Italien-Reisebericht :Ein kurzer Ausflug in die Basilikata

Auch wenn der folgende Bericht wie aus einem Science-Fiction-Roman klingt, so versichere ich, dass sich alles genauso zugetragen hat, wie ich es nachfolgend erzähle.

Ankunft am Lago di S. Giuliano

Von unserem Domizil in Apulien aus machen wir uns auf den Weg in die Basilikata. Es ist ein sehr heißer Juli und wir hoffen, ein bisschen Abkühlung an einem der Stauseen der Basilikata zu finden. Unser alter VW-Camper ist gepackt und unsere beiden Hunde sind verstaut. Erwartungsvoll brechen wir auf.

Es ist nur eine kurze Fahrt bis zum Lago di S. Giuliano, schon gegen Mittag sind wir da. An diesem Stausee, der vom Fluss Bradano gespeist wird, hat der WWF am Südufer eine Oasis eingerichtet, die als Vogelbeobachtungsstation dient. Leider ist das Tor verschlossenen und so müssen wir uns mit einem Blick über den Zaun begnügen. Da die mörderische Hitze immer unerträglicher wird, beschließen wir, erst einmal eine Siesta in dem angrenzenden Eukalyptuswäldchen zu halten. Wir packen unsere Campingliegen aus. Kein Windhauch ist zu spüren, die einzige Kühlung bringen nasse Waschlappen, die wir uns auf den Kopf legen. Erst gegen fünf Uhr werden wir wieder munter, auch in die Hunde kehrt das Leben zurück und so beschließen wir, einen Erkundungsspaziergang zu machen. Über einen kleinen, von Bäumen gesäumten Sandweg erreichen wir die verschlammten Ufer des Lago di San Giuliano. Der See wirkt nicht sehr einladend, aber die Hunde hüpfen doch ins Wasser, allerdings nur bis zum Bauch. Alles wirkt sehr verlassen. Niemand ist am Ufer zu sehen, keiner badet im See. Auf dem Rückweg zum Bus begegnen wir endlich einem Menschen, einem jungen Mann, den wir fragen, wo man baden kann. "Baden verboten, nur angeln ist erlaubt", erklärt er uns. Wie sich später herausstellt, trifft dies auf alle Stauseen in der Basilikata zu. Es könnte das Wehr geöffnet werden und dann würden die Wassermassen alle Schwimmer mitreißen.

© Angelika Gutsche, 2014
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Die Reise
 
Details:
Aufbruch: 27.07.2013
Dauer: 3 Tage
Heimkehr: 29.07.2013
Reiseziele: Italien
Der Autor
 
Angelika Gutsche berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.
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