Wanderreise in Jordanien

Jordanien-Reisebericht  |  Reisezeit: April 2015  |  von Markus Blackmar

Petra

Ich freue mich auf Petra: dies war der Hauptgrund, warum ich mich für Jordanien entschieden hatte. Wir sind recht früh am Eingang (10 min Fahrt) und Osama schwärmt von Petra. Der Himmel ist bedeckt, aber immerhin regnet es nicht. Ziemlich schnell holen uns koreanische und indische Touristengruppen ein und Osama hat teilweise Schwierigkeiten, sich verständlich zu machen. In der engen Schlucht sehen wir wieder Figuren, die während des byzantinischen Bildersturmes abgeschlagen wurden, u. a. Reste einer Darstellung von Händlern mit Dromedaren. Rechtzeitig bevor wir das „Schatzhaus“ (bekannt durch Indiana Jones 3) erreichen kommt die Sonne erstmals durch die Wolken und das Königsgrab ist aus der Schlucht im schönsten Licht zu sehen.

Feigen- und Pistazienbäume wachsen scheinbar auf blankem Fels.

Feigen- und Pistazienbäume wachsen scheinbar auf blankem Fels.

Händler mit Dromedar

Händler mit Dromedar

erster Blick auf das Khazne al-Firaun

erster Blick auf das Khazne al-Firaun

Je nach Lichteinfall (und Kameraeinstellung) verändert sich schnell die Farbe.

Je nach Lichteinfall (und Kameraeinstellung) verändert sich schnell die Farbe.

Die Erbauer haben die Gebäude von oben nach unten aus dem Stein geschlagen, an der Seite sind sie hoch.

Die Erbauer haben die Gebäude von oben nach unten aus dem Stein geschlagen, an der Seite sind sie hoch.

Auf dem Platz vor dem Grabmal ist ein marktähnlicher Auftrieb: vor dem Palast stehen „nabatäische Wachen“ zum Fotografieren, Dromedare und Esel stehen zum Reiten zur Verfügung und kleine Händler verkaufen Schmuck auf Decken, dazwischen die Touristen - darunter die berüchtigten Gruppen mit Fähnchen... und zum Glück auch Kätzchen.

wer streichelt mich?                                                                (c) C.Hartig

wer streichelt mich? (c) C.Hartig

im Hintergrund unser Guide Osama

im Hintergrund unser Guide Osama

Ab hier ist der Weg dann breiter, an den Seiten stehen Souvenirstände und Teezelte. Wir gehen eine Abzweigung die Felsen hoch und sehen Höhlen mit herrlich bunten Schraffierungen, die in byzantinischer Zeit z. T. für Gottesdienste genutzt wurden. Die Wohnhäuser werden erst in jüngster Zeit freigelegt und sind noch nicht zu besichtigen.
Am Ende von Petra führt der Weg zum Kloster Ed-Deir hoch, wir gehen zu fünft hoch (die drei Anderen sind noch mitgenommen von der gestrigen Wanderung und erholen sich), kommen dabei an vielen Verkaufsständen entlang des Aufstiegs vorbei; am Kloster ist ein kleines Plateau von dem es jeweils noch ein paar Minuten zu zwei Aussichtspunkten hoch geht, auch hier gibt es gute Säfte und Sandwiches (und zutrauliche Katzen). Wieder unten sehen wir uns u. a. noch eine große Kirche an; der Touristenstrom hat schon nachgelassen. In der Schlucht sind die Felsen jetzt im sonnigen Licht, durch die Schlucht treiben manche Kutscher ihre Eselskarren im halsbrecherischen Galopp; um 18 Uhr fahren wir zurück zum Hotel.

die Höhlendecken...teilweise durch Rauch geschwärzt

die Höhlendecken...teilweise durch Rauch geschwärzt

...wunderschöne Schraffuren

...wunderschöne Schraffuren

...und nochmal mit anderer Kamera von anderem Fotografen    (c) C. Hartig

...und nochmal mit anderer Kamera von anderem Fotografen (c) C. Hartig

die Königsgräber

die Königsgräber

Das Kloster, früher vermutlich auch ein Grabmal.

Das Kloster, früher vermutlich auch ein Grabmal.

von oberhalb des Klosters

von oberhalb des Klosters

Das Khazne al-Firaun nochmal am früheren Morgen.

Das Khazne al-Firaun nochmal am früheren Morgen.

2. Tag Petra

Wir haben zu viert am Vorabend ein Taxi bestellen lassen und frühstücken früh, die Ticketscanner am Eingang sind bei unserer Ankunft noch ausgeschaltet. In der Schlucht machen wir einige Fotostops im sonnigen Morgenlicht und gehen bald nach dem „Schatzhaus“ hoch zu den Überresten des Opfertempels aus nabatäischer Zeit, auf dem Plateau nebenan stehen Obelisken. Da wir zeitig oben sind gehen wir einen anderen Weg hinunter; bergab läuft uns ein Kätzchen hinterher: auch die Katzen sind hier gute Bergsteiger. Wir kommen noch an verschiedenen Tempeln quasi an der Hinterseite Petras vorbei und gehen noch einen schönen Weg abseits der Felsen bis wir am Ende der Kolonnadenstraße herauskommen. Dort kommen uns wieder die beiden älteren Schweizerinnen entgegen. Die Touristenzahl nimmt langsam zu, vom Eingang bis zum Schatzhaus sind es schon wieder Massen; die „Palastwachen“ haben freitags anscheinend frei (islamisches Wochenende). Am Eingang von Petra ist ein Taxistand, demzufolge kostet die Rückfahrt nur die Hälfte – die Fahrt nach Petra ist womöglich die einzige, bei der kein Taximeter benutzt wird.

Little Petra

Wir machen uns frisch und verlassen das Hotel Richtung Little Petra: hier wurden etwa zweimal im Jahr die Karawanen mit rauschenden Festen empfangen – so wurden hier auch Bilder von Musikern aus damaliger Zeit gefunden. Es gab Kult-Speiseräume und Tempel sowie Wohnungen. Die schmale Schlucht von wenigen hundert Metern Länge diente außerdem als wichtiger Warenumschlagplatz. Nach der Besichtigung ist die Zeit des Freitagsgebets und so trinken wir hier in einem Verkaufszelt Tee und Kaffee bis die Restaurants in Wadi Rum wieder öffnen.

© Markus Blackmar, 2015
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Die Reise
 
Worum geht's?:
meine erste Gruppenreise
Details:
Aufbruch: 11.04.2015
Dauer: 10 Tage
Heimkehr: 20.04.2015
Reiseziele: Jordanien
Der Autor
 
Markus Blackmar berichtet seit 6 Jahren auf umdiewelt.