Kreuz und quer durch Neuseeland

Neuseeland-Reisebericht  |  Reisezeit: Januar / Februar 2019  |  von Thalia&Christine R

Rotorua (02. Februar)

Für den heutigen Tag steht Cave-Tubing auf dem Programm. Auf Empfehlung haben fast alle die Tumu Tumu Tubing Tour gebucht, sodass wir als Gruppe die Waitomo Caves erforschen können. Wir starten pünktlich um 7 Uhr von unserer „Lava Lodge“ und erreichen nach etwa 1,5 Stunden die Station des Veranstalters „Waitomo Adventures“ kurz vor dem Waitomo Cave Village. Nach einer kurzen Einweisung geht es auch schon los. Alle werden in einen kleinen Bus verfrachtet, der uns kurz vor den Eingang der Höhle bringt. Die Höhlen gehören den Farmern, denen auch das Land gehört. Uns wird erklärt, dass die Farmer die Höhlen entdeckt haben, weil ihre Schafe dort nach und nach hineingefallen sind. Da die Regierung die Beschwerden der Farmer ignoriert hat, haben diese ihre Chance einfach genutzt und machen heute richtig Geld mit den Cave-Touren. Unsere beiden Guides stellen uns die übliche Frage „Are you nervous?“ Alle antworten mit „Nooo“. Auf die Bemerkung „You didn‘t hear about Thailand?“ reagierten alle nur mit einem verhaltenen Lachen und sind danach erst einmal still. Die Farmer haben auf ihren Feldern eine Hütte mit Duschen und Toiletten aufgebaut, in der wir uns umziehen können. Jeder bekommt einen dicken Wetsuit mit Jacke, Gummistiefel und einen Helm. In diesem schicken Outfit muss natürlich auf ein Gruppenfoto gemacht werden.

Wir müssen in dieser Kluft noch einige Minuten bis zum Eingang durch die Sonne laufen. Dann geht es endlich über einen Schacht etwa 10 Meter abwärts in die Höhle. Zu Beginn wird gleich der Klaustrophobie-Test durchgeführt. Jeder muss sich durch einen schmalen Tunnel quetschen, den man nur robbend durchqueren kann. Die nächsten drei Stunden klettern, kriechen und schwimmen wir durch die dunklen Höhlen. Lediglich unsere Kopflampen spenden uns Licht. Zwischendurch machen wir immer wieder Pausen, um in der völligen Dunkelheit tausende von Glühwürmchen zu bestaunen oder einen Snack zu uns zu nehmen. Dort unten ist es ziemlich kalt und wir sind froh, dass wir unsere dicken Anzüge haben. Es kostet immer wieder Überwindung in das kalte Wasser zu springen und den Anzug volllaufen zu lassen. Wieder an der Erdoberfläche angekommen freuen sich alle auf eine warme Dusche und Tageslicht. Wir werden wieder zurückgefahren und Snowflake wartet schon mit dem Bus auf uns. Es geht gleich weiter Richtung Rotorua, wo wir einen Maori treffen werden, der uns sein Dorf und seine Familie vorstellt.

In Rotorua schmeißen wir kurz unser Gepäck ins Hostel und weiter geht‘s. Das Maori-Dorf ist sehr klein. Aus jedem Loch dampft oder brodelt es. Wir treffen unseren Maori-Guide, der uns viel über die Kultur und das Dorf erzählt. Vor Kurzem waren erst Prinz Harry und Megan zu Besuch. Die Maori nutzen die Schwefelquellen beispielsweise zum Heizen, Duschen oder Kochen. Jeder Mitbewohner hat ein eigenes Dampfbad im Garten. Wir messen die Temperaturen des Bodens vor der Kirche. Das Thermometer zeigt zwischen 80 und 100 Grad an. Ohne Schuhe lässt es sich hier nicht lange aushalten. Später kommt noch seine Familie dazu und wir begrüßen uns alle nacheinander mit dem Maori-Begrüßungsritual. Nun kommt unser Auftritt: Chief Shaman hält eine kurze Rede und bedankt sich für die Einladung und wir müssen unser Lied „Three Little Birds“ vorsingen. Deshalb mussten wir während der Fahrten ständig mitsingen. Alle gucken etwas überrascht aber wir trällern, nuscheln oder summen die ersten beiden Strophen vor uns hin. Die Familie konnte den Text besser als wir.

Es ist mittlerweile spät geworden. Wir wurden kurz zurück ins Hostel geschickt, um uns für den Abend aufzubretzeln. Das haben einige sehr ernst genommen. Wir treffen die Familie wieder und gehen gemeinsam Essen und später noch in eine Bar.

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Zwischen Studium und dem Antritt der neuen Arbeitsstelle habe ich mir noch ein paar Wochen Freiheit gegönnt, die ich zum Reisen nutzen möchte. Die Reisebegleitung stand schon länger fest, das Ziel jedoch nicht. Nach reichlich Überlegungen entschieden wir uns erst für die Galapagos Inseln, dann doch Peru oder lieber Afrika. Letztendlich ist es dann kurzfristig Neuseeland geworden. Warum nicht mal spontan sein. Die Flüge buchten wir kurz vor Weihnachten, los geht es Ende Januar.
Details:
Aufbruch: 25.01.2019
Dauer: 5 Wochen
Heimkehr: 28.02.2019
Reiseziele: Neuseeland
Der Autor
 
Thalia&Christine R berichtet seit 7 Jahren auf umdiewelt.
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