Moon, Malheur & Minidoka

USA-Reisebericht  |  Reisezeit: Mai / Juni 2016  |  von Ulrich Mattheus

Newberry Caldera

Der Newberry Vulkan, auch Newberry Caldera genannt, ist der grösste Vulkan der Cascades. Nicht seine Höhe über dem Meeresspiegel ist hier ausschlaggebend, sondern seine Ausdehnung und seine Zerstörungskraft. Er bedeckt eine Fläche von 3100qkm. Das ist so gross wie der Staat Rhode Island, oder, auf Deutschland übertragen, so gross wie Ostfriesland. Der Vulkan besitzt eine 6,4x8km grosse Caldera und weist über 400 einzelne vulkanische Schlote auf, mehr als jeder andere Vulkan in den zusammenhängenden 48 U.S.-Staaten. In der Caldera befinden sich 2 Seen, Paulina Lake und East Lake. Namensgeber war der Geologe und Chirurg John Strong Newberry, der 1855 Zentraloregon im Auftrag der Pacific Railroad besuchte. Der Berg wird seit mehr als 10000 Jahren von Indianern besiedelt.

East Lake
Der zweite See in der mächtigen Newberry-Caldera ist East Lake. An seinem Ufer befindet sich eine kleine Lodge, aber die Gegend ist alles andere als überlaufen. Ausländische Touristen finden meist sowieso nicht den Weg hierher. Angler und Wanderer sind wohl das Hauptklientel für dieses Idyll.

East Lake
Der zweite See in der mächtigen Newberry-Caldera ist East Lake. An seinem Ufer befindet sich eine kleine Lodge, aber die Gegend ist alles andere als überlaufen. Ausländische Touristen finden meist sowieso nicht den Weg hierher. Angler und Wanderer sind wohl das Hauptklientel für dieses Idyll.

Unter dem Berg wird eine Art Hotspot vermutet, ähnlich wie der Hotspot unter Hawai’i oder Yellowstone. Vor 600000 Jahren begann seine Existenz mit gewaltigen Ausbrüchen. Mehrfach brach er in sog. Plinianischen Eruptionen aus, Eruptionen, die dem Ausbruch des Vesuvs 79 n.Chr. oder des Mt. Pelée 1902 ähnelten. Er blies Aschewolken bis 32km hoch und die Asche bedeckte wiederholt die Fläche der Staaten Oregon, Washington, Idaho, Utah, Nevada und Kalifornien. Zwischen der letzten Eiszeit vor 12000 Jahren bis vor 7700 Jahren explodierte der Berg mindestens 12 Mal.

Der Wappenvogel
Der Weisskopfseeadler (Bald Eagle, Haliaeetus leucocephalus), der Wappenvogel der U.S.A., ist der grösste Greifvogel in Nordamerika und nach dem Condor der zweitgrösste Greifvogel beider Amerikas. Er lebt von Alaska bis hinunter nach Nordmexiko. Wo immer sich offenes Wasser befindet, kann er sich ansiedeln, denn seine Hauptnahrung sind Fische. Er ist Wappenvogel und Nationaltier der Vereinigten Staaten von Amerika. Im späten 20. Jahrhundert war er fast überall (ausser in Alaska) vom Aussterben bedroht. DDT verursachte eine Störung im Kalziumhaushalt des Tieres und bewirkte zu dünnschalige Eier und Sterilität bei erwachsenen Tieren. Weitere Gründe für den starken Rückgang der Populationen waren weiträumige Vernichtung seines Lebensraums, sowie legale und illegale Abschüsse. 1930 berechnete ein Ornithologe in New York, dass in den Jahren von 1918 bis 1930 etwa 70000 Adler in Alaska abgeschossen worden sind, weil der Glaube weitverbreitet war, das Tier würde Lämmer und sogar Kleinkinder rauben.

