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Fidschi-Reisebericht  |  Reisezeit: September 2014 - September 2015  |  von Arno und Margit Darnhofer

Fidschi: Fidschi

Fidschi vom 24.04. - 30.04.2015

Fidschi
offiziell Republik Fidschi (englisch Fiji bzw. Republic of Fiji) ist ein Inselstaat im Südpazifik nördlich von Neuseeland und östlich von Australien. Fidschi ist seit 1970 unabhängig und seit 1987 eine Republik mit der Hauptstadt Suva auf der Insel Viti Levu. Seit einem Putsch im Jahre 2006 steht das Land unter der Herrschaft einer Militärregierung. Die Küstenlänge beträgt insgesamt 1129 Kilometer. Der Archipel besteht aus 332 Inseln mit einer Gesamtfläche von 18.333 Quadratkilometern, von denen 110 bewohnt sind. Außerhalb des Fidschi-Archipels gehört noch die Insel Rotuma im äußersten Norden sowie das Atoll Ceva-i-Ra im äußersten Südwesten zum Staatsgebiet Fidschis.
Die Hauptinseln Viti Levu (10.429 km²) und Vanua Levu (5.556 km²) umfassen fast neun Zehntel der Landesfläche und sind wie die meisten der Fidschiinseln vulkanischen Ursprungs, die kleineren entstanden aus Korallenriffen. Auf den beiden großen Inseln liegen zerklüftete Gebirgsketten, die sich über schmalen Küstenebenen und vorgelagerten Korallenriffen erheben. Der höchste Berg ist mit 1324m der Tomanivi auf Viti Levu. Neben Viti Levu und Vanua Levu sind noch Taveuni (470km²), Kadavu (411km²) sowie Gau und Koro (je 140km²) von gewisser Größe. Auf Fidschi herrscht tropisch-heißfeuchtes Klima mit Temperaturen von 16 bis 32 Grad Celsius. In der niederschlagsreicheren Sommerzeit von November bis April suchen tropische Wirbelstürme (Zyklone) den Südpazifik heim. In den Wintermonaten von Mai bis Oktober bringen beständige Südostwinde kühlere Luft.

Mit einem freundlichen „bula“ - was so viel wie hallo heißt - werden wir im Hotel empfangen. Die Rezeptionistin begrüßt uns gleich mit unseren Namen, da wir die letzten noch zu erwarteten Gäste für heute sind. Schnell alle Formalitäten erledigen, das Zimmer beziehen und im Licht von Fackeln finden wir den Weg zum Strandrestaurant. Dort genießen wir das Abendessen, während die Meereswellen ganz zart an den Steg klatschen und einheimische Musiker im Hintergrund spielen.
Da es bei unserer Ankunft gestern Abend bereits dunkel war, sehen wir am nächsten Morgen wie traumhaft schön der Ausblick von unserem Zimmer ist. Wir verbringen den ganzen Samstag auf einem – natürlich zwei - Liegestuhl – kaum zu glauben – unter einem Baldachin, welcher uns vor der Sonne schützt. Vor uns direkt die Wasserfront, hinter uns das Pool - wunderschön. Bei der Hotelreservierung haben wir bewusst darauf geachtet in einer ganz kleinen Anlage untergebracht zu sein – und so ist es auch. Den ganzen Tag sehen wir keine 20 Personen und die Ruhe wird nur durch das platschen der Wellen angenehm unterbrochen. Aber, das war es dann aber auch schon mit dem relaxen. Arno spricht den halben Tag davon, was wir denn so tun könnten – ach ja, eine Inselrundfahrt wäre doch schön. Also, der Weg zur Rezeption wird angetreten, wo wir uns über Mietautos erkundigen. Da wir dort erfahren, dass der Sonntag ein absoluter Ruhetag hier ist, – viele Menschen verbringen den Tag in den Kirchen – wird gleich der nächste Tag dafür auserkoren. Arno kümmert sich um die gesamte Organisation.

