On parle francais - von Montreal nach Quebec (Teil 1)

Kanada-Reisebericht  |  Reisezeit: August / September 2016  |  von Inge Waehlisch Soltau

Québec

Quebec

Dank Navi hatten wir kein Problem unser Hotel in Vieux Québec zu finden. Nachdem wir unser Gepäck ausgeladen hatten, fuhren wir das Auto in ein nahe gelegenes Parkhaus. Wir erhielten ein Zimmer in der obersten Etage mit einer tollen Sicht aufden St. Lorenzstrom, die Kirche "Holy Trinity" und das Wahrzeichen von Québec - das Château Frontenac.

Blick vom Hotel

Blick vom Hotel

Blick vom Hotel

Blick vom Hotel

Quebec ist die "französischste" Stadt in Kanada. Sie wurde 1608 vom französischen Entdecker Samuel de Champlain am Steilufer des Sankt-Lorenzstroms als befestigte Siedlung gegründet und diente ihm als Ausgangspunkt für seine Forschungsreisen. Quebec ist das Zentrum der französischen Kultur in Nordamerika, französische Lebensart und Lebensfreude sind überall sichtbar. Rund 94% der Einwohner im Grossraum Quebec sprechen französisch.
Die Stadt besteht aus zwei Teilen: innerhalb der alten Stadtmauern die Altstadt - Vieux Quebec - mit der mächtigen Zitadelle, prächtigen Regierungsgebäuden, renovierten historischen Häusern, engen Gassen, kleinen Plätzen und dem Wahrzeichen der Stadt - dem prachtvollen Luxushotel "Château Frontenac" und der Unterstadt mit vielen alten Gebäuden.

Capitol Theater

Capitol Theater

City Hall

City Hall

Terrasse Dufferin

In Vieux Quebec geht man sicherlich zunächst einmal zur "Terrasse Dufferin", ein breiter Plankenweg 65 m hoch über dem Sankt Lorenzstrom.
Die Promenade wurde 1838 angelegt und 40 Jahre später von 50 m auf 427 m verlängert. Die "Terrasse" ist vielbesucht mit Aussichtspunkten und Bänken. Hier sieht man Strassenmusikanten und Gaukler und geniesst den Ausblick.
Die Fähren fahren hin und her zwischen der Stadt und den Inseln im Strom.

Fähre

Fähre

Blick auf den St. Lorenzstrom

Blick auf den St. Lorenzstrom

Auf dem St. Lorenzstrom sieht man Frachtschiffe aus aller Welt.

Frachtschiff von Hapag-Lloyd

Frachtschiff von Hapag-Lloyd

und noch ein Frachtschiff

und noch ein Frachtschiff

Château Frontenac

Der imposanteste Blickpunkt hier ist sicherlich das Château Frontenac, ein grosses weithin sichtbares Schlosshotel, das 1892 im Auftrag der Canadian Pacific Railway erbaut wurde.
Vor dem Hotel sieht man die 4,5 m hohe Skulptur aus Bronze "Alice im Wunderland" von Salvador Dali, die einen Wert von 2,5 Mio CAD hat. Sie wurde hier ausgestellt anlässlich des 25. Jahrestags der Kunstgalerie des Château Frontenac.

Châteu Frontenac

Châteu Frontenac

Skulptur von Salvador Dali

Skulptur von Salvador Dali

Château Frontenac

Château Frontenac

Am Nordende der Terrasse steht das Denkmal von Samuel de Champlain, Gründer der Stadt. Das Gebäude dahinter ist das Old Post Office mit dem Clock Tower.

Denkmal Samuel de Champlain

Denkmal Samuel de Champlain

Old Post Office und Clock Tower

Old Post Office und Clock Tower

Promnade des Gouverneurs

1960 wurde die Terrasse Dufferin mit der Promenade des Gouvrneurs verbunden, die unterhalb der Festungsmauern verläuft. Dadurch besteht jetzt eine Verbindung zwischen dem Château Frontenac und der Zitadelle. Ein schöner Spaziergang!