Der Wappenvogel
Der Weisskopfseeadler (Bald Eagle, Haliaeetus leucocephalus), der Wappenvogel der U.S.A., ist der grösste Greifvogel in Nordamerika und nach dem Condor der zweitgrösste Greifvogel beider Amerikas. Er lebt von Alaska bis hinunter nach Nordmexiko. Wo immer sich offenes Wasser befindet, kann er sich ansiedeln, denn seine Hauptnahrung sind Fische. Er ist Wappenvogel und Nationaltier der Vereinigten Staaten von Amerika. Im späten 20. Jahrhundert war er fast überall (ausser in Alaska) vom Aussterben bedroht. DDT verursachte eine Störung im Kalziumhaushalt des Tieres und bewirkte zu dünnschalige Eier und Sterilität bei erwachsenen Tieren. Weitere Gründe für den starken Rückgang der Populationen waren weiträumige Vernichtung seines Lebensraums, sowie legale und illegale Abschüsse. 1930 berechnete ein Ornithologe in New York, dass in den Jahren von 1918 bis 1930 etwa 70000 Adler in Alaska abgeschossen worden sind, weil der Glaube weitverbreitet war, das Tier würde Lämmer und sogar Kleinkinder rauben.

Vor 7700 Jahren wurde er dann selbst mit Asche bedeckt – von der Eruption des Mt. Mazama, die den heute berühmten Crater Lake formte. Die jüngste Eruption des Newberry Vulkans liegt 1300 Jahre zurück. Diese Eruption formte den Big Obsidian Flow, einen Lavafluss, der zu schwarzem Glas erstarrte. Zur Zeit ist der Berg ruhig, aber im United States Geologic Survey ist der Berg nicht nur als aktiv gelistet, sondern auch als einer mit sehr hohem Gefahrenpotential.
Der Berg befindet sich übrigens keine 20km vom geographischen Mittelpunkt Oregons entfernt.

Walking on broken glass...
Schon mal auf Glas gelaufen? Der Big Obsidian Flow in der Newberry-Caldera ist nicht nur Oregons jüngster Lavafluss, sondern auch einer der bemerkenswertesten: er besteht aus wunderschönem, schwarzem Glas. Wenn gasarme Lava so schnell abkühlt, dass sich keine Kristalle bilden können, entsteht ein amorphes Siliziumdioxidgestein: GLAS.

Walking on broken glass...
Schon mal auf Glas gelaufen? Der Big Obsidian Flow in der Newberry-Caldera ist nicht nur Oregons jüngster Lavafluss, sondern auch einer der bemerkenswertesten: er besteht aus wunderschönem, schwarzem Glas. Wenn gasarme Lava so schnell abkühlt, dass sich keine Kristalle bilden können, entsteht ein amorphes Siliziumdioxidgestein: GLAS.

Glasmenagerie: Big Obsidian Flow

Warum ist hier alles aus Glas? Ob natürlich oder synthetisch, die Hauptkomponente im Glas ist immer Siliziumdioxid. Sowohl der Obsidian als auch der Bimsstein dieses Lavaflusses enthält 73% Siliziumdioxid, übrigens etwa so viel, wie Fensterglas enthält. Heiss und aufgeschmolzen tendieren Siliziumatome dazu, aneinander zu „kleben“ und netzwerkartige Moleküle zu bilden, die die Bewegung der einzelnen Atome verlangsamen. Die Oberfläche dieses Lavaflusses kühlte ab, bevor die Atome Zeit hatten, sich in Kristallen anzuordnen. So haben wir hier statt Kristallen eine amorphe Masse, nämlich Glas.

Jüngste Lava in Oregon
Der Big Obsidian Flow ist der jüngste grosse Lavafluss in Oregon. Mit 1300 Jahren ist er ein geologisches Baby. Viele Leute würden anmerken: "Da war doch noch der Mt.St.Helens, der im Jahr 1980 ausbrach". Aber der Mt.St.Helens liegt im Staate Washington.

Jüngste Lava in Oregon
Der Big Obsidian Flow ist der jüngste grosse Lavafluss in Oregon. Mit 1300 Jahren ist er ein geologisches Baby. Viele Leute würden anmerken: "Da war doch noch der Mt.St.Helens, der im Jahr 1980 ausbrach". Aber der Mt.St.Helens liegt im Staate Washington.

