Spanien-Reisebericht :das feuerrote spielmobil

¡Sí, todos niños!

Wie sich dem Titel bereits entnehmen lässt, sind wir inzwischen in Spanien gelandet und unsere 4 "rubios" kommen auch hier schon bestens an.
Aber alles der Reihe nach:
Nach einer knappen Woche in Beauduc wollten wir noch ein Stückchen weiter am Meer entlang gen Süden um dann bei Perpignan in die Pyrenäen abzubiegen. Jedoch nicht ohne vorher noch Nicky's Pizza (laut Michel die beste Pizza dies gibt) probiert zu haben. Sie war auch wirklich super lecker, allerdings auch riesengroß, so dass wir noch die ganze Nacht was davon hatten. Glaubt mir, ich habe mich noch nie so voll gefressen gefühlt!
Der Womo-Führer pries uns in Leucate ein von Windsurfern bevorzugtes Plätzchen zum frei stehen an und so planten wir dort eine Übernachtung ein. Daraus wurden schließlich 6 Nächte, denn kaum hatten wir unser LKWchen direkt am Strand geparkt, befand sich auch schon eine ganze Schar deutscher(!) Kinder

in

in

und am

und am

Auto. Das 'Spielmobil' kam voll und ganz zum Einsatz und wir brachten es nicht übers Herz die Jungs von ihren neu gewonnen Freunden so schnell schon wieder zu trennen. Auch wir fühlten uns direkt wohl und so verbrachte man die Tage mit Angeln (wie immer), planschen,

ein wenig werkeln,

ein wenig werkeln,

den Rasch-Wasch zum Einsatz bringen,

den Rasch-Wasch zum Einsatz bringen,

ins fußläufige nette Örtchen zu marschieren oder einfach nur zu chillen. Als dann doch der ersehnte Wind aufkam ließen wir die Surfer wieder unter sich und brachen in die Pyrenäen auf.
Das erste angestrebte Ziel hieß Andorra. Es war auch nett es mal gesehen zu haben und wir erreichten zum ersten Mal auf dieser Reise die 2000 Höhenmeter. Allerdings wäre es vielleicht besser gewesen vorher schon gelesen zu haben, dass das ganze Land -also die Haupt'stadt' und die 7 dazugehörigen Dörfer- nur 71000 Einwohner hat. Das erklärte uns warum bei unserem Stadtbummel nicht so recht ein Großstadtgefühl aufkommen wollte.

Stadtbummel mit Kinderbelustigung!

Stadtbummel mit Kinderbelustigung!

Navin wollte schon lange mal wieder Reiten!

Navin wollte schon lange mal wieder Reiten!

Das steuerfreie Einkaufen konnten wir auch nicht so recht genießen, schließlich stehen wir erst am Anfang unserer Reise müssen unser Geld noch etwas zusammen halten.
Zweites Ziel war es ein einsames Plätzchen an einem Gewässer zu finden und sich von den ständigen Berg- und Talfahrten zwischendurch zu erholen. Der Ort war bald gefunden, doch gerade als wir es uns so richtig gemütlich gemacht hatten, kam ein Berggewitter erster Güte auf, die frisch gewaschene Wäsche wurde erneut gespült, aus dem Flüsschen wurde ein reißender Schlammstrom und der ganze Platz wurde eine einzige Matschkuhle. Also wurde am nächsten Morgen alles wieder eingepackt (nass und dreckig wie's war) und die Suche begann erneut. Wir kamen durch das Städtchen Barbastro, wo wir uns ein wenig in den engen Gassen der Altstadt verfransten, doch Lars meisterte die Situation mit winkender Hilfe perfekt. Langsam wurde es Zeit einen Übernachtungsplatz zu finden, doch ein einsamer Ort war weit und breit nicht in Sicht, daher stellten wir uns schließlich neben den örtlichen Spielplatz, sehr zur Freude der Kinder. Als wir uns dann für die Nacht eingerichtet hatten, fingen sie rechts und links von uns an eine Kirmes aufzubauen. Da der Platz um uns herum immer knapper wurde, fuhren wir zu sehr später Stunde lieber eine Straße weiter. Ein Gutes hatte der ungeplante Stadtaufenthalt allerdings doch: ein Pärchen sprach uns auf unser Auto an; sie ist aus Frankfurt und lebt dort mit ihrem spanischen Freund der Canyoningführer ist. Die Beiden gaben uns sehr gute Tipps für die nahe gelegene Sierra de Guarda, welche wir am nächsten Morgen auch direkt ansteuerten. Allein die Fahrt dorthin war ein Traum!
Das Ganze ist ein Naturschutzgebiet mit sehr verwilderter Berglandschaft und für Klettern und Canyoning sehr beliebt. Wir sahen die ersten Greifvögel und die Strecke führte an glasklaren Bergflüssen entlang. Da wir immer noch die nassen Sachen im Auto hatten und das Wildcampen im Naturschutzgebiet auch nicht so gerne gesehen (bzw. eigentlich verboten) ist, entschieden wir uns für eine Übernachtung auf dem Campingplatz in Rodellar. Tja, dieses Kleinod hielt uns noch einen Tag länger fest. Wir nutzten die Waschmaschine und kostenloses WLAN,

schwammen

schwammen

und schnorchelten im gestauten Flussbecken,

und schnorchelten im gestauten Flussbecken,

unternahmen Fluss-

unternahmen Fluss-

und Bergwanderungen.

und Bergwanderungen.