Anflug auf Nadi

Anflug auf Nadi

Nadi

Nadi

Blick aus unserem Zimmer

Blick aus unserem Zimmer

Und so

Und so

Oder so

Oder so

Aber auch so

Aber auch so

Einfach traumhaft schön

Einfach traumhaft schön

Sonnenunterang

Sonnenunterang

Pünktlich um 8.00 Uhr steht der Servicedienst welcher uns zur Autovermietung bringt vor dem Hotel. In Nadi beim Vermieter angekommen muss Arno erst mal einen Kava trinken.
Kava
auch Kava-Kava (Kawa-Kawa) oder Rauschpfeffer genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Pfeffer in der Familie der Pfeffergewächse (Piperaceae). Aus Pflanzenbestandteilen (meist getrocknet und pulverisiert) wird ein traditionelles Getränk des westpazifischen Raumes hergestellt, das vor allem als Zeremonialgetränk bei religiösen und kulturellen Veranstaltungen gereicht wird.
Kava wird traditionell auf verschiedene Arten konsumiert. Er wird jedoch auch in vielen westlichen Kulturen als Medizin oder als Genussmittel konsumiert.
Traditionelle Anwendung und Zubereitung
Traditionell werden frische oder getrocknete Bestandteile der Kava-Wurzel mit Wasser aufgegossen. Dabei werden die Wurzeln erst getrocknet und dann zu feinem Pulver zerrieben oder in einem Mörser zerstoßen. Manchmal werden auch Pflanzenteile gekaut und in ein Gefäß gespuckt. Wird die ganze Pflanze bei der Herstellung verwendet und geknetet, enthält das Kava-Getränk später auch ein speichelflussförderndes Enzym. In manchen Kulturen wird es hingegen auch frisch gekaut, welches einen stärkeren Effekt hervorruft. Frisches Kava gilt gegenüber getrocknetem, industrieverarbeitetem Kava als potenter. Die Potenz hängt von Sorte und Kultivation ab. Es wird sowohl mit heißem als auch kaltem Wasser konsumiert. Oft wird Kava aus halbierten Kokosnussschalen getrunken. Der Geschmack ist leicht scharf; das eigentliche Aroma hängt stark davon ab, ob zur Herstellung frische oder getrocknete Pflanzen verwendet wurden. Die Farbe ist grau bis grünlich. In den traditionellen Gesellschaften Polynesiens, Mikronesiens und auch Melanesiens war und ist der Konsum von Kava in der Regel reine Männersache, auch wenn es in touristisch gut erschlossenen Gebieten auf Tahiti, Fidschi oder Guam auch bei rein folkloristischen Anlässen männlichen wie weiblichen Gästen angeboten wird.

Da mir die Herren keinen Kava zum Verkosten anbieten tut dies Arno. Nach einem „Kosterschluck“ gebe ich die Schale jedoch gerne wieder an ihn zurück. Nachdem alle Formalitäten für die Autoübernahme erledigt sind geht es los. Erst fahren wir in Richtung Süden an der Coral Coast entlang. Die Umgebung ist traumhaft schön, leicht bergig und die Farbe Grün findet sich hier in den unterschiedlichsten Tönen. Wer jedoch hofft hier rund um die Hauptinsel Viti Levu einen Sandstrand zu finden ist leider weit gefehlt. Uns stört dies nicht so sehr, da wir a) vorab darüber gelesen haben, b) uns Personen welche schon hier waren davon erzählten und c) wir so viele wunderschöne Strände in Australien hatten, dass ich hier nichts vermisse. Im Gegenteil, wir genießen die bergige Umgebung und dessen Anblick umso mehr. Weiter führt uns die Streck dann durch die Hauptstadt von Fidschi nach
Suva
(auch Suwa) ist die Hauptstadt Fidschis. Sie liegt an der südöstlichen Küste der Hauptinsel Viti Levu in der Provinz Rewa der Verwaltungsregion Central Division, deren Hauptstadt sie ebenfalls ist. Bei der Volkszählung von 2007 hatte die Stadt 85.691 Einwohner. Suva wurde 1877 zur Hauptstadt ernannt, nachdem sich die vorherige Hauptstadt Levuka auf Ovalau als zu eng erwiesen hatte. Erst 1910 erhielt Suva durch die Municipal Constitution Ordinance of 1909 Stadtrecht.