Die gesamte Oberfläche dieses bemerkenswerten Lavaflusses besteht aus hochwertigem Glas. Der Unterschied zwischen den einzelnen Brocken liegt lediglich in der Anzahl der im Innern enthaltenen Gasblasen. Die Lava des Obsidian Flow ist relativ arm an enthaltenen Gasblasen.
Warum ist das Glas aber schwarz? Das liegt daran, dass im Glas kleine Magnetitkristalle enthalten sind. Magnetit ist im wesentlichen Eisenoxid und wie ein Tropfen Tinte ein ganzes Glas Wasser schwarz färben kann, so hat hier das Magnetit die Lava schwarz gefärbt.
Der Lavafluss des Obsidian Flow ist mit 1300 Jahren einer der jüngsten Lavaflüsse in Oregon. Er hat eine Länge von 1,6km und bedeckt eine Fläche von knapp 3 Quadratkilometern. Die mittlere Dicke beträgt 45m, das entspricht der Höhe eines 17-stöckigen Gebäudes.

Schwarzes Glas im Schnee
In höheren Regionen auf dem Big Obsidian Flow des Newberry-Kraters liegt noch etwas Schnee. Weil der schwarze Obsidian sich sehr schnell aufheizt, schmilzt er einen kleinen Hof um sich selbst.

Schwarzes Glas im Schnee
In höheren Regionen auf dem Big Obsidian Flow des Newberry-Kraters liegt noch etwas Schnee. Weil der schwarze Obsidian sich sehr schnell aufheizt, schmilzt er einen kleinen Hof um sich selbst.

Die Eruption: Big Obsidian Flow

Zuerst gab es eine heftige Eruption mit einem Auswurf von Bims und Asche. Später kam dickflüssige Glaslava aus dem Boden. In 3 bis 6km Tiefe sammelte sich flüssiges Gestein in einer Magmakammer. Die Temperatur in der Kammer betrug um 900 Grad Celsius und die darüberliegenden Felsen schlossen Wasser und Gase im Magma ein. Fingerartige Fortsätze im Magma suchten nach Schwachstellen im Fels und bahnten sich nach und nach den Weg nach oben. Kam die Lava an die Oberfläche, schäumte sie durch den plötzlich nicht mehr vorhandenen Druck wie eine gerade geöffnete Champagnerflasche auf, Wasser und Gase entwichen und rissen Millionen von Tonnen Lava mit sich, die an der Luft zu Bims und Asche zerplatzte.

Endmoräne? Denkste!
Sieht aus wie eine Endmoräne oder eine Gletscherzunge. Hier haben wir jedoch das Ende eines Lavaflusses vor uns. Das besondere an dieser Lava ist, dass sie aus schwarzem Glas besteht. Obsidian nennt man dieses edle Material, das für Speerspitzen, Pfeilspitzen und sonstige Klingen, aber auch als Zahlungsmittel und als Schmuck bei den amerikanischen Ureinwohnern bekannt und beliebt war.

Endmoräne? Denkste!
Sieht aus wie eine Endmoräne oder eine Gletscherzunge. Hier haben wir jedoch das Ende eines Lavaflusses vor uns. Das besondere an dieser Lava ist, dass sie aus schwarzem Glas besteht. Obsidian nennt man dieses edle Material, das für Speerspitzen, Pfeilspitzen und sonstige Klingen, aber auch als Zahlungsmittel und als Schmuck bei den amerikanischen Ureinwohnern bekannt und beliebt war.

Nach dieser ersten Eruptionsphase kam eine ruhigere Phase, in der zähere und gasarme Lava aus dem Krater quoll. Diese zähe Lava bewegte sich mit nur wenigen Zentimetern pro Stunde aus dem Krater heraus, bewegte sich wie ein Gletscher über das Land und ebnete flache Täler und Bergrücken ein.

Für die ersten menschlichen Bewohner dieser Gegend war Obsidian wie Geld für uns heute. Sie tauschten den Obsidian ein gegen Fische, Muscheln, Wurzeln und andere Nahrungsmittel. Jeder Obsidianfluss hat seine eigene chemische Signatur, die einzigartig ist. So kann die Herkunft weltweit zufällig gefundener Obsidianstücke zweifelsfrei nachgewiesen werden. Stücke des Big Obsidian Flow wurden viele hundert Kilometer weit um die Fundstelle herum gefunden.

Lodgepole Pine
Die Küstenkiefer (Lodgepole pine, Pinus contorta) kommt von der Küste bis in hohe Bergregionen vor. Sie ist sehr anspruchslos, wie man bei dem gezeigten Exemplar sieht: es wächst auf einem alten Lavafluss im Newberry-Krater praktisch ohne Mutterboden.

