Kroatien-Reisebericht :Von Rabac bis Dubrovnik und zurück, eine Tour entlang der Küste Kroatiens

Wir wollten diesen Sommer in die Bucht von Kotor, Montenegro, fahren. Das sollte eine beeindruckende Kulisse vor den Bergen sein.
Natürlich mit dem Boot, und dann am einfachsten übers Meer.
Also dachten wir uns, dass wir irgendwo in der Nähe von Sibenik kranen und dann mit dem Boot die Küste entlang fuhren. Marina Solaris war beispielsweise ein möglicher Ausgangspunkt für unsere Reise.

So., 20.08.06 Ankunft in Rabac

Eigentlich wollten wir in den Süden von Kroatien, irgendwo ... Sibenik und Umgebung. Aber erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Sibenik oder Marina Solaris waren zwar unser Ziel, aber mich ließ die Idee nicht los, vom Kvarner aus die ganze Strecke mit dem Boot zu fahren.
Die Region Kvarner kannten wir recht gut. Da waren wir schon mehrmals mit dem Wohnwagen auf dem Campingplatz Sveta Marina, zum Tauchen, und Rabac ist gleich in der Nähe. Es liegt in einer geschützten Bucht, ein Campingplatz mit einem Kran ist da, also ideale Voraussetzungen für einen Start.
So entschloss ich mich noch während der Fahrt, von Rabac aus in See zu stechen. Die ganzen Pläne waren von einem Augenblick auf den anderen über den Haufen geworfen, die ausgedruckte Strecke nur noch Altpapier. Aber das machte nichts, Rabac kannten wir, die Strecke dahin war kein Problem, auch ohne ausgedruckte Route.
Schließlich kamen wir nach 12 ¾ Std. Fahrt (einschl. 1 ¼ Std Schlaf) in Rabac gegen 9.30 Uhr an.
Wider Erwarten ergab sich sofort eine Kranmöglichkeit, nur mit der Anmeldung beim Hafenkapitän klappte es nicht mehr, wir waren eine halbe Stunde zu spät.
Also gab's nur eine Ehrenrunde um Rabac, vom Kran beim Campingplatz und anschließend anlegen im Stadthafen. Wir mussten über Nacht hier liegen bleiben, denn ohne Vignette zu fahren, wollten wir nicht riskieren.
Es war aber recht interessant, recht lebhaft, mitten in der Stadt, ... und wozu hatten wir Urlaub?

Übernachtung im Stadthafen für 100.- Kuna + 10.- Kuna Kurtaxe. Strom und Wasser inbegriffen, aber keine Toilette im Hafen.

Blick auf den Stadthafen von Rabac von den  Kais der Ausflugschiffe aus

Blick auf den Stadthafen von Rabac von den Kais der Ausflugschiffe aus

Der Stadthafen von Rabac von der gegenüberliegenden Seite aus

Der Stadthafen von Rabac von der gegenüberliegenden Seite aus

© Kurt Kadletz, 2008
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Die Reise
 
Details:
Aufbruch: 20.08.2006
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 08.09.2006
Reiseziele: Kroatien
Der Autor
 
Kurt Kadletz berichtet seit 8 Jahren auf umdiewelt.
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Kurt über sich:
Wir waren während der letzten rund 15 Jahre immer mit dem Wohnwagen unterwegs. Südfrankreich oder Kroatien waren unsere Ziele, immer am Meer.
Wir haben auch immer ein klein wenig neidisch auf diese großen, weißen Boote geschielt, die da im Yachthafen rumdümpelten. Nun gut, wirklich neidisch waren wir nicht, aber der Wunsch nach so einem Boot war schon da. Der Urlaub mit den Kindern im Wohnwagen, meistens ziemlich nah am Meer, das hat auch was. Daneben hatte ich das Tauchen als Hobby, da blieb eigentlich keine Zeit mehr für ein Boot ....
Bis sich im Herbst 2001 doch die Gelegenheit ergab, ein Schlauchboot zu kaufen. Dann mussten im darauffolgenden Frühjahr noch die SBF's gemacht werden und dann konnte es losgehen.
Wir gingen auf "große Fahrt" mit Wohnwagen, Schlauchboot, 2 Tauchausrüstungen, 2 Erwachsene und 2 Kinder.
Aber das "große" kleine Schlauchboot (4 m lang, mit AB 15 PS) war sehr schnell zu klein und was größeres musste her. Das kam ziemlich bald. Unser Sohnemann wollte nicht mehr mit in den Urlaub und es war absehbar, bis wann die Tochter auch nicht mehr mitging. C'est la vie. So kauften wir im Herbst 2003 die "Sunny", eine drei Jahre alte Drago Fiesta 600, 6 m lang, mit Kabine, kleiner Küche, Kühlschrank und WC-Kabine. Für uns das ideale Urlaubsboot für zwei Personen (Mehr konnten wir uns sowieso nicht leisten).
Mit der "Sunny" gingen wir drei Jahre lang auf Tour, an der Küste Kroatiens entlang und zweimal zu Pfingsten in den Lagunen von Venedig. Zu Hause fuhren wir am Rhein und (wenig) am Main.
Im Herbst 2006 schließlich war auch die "Sunny" zu klein und wir leisteten uns einen Meter mehr Boot, nämlich die neu erschienene Drago Fiesta 22, im Prinzip die "Sunny", nur mit 7 m Länge.
Das Boot heißt "Bijou" (= Schmuckstück) und wird wohl auf absehbare Zeit das letzte sein, denn ein größeres passt nicht in unseren Carport. Es geht jetzt schon sehr eng zu. Mit dem Tandemtrailer braucht man die ganze Straßenbreite zum Einparken und hat dann links und rechts vielleicht knappe 10 cm Platz.

Zur Zeit arbeite ich auf, was ich auf unseren Touren alles zu Papier gebracht habe. Für uns entsteht eine Art Logbuch, die Kurzfassung hier ist der Versuch, anderen von unseren Touren zu erzählen.