Ein Traum wird wieder wahr !!!!

Kanada-Reisebericht  |  Reisezeit: November 2019 - Februar 2020  |  von Enrico Hauck

Tief im Westen....

Hm, nun war ich natürlich im Glauben, dass der Bus den ich gebucht hatte, mich auch von Quebec nach Toronto bringt, was er auch gemacht hat, sagt mir ja keiner , dass ich in Montreal und in Ottawa noch mal umsteigen muss , ausser das ich am Schalter in Ottawa mir meine Tickets noch mal ausdrucken lassen musste, weil das ein anderer Anbieter war, hat aber alles super gelappt. Und ich weiß nicht, ob man hier einen extra Winterführerschein braucht, ich bin eigentlich überhaupt nicht ängstlich beim Auto fahren, aber der Busfahrer hat alles gegeben und ich will nicht sagen, dass die Strassen vereist waren aber, ich würd sagen weiß waren sie schon und das da schon ein Van im Graben lag und auch drei Autos schon Bekanntschaft mit einander gemacht hatten, hat er wohl ignoriert , dadurch, dass ich ganz vorn gesessen hab, hab ich auch ziemlich schwer Luft gekriegt.
Zurück im Planet Traveler Hostel, konnte ich dann erstmal meinem Hobby fröhnen , denn die hatten dort eine Karaoke Night, wo jeder was zum Besten geben konnte, wir waren so ca 20 Leute, da konnte ich mal richtig was ins Mikro trellern .
Ich war schwer begeistert!
Da ich ja anfangs schon sechs Tage hier war, musste ich mir auch keinen straffen Zeitplan erarbeiten, weiter weg zu fahren hat sich nicht mehr gelohnt und wäre auch zu teuer geworden aber dank der vielen Geschichten, die mir die Leute hier im Hostel erzählt haben, ging die Zeit eigentlich viel zu schnell vorbei
Eine Geschichte muss ich ja noch los werden, das fand ich zu schön .
So bin ich in Toronto durch China Town gelaufen und wollte irgendwo was essen, hab dann auch so ein chinesisches na ja Lokal gefunden, sah ganz ok aus aber dort ging es frei nach dem Motto : es soll nicht schmecken sondern satt machen, da sass dann auch eine Frau neben mir an einem 6 oder 8 Personen Tisch sie hatte wohl Hühnerfleisch bestellt und Schweinefleisch dafür bekommen, so kam die Kellnerin dann mit einer kleinen Schüssel und ihren Stäbchen, hat ihr das Fleisch aus der Schüssel genommen und gemeint, wenn du willst kannst das noch essen und ihr dann das Hähnchenfleisch einfach in die Schüssel gekippt. Fand ich sehr sportlich .

Abends im Hostel gab es dann wieder tausend Geschichten, die ich hören durfte, einer ist zum Beispiel für 11 Monate mit dem Auto unterwegs gewesen , bis nach Alaska hoch gefahren und hat im Auto übernachtet, allerdings im Sommer, wie er erzählt hat, zwischendurch hat er sein Geld als Koch verdient, um sich das zu finanzieren.
Dann hab ich mich um sechs Uhr aus den Federn quälen müssen , weil ja 10 Uhr schon der Flieger ging, alles gut so weit, nur beim einchecken hab ich noch keinen Sitzplatz bekommen ( kein Freesitting ), als ich dann am Gate war rief der Chefkartenabreisser, hey wir suchen freiwillige die einen Flug später nehmen wollen weil der Flug überbucht ist, cooole Geschichte, hab ich gedacht, denn sie haben dafür 900$ Chash geboten, das lässt du dir nicht zweimal sagen, so bin ich dann hin, ich glaub ich war der Letzte dann der den nächsten Flieger sollte . So bin ich dann zum Service Center, meine Daten abgeben, eine neue Bordkarte holen und dann noch einen 20$ Voucher zum Essen mit nehmen, ich hab mal durchgerechnet, also 4h warten geteilt durch 900$ ergibt einen Stundenlohn von 225$, ich hab mich gefreut! Dadurch, dass dann noch mal 3h Zeitverschiebung waren, bin ich auch nicht zu spät im Hostel in Vancouver angekommen, ich musste nicht mal am Gepäckband warten, denn mein Rucksack war ja schon da .
Das schöne war auch, ich brauchte nur eine Metro nutzen um zu dem Samesun Backpacker zu kommen, bei insgesamt 20kg Gepäck ist so was immer angenehm.
Da gibt es zum Beispiel auch das Granville Island, was nicht so weit weg von meinem Hostel in der Granville Street war und auch Pazific Spirit Park zu dem ich dann hin gelaufen bin. Das ist ein Park wo die Leute mit ihren Hunden Gassi gehen, wo mich dann auch fast jeder Hund begrüßt hat.
Nun musste ich mir auch Plan B überlegen, denn es sollte eigentlich Regnen und ich wollte noch zu dem Stanley Park , der wirklich schön ist mit Blick auf die Skyline von Vancouver, dazu hab ich mir dann ein Fahrrad ausgeliehen und hab mich gefreut, selbst wenn es nach knapp zwei Stunden angefangen hat zu regnen.
Aber ich muss ja sagen, dass Hostel ist sehr schön, aber die Gegend , in der ich hier gelandet bin ist etwa so wie bei uns in St Georg , wo man auch ziemlich viele abgefahrene Typen sehen kann. Bedroht fühle ich mich aber überhaupt nicht!
So hab ich mich jetzt dafür entschieden hier auf Vancouver Island meine Zeit zu verbringen, war nicht so einfach! Erst wollte ich nach Calgary/Banff und Whistl dort ist es sehr kalt, soll auch sehr schön sein und wenn du Ski begeistert bist , ein Muss!
Hab mich dann aber von den Leuten, die schon eine Weile rumgereist sind überzeugen lassen, auf Vancouver Island zu bleiben, denn hier soll es die größte Tierpopulation und auch super viel Natur mit Seen und Bergen und so . Darum bin ich her gefahren !!!!
Bin mal gespannt!

Der Weg zum Granville Island...

Der Weg zum Granville Island...

Pazific Spiritual Park....das ist da wo die Häuser mit den Alarmanlagen stehen

Pazific Spiritual Park....das ist da wo die Häuser mit den Alarmanlagen stehen

Stilleben: Möwe am Stanley Park...

Stilleben: Möwe am Stanley Park...

Ich mit Möwe und ohne Bike am Stanley Park

Ich mit Möwe und ohne Bike am Stanley Park

Vancouver Panorama...

Vancouver Panorama...

© Enrico Hauck, 2019
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Diesmal geht es kreuz und Quer durch die Welt ;-)
Details:
Aufbruch: 07.11.2019
Dauer: 4 Monate
Heimkehr: 28.02.2020
Reiseziele: Oman
Kanada
Taiwan
Vietnam
Der Autor
 
Enrico Hauck berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.
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