Nochmals "round the world"...

Neuseeland-Reisebericht  |  Reisezeit: Januar - April 2002  |  von Inge Waehlisch Soltau

Wellington - Lake Taupo - Hidden Valley - Roturua

Fahrt von Picton nach Wellington

Von Blenheim fuhren wir nach Picton, um mit der Interislander Fähre die 3stündige Fahrt nach Wellington zu machen.
Zunächst gaben wir unser Mietauto zurück. Dann ging es mit dem Gepäck zum Terminal - Check-in und Gepäckaufgabe fast wie im Airport.
Die Fahrt ging durch die fjordähnlichen Marlborough Sounds mit einsamen Buchten und menschenleeren Stränden und die Meerenge von Cook Strait nach Wellington.
Leider war es stark bewölkt, also nicht unbedingt ein Wetter, um schöne Fotos zu machen. Trotzdem hielten wir uns - gut eingepackt - fast die ganze Zeit an Deck auf. Und es hat sich gelohnt, denn immerhin bekamen wir Delfine zu sehen.
Was muss das erst eine schöne Fahrt sein bei besserem Wetter!

Überfahrt von Picton nach Wellington - Marlborough Sounds

Überfahrt von Picton nach Wellington - Marlborough Sounds

Meerenge von Cook Strait

Meerenge von Cook Strait

Wellington

Als wir in Wellington ankamen, hatte sich das Wetter gebessert, es war sogar etwas sonnig. Wir hatten am Fährterminal wieder ein Mietauto übernommen und fuhren in die Stadt, um ein Hotel zu suchen und landeten im "Quality Inn Oriental Bay" mit schöner Sicht auf die Bucht..
Wellington ist die Hauptstadt von Neuseeland, und hat einen bedeutenden Hafen mit internationalem Warenumschlag.
Die ca. 450.000 Einwohner leben auf den Hügeln rund um das Stadtzentrum.
In Downtown gibt es zahlreiche moderne Hochhäuser aus Glas und Beton mit Büros und Banken aber auch elegante Geschäfte..
Die Sehenswürdigkeiten sind der Parliament Complex mit dem Government Building von 1876 und der Library und das neue attraktive Hafenareal .

Blick vom Hotel Oriental Bay Hotel

Blick vom Hotel Oriental Bay Hotel

Napier

Von Wellington über Hastings bis Napier war es eine mühsame Fahrt durch die Berge und über Pässe mit viel Verkehr. Das Wetter war recht wechselhaft - bewölkter Himmel und Sonne und leichter Regen wechselten sich ab.
Die Küstenstadt Napier, direkt am Meer gelegen, ist bekannt für die restaurierten pastellfarbenen Art-Déco-Gebäude.
Was die schöne Lage getrübt hat, war der Schwerverkehr durch die Stadt zum Hafen. Wir konnten den relativ grossen Hafen von weitem sehen bei einem Spaziergang auf der Marine Parade - der Promenade am Meer.
Wir buchten das "Fontain Court Motor Inn" und machten noch einen Spaziergang an der Promenade und durch die Stadt..

Lookout bei Napier

Lookout bei Napier

Lake Taupo

Bei bewölktem Himmel und teilweise Nieselregen ging es von Napier zum Lake Taupo, wo endlich wieder die Sonne schien. Wir fanden recht schnell eine schöne Unterkunft im "Best Western Acapulco Motor Inn" - ein grosses Studio mit eigenem Whirlpool.
Es war hier recht familiär, und so suchte uns auch die 6jährige Samantha auf, wenn wir da waren. Und zum Abschied schrieb sie mir eine Karte "will miss you when you go away and will be sad". Wenn man sich da nicht willkommen gefühlt hat...
Der Lake Taupo liegt in der Mitte der Nordinsel und ist mit 616 qkm der grösste See von Neuseeland. Eigentlich ist der See ein Caldera-Vulkan, dessen Kegel vor 2000 Jahren bei einer der verheerendsten und grössten Eruptionen auf der Erde abgesprengt wurde.
Der Lake Taupo ist eine der grössten Kraterseen der Welt, er ist ca. 40 km lang, 30 km breit, im Durchschnitt 166 m tief - an der tiefsten Stelle 500 m.
Er ist ein Paradies zum Schnorcheln und Kajakfahren, und wem das Wasser mit 18° nicht zu kalt ist, der kann auch baden.
Der längste Fluss von Neuseeland, der Waikato River, fliesst durch den Taupo See, und an dessen Ufer kann man eine schöne Wanderung machen.
Wir machten noch einen kleinen Ortsbummel und fuhren dann nach Acacia Bay, einem kleinen Ort direkt am See.

