Russland - von Moskau nach Petersburg

Russland-Reisebericht  |  Reisezeit: September 2009  |  von Petra und Matthias Schmidt

Zagorsk und noch einmal Moskau

Sonntag, 7.00 Uhr wecken, gegen 8.30 Uhr Abfahrt nach Zagorsk ins Kloster Sergijev Posad, ca. 75 km vor den Toren Moskaus. Es stellt das Hauptheiligtum und geistliches Zentrum des alten Moskauer Staates dar und hatte schon große Bedeutung bei Iwan dem Schrecklichen und Zar Peter I. Eintritt in das Kloster findet man durch das Heilige Tor und die Torkirche Johannes des Täufers. Das Kloster hatte über 100 000 leibeigene Bauern und unermessliche Ländereien und stellte lange Zeit das reichste Kloster Russlands dar. Durch die zahlreichen Schenkungen an das Kloster und auch durch die Hinterlegungen der Schätze von Iwan und Peter im Kloster entwickelte sich das Kloster zu einem Kleinod der Architektur und der Kunst. Der Ursprung des Kloster ist im Jahr 1345 zu suchen, wo der Mönch Sergius von Radonesch auf dem Hügel, wo das Kloster sich heute befindet, eine schlichte Holzkirche baute.

Kloster Sergiev Posad

Kloster Sergiev Posad

Die Tataren stürmten jedoch den Hügel und zerstörten die Kirche. Fast unversehrt fand man den Leichnam des Mönches und begann 1422 mit dem Bau der Dreieinigkeits Kathedrale, heute die älteste Kirche des Klosters. Sergius wurde noch im Jahr seines Todes heilig gesprochen und zum Schutzheiligen des russischen Landes erklärt. Heute stellt das Kloster ein Pilgerort für die Gläubigen aus dem Umland dar. Das Trinken des Wassers aus dem Brunnen des Klosters soll Wunder bewirken. Die imposante Hauptkirche des Klosters ist die Mariä-Entschlafens-Kathedrale, welche Ivan der Schreckliche 1559-85 erbauen lies. Sie hat 5 Zwiebelkuppeln, wovon die Mittlere vergoldet ist. Die äußeren 4 Kuppeln sind leuchtend blau mit kleinen goldenen Sternen übersät.

Mönch am Brunnen

Mönch am Brunnen

Die sonntäglichen, stundenlangen Gottesdienste sind stark besucht und am Ende teilt der Pope kleine Zettel aus, wo die Gläubigen die Namen der Menschen schreiben können, welche der Priester in sein Fürbittgebet einschließen soll.
Gegen 13.00 Uhr geht es für uns es zurück nach Moskau und der zweite Teil der Stadtrundfahrt beginnt.

Lenin und Stalin als Begrüßung

Lenin und Stalin als Begrüßung

Zuerst ein Stopp am roten Platz bei Tageslicht. Wie bei den Militärparaden geht es diesmal neben dem Rathaus auf den roten Platz. Mausoleum, GUM und Basilius im Tageslicht. Dann ein kurzer Abstecher ins GUM, welches architektonisch interessant ist, jedoch Läden wie in allen Nobelkaufhäusern der Welt hat. Also schnell weiter zu interessanteren Seiten Moskaus.

Das GUM

Das GUM

Interessanter ist da schon der Blick von den Sperlingsbergen, früher Leninberge, über die Stadt Moskau mit seinen 7 typischen Hochhäusern im Zuckerbäckerstil. Die Lomonossow-Uni steht einem an diesem Aussichtspunkt gleich im Rücken.

Blick von den Sperlingsbergen

Blick von den Sperlingsbergen

Was auch recht witzig ist, mitten in Moskau eine Skischanze, jedoch sieht es dabei fast aus, als wenn die Springer in die Moskwa springen würden. Deshalb auch keine Super Springer aus diesem Land.

Mitten in Moskau

Mitten in Moskau

Dieses Panorama beendet dann die Zeit in Moskau und es heißt an Bord zu gehen, denn 17.30 Uhr legt die Scholochow das erste Mal ab und nimmt Kurs über den Moskwa-Wolga-Kanal und Wolga in Nordostrichtung stromabwärts etwa 200 km zum Rybinsker Staussee. Ab dort kann man den größten Strom Europas (3688 km) genießen im Herzen Russlands und die vielbesungene Mutter Wolga bestaunen.

Doswidanja Moskwa

Doswidanja Moskwa

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Flussfahrt von Moskau nach St. Petersburg durch 18 Schleusen und 1829 km
Details:
Aufbruch: 11.09.2009
Dauer: 12 Tage
Heimkehr: 22.09.2009
Reiseziele: Russland / Russische Föderation
Der Autor