Die Ostküste hinauf und im Norden entlang führt uns die Strecke durch die Berge – wir sind beide sehr beeindruckt von der Schönheit der Umgebung. Der Tipp mit Sonntag war wirklich sehr gut, da sich kein LKW auf den Straßen befindet und sich der Verkehr in Grenzen hält – Höchstgeschwindigkeit 80km!!!. Überall wo wir durchfahren winken uns die Menschen und rufen uns immer wieder ein freundliches bula bula zu. Hier auf Fidschi tragen die Frauen wunderschöne bunte Kleidung, und bei den Männern ist es Tradition einen Art Wickelrock zu tragen. Da die meisten Menschen welche wir sehen gerade auf dem Weg zur Kirche sind oder von dort kommen, tragen die Männer dazu meist blütenweiße oder blaue Hemden, mit Krawatte (und Nadel)) und einem dunklen Sakko. Die Röcke der Männer sind entweder dunkelblau oder braun. Die traditionelle Kleidung der Frau ist ein langer Rock und sommerliches Oberteile mit kurzen Ärmeln. Die Grundfarbe immer leuchtend mit wunderschönen Stoffdrucken und großen Mustern. In den Bergen gingen auch einige Frauen ganz in weiß in die Kirche – sehr sehr schön anzusehen. Kirchen gibt es hier so viele wie Sand am Meer – jegliche Konfessionen und auch welche, die ich noch nie gelesen habe bzw. kann, da die Kirchen auf Indisch oder wie auch immer beschriftet sind. Dabei handelt es sich meist um kleine Tempel, wobei die traditionelle Kirchen eher wie alte große Schulhäuser vorzustellen sind - also nichts mit Glocken usw. Am frühen Abend nach ca. 480km erreichen wir die Stadt Lautoka, wo wir gemütlich zu Abend essen um bei Einbruch der Dunkelheit die letzten 20km ins Hotel zurück zu fahren. Bei einem gemütlichen Drink auf unserer Terrasse genießen wir die laue Nacht, wobei wir den Tag noch einmal Revue passieren lassen.

Arno kostet Kava

Arno kostet Kava

Die Insel welche wir umrunden - nur die gelb eingezeichnete Straße ist asphaltiert - alle anderen Straßen sind nicht erlaubt für Urlauberinnen zu befahren

Die Insel welche wir umrunden - nur die gelb eingezeichnete Straße ist asphaltiert - alle anderen Straßen sind nicht erlaubt für Urlauberinnen zu befahren