Auf der Stadtmauer

Auf der Stadtmauer

Blick auf Vieux Québec

Blick auf Vieux Québec

Zitadelle

Die Zitadelle liegt auf dem vorspringenden Cap Diamant etwa 100 m über dem Sankt Lorenzstrom. Die Zitadelle wurde in den Jahren 1820 - 1852 anstelle der älteren Festung gebaut. Es ist eine der grössten Festungsanlagen auf dem nordamerikanischen Kontinent - eine riesige, gut erhaltene, sternförmige Anlage, deren Bauten durch Festungsmauern, Wälle und Gräben geschützt werden.
Eines der restaurierten Gebäude dient heute als Sommerresidenz des Generalgouverneurs. In einem Pulverturm des 18. Jahrhunderts befindet sich ein Militärmuseum. In der Zitadelle ist heute das 22. Königliche Regiment stationiert.

Kanone an der Zitadelle

Kanone an der Zitadelle

Wachsoldat an der Zitadelle

Wachsoldat an der Zitadelle

Quartier du Petit-Champlain

Die bequemste Art in die Unterstadt zu gelangen ist die Fahrt mit dem "Funiculaire" - seit 1879 bestehend - zuerst mit Dampf betrieben, später mit Strom.
Wir schlenderten durch das Quartier du Petit-Champlain, welches nach umfangreichen Renovierungsarbeiten heute ein viel besuchter Ort der Unterstadt ist.

In der Rue St. Anne

In der Rue St. Anne

Am Place Royal

Am Place Royal

Place Royal

Mittelpunkt der Unterstadt ist der Place Royal, wo im Jahre 1608 die französische Kolonisation in Nordamerika begann, als Samuel de Champlin hier die erste dauerhafte Siedlung gründete.
Der Platz entwickelte sich zu einem geschäftigen Marktplatz, und wohlhabende Händler bauten hier ihre Wohnhäuser.
Viele dieser Häuser wurden in den letzten Jahren restauriert und vermitteln einen guten Eindruck einer französischen Stadt im 17. und 18. Jahrhundert.

Am Place Royal

Am Place Royal

Am Place Royal

Am Place Royal

Am Place Royal befindet sich auch die sehenswerte kleine Kirche "Notre-Dame-des-Victoires" aus dem Jahre 1688. Die Kirche wurde stark zerstört durch die Engländer, aber im Jahre 1759 nach den Originalplänen wieder aufgebaut. 1969 wurde das Gotteshaus renoviert.

Notre Dame-des-Victoires

Notre Dame-des-Victoires

Blick von der Unterstadt auf Château Frontenac

Blick von der Unterstadt auf Château Frontenac

Auch in der Unterstadt fällt der Blick immer wieder auf das hoch oben thronende Wahrzeichen von Quebec - Château Frontenac.
Als wir uns zu Fuss an den steilen und mühsamen Aufstieg in die Oberstadt machten, kamen wir noch vorbei an der interessanten "Wall Mural" mit Szenen aus früheren Zeiten.

Frei wie ein Vogel...

Frei wie ein Vogel...

So war es früher in der Unterstadt...

So war es früher in der Unterstadt...

Unser traditonelles Hotel liegt zentral in Vieux Québec, und so konnten wir alle Sehenswürdigkeiten zu Fuss besichtigen. Während unseres Aufenthalts blieb das Auto die ganze Zeit über in der Parkgarage

Hotel Clarendon

Hotel Clarendon

Château Frontenac

Château Frontenac

Direkt gegenüber vom Hotel befindet sich die City Hall errichtet im Jahr 1895.

City Hall

City Hall

City Hall

City Hall

Nur ein paar Schritte vom Hotel entfernt liegt der Place d'Armes, wo bis 1875 ein Bauernmarkt stattfand. Inmitten des Platzes befindet sich das Monument Taschereau zu Ehren des ersten Kardinals.

Place d'Armes

Place d'Armes

Weihnachten ist immer...

Weihnachten ist immer...

In der Nähe unseres Hotels in der rue St. Anne und in der rue St. Louis befinden sich viele Gesschäfte, Boutiquen, kleine Hotels und Restaurants.

"Süsses" Fahrrad

"Süsses" Fahrrad

Schön kitschig...

Schön kitschig...

Kathedrale

Die Kathedrale "Notre Dame de Quebec" ist hervorgegangen aus der 1664 von Samuel de Champlain errichteten Kapelle. Die heutige dreischiffige Kirche wurde in den 1920er Jahren erbaut. Sehenswert sind das reich geschmückte Innere mit schönen Glasfenstern, Malereien und der Orgel.