Lake Taupo

Lake Taupo

Am Lake Taupo

Am Lake Taupo

Tongario Nationalpark

Das ganze Gebiet um den Taupo See nennt man die Taupo-Volcanic-Zone. Das Vulkangebiet ist 350 km lang und 35 km breit, und hier befinden sich fast alle aktiven Vulkane und Thermalgebiete der Nordinsel.
Im fast 80.000 ha grossen Tongario Nationalpark - Unesco Weltkultur- und Weltnaturerbe - gibt es drei Berge: in der Mitte den 2797 m hohen Ruapehu (höchster Berg von Neuseeland) flankiert vom 2291 m hohen Ngauruhoe und dem 1968 m hohen Tongarino. Die Berge sind auf einem erhöhten Plateau, das innerhalb der letzten 2 Millionen Jahre durch Lava-Ausgüsse entstanden ist.
1887 wurde dieses Gebiet dem neuseeländischen Volk von einem Maori-Häuptling geschenkt und hat immer noch eine spirituelle Bedeutung für die Maori.
Hier sieht man unfruchtbare erkaltete Lavaströme, heisse Quellen und aktive Krater. Und im Winter ist es ein Skigebiet.

Volcano Loop

Volcano Loop

Volcano Loop

Volcano Loop

Volcano Loop

Von Taupo fuhren wir über Turangi - dem Tor zum Tongario Nationalpark - und auf dem Volcano Loop bis Whakapapa Village und Iwkan Village unterhalb des 2297 m hohen Mount Ruapehu. Von dort aus kann man kürzere oder längere Wanderungen starten, z.B. auch über 3-4 Tage.
Das wollten wir uns aber trotz des schönen Wetters nicht antun, und machten somit eine kleinere Tour mitten duch die Schlackenfelder auf ca. 1630 m von früheren Ausbrüchen . Man findet überall Schutzhütten, wo man auch gut picknicken kann.

Mount Ruapehu Schutzhütte

Mount Ruapehu Schutzhütte

Blick auf die Schlackenfelder

Blick auf die Schlackenfelder

Blick vom Vulkan

Blick vom Vulkan

Hidden Valley

Vom Lake Taupo ging es weiter Richtung Rotorua. Uns wurde von Einheimischen empfohlen, unterwegs unbedingt zum Hidden Valley zu fahren.
Das Hidden Valley, offiziell Orakei Korako-Gebiet, ist eine hoch aktive geothermische Gegend mit schönen und gut erhaltenen Kieselerde-Terrassen.
Nach Bezahlen des Eintrittsgelds wurden wir von einem Boot über den Lake Ohakura in die Geysir-Landschaft gefahren. Nun ist man im grössten Geysirfeld von Neuseeland mit 35 aktiven Geysiren. Dies ist eine geothermische Wunderwelt mit zischenden Geysiren, blubbernden heissen Quellen und einer natürlichen Siliziumterrasse.
Jetzt sollte man unbedingt auf den Wegen bleiben, denn ein Fehltritt kann gefährlich werden, oder zumindest kann man sich die Füsse verbrühen.
Der Weg führt an Geysiren und heissen Quellen vorbei und zu den ca. 20 m hohen Kieselerde-Terrassen, die unter der Wasseroberfläche nochmals 35 m tief liegen.
Die tiefste Terrasse ist die Emerald Terrace. Der gösste Geysir - der Diamond Geysir - wird bis 9 m hoch.

