(M)ein Traum wird wahr .... Weltreise!

Komoren-Reisebericht  |  Reisezeit: Juni 2013 - April 2014  |  von Rolf Bilo

Es geht auf die Komoren: Eine Rundfahrt durch den Norden der Insel

Der Taxifahrer, der mich vom Flughafen abholte, erzählte mir während des Transfers, dass er auch Touren auf Grand Comore anbieten würde. Ganztagestouren, in den Norden, den Süden und die Inselmitte mit Moroni. Ich entschied mich für den Norden und nachdem der Preis ausgehandelt war, sollte es am nächsten Tag um 9.oo Uhr losgehen.

Pünktlich starteten wir, über die Corniche fahren wir nordwärts, bis sich die Straße gabelt. Leider spricht der Fahrer kein englisch, mein französisch ist auch nur rudimentär und so verständigen wir uns mit Händen und Füßen. Wir fahren durch die Dörfer über die Berge auf die Ostküste zu. Hier ist wenig los, ab und zu einige kleine Dorfschaften, deren Bewohner um einen Baum herum sitzen und diskutieren, Frauen, Männer und Kinder getrennt. Dann wieder längere Zeit nur Berglandschaft, karg bewachsen, zum Teil verbrannter Boden. Was auffällt, sind die vielen Schrottautos, die hier einfach in der Landschaft entsorgt werden.

Es geht einmal komplett herum um den Nordteil der Insel, immer der Küstenstraße entlang. Alles, was einigermaßen sehenswert ist, zeigt mir Nazim, der Fahrer. Schöne, riesige Baobabbäume stehen vereinzelt herum, ansonsten gibt es hier überwiegend Palmen. Nacktes Vulkangestein wechselt sich mit landwirtschaftlich genutzter Fläche ab. Die Straßen sind in einem sehr schlechten Zustand, ein Grund, warum der eh schon nur geringfügige Tourismus eingebrochen sein soll, so erklärt mir Nazim.

Vulkansteinstrände, zwei der seltenen Sandstrände, völlig einsam gelegen, einen Salzsee in einem Vulkankrater, einen Ausblick vom Berg mit den "kissing rocks" auf die Schildkröteninsel, Mangrovenküste und viele Details des Nordens bekomme ich zu sehen.

Halt machen wir auch an der Ylangdestillerie in der Ortschaft Salimani, dessen Name mindestens dreimal auf Grand Comore vertreten ist. Wieder kann ich eine Bildungslücke schließen, von der Ylang-Ylang-Pflanze hatte ich bisher auch noch nichts gehört. Es ist eine Baumblüte, die hier auf den Inseln des Indischen Ozeans und in Malaysia wächst und ein Grundstoff für Parfüm, z.B. auch Chanel No. 5, ist. In dieser einzigen Destille der Komoren wurde ehemals die Hauptexportmasse destilliert, vor 2 Jahren gab es jedoch eine Krise, die den Export zum Erliegen brachte.

Über Schotterpisten und Straßen mit Schlaglöchern, in denen Kinder verschwinden könnten, fahren wir weiter zur zweiten Stadt der Komoren, Mitsamiouli. Überall dort, wo man mich im Auto sitzen sieht, gibt es Geschrei, Gelächter, man zeigt auf mich. Touris sind eben selten hier. Es ist Freitag, also Moscheetag, und die Menschen gehen entsprechend gekleidet über die Straßen. Häufig sehe ich Frauen, die eine Art Gesichtsmaske aufgelegt haben, so als wäre sie aus Lehm. Das sei auch so, erklärt mir Nazim, es diene der "Toilette", aber anders als bei uns geht man so auf die Straße, um dann zu Hause die Maske zu entfernen und hübsch zu sein. Es gibt aber - gerade auf dem Land - auch viele ganzkörperverschleierte Frauen in Schwarz.

Kurz vor Moroni wird die Erde wieder pechschwarz, lauter Vulkangestein. 2006 ist hier zuletzt ein Vulkan ausgebrochen, an vielen Stellen kann man hier noch erkaltete Lava mit Fließstrukturen, Tuffstein und Höhlen sehen.