Und los geht's

Und los geht's

Die typische Männertracht

Die typische Männertracht

Im bergigen Nordteil der Insel

Im bergigen Nordteil der Insel

Eine moderne Brücke

Eine moderne Brücke

Es ist so schön

Es ist so schön

Die Kleidung der Frauen ist sehr farbenfroh

Die Kleidung der Frauen ist sehr farbenfroh

Am Montag in der Früh bringen wir erst mal das Auto retour, da wir diese bis 8.30 Uhr wieder abgeben müssen. Alleine auf dieser kurzen Strecke wird uns bewusst, wie gut die Entscheidung war den Sonntag für die Rundfahrt zu nehmen. Wir stauen uns durch Nadi um von dort zurück zum Hotel gebracht zu werden. Den Montag habe ich wieder zum Ruhetag erklärt. Arno nicht ganz, da ihn am Nachmittag nichts mehr am Liegestuhl hält, nimmt er sich ein Paddelboot um die nahe Küste ab zu schippern – ich bleibe jedoch eisern und paddle nicht mit.
Für Dienstag haben wir uns beim Shuttlebus angemeldet um in die Stadt Lautoka zum Markt zu fahren. Ich erkenne die Stadt gegenüber Sonntag kaum wieder. Überall wildes Treiben und viele viele Menschen auf den Straßen. Erst mal drehen wir eine Runde durch die Markthalle welche viele Köstlichkeiten an Obst, Gemüse und einheimischem Essen bietet. Hier wird auch die Kava Wurzel bzw. das Pulver zum Verkauf angeboten. Dort hinaus geht es durch die ganze Innenstadt und irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass Arno hungrig ist, da er in jedes Lokal oder Geschäft hinein gehen möchte. Nach drei Stunden bei sehr warmen schwülen Temperaturen bin ich dann froh, als uns der Bus zurück bringt um den Nachmittag am Liegestuhl zu verbringen. Arno paddelt heute die andere Seite der Küste ab.
Da mir Arno bereits am Mittwoch in der Früh erklärt, dass mir etwas Bewegung nicht schaden würde ist mein schlechtes Gewissen am frühen Nachmittag dann bereit mit ihm eine Runde paddeln zu gehen. Wir schippern in den nahe gelegenen Yachthafen, der uns viel zu sehen gibt. Kleine und große Yachten sowie das eine oder andere richtig teure „Gerät“. Dann ist es aber auch schon wieder vorbei mit meinem schlechten Gewissen und der Tag findet langsam sein Ende auf dem Liegestuhl. Leider erhalten wir am späten Nachmittag die Hiobsbotschaft, dass der Container mit dem Motorrad immer noch in Korea steht, da die Papiere von der Reederei in Brisbane nicht ganz korrekt ausgefüllt wurden und die Canadischen Behörden scheinbar zu über korrekt sind, und somit der Container nicht frei gegeben wurde zur Weiterreise nach Canada. Erst mal sind wir beide sauer und enttäuscht, aber Probleme sind ja wie wir wissen dazu da um gelöst zu werden. Punkt eins somit, Rücksprache mit Arnos Schwester in Vancouver, dann mit den Ami Goldwingern Chuck und Sandy in Kalifornien, eine Nacht drüber schlafen (oder auch nicht), und dann für Kalifornien entscheiden. Gut, dass wir das Ticket für San Francisco nicht storniert sonder nur ein neues für Vancouver gekauft haben. Somit fliegen wir am Donnerstagabend von Nadi nach Los Angeles (14 Stunden) und weiter nach San Francisco, wo wir dann einige Tage mit Chuck und Sandy verbringen werden um Mitte nächster Woche nach Vancouver zu fliegen, dort ein paar Tage mit der Familie verbringen, und hoffentlich um den 15.05. herum das Motorrad abholen können – so ist zumindest mal der neueste Plan.

Am Donnerstag in der Früh räumen wir das Zimmer und verbringen den letzten Tag auch noch am Meer, bevor wir um 18.30 Uhr von einem Taxi zum Flughafen nach Nadi gebracht werden.

Unser Fazit über die Zeit auf Fidschi – die Menschen sind sehr offen, freundlich und strahlen eine extreme Lebensfreude aus, welche in unserer so genannten zivilisierten Welt oftmals nicht mehr zu finden ist – bula bula!

Mein täglicher Blick aufs Meer

Mein täglicher Blick aufs Meer

Die gehört zum Glück nicht uns

Die gehört zum Glück nicht uns

Hier habe ich mich 6 Tage einquartiert

Hier habe ich mich 6 Tage einquartiert

Kava Wurzeln am Markt

Kava Wurzeln am Markt

Arno der Sportliche

Arno der Sportliche

Unser Zimmer immer mit frischen Blumen verschönert

Unser Zimmer immer mit frischen Blumen verschönert

Besonders zu beachten - das Schneemobil

Besonders zu beachten - das Schneemobil

Der Strand bei Ebbe

Der Strand bei Ebbe

Träume nicht dein Leben - lebe deinen Traum!

Träume nicht dein Leben - lebe deinen Traum!

Gib jedem neuen Tag der schönste deines Lebens zu werden!

Gib jedem neuen Tag der schönste deines Lebens zu werden!

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Dieses mal soll uns unserer Reise ca. 7 Monate durch und um Australien führen. Danach verschiffen wir das Gespann nach San Franzisco wo es dann über Kalifornien nach Canada u Alaska weiter geht.
Details:
Aufbruch: 29.09.2014
Dauer: 12 Monate
Heimkehr: 29.09.2015
Reiseziele: Australien
Fidschi
Vereinigte Staaten
Kanada
Der Autor
 
Arno und Margit Darnhofer berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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