2 Jahre lang kreuz & quer durch die Americas

Mexiko-Reisebericht  |  Reisezeit: Mai 2013 - Mai 2015  |  von Anja & Wolfgang

Mexico Festland ab 31.03.2014: 03-3 Zentral Mexico – ab 17.04. 2014 560km

Ziel: Weiter durch das Zentrum von Mexico, zum Besuch der Hauptstadt und die davon westlich liegenden Vulkane;
die in diesem Teil dabei besuchten Staaten waren: Mexico, Distrito Federal (Mexico City), Puebla, Tlaxcala.
Wetter: heiter bis sonnig, oft strahlend blauer Himmel, nachmittags teilweise Gewitterschauer, < 30º.

Mexico City, wieviel Warnungen haben wir darüber gelesen von Smog bis Strassenraub, aber nichts davon haben zumindest wir erlebt. Wir fahren mit dem Bus (alle 12Minuten, M$32) in ca. 40 Minuten von Teotihuacan zum Busbahnhof Nord vom Mexico City. Dieser Busbahnhof ein Riesending mit 8 Abfahrtterminals und entsprechenden Menschenmassen gleicht eher einem mittelgrossen Flughafen zur Ferienzeit. Wir lassen uns vorsichtshalber erst einmal zeigen, wo wir heute Abend die Rückfahrttickets kaufen können, bevor wir uns auf den Weg zur nahegelegenen U-Bahn Station machen. Hier noch ein paar U-Bahn Karten gekauft, M$5 pro Fahrt ohne Zeitbeschränkung bei beliebigem Umsteigen und nach zweimaligem Umsteigen sind wir 30 Minuten später am Zocalo, dem zentralen Platz angelangt. Hier sticht einem neben dem Regierungspalast sofort der riesige Dom ins Auge,

dessen Glocken beim 12:00 Uhr Läuten zumindest teilweise noch von Hand angeschlagen werden.

Nebenan die Ausgrabung des Templo Mayor, ein Azteken Tempel aus den Gründungstagen der Stadt.

Nach einer kurzen Stärkung am Wegesrand

gehen wir Richtung Südosten zum Mecardo La Merced,

wo wir vor allem Süßigkeiten auch in Großhandels Packungen angeboten werden. Bei unserem weiteren Streifzug durch die Stadt wird uns endlich klar, warum wir bei unserem letzten Besuch in Berlin keine Leierkastenmänner mehr gesehen haben: Die sind mittlerweile alle hier,

mindestens 15 davon haben wir heute gesehen. Weiter durch die Francisco Madero, eine der Fußgänger Zonen hier,

kommen irgendwann zum Palacio Postal und Torro Latinamerica

und gehen dann noch vorbei am Palacio de las Bellas Artes

zum Monumento Nacional a la Revolucion.

Genug gewandert für heute, wir gehen zurück zur U-Bahn Station Hildalgo und von dort mit nur einmaligem Umsteigen zum Busbahnhof Nord. Das Ticket ist schnell gekauft, der Bus wartet schon und vorbei an solchen Siedlungen,

die immer weiter den Hang hochwachsen geht es zurück nach Teotihuacan. Wir kehren mit einem sehr positiven Eindruck aus dieser Riesenstadt zurück, die wir sicher nochmals länger besuchen werden.
Am nächsten Tag brechen wir auf um den beiden Vulkanen Popocatepetl und Iztaccihuatl, 'Popo' und 'Ixta' wie sie auch kurz genannt werden, unsere Referenz zu erweisen. Aber bereits am Fuss der Berge in Amecameca wird uns klar, das wird heute nix mit freier Sicht. Wir lassen dort das 'internationale Bierfest' links liegen, besuchen dafür kurz den Markt auf dem Platz de Constitucion, wo wir uns schon mal mit in Maisblättern gebratenem Fisch und frischem Käse eindecken und fahren den Wolken zum Trotz hoch auf den Paseo de Cortez (3800m).

Ab hier ist die Strasse bekanntermaßen gesperrt, denn Popo ist ja immer noch aktiv. Als die Wolken mal schnell etwas aufreissen erhaschen wir auch einem kurzen Blick auf 'Popo',

Von 'Ixta', der im Nationalpark liegt und zu dem auch Wanderwege führen bekommen wir erst mal überhaupt nichts zu sehen, als dann auch noch kalter Nieselregen einsetzt brechen wir den Besuch hier droben ab und fahren nördlich um die Vulkane herum Richtung Puebla. Irgendwann erhaschen wir auch noch einen kurzen, mehr schemenhaften Blick auf 'Ixta'.

In Huejotzingo entdecken wir diese blaue, fast russisch anmutende Kirche am Wegesrand,

die Wege dahin erinnern an bayerische Fronleichnamsprozessionen, bunt dekoriert

und im Innenhof die Vorbereitungen für die Karfreitagsfeier in vollem Gange.

Noch ein paar km weiter bei Cholula beenden wir diesen Tag.
Am nächsten Morgen strahlend blauer Himmel und ungestörte Fernsicht auf die Vulkane,

'Ixta' der schlafende

und 'Popo' der (uns zu liebe?) sogar mal kurz pupst.

