Rundreise in Marokko

Marokko-Reisebericht  |  Reisezeit: Juni 1999  |  von Inge Waehlisch Soltau

Zagora und Drâa Tal

Von Erfoud aus ging es weiter nach Zagora. Das waren fast 300 km und eine Fahrzeit von über 4 Stunden, also fuhren wir schon kurz nach 7 Uhr los.
Die Fahrt ging durch das landschaftlich eindrucksvolle Drâatal, ein Flussbett, das sich von Ourzazate über 1100 km bis an den Atlantik zieht - wenn der Fluss Draa Wasser führt.

Unterwegs

Unterwegs

Unterwegs

Unterwegs

Zunächst kamen wir kurz hinter Erfoud durch den etwas grösseren Ort Rissani inmitten der grossen Oase mit 300.000 Dattelpalmen und 114 alten Ksour - wehrhafte Dörfer im Bergland.
Das Draatal ist ca. 200 km lang und die grossen Palmenplantagen mit den aufragenden Komplexen der Kasbahs ziehen sich bis kurz vor die algerische Grenze.
In dieser Region wird der Oasenanbau hauptsächlich zum Eigenbedarf betrieben. Die Bewässerungsanlagen sorgen durch Kanäle und Sperren dafür, dass die verschiedenen Görten gleichmässig bewässert werden.

Drâtal

Drâtal

Das Draatal mit den Palmenhainen, Berbersiedlungen und alten Kasbahs ist sehr idyllisch. Der Draa-Fluss entspringt am Stausee El Mansour bei Oarzazate, es ist der längste Fluss von Marokko . Der schönste Teil des Tals ist der Oberlauf bis Zagora. Danach ist der Fluss meistens trocken und füllt sich mit Wasser nur nach heftigen Regenfällen. Direkt am Fluss befinden sich die Gärten und Felder, die Siedlungen liegen etwas erhöht.

Der Draa Fluss

Der Draa Fluss

Oase mi Palmen

Oase mi Palmen

Zagora ist eine ehemalige Karawanenstation am Rande der Wüste. Die Stadt wird gern als Ausgangsbasis für Touren in die Sahara genutzt, denn Sehenswürdigkeiten als solche bietet sie nicht.
In den Oasen in der Umgebung werden auch Gerste, Bohnen, Zwiebeln und Kohl angebaut.
Wir hatten das Hotel "Pullman Reda" gebucht, ein Bau in der typischen der Gegend angepassten Architektur inmitten eines grossen Palmenhains. Das Hotel hatte seine "besten Jahre" eindeutig hinter sich, oder sollte man sagen "ein Hotel mit Flair"?

Hotel Pulman Reda Zag

Hotel Pulman Reda Zag

52 Tage bis Timbuktu

52 Tage bis Timbuktu

Von Zagora aus fuhren wir Richtung Süden nach M'hamid im oberen Draa-Tal, nicht weit von der algerischen Grenze entfernt. Die Dünen der Sahara sind in unmittelbarer Nähe, und die Wüstenwinde tragen Jahr für Unmengen an Sand in den Ort.
M'Hamid war ein Zentrum für Nomaden und durchreisende Karawanen.
Wir lernten hier Ahmed kennen, einen Tuareg, den wir als Guide anheuerten für eine Fahrt Richtung Sahara - so weit wie es mit unserem unzuverlässigen Mietauto gehen würde.
Ahmed wollte uns dann noch Silberschmuck verkaufen, was wir aber ablehnten. Trotzdem lud er uns zum Teetrinken in sein Zelt ein. Seine Freunde waren neugierig und kamen noch dazu, und da Ahmed recht gut französisch sprach, hatten wir eine sehr interessante Unterhaltung.
Der grösste Teil von Ahmeds Familie lebt immer noch als Nomaden, d.h. sie ziehen fast das ganze Jahr über mit ihren Kamelen durch die Sahara. Nur während der Wintermonate kommen sie nach M'Hamid.
Die "52 Tage bis Timbuktu" sind also immer noch aktuell...

Nach Mhamid

Nach Mhamid

Anfang der Sahara

Anfang der Sahara

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Marrakesch - Ourzazate- Dadès Tal - Erfoud und Erg-Chebbi - Zagora und Drâa Tal - Taroudont - Agadir
Details:
Aufbruch: 06.06.1999
Dauer: 15 Tage
Heimkehr: 20.06.1999
Reiseziele: Marokko
Der Autor
 
Inge Waehlisch Soltau berichtet seit 13 Monaten auf umdiewelt.