Russland - von Moskau nach Petersburg

Reisezeit: September 2009  |  von Petra und Matthias Schmidt

Ausflüge in Moskau

Am Samstag wurden wir das erste Mal mit russischem Hahnengeschrei, bellen eines Hundes und grunzen der Schweine über das Radio Scholochow geweckt - sehr schön. Diese Zeremonie war dann das Morgenritual der ganzen Reise und jetzt, zu Hause, piept mein blöder Wecker jeden Morgen!

Gegen 8.45 Uhr ging es zur Besichtigung des Kreml und der Kathedrale los. Leider begrüßte uns Moskau mit leichtem Nieselregen. Zur Eröffnung des Kremls, gegen 9.30 Uhr, hatte sich der Regen zum Glück erledigt und der Schirm konnte in der Tasche bleiben.

Begrüßung beim Eingang in den Kreml

Begrüßung beim Eingang in den Kreml

Also ging es zuerst ins Herz der fast 11 Millionen-Stadt, in den ehemaligen Herrschersitz des Großfürsten bzw. Zaren, den Sitz des Metropoliten, Festung, Gefängnis und Folterkammer, Museum und Krönungsstätte, Waffen- und Schatzkammer und Ort wichtiger kultureller Ereignisse.

Die Mariä-Entschlafens-Kathedrale, Krönungskirche der russischen Zaren von 1547 bis 1894

Die Mariä-Entschlafens-Kathedrale, Krönungskirche der russischen Zaren von 1547 bis 1894

Weiter ging es vorbei an der mit 200 Tonnen Gewicht schwersten Glocke der Welt, aus welcher in Folge eines Brandes und der Einwirkung des Löschwassers ein 11,5 Tonnen schweres Stück heraus gebrochen ist. Die Glocke hat nie geläutet.

Die Zarenglocke mit 200 Tonnen Gewicht

Die Zarenglocke mit 200 Tonnen Gewicht

Der Kathedralenplatz wird vom Glockenturm Iwan der Große mit seinen 21 Glocken auf einer Seite eingegrenzt. Dieses eindrucksvolle Bauwerk erschuf Marco Ruffo im Jahre 1505 mit seiner Höhe von 81 m.
Unweit dieses Turmes steht dann die Mariä-Gewandlegungs-Kathedrale, die Hauskirche der Metropoliten und Patriarchen der Orthodoxen Kirche.
Leider sind die ganzen privaten Gemächer von Iwan dem Schrecklichen nicht zu besichtigen für die Öffentlichkeit.
Wettermäßig hatten wir Glück und mein Wunsch von Fotos mit Sonne und goldenen Kuppeln fand Berücksichtigung.

Die Mariä-Gewandlegungs-Kathedrale

Die Mariä-Gewandlegungs-Kathedrale

Am Nachmittag stand dann fakultativ das Neujungfrauenkloster und der Prominentenfriedhof angrenzend auf dem Plan. Das Kloster zählt zu den schönsten Klosteranlagen Russlands und wurde im 16.Jh. vor den Toren Moskaus errichtet als Wehrkloster. Das Kloster wurde dann zum Verbannungsort der ehrgeizigen Halbschwester von Peter dem Großen, Sofija, welche während einer siebenjährigen Regentschaft im Namen des minderjährigen Peters die Staatsinteressen leitete. Später wurde dieses Kloster zum Gefängnis von Sofia, wo sie als Nonne bis zu ihrem Tod lebte.

Kathedrale der Gottesmutter von Smolensk

Kathedrale der Gottesmutter von Smolensk

Der Mittelpunkt des Klosters ist die Kathedrale mit ihren prächtigen Fresken und deren wunderschönen Ikonostasen. Die Kathedrale wurde 1524 von Zar Boris Godunow erbaut.
Gleich an das Kloster reiht sich ein Friedhof an, wo man die Gräber vieler prominenter Personen aus Russland sehen kann. Dies sind Personen aus Politik, Kunst, Wirtschaft und Kriegsveteranen.

Die 5-etagige Ikonenwand

Die 5-etagige Ikonenwand

Nach dem Abendessen ging es an diesem Tag noch einmal zur Stadtbesichtigung bei Nacht. Erste Station war die weltberühmte Metro mit ihren schönsten Haltestellen, welche die reinsten Kunstwerke sind und wo die Züge in sehr kurzen Taktzeiten verkehren. Bemerkenswert sind die Fahrkartenverkäuferinnen, welche Einzeltickets für 22 Rubel (ca. 50 Cent) am Eingang verkaufen. Die Aufpasserinnen an der unteren Seite der Rolltreppe kontrollieren, dass alle ordentlich auf der rechten Seite der Rolltreppe stehen, ansonsten greifen diese Frauen energisch und wortstark in den Ablauf ein. Was auffiel sind die absolut sauberen Bahnstationen. Nirgendwo auch nur ein Stück Abfall auf dem Fußboden! Nach einer Rundfahrt durch 5 Stationen ging es in das abendliche Moskau, auf den Roten Platz - wobei krasnaja für rot oder schön steht.

Belorusskaja-Bahnhof

Belorusskaja-Bahnhof

Dort sahen wir nun die Rückseite des Kremls, den Spasski Turm, das Mausoleum, wo Lenin nur noch vormittags geöffnet hat, das Kaufhaus GUM und die Basilius-Kathedrale mit ihren märchenhaften Türmen. Platt von diesem Tag lagen wir dann gegen 23.30 Uhr in unseren Kajüten.

Basilius-Kathedrale

Basilius-Kathedrale

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Flussfahrt von Moskau nach St. Petersburg durch 18 Schleusen und 1829 km
Details:
Aufbruch: 11.09.2009
Dauer: 12 Tage
Heimkehr: 22.09.2009
Reiseziele: Russland / Russische Föderation
Der Autor