Lodgepole Pine
Die Küstenkiefer (Lodgepole pine, Pinus contorta) kommt von der Küste bis in hohe Bergregionen vor. Sie ist sehr anspruchslos, wie man bei dem gezeigten Exemplar sieht: es wächst auf einem alten Lavafluss im Newberry-Krater praktisch ohne Mutterboden.

Ein Schmankerl am Rande: in den 1970er Jahren benötigte der Archäologe Donald Crabtree eine Herzoperation. Die Chirurgen benutzten damals Klingen aus Obsidian und fanden an Donald Crabtree heraus, dass Schnitte, die mit Obsidianklingen gemacht wurden, ohne eine Spur heilten, während Schnitte mit Stahlskalpellen starke Narben verursachten. Obsidianklingen können nahezu auf eine Molekülbreite geschliffen werden!
Mit dem abgekühlten Obsidianfluss begann das Leben, den Fluss wieder zu erobern. Vereinzelt wachsen wieder Flechten auf dem Glas. Bäume können nur in den wenigen Taschen überleben, wo sich ein wenig herbeigewehte Erde halten kann. Naturgemäss können diese Bäume nur sehr langsam wachsen. Der Bartfaden, ein sonnenhungriges Wegerichgewächs (Penstemon) kann sich recht gut auf dem Obsidian halten. Nagetiere ernähren sich von den Samen und sorgen für die Verbreitung.

Paulina Lake
Ein abgelegenes und relativ unbekanntes Juwel sind die Seen in der Newberry-Caldera. Wie der ungleich berühmtere Crater Lake liegen sie in einer Caldera eines Vulkans, der es locker mit dem Mt. Mazama, dessen Einsturz den Crater Lake schuf, aufnehmen kann. Im Gegensatz zum Crater Lake darf man sich hier frei bewegen und so wanderten wir einmal um Paulina Lake herum.

Paulina Lake
Ein abgelegenes und relativ unbekanntes Juwel sind die Seen in der Newberry-Caldera. Wie der ungleich berühmtere Crater Lake liegen sie in einer Caldera eines Vulkans, der es locker mit dem Mt. Mazama, dessen Einsturz den Crater Lake schuf, aufnehmen kann. Im Gegensatz zum Crater Lake darf man sich hier frei bewegen und so wanderten wir einmal um Paulina Lake herum.

Wo immer Menschen in der Nähe von Obsidian wohnten, veränderte der Obsidian die Kultur. Menschen nutzten Obsidian, um Werkzeuge und Waffen herzustellen, aber auch Schmuck, Skulpturen und Objekte für religiöse Zeremonien wurden hergestellt. Für die alten Kulturen der First Nations spielte Obsidian die gleiche Rolle, die in heutiger Zeit der Stahl spielt. Obsidian ist selten und wird an nur wenigen Stellen auf der Erde gefunden. Mythologie und Obsidian sind intensiv miteinander verbunden. Im antiken Mexiko war der sanfte Gott „Ixtilton“, oder „kleiner Schwarzer“, eine Maske aus Obsidian, die kleine Kinder in den Schlaf wiegen sollte.

Paulina Peak ist die höchste Erhebung des Newberry-Kraterrandes. Der Krater hat einen Umfang von etwas über 32km. Paulina Peak ist 2434m hoch und thront über dem gleichnamigen See. Auch wenn es nicht so offensichtlich ist: der Newberry-Vulkan ist der grösste Vulkan der Cascades. Er könnte die Fläche des Bundesstaates Rhode Island locker bedecken. Dies entspricht den Flächen des Saarlandes und Bremens ZUSAMMEN.

Paulina Peak ist die höchste Erhebung des Newberry-Kraterrandes. Der Krater hat einen Umfang von etwas über 32km. Paulina Peak ist 2434m hoch und thront über dem gleichnamigen See. Auch wenn es nicht so offensichtlich ist: der Newberry-Vulkan ist der grösste Vulkan der Cascades. Er könnte die Fläche des Bundesstaates Rhode Island locker bedecken. Dies entspricht den Flächen des Saarlandes und Bremens ZUSAMMEN.

