Abenteuer Antarktis und Süd-Georgien bis Buenos Aires

Antarktis-Reisebericht  |  Reisezeit: Februar 2010  |  von Petra und Matthias Schmidt

06.02.10 Vernadsky, Petermann, Lemaire-Kanal

Um 8:30 Uhr hat die erste Anlandung begonnen. Wir waren in der vierten, der grünen Gruppe und durften so gegen 11:20 Uhr in die Zodiacs. Vorab kam aber die Prozedur des Ankleidens. Zuerst Strumpfhosen, dann Leggings, dann Gummistiefel. Die Regenhose dann über alles darüber, damit kein Wasser bei der nassen Anlandung in die Stiefel kommt. Oben herum fängt das Anziehen mit Unterhemd und Fleecepullover an, danach die absolut winddichte gefüttert Seglerjacke, darauf dann die Rettungsweste und der wasserdichte Rucksack mit der Kamera. Zuletzt noch Mütze und ggf. Handschuhe. Anschließend Treff im Grand Salon und abzählen in 15-ner Gruppen und dann 4 Etagen tiefer zum Ausbooten in die Schlauchboote. Wem da nicht warm ums Herz und dem Rücken wird, ist selber schuld!

Die erste Zodiacfahrt

Die erste Zodiacfahrt

Vernadsky-Station

Vernadsky-Station

Die erste Zodiacfahrt war sehr aufregend, da wir vorab noch abgesaugt wurden und das erste Mal die Desinfektion durchliefen. Außerdem das mulmige Gefühl, wie wird das Ein- und Aussteigen klappen? Aber wir hatten Glück und die erste Anlandung war eine Trockene. An Land haben wir zunächst die ukrainische Forschungsstation Vernadsky besucht.

Wie weit ist es zum nächsten Nachbarn?

Wie weit ist es zum nächsten Nachbarn?

Es gab sehr interessante Einblicke in das tägliche Leben der Stationbesatzung und an der südlichsten Bar der Welt konnten wir einen Wodka kippen! Bevor wir zum Schiff zurückgefahren sind, haben wir noch eine Zodiac-Tour zwischen all den herrlichen Eisbergen hindurch gemacht. Unbeschreiblich. Meine Kamera hatte voll zu tun, Eisberge immer wieder mit anderem Licht.

Kleine Eisberge

Kleine Eisberge

Das alles hätte an Eindrücken eigentlich schon vollauf gereicht. Aber weiter ging es nachmittags mit der zweiten Anlandung bei den Pinguinen auf Petermann Island. Esels- und Adeliepinguine aus nächster Nähe. Die Küken waren größtenteils schon mitten in der Mauser, was besonders bei den Adeliepinguinen immer diese hübschen Punkerfrisuren gibt.

Kleine Adeliepinguine in der Mauser

Kleine Adeliepinguine in der Mauser

Als Krönung der beiden Anlandungen und der unzähligen Eindrücken ging es abends gegen 21.00 Uhr zur Durchfahrt in den Lemaire-Kanal.

Einfahrt in den Lemaire-Kanal, kurz nach 21.00 Uhr

Einfahrt in den Lemaire-Kanal, kurz nach 21.00 Uhr

Das war die Krönung dieses unwahrscheinlichen, grandiosen, einfach schönen Tages. Was besonders wichtig ist, in dieser Region wird es während des antarktischen Sommers nicht richtig dunkel, sondern es dämmert nur kurze Zeit, ehe es wieder hell wird.

Was ist nun echt?

Was ist nun echt?

Die untergehende Sonne im Hintergrund hat für eine herrliche Beleuchtung gesorgt und wir waren vollends hin und weg.

Das Bild entstand nach 22.00 Uhr im antarktischen Sommer

Das Bild entstand nach 22.00 Uhr im antarktischen Sommer

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Schiffsreise mit MS Delfin in die Antarktis, Süd-Georgien, Montevideo bis Buenos Aires
Details:
Aufbruch: 02.02.2010
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 20.02.2010
Reiseziele: Argentinien
Antarktis
Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln
Uruguay
Der Autor