(M)ein Traum wird wahr .... Weltreise!

Brunei Darussalam-Reisebericht  |  Reisezeit: Juni 2013 - April 2014  |  von Rolf Bilo

Im Sultanat Brunei Darussalam: Rainforest discovery trek

Rainforest discovery trek - so lautet der Name eines von einer örtlichen Reiseagentur angebotenen Ganztagesausfluges.

Wenn ich schon einmal auf Borneo bin, so möchte ich natürlich auch die Natur erkunden. Unmittelbar um die Hauptstadt herum ist dies aber nur bedingt möglich; Brunei besteht aus zwei Landesteilen, die durch einen See sowie Staatsgebiete Malaysias geteilt sind. So buche ich über einen örtlichen Reiseanbieter eine Tagestour, die mich in den Regenwald und den Nationalpark im Bezirk Temburong führen soll.

Mit dem Speedboot geht es von BSB-Waterfront bis nach Bangar, von dort noch einmal eine knappe halbe Stunde mit einem Geländewagen bis nach Sumbiling Eco Village, dem Stützpunkt für den Trek. Das Speedboot ist ein echtes Erlebnis, es sind ca. 20 Personen an Bord, überwiegend Einheimische in Festtagskleidung, die von den dreitägigen Ramadanendefeiern zurückkehren. Vollbepackt besteigen sie das Boot, welches dann mit hoher Geschwindigkeit über den Bruneifluss brettert. Zwischendurch passieren wir ca. 5 Minuten lang das Staatsgebiet von Malaysia, aber da rechts und links nur Dschungel ist, wird darum kein Aufwand betrieben.

Wir sind nur zu viert, Yuki aus Japan, ein local guide, der übersetzende Reiseführer und ich. Vor dem Stützpunkt überqueren wir mit einem kleinen Boot den Fluß und schon sind wir im Regenwald. Ich erhoffe mir natürlich auch einige Tiersichtungen, aber es gibt nur wenige größere Tiere in dieser Gegend. Und so ist Schwerpunkt dieser 3-stündigen Wanderung die Flora des Regenwaldes. Der örtliche Führer klettert mit uns bergauf, bergab und erklärt die interessantesten Pflanzen. Nach Knoblauch riechende Wurzeln, der immerjunge Baum, der jährlich seine Rinde erneuert, fleischfressende Pflanzen, von denen es 15 verschiedene Spezies allein in Brunei gibt. Ab und zu seltsam aussehende Pilze, dann wieder Lianen in unterschiedlicher Stärke, mehrere Palmölpflanzen - das alles wird liebevoll erklärt.

Zwischendurch erläutert er uns über die Kunst des Fallenstellens, mit der im Regenwald Wildschweine gefangen werden. Dann klettern wir wieder über umgestürzte Baumstümpfe, müssen kleinere Flüsse zu Fuß durchqueren und rutschige Hänge hinauf oder hinunter klettern. Gut, dass mein Fuss in Ordnung ist, hoffentlich bleibt es so. Bereits nach einer Viertelstunde sind wir beiden Touris bis auf die Haut nass, so schwül ist es und so sehr schwitzen wir. Und der Regenwald wäre kein Regenwald, wenn es nicht auch noch regnen würde. Einmal täglich regnet es, in dieser Region meistens nachmittags, und so erwischt uns ein halbstündiger heftiger Regenschauer, so dass wir bis in die Socken nass sind.

Es gibt eine kleine Pause am Ende der Tour, in der unsere Sachen binnen kurzer Zeit wieder trocken sind und es Tee zur Erfrischung gibt. Auf dem gleichen Weg wie hin geht es nun zurück. Ruckzuck waren 10 Std Tagesausflug schon wieder vorbei; leider ohne jegliche Tiersichtung, wenn man von tausenden von Moskitos und einigen Schmetterlingen absieht.

Mit diesem Speedboat ging es eine dreiviertel Stunde den Bruneiriver in südöstliche Richtung nach Bangar.

Mit diesem Speedboat ging es eine dreiviertel Stunde den Bruneiriver in südöstliche Richtung nach Bangar.

Interessante Menschen stiegen ein und aus.

Interessante Menschen stiegen ein und aus.

Romeo von den Philippinen wohnte im gleichen Hotel und machte ab Ecovillage eine Wanderung durch den Nationalpark

Romeo von den Philippinen wohnte im gleichen Hotel und machte ab Ecovillage eine Wanderung durch den Nationalpark

Unterwegs nach Bangar im Bezirk Temburong

Unterwegs nach Bangar im Bezirk Temburong

Ein einziges Mal sah ich andere Menschen auf dem Fluß

Ein einziges Mal sah ich andere Menschen auf dem Fluß

Angekommen im Camp

Angekommen im Camp

Schnell noch den Fluß überqueren, dann ging es quer durch den Regenwald. Allein in diesen drei Stunden trank ich 3 l Wasser!

Schnell noch den Fluß überqueren, dann ging es quer durch den Regenwald. Allein in diesen drei Stunden trank ich 3 l Wasser!

Lustige Pflanzen gab es reichlich zu sehen, hier ein Farn.

Lustige Pflanzen gab es reichlich zu sehen, hier ein Farn.

Yuki aus Japan, der local guide und unser Reiseführer

Yuki aus Japan, der local guide und unser Reiseführer

Eine Fleischfressende Pflanze

Eine Fleischfressende Pflanze

Der ewig junge Baum, so wird dieser Baum genannt, da er jedes Jahr seine Rinde erneuert.

Der ewig junge Baum, so wird dieser Baum genannt, da er jedes Jahr seine Rinde erneuert.

Quer durchs Unterholz, ständig Angriffen von Moskitos, Ameisen und gelegentlich Blutegeln ausgesetzt, ging es durch den Regenwald. Auch Bäche und Flüße mussten durchquert werden.

Quer durchs Unterholz, ständig Angriffen von Moskitos, Ameisen und gelegentlich Blutegeln ausgesetzt, ging es durch den Regenwald. Auch Bäche und Flüße mussten durchquert werden.

Den Fluß durchquert und dann den matschigen Weg hoch. Gutes Schuhwerk machte sich bezahlt, vom Tropen-T-Shirt der Bundeswehr war ich eher enttäuscht.

Den Fluß durchquert und dann den matschigen Weg hoch. Gutes Schuhwerk machte sich bezahlt, vom Tropen-T-Shirt der Bundeswehr war ich eher enttäuscht.

Manchmal wurde es echt haarig, wenn gleich mehrere Hindernisse auftauchten.

Manchmal wurde es echt haarig, wenn gleich mehrere Hindernisse auftauchten.

Auf dem Rückweg über den Bruneiriver, hier in etwa in Höhe des kurzen Stücks malaysischen Staatsgebietes.

Auf dem Rückweg über den Bruneiriver, hier in etwa in Höhe des kurzen Stücks malaysischen Staatsgebietes.

© Rolf Bilo, 2013
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Nach über 30 Jahren wird mein Traum wahr: meine Weltreise, d i e Weltreise, beginnt in Kürze. Ein Jahr lang um die Welt, möglichst viel sehen, alle Kontinente..... Der Countdown läuft
Details:
Aufbruch: 06.06.2013
Dauer: 11 Monate
Heimkehr: 25.04.2014
Reiseziele: Äthiopien
Burundi
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Der Autor
 
Rolf Bilo berichtet seit 7 Jahren auf umdiewelt.