Da so ein Campingplatzaufenthalt unser komplettes Tagesbudget auffrisst, hieß es dann doch Abschied nehmen und die Sierra wieder auf eigene Faust erkunden. Nächster Stopp:

Salto de Bierge -ein ca.10m hoher Wasserfall

Salto de Bierge -ein ca.10m hoher Wasserfall

in dessen Becken man prima Schwimmen konnte (sofern man die Wassertemperatur ertrug).

in dessen Becken man prima Schwimmen konnte (sofern man die Wassertemperatur ertrug).

Leider war mal wieder Wochenende und halb Spanien hielt sich dort auf, doch es war trotzdem ein sehr schöner Tag mit Unterhaltungswert. Den unzähligen Canyoning-Betreibenden zuzuschauen wie sie den Wasserfall hinunter sprangen, machte einem selbst Lust darauf...

Die erwünschte Einsamkeit fanden wir dort allerdings auch dort nicht, also hieß es mal wieder Fahren und Weitersuchen. Das Problem war, wenn es mal die Möglichkeit gab bis ans Flussufer heran zu fahren, handelte es sich meist um ausgetrocknete Flussbetten, da schließlich schon einige Sommermonate ins Land gezogen sind.

Schöne Übernachtungsplätze gab es trotzdem -wenn auch ohne Wasser!

Schöne Übernachtungsplätze gab es trotzdem -wenn auch ohne Wasser!

Doch Navin's Auswahlkriterium -"Rombeeren pflücken"- konnte fast immer erfüllt werden.
Schließlich hatten wir die Sierra de Guarda durchquert ohne nochmals länger gestanden zu haben. Wir stationierten in Huesca, abermals direkt am Spielplatz und genossen mit Eis- und Pizzaessen die Vorzüge des Stadtlebens. Als dann auch

sämtliche Vorräte wieder aufgefüllt waren,

sämtliche Vorräte wieder aufgefüllt waren,

und uns immer noch ein ruhiges Plätzchen vorschwebte, wagten wir noch einen letzten Versuch. Wir fuhren abermals Richtung Berge,

scheuten keine Piste

scheuten keine Piste

und
wurden belohnt:

Das Wasser eignet sich zwar nicht gerade zum Baden, doch Fischen kann man allemal (und wenn's nur Wasserläufer sind).

Ja und auf dem Weg nach Pamplona, von wo aus dieser Bericht geschickt wird, gab's auch noch schöne Plätze (sogar mit Thermalquelle!):

Adíos und bis zum nächsten Mal! Es grüßen:

die 4 Blondschöpfe

die 4 Blondschöpfe

und ihre Eltern!

und ihre Eltern!

und ihre Eltern!

P.S.: Verlust der Woche:

Jaris megacoole Badehose hielt dem Dauereinsatz nicht stand!

Jaris megacoole Badehose hielt dem Dauereinsatz nicht stand!

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Die Reise
 
Worum geht's?:
im august09 soll es für uns (lars 32j.,silke 35j.)und unsere 4 jungs (dejan 8j.,jaris 6j.,navin 3j. und arjun 4monate) mit unserem 43j. alten feuerwehrlkw (mb 1113) nach westafrika gehen. über fr,p und sp wollen wir im oktober nach marokko übersetzen und dann weiter durch mauretanien,senegal,gambia,mali,burkina faso bis nach ghana. wenn alles so läuft wie wir uns das vorstellen,wird der lkw von dort im mai2010 zurück verschifft und unsereins nimmt den flieger...
Details:
Aufbruch: August 2009
Dauer: 10 Monate
Heimkehr: Juni 2010
Reiseziele: Ghana
Frankreich
Spanien
Portugal
Marokko
Mauretanien
Senegal
Gambia
Mali
Burkina Faso
Der Autor
 
lars+silke mutmann-engelskirchen berichtet seit 9 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors
lars+silke über sich:
im august 09 soll es für uns (lars 32j., silke 35j.) und unsere 4 jungs (dejan 8j., jaris 6j., navin 3j. und arjun 4 monate) mit unserem 43 jahre alten feuerwehrlkw (mb 1113) nach westafrika gehen. über die carmargue, die pyrenäen, portugal und spanien wollen wir im oktober nach marokko übersetzen und dann weiter durch mauretanien, senegal, gambia, mali, burkina faso bis nach ghana. wenn alles so läuft wie wir uns das vorstellen, wird der lkw von dort im mai 2010 zurück verschifft und unsereins nimmt den flieger...