Die Nordtour endet mit der Einfahrt nach Moroni - im Stau. Wie überall auf der Welt ist der Verkehr bei der Stadteinfahrt viel zu dicht, die Straßenverhältnisse sind ihm nicht gewachsen. Langsam kriechen wir zum Hotel.

Autowracks zieren auf der ganzen Insel ansonsten schöne Landschaften.

Autowracks zieren auf der ganzen Insel ansonsten schöne Landschaften.

Auf den Komoren gibt es sowohl Zebu- als auch Watussirinder

Auf den Komoren gibt es sowohl Zebu- als auch Watussirinder

In der Inselmitte befindet sich eine Reihe von Vulkanhügeln.

In der Inselmitte befindet sich eine Reihe von Vulkanhügeln.

Die Straßen sind in einem sehr schlechten Zustand

Die Straßen sind in einem sehr schlechten Zustand

Immer wieder tauchen vereinzelt stehende Baobabbäume (Affenbrotbaum) auf; sie wirken sehr majestätisch unter den Bäumen.

Immer wieder tauchen vereinzelt stehende Baobabbäume (Affenbrotbaum) auf; sie wirken sehr majestätisch unter den Bäumen.

Der Eingang zur Ylang-Ylang-Destillerie

Der Eingang zur Ylang-Ylang-Destillerie

Hier wird der Blütensud destilliert

Hier wird der Blütensud destilliert

Der einzige Maki, den ich auf den Komoren sah

Der einzige Maki, den ich auf den Komoren sah

Felsenküste, dicht mit Palmen bewachsen

Felsenküste, dicht mit Palmen bewachsen

Aber es gibt auch einige wenige Sandstrände. Ein selfie mit meinem letzten (kurzärmligen) Hemd

Aber es gibt auch einige wenige Sandstrände. Ein selfie mit meinem letzten (kurzärmligen) Hemd

Am Strand ist dem Quastenflossler ein Denkmal gewidmet

Am Strand ist dem Quastenflossler ein Denkmal gewidmet

Obstverkäuferinnen auf einem Dorfmarkt.

Obstverkäuferinnen auf einem Dorfmarkt.

Die "kissing-rocks"

Die "kissing-rocks"

Von jedem Hügel aus kann man weit über Palmenhaine blicken

Von jedem Hügel aus kann man weit über Palmenhaine blicken

Ein selfie am lac-sal, einem Salzsee in einem Krater

Ein selfie am lac-sal, einem Salzsee in einem Krater

Ganzkörperverschleierte Frauen sitzen vor ihrem Haus

Ganzkörperverschleierte Frauen sitzen vor ihrem Haus

Auch weiter Richtung Hauptstadt werden die Straßen nicht besser.

Auch weiter Richtung Hauptstadt werden die Straßen nicht besser.

Eigentlich töttern sie viel lieber als tatsächlich Obst zu verkaufen.

Eigentlich töttern sie viel lieber als tatsächlich Obst zu verkaufen.

Und noch ein riesiger Baobab

Und noch ein riesiger Baobab

An diesem Sandstrand liegen einige Einbäume mit Auslegern

An diesem Sandstrand liegen einige Einbäume mit Auslegern

Nicht im Sonntags- sondern im Freitagsstaat geht man in die Moschee

Nicht im Sonntags- sondern im Freitagsstaat geht man in die Moschee

Obst und Gemüse wird am Straßenrand gekauft

Obst und Gemüse wird am Straßenrand gekauft

In der Nähe des Flughafens sind diese Mangroven zu finden.

In der Nähe des Flughafens sind diese Mangroven zu finden.

© Rolf Bilo, 2013
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Nach über 30 Jahren wird mein Traum wahr: meine Weltreise, d i e Weltreise, beginnt in Kürze. Ein Jahr lang um die Welt, möglichst viel sehen, alle Kontinente..... Der Countdown läuft
Details:
Aufbruch: 06.06.2013
Dauer: 11 Monate
Heimkehr: 25.04.2014
Reiseziele: Äthiopien
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Der Autor
 
Rolf Bilo berichtet seit 7 Jahren auf umdiewelt.