2 Jahre lang kreuz & quer durch die Americas

Mexiko-Reisebericht  |  Reisezeit: Mai 2013 - Mai 2015  |  von Anja & Wolfgang

Mexico Festland ab 31.03.2014: 03 – 2 Zentral Mexico – ab 13.04.2014 480 km

Ziel: Ausgehend von Zacatecas bereisen wir das Zentrum von Mexico vor allem zum Besuch der alten Kolonialstädte;
die in diesem Teil dabei besuchten Staaten waren: Guanajuato, Queretaro, Hidalgo, Mexico.
Wetter: heiter bis sonnig, oft strahlend blauer Himmel, selbst im Hochland teilweise bis 35º.

Ich kenne bisher nur 2 Städte, wo man(n) direkt an der Quelle preisgünstig schöne, handbestickte Cowboy Stiefel kaufen kann. Die eine davon ist Seoul in Süd Korea, die andere ist Leon hier in Mexico. Leider ist meine Schuhgröße so an der Obergrenze der mexikanischen Produktionslinien, was manchen Verkäufer nahe an den Rand der Verzweiflung treibt, denn hatten wir letztendlich mal ein passendes Paar gefunden,

so entsprach es weder meinen Geschmacksvorstellungen noch den Raum Anforderungen unseres Mini-WoMo. Aber dann, im 8. Anlauf haben wir es geschafft

und als der Preis dann auf das Normal-Niveau reduziert war, wollte der doch echt anfangs wegen Übergröße 100% Aufschlag - probieren kann er das ja gerne bei den reichen Amis , konnten wir endlich neubeschuht zur Stadtbesichtigung aufbrechen.
Im Schatten vor der Kirche stossen wir auf eine Truppe indogen verkleideter Tänzer,

die hier auf Ihren nächsten Auftritt warten, nebenan im Templo Expiatorio

Feiertagsstimmung, Semana Santa, Beginn der Karwoche und Palmsonntag eben. In der Innenstadt am Plaza de los Martires ein ähnliches Bild

die umliegenden Kirchen sind voll, draussen von Händlern die aus Palmblättern dekorative Gebinde flechten und rinnen von Besuchern, die den Nachmittagsmessen beiwohnen. Vorbei an den Fabriken von VW, GM, Mazda und Firestone fahren wir etwa 50 km weiter und besuchen Guanajuato, die Hauptstadt des gleichnamigen Staates,

einst wegen der umliegenden Gold-und Silberminen eine der reichsten Städte Mexicos, heute eine Universitätsstadt, deren Stadtkern zum Weltkulturerbe erklärt wurde und in der es immer noch keine Ampeln gibt. Die Stadt ist den Berghängen entlang hochgewachsen und für den Verkehr wurden etliche Tunnel gegraben, der Stadtkern selbst ist somit fast verkehrsberuhigt. Mitten in der Stadt der relativ grosse Mercado Hidalgo,

und die Callejon del Beso,

die so schmal ist, dass man sich schnell mal von Balkon zu Balkon quer über die Gasse küssen kann. Die mächtige
Basilica am Plaza la Paz,

festlich gekleidete Mexikanerinnen die zu einer Kunst / Kunstgewerbe Ausstellung laden

und das Teatro Juarez,

in dem z.Zt. Hänsel und Gretel auf dem Spielplan steht. Wir dürfen noch miterben, wie bei einem Festzug die ganze Karwoche im Zeitraffer dargestellt wird,

bevor wir mit einem letzten Blick zurück

diese wirklich sehenswerte Stadt Richtung Dolores Hidalgo verlassen, einen Ort, der eigentlich nicht sehenswertes zu bieten hat. Dagegen ein paar km weiter San Migual de Allende, wieder ein Ort der auch für ein paar Besichtigungstage gut ist. Wir beginnen unseren Schnelldurchlauf am Templo de Nuestra Senora de la Salud mit ihrem konkav gewölbten Muschelkalk-Portal,

gehen in die Francisco Kirche die mit ihrem Glockenspiel der Stadt die Uhrzeit mitteilt,

bewundern am Casa de Los Perros den von Hunden getragenen Balkon

und gehen noch in die Biblioteca

für deren schönstes Wand/Deckengemälde leider ein Fotografier-Verbot besteht, aber dieses wesentlich schwächere vermittelt schon mal einen ersten Eindruck, wie fantastisch der Hauptraum dekoriert ist.

