Russland - von Moskau nach Petersburg

Russland-Reisebericht  |  Reisezeit: September 2009  |  von Petra und Matthias Schmidt

St. Petersburg zum Dritten

8.00 Uhr werden wir wieder einmal geweckt, heute jedoch zum vorletzten Mal. Als erster Besichtigung geht es heute in der Stadt Petersburg in den Yusupov-Palais. Dieses liegt am Mojka-Ufer und ist ein klassizistisches Stadtpalais. Im Inneren birgt das Haus einen wunderschönen privaten Theatersaal mit ca. 200 Sitzplätzen im Parkett und im Rang. Das Theater wurde 1899 von A. Stepanow entworfen und von E. Liphart üppig im Neobarock Stil dekoriert. Der Palast gehörte einen der reichsten Familie in Russland, den Jusupows. Im Dezember 1916 wurde das Palais Schauplatz eines grausigen Verbrechens. Zuerst wurde Grigorij Rasputin vergiftet und danach noch erschossen. Jedoch dauerte der Mord eine ganze Weile und der Ermordete flüchtete sich noch außer Haus. Diese grausige Szene wurde im Esszimmer im Keller des Hauses nachgestellt und läßt einen den Schauer über den Rücken laufen.
Im Erdgeschoss und der ersten Etage kann man dann jedoch schön eingerichtete Zimmer bewundern und falls man eine Matroschka kaufen will, im Museums-Shop gibt es die schönsten und am filigransten gearbeiteten Exemplare, wenn auch nicht ganz billig.

Peter-und Paul-Festung

Peter-und Paul-Festung

Nach einem weiteren Transfer von ca. 1 Stunde vom Schiff in die Stadt hinein stehen wir nun vor der Peter- und Paul-Festung. Der Grundstein der Festung wurde am 16. Mai 1703 von Zar Peter I. selbst gelegt. Dieser Tag gilt auch als Gründungsdatum der Stadt Petersburg. Die Festung liegt auf der Haseninsel, welche ca. 750 m lang und 400 m breit ist.

In der Kathedrale

In der Kathedrale

Die Insel betritt man durch das Petertor (1717 - 1718). Die Hallenkirche besteht aus drei gleich hohen Schiffen. Der Glockenturm mit seiner vergoldeten Spitze, die einen 3,2 m großen Engel mit einem 7 m hohen Kreuz trägt, wurde zu einem Wahrzeichen von St. Petersburg. Seit Peter dem Großen war die Kathedrale die Begräbnisstätte aller russischen Zaren, ausgenommen Peter II. und Ivan VI. Der letzte russische Zar, Nikolaus II. wurde im Juni 1998, an dieser Stelle beigesetzt.
Insgesamt ist die Insel ein großes Freilichtmuseum und birgt zahlreiche Museen.

Gebäude an der Newa entlang

Gebäude an der Newa entlang

Gegen Abend hieß es an diesem Tag eine dritte Fahrt in die Stadtmitte zu unternehmen. Dort wartete bereits ein Boot auf uns und wir konnten wählen zwischen einen windgeschützten Platz im Inneren mit schlechter Sicht, oder die kalte Brise um die Nase und ordentlichen Motorenlärm mit prima Sicht. Da wir die Jacken dabei hatten, entschieden wir uns für Sicht. Die Tour dauerte ca. 1,5 Stunden und wir waren tief berührt von den wunderschönen Fassaden entlang der Kanäle in der Stadt und der Newa.

Brücke über die Newa

Brücke über die Newa

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Flussfahrt von Moskau nach St. Petersburg durch 18 Schleusen und 1829 km
Details:
Aufbruch: 11.09.2009
Dauer: 12 Tage
Heimkehr: 22.09.2009
Reiseziele: Russland / Russische Föderation
Der Autor