbei gefahren waren, denn genau das war Kinlochewe. Schnell hatten wir auch das Kinlochewe Hotel "in the middle of the city" gefunden.
Wir bezogen unser Zimmer und fragten uns ob wir denn wirklich in einem Hotel seien. Denn wir mussten feststellen, dass dies wohl eine der schlechtesten Unterkünfte auf unserer bisherigen Reise war, und noch dazu die teuerste. Aber wir blieben trotzdem da, weil wir hier wohl kaum mehr wo anders ein Zimmer gefunden hätten.
Gegen Abend beschlossen wir noch nach Lower Diabaig zu fahren, ein kleiner Ort auf den ich aus einem Reisebericht aufmerksam wurde. Wir fuhren auf der A896 entlang des River Torridon an kleinen Ortschaften vorbei bis nach Torridon, dort bogen wir auf eine Seitenstrasse ab. Die Sonne senkte sich bereits und versteckte sich langsam hinter den Bergen. Die Strasse nach Lower Diabaig führte uns die Berge hoch, von wo wir tolle Ausblicke genießen konnten.

Sonnenunterang in den Highlands Sonnenunterang in den Highlands

Bis wir schließlich von der Straße aus, einen Blick von oben auf die kleine Bucht des Loch Torridon und Lower Diabaig machen konnten.

Lower Diabaig Lower Diabaig

Wir fuhren hinunter bis zum kleinen "Hafen", dort genossen wir neben einem Wohnmobil den Sonnenuntergang.
Nach einiger Zeit machten wir uns dann wieder auf den Weg, um über die Berge zum Hotel zurück zu fahren. An einem Aussichtspunkt, hielten wir dann noch einmal um die Aussicht zu genießen. Da wir hungrig waren beschlossen wir, mit unserem Kleinen Kocher etwas zu kochen, das anschließende Essen genossen wir dann auf einer Bank mit Blick auf Upper Loch Torridon und die Bergwelt rund um uns.

Beim Kochen Beim Kochen

Dieser Abend in Lower Diabaig, war das absolute Highlight unserer Schottlandreise.

© MARKUS MAYRHOFER, 2006
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Die Reise

 
Worum geht's?:
In 16 Tagen und über 3300 km mit dem Auto durch das Land von Dudelsack und Kilt, Schafen und Hochlandrinder, Castles, Highlands und Whiskey und der Heimat von William Wallace, Rob Roy und Robert the Bruce.
Details:
Aufbruch: 25.08.2004
Dauer: 16 Tage
Heimkehr: 09.09.2004
Reiseziele:
Großbritannien

Der Autor

 
MARKUS MAYRHOFER berichtet seit 9 Jahren auf umdiewelt.
Aus dem Gästebuch (3/7):
Sebastian 1187268505000
Wow, super Bericht. Bin gerade von einer Woche aus Schot­tland zurück und hab mir hier In­spi­ra­tio­nen für die nächste Reise geholt

Slainte
Manuela 1183675029000
Vielen Dank für Deinen ge­lun­ge­nen Rei­se­bericht! Ei­gent­lich wollte ich nur den Teil über Skye lesen, habe aber dann nicht mehr auf­hören können­...Die Fotos sind wun­derschön - da hat jemand ein gutes Auge. Mein Mann und ich wollen nächste Woche von unserem der­zei­ti­gen Woh­nsitz New­cas­tle aus nach Skye fahren und dort wan­dern. Sind mal ges­pannt, wie dort das Wetter so is­t...kann ei­gent­lich nicht viel schlim­mer werden als in den letzten Wochen hier in En­glan­d...
Dan­ke noch­mal­s,
Grüße von der Insel
Andrea 1176591617000
Ich habe gerade beim Stöbern diesen Schot­tlan­dbe­richt ent­deckt und er hat mir gut ge­fal­len - dabei bekommt man sofort wieder Seh­nsucht nach diesem Land, dessen Zauber sich kaum einer ent­zie­hen kann (und das obwohl wir auch schon meh­rfach in Schot­tland wa­ren)­...
A­ber es gibt immer etwas, das man noch nicht kennt und dieser Bericht hat wieder neue Ideen und An­re­gun­gen zu Tage gef­ördert, so daß wir bes­timmt bald wieder auf Er­kun­dun­gstour ge­hen.­
Dan­ke daf­ür!
Gruß­
An­drea