Noch eine Runde über den Kunsthandwerkermarkt, ein letzter Blick vom Mirador auf die Stadt drunten im Tal

und schon sind wir wieder auf dem Weg in den nächsten Staat Queretaro mit seiner gleichnamige Hauptstadt.
Auch hier wieder schöne Plätze,

mit mal ein paar etwas anderen Souvenirstände,

am Plaza de Indepencia beim Lokal 1861 ordentlicher Jazz,

viele Bauten, Kirchen aus der Kolonialzeit

und dann wieder etwas andere Brunnenfiguren,

und solche kunstvolle Baumschnitte.

Beim Verlassen der Stadt finden wir noch dieses mindestens einen km lange Aquaedukt, das in keinem unserer Führer erwähnt wird,

bevor wir dann auf dem Weg nach Tula die Grenze zu Hidalgo überqueren.
Wir haben vorerst einmal genug von Kolonialstädten und werden uns daher in den nächsten Tagen mehr Ruinen Pyramiden und Ausgrabungen widmen. Wir beginnen in Tula, heute eine moderne Industriestadt mit einer schönen alten Kirche,

einst Hauptstadt des Toltekenreiches, mit über 40.000 Einwohnern. Im Eingangsbereich zur Anlage (E=M$ 48), ein kleines Museum in dem einige gerettete Original Skulpturen

und Reliefs ausgestellt sind.

Droben auf der grossen Pyramide diese 5m hohen Basalt Krieger,

die einst das Dach eines Tempels trugen.

Zu den Füßen der Pyramide der verbrannte Palast, der einst Opfer eines Feuers wurde,

noch eine weitere relativ verfallenen Pyramide, zwei Ballspielplätze und Reste von Tempeln und Häusern.
Wir fahren gleich weiter über die Grenze vom Staat Mexico nach Teotihuacan wo wir im lokalen Trailerpark Quartier beziehen und uns heute nur noch die Skulpturen,

die Basilika

und den Hauptplatz mit angeschlossenem Markt

in der modernen Stadt etwas ansehen. Die Besichtigung der relativ umfangreichen Ruinenanlage heben wir uns für morgen auf.
Wir gehen am Markt vorbei ca. 30 Minuten lang die Strasse 'Piramides' entlang und stehen dann am Eingang 2 der Ausgrabungsstatte von Teotihuacan, einst die größte präkolumbianische Ansiedlung Amerikas. Man schätzt dass hier einst zwischen 80.000 und 200.000 Menschen gelebt haben.

Links von uns die Piramide de la Luna, die leider nur bis zur ersten Plattform bestiegen werden kann

und direkt vor uns die mächtige, 70m hohe Piramide del Sol,

deren Besteigung wir uns natürlich nicht entgehen lassen

und die von oben einen fantastischen Überblick über die ganze Anlage, vor allem aber über die Strasse der Toten bietet,

auch wenn der Abstieg an manchen Treppen etwas steiler als normal ist, der Aufwand ist es auf jeden Fall Wert.

Im Palacio de Queetzalpapalotl solch herrlich geschnitzte Steinsäulen,

im Museum de Murals neben fantastischen Wandmalereien, die in den Gebäuden hier gefunden wurden auch solche Kunstwerke.

In der Ciudadela der Tempel des Quetzacoatl, für dessen Freilegung eine halbe Pyramide abgetragen wurde.

Auf dem Weg zurück zu unserem Stellplatz schauen wir noch kurz bei Tetitla vorbei, einer Gruppe von Häusern, jenseits der Strasse und damit ausserhalb der eigentlichen Anlage,

deren Wandmalereien sich mit denen das Museum de Murals messen können. Nach gut 7 Stunden Besichtigungstour kehren wir dann zu unserem Auto zurück.
Morgen geht es mit dem Bus nach Mexico City, doch davon im nächsten Kapital.

© Anja & Wolfgang, 2015
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Nach mehrmonatiger Reisepause geht es endlich wieder los. Diesmal von Kanada nach Alaska, von dort über Key West bis Feuerland und zurück nach Montevideo.
Details:
Aufbruch: Mai 2013
Dauer: 24 Monate
Heimkehr: 08.05.2015
Reiseziele: Kanada
Vereinigte Staaten
Malaysia
Mexiko
Belize
Guatemala
Honduras
Nicaragua
Costa Rica
Panama
Kolumbien
Ecuador
Peru
Bolivien
Argentinien
Chile
Uruguay
Paraguay
Brasilien
Deutschland
Der Autor
 
Anja & Wolfgang berichtet seit 9 Jahren auf umdiewelt.