Bali, Lombok & Singapur

Singapur-Reisebericht  |  Reisezeit: Mai / Juni 2014  |  von Konstanze G.

Emirates - die Horror Airline

Emirates - die Horror Airline

Auf dem Flughafen in Singapur konnte ich etwas erleben, was ich nicht für möglich gehalten habe, auf all meinen Reisen.

Auf dem Flughafen angekommen wurde ich von einem freundlichen Flughafenmitarbeiter Richtung Emirates Check-in Schalter verwiesen, mit dem freundlichen Hinweis, dass Emirates - Early Check in - hat.

Im Gepäck befanden sich Pflanzen, Frangipani und Bananenstauden mit Wurzeln. Jet Star hat mir meine balinesischen Pflanzen auf Bali flugtauglich verpackt, einfach 2 Plastikeinkaufs-Lidl-Tüten oben und unten übergestülpt und mit einer Kordel versiegelt. Der super nette balinesische Check-In Mitarbeiter war zwar mehr als verblüfft, dass jemand Pflanzen in Form von meterhohen Bananenstauden mitnehmen möchte, befand dann jedoch sofort, dass das kein Problem ist und als Sonderfracht transportiert werden kann.

Aufgrund der strengen Vorschriften habe ich mich offiziell bei meiner Anreise in Singapur beim Zoll zuvor erkundigt, ob ich Pflanzen dabei haben darf in Singapur, meine Fragerei wurde gelangweilt mit einem"Ja" beantwortet. Keine Aus- und Einfuhrverbote in Singapur. Pflanzen dürfen mit.

Ich erwartete keinerlei Schwierigkeiten beim Check-in bei Emirates. Dem war weit gefehlt. Ich konnte es kaum glauben, als der Check-in die Mitnahme meines balinesischen Pflanzenpaketes verweigerte. Soviel zur "World Best Airline". Damit wurde ich sofort zum Problempassagier, Gepäck nicht einchecken bei der Worl Best Airline, welches vom Zoll in Singapur freigegeben wurde, gibt es auf gar keinen Fall. Ich wies die Dame an, dass meine Pflanzen als Sonderfracht "fragile" einzuchecken seien, um zu vermeiden, dass meine Stauden, zwischen schweren Koffern landen. Nach dem ich mich durchgesetzt hatte und mein Gepäck endlich aufgegeben war, durfte ich mir noch anhören, dass der Flug wohl voll sei. Hauptsache ich hatte meine Boarding Card und war nach dem Check-In Drama zunächst der Meinung, das allerschlimmste wäre überstanden.

Es gab 3 Stunden lang keine Refreshments im A380. Nachdem mein selbst mitgebrachter Liter Wasser ausgetrunken war, und nach 3 Stunden, kein Service erfolgte, platzte mir komplett die Hutschnur. Ich ließ mir jemanden ranschaffen, der Deutsch sprach. Zufällig der Flugdirektor höchstpersönlich. Der Herr hörte sich zwar meine Servicebeschwerde an, unternahm jedoch nichts gegen meine "Wutbeschwerde".

Der folgende Flug nach Düsseldorf war hervorragend, dort fehlte es mir an nichts, in Dubai hatte ich mich mit Getränken und Baguettes selber ausgestattet, falls ich unterwegs Hunger habe. Aus Schaden wird man klug.

Angekommen in Düsseldorf, der Blick auf das Gepäckband, ein Koffer nach dem anderen fuhr an mir vorbei, bis endlich mein Rucksack auftauchte. Es standen noch einige Passagiere um das Gepäckband, welches komplett stoppte. Ich rannte sofort zum Lost Baggage Schalter, Ticket alle Gepäcklabelabschnitte hatte ich schon vorbereitet, also einmal aus der Handtasche gezerrt. Wirklich mehr als aufgeregt stampfte ich schon in der Warteschlange zwischen den anderen unglücklichen Passagieren wie ein Tiger herum. Im Schlepptau hatte ich ein paar Englisch-sprachige Herren, die im "Mitarbeiter-losen" deutschen Flughafen nicht wussten wohin. Meine Sonderfracht, meine schönen balinesischen Pflanzen waren weg.

Man nehme einer Ostdeutschen keine Bananen weg, alles aber nicht Bananen.

Fast angekommen am Schalter, nachdem ich die Englisch-sprachigen Herren, an Ort und Stelle hatte, tanzte ein Herr in die Vorstellung hinein, er wäre von der Business Class, den Typen fertigte ich mehr als energisch ab. Am lost baggage Schalter gibt es keine Business Class. Ich hatte schon alles parat und war mehr als aufgeregt. Ich wurde zu einem Sondergepäckband geschickt und welch eine Erleichterung meine Sonderfracht war da. Mit Rucksäcken, Tüten und meinen Pflanzen trabte ich Richtung Zug. Einmal alles in den Zug hinein. Ich konnte es dann schon nicht mehr erwarten nach Hause zu kommen. Ich war total aus dem Häus´chen und bewachte meine Pflanzen auch noch im Zug. Endlich weg von dieser Horror Airline und Richtung Heimat. Wie ein Löwe gekämpft, meine Pflanzen zu finden.

Erde und Eimer waren parat. Eine Stunde später war mein balinesicher Garten eingepflanzt und wenn das nichts besonderes ist, weiß ich es auch nicht. Helekonien oder Strelitzien, die Pflanzensammlung wird es zeigen, wenn meine Exoten blühen.

2 Wochen später kann ich sagen, meine Exoten wachsen auch noch. Meine Belohnung, dafür, dass ich wie ein Tiger mit aller Kraft um meine Pflanzen gekämpft habe und nicht aufgegeben habe.

© Konstanze G., 2014
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Indonesien - die Stipvisite
Details:
Aufbruch: 28.05.2014
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 15.06.2014
Reiseziele: Indonesien
Singapur
Der Autor
 
Konstanze G. berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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