Emerald Terrace

Emerald Terrace

Diamond Geyser

Diamond Geyser

Die Rainbow and Cascade Terraces haben - durch Pflanzen- und mineralische Ablagerungen - braune, grüne, gelbe, orange und pinkfarbene Töne.
Die Golden Fleece Terrace ist weiss und 5 m hoch und 40 m lang, in der Sonne glitzern die Kristalle.
Eher ungewöhnlich in einem geothermischen Gebiet ist die Ruatapu Höhle.
Weiterhin sieht man den Mud Pool, die Soda Fountain und weitere Geysire
Das Hidden Valley liegt "irgendwo im Nirgendwo", aber das hatte den Vorteil, dass hier nicht so viele Touristen herkamen - bei unserem Besuch z.B. waren wir ganz allein dort..

Boiling Mud Pool

Boiling Mud Pool

Im Hidden Valley

Im Hidden Valley

Roturua

Vom Hidden Valley fuhren wir nach Rotorua. Da sie auf dem Pazifischen Feuerring liegt, hat diese Stadt die höchsten geothermischen Aktivitäten der Welt. Dass sie auch "Schwefelstadt" genannt wird, merkt man sofort an der schwefelhaltigen Luft, auch das Duschwasser riecht nach Schwefel. Es ist nicht ungewöhnlich, dass man Dampfschwaden sieht, die sich überall - in Parks, auf Strassen und Wegen - ihren Weg nach oben bahnen.
Bei unserer Hotelsuche machten wir gleichzeitig eine Stadtrundfahrt Im Rydges Hotel bekamen wir ein schönes Zimmer. (dieses Rydges war um einiges besser als das gleichnamige Hotel in Queenstown...)
Wir schauten uns noch den Gouverneurspalast und Garten an, leider fing es mal wieder an zu regnen.
Also ging es zurück zum Hotel, wo wir uns am Indoor-Pool und Whirlpool aufhalten konnten.

Roturua

Roturua

Die Stadt ist bekannt für ihre Hot Pools, Geysire und Krater. Dank der Thermalquellen ist das Wellness-Angebot sehr gross.
In der Nähe der Stadt ist das bekannte und von vielen Touristen aufgesuchte Wai-O-Tapu Thermal Wonderland. Dort sieht man auf Rundwegen den 21 m in die Höhe spritzenden Geysir Lady Knox, den Champagne Pool - ein Becken mit 65 m Durchmesser mit türkisfarbenem Wasser - den Mud Pool, einen grossen See voller Schlamm und vieles mehr. Auf dem Parkplatz waren recht viele Busse, und dementsprechend viele Leute, und da wir schon im Hidden Valley waren, verzichteten wir auf einen Besuch.
Wir besuchten noch das Maori Craft Center im Thermalgebiet Whkarewarewa - ein Kulturzentrum der Maori und eine Schule, wo traditionelles Kunsthandwerk gelehrt wird.
Eine Sehenswürdigkeit ist der grösse Geysir von Neuseeland "Pohutu" mit Wassersäulen bis zu 30 m hoch.

Maori Center Roturua

Maori Center Roturua

Pohutu Geysir

Pohutu Geysir

Coromandel

In Roturua stinkt es so wahnsinnig nach Schwefel, dass man nicht allzu lange dort bleiben kann - jedenfalls ging es uns so.
Von Roturua fuhren wir an die zerklüftete und dicht bewaldete Coromandel Halbinsel, ein beliebtes Ziel zum Wandern und Angeln. Die Halbinsel ist landschaftlich sehr schön mit Sandstränden, einsamen Buchten, dichtem Buschwald und Bergregionen. Die Strassen sind eng und kurvenreich.
Wir mussten lange nach einer Unterkunft suchen und wurden fündig bei dem Historic Hotel" Flag Brian Boru", wo wir auch am Abend essen konnten.
Das erste Hotel dieses Namens wurde bereits während des Goldrausches im Jahre 1867 gebaut. Nachdem es 1904 und 1905 durch Feuer zerstört wurde, wude es immer wieder aufgebaut.

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Thailand - Australien - Neuseeland - Hawaii - Kanada
Details:
Aufbruch: 03.01.2002
Dauer: 3 Monate
Heimkehr: 05.04.2002
Reiseziele: Thailand
Australien
Neuseeland
Vereinigte Staaten
Kanada
Der Autor
 
Inge Waehlisch Soltau berichtet seit 8 Monaten auf umdiewelt.