In Cholula besichtigen wir die vom Volumen her weltgroesste Pyramide, zwar nur 60m hoch, doch mit 350m Kantenlänge mächtiger als die Cheopspyramide bei Kairo. In über 800 Jahren über Tempel im Innern erstellt und durchlöchert wie ein Schweizer Käse. Archäologen haben im Laufe der Zeit über 4km lange, derartige Gänge durch die Pyramide gegraben,

von denen im Laufe der Besichtigung (M$48) etwa 800m begangen werden können. Ausserdem wurden Teile der alten Tempelanlage freigelegt, bei denen man besonders schön sieht, wie im Laufe der Zeit Bauwerk über Bauwerk errichtet wurde.

Droben auf der Pyramide, die einst ja nur wie ein Erdhügel erschien, wurde die Kirche Nuestra Senora de los Remedios erbaut,

wobei man sich vor den Aufstieg noch an zahlreichen Ständen mit gebratenen Heuschrecken, in allen möglichen Geschmacksvariationen gewürzt stärken kann.

Oben diese schön Kirche

und der Blick ins Tal auf das Kloster Convento de San Gabriel,

das dank seiner maurischen Verzierungen im Innenbereich doch sehr am die Moschee-Kirche in Cordoba erinnert.
Wir bummeln noch kurz über Markt und den Zocalo, den Plaza de la Concordia,

als uns auffällt, dass immer mehr Leute zum Himmel starren. Was wir da genau gesehen haben ist uns auch nicht klar,

Aber es sah einem über uns schwebenden UFO doch sehr sehr ähnlich. In einem kreisförmigen relativ grossen Bereich um die Sonne war der Himmel wesentlich dunkler als ausserhalb des scharf definierten Randbereiches.
Falls einer unserer Leser eine Erklärung für diese Naturerscheinung hat, wir sind für alle Hinweise dankbar.
Wir fahren ein paar km weiter und besichtigen noch Puebla, Hauptstadt des gleichnamigen Staates, mit Regierungspalast,

der Catedral mit den angeblich höchsten Türmen Amerikas?,

in der San Domingo wollten wir uns eigentlich den berühmten, goldverzierten Seitenaltar ansehen, aber anstatt wie angeschrieben um 16h zu öffnen waren die Tore auch bei unserem dritten Besuch um 17:30h immer noch versperrt,

so trösten wir uns eben mit dem Teatro Principal

der San Francisco Kirche,

dem Mercado Parian, einem Künstlermarkt

und diesem blauen Schmuckstück.

Bei Ausfahrt aus der Stadt werden wir von der Polizei aufgehalten, die reklamiert, dass unsere hinteren Vorhänge geschlossen sind - dabei haben wir als SoKfz Womo nicht mal einen Innenspiegel. Dann stellt Cleverle auch noch fest, dass er nur eine Führerscheinkopie in der Hand hat, musste er halt 15 Minuten warten, bis die Originale ausgegraben waren. Endlich durften wir weiterfahren um 30 km weiter an der Grenze zu Tlaxcala von der Bundespolizei kontrolliert zu werden. Der war mit unseren Kopien zufrieden und nach 'hinten reinschauen' = Bettenbau Kontrolle wurden wir per Handschlag verabschiedet. Zufrieden fuhren wir weiter um dann kurz vor Tlaxcala, der Hauptstadt des gleichnamigen Staates diesen Tag zu beenden.
Am frühen Ostersonntag Morgen haben wir von Tlaxcala aus diesen herrlichen Blick auf den rauchenden 'Popo',

bevor wir uns an die Besichtigung der Hauptkirche, droben auf dem Berg, die Santuario de Octlan machen.

Wir gehen den Berg runter in die Innenstadt, wo sich direkt am Zocalo das Regierungsgebäude befindet, dessen Innenhof mit solch fantastischen Murals dekoriert ist, in denen die Geschichte von Tlaxcala anschaulich verdeutlicht wird.

Rings um den Zocalo finden wir noch die Parroquia de San Jose,

und die Stierkampfarena Plaza de Torres, in der gestern Abend anscheinend 'Vorstellung' gewesen sein soll.

Vorbei an zwei weiteren Kirchen steigen wir wieder bergauf, kommen noch an der achteckigen Santa Agua mit ihrer Wunder vollbringenden Quelle vorbei,

bevor wir uns an einem der Marktstände vor der Santuario de Octlan niederlassen

um Ostern mit einem traditionellen Lammbraten zu feiern. Auf unserem weiteren Weg Richtung Nord-Osten kommen wir zurück in den Staat Puebla und erleben auf dem Hwy 130 den typischen Osterurlauber-Rückreiseverkehr. Mitten in den Bergen über 40 km!!! Stau, stehender Verkehr und keine Umfahrungsmöglichkeit,

zum Glück für uns nur in der Gegenrichtung . Irgendwann überfahren wir die Grenze zum Staat Veracruc und sind damit in Süd Mexico. Grund genug, dieses Kapitel hier abzuschliessen.

© Anja & Wolfgang, 2015
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Nach mehrmonatiger Reisepause geht es endlich wieder los. Diesmal von Kanada nach Alaska, von dort über Key West bis Feuerland und zurück nach Montevideo.
Details:
Aufbruch: Mai 2013
Dauer: 24 Monate
Heimkehr: 08.05.2015
Reiseziele: Kanada
Vereinigte Staaten
Malaysia
Mexiko
Belize
Guatemala
Honduras
Nicaragua
Costa Rica
Panama
Kolumbien
Ecuador
Peru
Bolivien
Argentinien
Chile
Uruguay
Paraguay
Brasilien
Deutschland
Der Autor
 
Anja & Wolfgang berichtet seit 9 Jahren auf umdiewelt.