Schweiz - 6 Monate around the world....

Reisezeit: August 2008 - Februar 2009  |  von Nadja Liechti

Argentinien: Bariloche

Eigentlich ist Bariloche ja eine zeitlang gar nicht mehr auf meinem Plan gestanden, da mir schlichtweg einfach die Zeit davonlaeuft. Doch irgendwie wollte ich mir doch ein Bild von Patagonien machen. Und vielmehr wollte ich sehen, ob es wirklich die Schweiz von Argentinien ist. Somit hiess es wieder mal 22 Stunden Busfahren. Ich bin echt froh, dass die Busse hier sehr komfortabel sind, ansonsten wuerde ich die Busfahrerei nicht mitmachen. Der einzige Mangel sind die Stops. Man kann in einer 22 Stunden Busfahrt hoechstens 1 mal aussteigen um fuer 15 Minuten die Beine zu vertreten... oder sich etwas zu kaufen. Aber meistens gibt es eh was zu essen im Bus - ich mache mir aber meistens genug Sandwiches und kaufe mir Fruechte und Suesses fuer langweilige Stunden.
Zwischendurch werden auch Filme gezeigt, welche aber meistens in Spanisch sind. Zum guten Glueck kann ich jeweils schlafen wie ein 'Herrgoettli', was die Fahrt durchaus verkuerzt.

Also die Fahrt ging dann eben nach Bariloche... Landschaftlich war das die schoenste Busfahrt in Argentinien.

auf dem Weg nach Bariloche

auf dem Weg nach Bariloche

Bariloche ist echt ein sehr schoener Ort, aber wirklich aehnlich wie die Schweiz. Und letztendlich wohnen ungeheuer viele Schweizer hier, was man auf den Speisekarten feststellen kann. Da gibt es Kaese-Fondue, Schweizer Schokolade, Piccata Milanese de Suiza (d.h. ungeheuer viel Kaese) u.v.m.

Mein Hostel, 1004 war sehr nett. Vom Balkon des Hostels hatte ich einen wunderschoenen Ausblick auf den Lago Nahuel Huapi und die Berge rundherum.

Ausblick vom Hostel

Ausblick vom Hostel

Am ersten Tag habe ich mich von der langen Busfahrt ein wenig am See erholt und bin ein wenig durch das Staedtchen spaziert. Es war einfach total touristisch und ich sehnte mich nach Ruhe. Mit einem deutschen Paerchen und Roel aus Holland ging ich am naechsten Tag zum Kajaking. Waehrend wir so beim paddeln waren, haben sich Roel und ich entschieden eine 2 Tages Trekking-Tour zu machen.
So hiess es all meine Sachen aus dem Rucksack zu packen, die ich nicht brauchte und reinzufuellen, was man in 2 Tagen und einer Nacht so alles benoetigt.
Die Tour ging auf den Cerro Frey und war als 'low' also leicht angegeben. Die Wanderung war unheimlich schoen... an einem Bergbach haben wir uns dann im kalten Nass erfrischt und weiter ging's. Herrje, entweder bin ich in letzter Zeit eingerostet oder die 12 Kilo auf meinen Ruecken machten mir so zu schaffen. Zum guten Glueck hatte nicht nur ich Muehe, die letzte Stunde von insgesamt 4, zu bestreiten. Roel war glaub auch am Ende seiner Kraefte. Die letzten Energien haben uns auch noch die laestigen Fliegen genommen, die uns staendig um den Kopf herumgesurrt sind .

ich mit meinem schweren Rucksack, den ich schon seit mehr als 5 Monaten umherschleppe

ich mit meinem schweren Rucksack, den ich schon seit mehr als 5 Monaten umherschleppe

sehr schoene Aussicht auf dem Weg zum Refugio Frey

sehr schoene Aussicht auf dem Weg zum Refugio Frey

Endlich konnten wir die Huette (Refugio Frey) erblicken und es gab uns noch ein wenig Antrieb. Wir waren heilfroh, endlich angekommen zu sein und haben uns zur Feier ein kaltes Bier zu Gemuete gefuehrt. Es waren noch viele andere Wanderer unterwegs und wir haben uns sogleich mal eine Matraze im Massenlager gesichert.
Roel hat dann fuer uns Pasta gekocht und die hat dann zu unserem mitgebrachten 'Vino tinto' koestlich geschmeckt. Als die Sonne unterging war die Abendstimmung perfekt, so schoen war der Himmel, wie ich es noch selten gesehen habe.
Immer mehr Leute sind am Abend noch in die Huette gekommen und auf den ca. 30 Matrazen mussten schlussendlich etwa 50 schlafen und es war ein rieeeeesen Schnarch-Konzert in dem Raum. Dieses Mal konnte auch ich keinen Schlaf finden...

unglaubliche Abendstimmung und ein Vino tinto - gibt es was schoeneres?

unglaubliche Abendstimmung und ein Vino tinto - gibt es was schoeneres?

Am Morgen genossen wir noch ein bisschen die Stille am See direkt beim Refugio. Dann gings zurueck ueber felsiges Gebirge in Richtung Talstation. Die Gegend um Bariloche ist im Winter ein Skigebiet und es gibt einige Skilifte hier. Der Rueckweg war nicht zu unterschaetzen; man musste konzentriert gehen, wenn man nicht abstuerzen wollte. Nach ca. 5 Stunden erreichten wir den Skilift. Wir haben uns dann entschieden, die letzte Strecke mit dem Sessellift zu machen, da es nur noch abwaerts ging und Roel noch nie auf einem Sessellift gesessen ist. Wie auch; in Holland ist der hoechste 'Berg' grad mal 300m.uber M..

so felsig ging's dann auf den Heimweg

so felsig ging's dann auf den Heimweg

vorbei an einem kleinen Bergsee

vorbei an einem kleinen Bergsee

Den letzten Abend fuer mich in Bariloche liessen wir noch feierlich in dem Mexikaner 'Dias de Zapata' ausklingen - dieses Restaurant ist waermstens zu empfehlen!

Und fuer mich hiess es am naechsten Tag zueruck Richtung Norden 22 Stunden nach Cordoba...

© Nadja Liechti, 2008
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Herzlich willkommen auf meiner Seite! Als ich im letzten Jahr 4 Wochen in Thailand herumgetuggert bin mit meinem Rucksack hat mich die Reiselust so richtig gepackt! Jetzt mache ich Nägel mit Köpfen und starte am 6. August 2008 meine Weltreise...
Details:
Aufbruch: 06.08.2008
Dauer: 6 Monate
Heimkehr: Februar 2009
Reiseziele: Thailand
Laos
Vietnam
Kambodscha
Neuseeland
Französisch Polynesien
Chile
Bolivien
Argentinien
Der Autor
 
Nadja Liechti berichtet seit 16 Jahren auf umdiewelt.
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