In der Kathedrale

In der Kathedrale

Holy Trinity Kirche

In der Nähe des Hotels befindet sich auch die Kirche "Holy Trinity", erbaut in den Jahren 1800-1804. Dieses war die erste anglikanische Kirche, die ausserhalb von Grossbritannien errichtet wurde. Das sehenswerte Chorgestühl ist aus Eiche gefertigt. In den Sommermonaten finden regelmässig Orgelkonzerte statt

Holy Trinity Kirche

Holy Trinity Kirche

Innenraum der Kirche

Innenraum der Kirche

Man entdeckt Vieux Quebec am besten zu Fuss und so hielten wir es auch. Vom Hotel aus ging es durch die Rue Saint-Louis zunächst zum Parlamenthügel.

Parlamentshügel

Parlamentshügel

Von dort aus ging es ein Stück auf der Stadtmauer weiter, vorbei am schönen Gebäude "Maison Dauphine" - seit 1992 eine Begegnungsstätte für dieJugend.

Stadtmauer

Stadtmauer

Maison Dauphine

Maison Dauphine

Marché du Vieux Port

Von der Stadtmauer aus kamen wir vorbei am Parc d'Artillerie und liefen weiter Richtung Bassin Louise. Dort befindet sich - etwas abgelegen - der Marché du Vieux Port.

Marché du Vieux Port

Marché du Vieux Port

Viele Sorten Gemüse

Viele Sorten Gemüse

Am Alten Hafen war bereits im Jahre 1640 ein Marktplatz. Das Gebäude des heutigen Marktes sieht von aussen eher unscheinbar aus. Aber dann staunt man im Inneren üver die Vielfalt der angebotenen Waren: Käse, Fisch, Fleisch, Brot und Kuchen, Süssigkeiten, Weine und frisches Obst und Gemüse in Hülle und Fülle.

Blumenkohl - nicht nur in weiss...

Blumenkohl - nicht nur in weiss...

Beeren in Hülle und Fülle

Beeren in Hülle und Fülle

Der alte Hafen

Direkt hinter der Markthalle liegt der Alte Hafen. Dieser hatte während der Zeit der grossen Segelschiffe in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine grossse Bedeutung.
Die Anlage wurde in den vergangen Jahren erneuert, und heute ist Vieux Port de Québec ein beliebtes Ausflugsziel. In diesem Bereich befindet sich auch der Yachthafen.

Yachthafen

Yachthafen

Beim alten Hafen

Beim alten Hafen

Von Quebec fuhren wir zurück nach Montréal. Die Strasse führte uns am Sankt-Lorenzstrom in Richung der Auslegerbrücke "Ponte de Québec", die eine traurige Berühmtheit erlangte, weil sie vor der Fertigstellung zweimal eingestürzt ist.
Wir fuhren dann über die sich 200 m dahinter befindliche Hängebrücke "Pont Pierre-Laport", die von 1966-1970 erbaut wurde zur Entlastung der alten Auslegerbrücke.
So gelangten wir auf die andere Seite des Stroms.
Unser Auto sollte mit "leerem Tank" abgegeben werden, was gar nicht so einfach war.
Mit ein bisschen "Zittern" ging es dann durch Montreal, und wir kamen zum Glück ohne Schwierigkeit zum Flughafen, wo wir das Mietauto problemlos zurückgeben konnten.
Von Montreal aus flogen wir am späten Nachmittag nach Calgary.

Auf der Hängebrücke

Auf der Hängebrücke

Auslegerbrücke

Auslegerbrücke

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Von Montreal nach Alexis des Monts (Sacacomie Lake) und weiter nach Baie Sant Paul am Sankt Lorenzstrom - dann Chute Montmorency und Quebec und zurück nach Montreal
Details:
Aufbruch: 23.08.2016
Dauer: 10 Tage
Heimkehr: 01.09.2016
Reiseziele: Kanada
Der Autor
 
Inge Waehlisch Soltau berichtet seit 5 Monaten auf umdiewelt.
Aus dem Gästebuch (1/1):
Mark 1547215135000
Die o­ri­gi­nel­len Süßwa­ren sind "Sei­fe". Die LUSH Shops gibt's auch in Deuts­chland
Antwort des Autors: Ach, hätte ich das doch nur vorher gewusst, dann hätte ich nicht nach Kanda fliegen müssen...