Der Diademhäher (Steller’s Jay, Cyanocitty stelleri) wurde nach Georg Wilhelm Steller benannt, der diesen Vogel 1741 erstmals beschrieb. Der Vogel lebt vorwiegend in Koniferenwäldern der westlichen Hälfte von Nordamerika, von Alaska bis nach Nicaragua. Dichte Wälder liegen ihm nicht; er braucht neben Koniferen- oder Mischwald auch Lichtungen. Er lebt in Gruppen von mehr als 10 Individuen und besucht im Herbst gerne Eichenwälder, wo er in Scharen einfällt.

Der Diademhäher (Steller’s Jay, Cyanocitty stelleri) wurde nach Georg Wilhelm Steller benannt, der diesen Vogel 1741 erstmals beschrieb. Der Vogel lebt vorwiegend in Koniferenwäldern der westlichen Hälfte von Nordamerika, von Alaska bis nach Nicaragua. Dichte Wälder liegen ihm nicht; er braucht neben Koniferen- oder Mischwald auch Lichtungen. Er lebt in Gruppen von mehr als 10 Individuen und besucht im Herbst gerne Eichenwälder, wo er in Scharen einfällt.

Paulina Lake

Paulina Lake ist einer von zwei Seen im Newberry Krater. Er liegt in 1930m Meereshöhe und ist vom East Lake durch einen 2km breiten Aschenkegel getrennt. Sein Wasser erhält er vom 12m höher gelegenen East Lake durch unterirdische Wasseradern, aber auch von schmelzendem Schnee. Der Wasseraustausch ist relativ gering (Dauer: 46 Jahre), so dass der See sichtbar durch Überdüngung leidet. Ein Wanderweg führt um die 11km lange Uferlinie und gibt immer wieder bezaubernde Blicke auf den Kraterrand und den höchsten Gipfel des Newberry Craters, Paulina Peak (2435m) frei. Unterwegs kann man Hirsche und viele verschiedene Vogelarten beobachten, picknicken und die friedliche Natur geniessen.

Überdüngung
Paulina Lake in der Newberry-Caldera ist ein Gewässer mit relativ geringem Wasseraustausch. Alle 46 Jahre erneuert sich der Inhalt des Sees. Dementsprechend kann der See nur allzu leicht überdüngt werden. Das Algenwachstum ist nicht zu übersehen.

Überdüngung
Paulina Lake in der Newberry-Caldera ist ein Gewässer mit relativ geringem Wasseraustausch. Alle 46 Jahre erneuert sich der Inhalt des Sees. Dementsprechend kann der See nur allzu leicht überdüngt werden. Das Algenwachstum ist nicht zu übersehen.

Chief Paulina

Paulina Lake und Paulina Peak bekamen ihren Namen vom Anführer eines Stammes der Snake-Indianer. Die Snake teilen sich auf in Nord-Paiute, Bannock und Shoshone. Der Häuptling der Nord-Paiute, Paulina oder Pahninee, wurde am 13. November 1833 geboren. Im Alter von 26 Jahren führte er eine Gruppe von Paiuten an, die sich gegen eine Internierung in ein Reservat wehrten. Sie griffen immer wieder Siedler an, die sich auf Stammesgebiet der Paiuten niederliessen oder durch das Gebiet reisten. Nachdem die U.S. Armee Angehörige von Paulina, darunter seine Schwester, seine Frau und sein Sohn, in Geiselhaft nahmen, willigten Paulina und andere Anführer der Paiute ein, in das vorhergesehene Stammesgebiet zu ziehen. Dort gab das Land aber nicht genug zum Leben her und um Hungersnöte zu vermeiden, zogen sie durch das Land und raubten Farmen von weissen Siedlern aus. Am 15. September 1866 überfielen sie die Ranch von James N. Clark. Kein Weisser wurde dabei getötet, aber die Paiuten raubten Hafer, Gerste, Pferde und Kühe und brannten die Ranch nieder. Clark schwor Rache und verfolgte Paulia über ein halbes Jahr lang. Am 25. April 1867 wurde Paulina von Clark erschossen und skalpiert. Den Skalp nagelte sich Howard Maupin, ein Mitstreiter von Clark, an die Wand seines Farmhauses.

© Ulrich Mattheus, 2019
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Diese Reise führte uns von den Grand Tetons in Wyoming durch Idaho und Oregon. Wir besuchten Mesa Falls, Craters of the Moon National Monument, die Sawtooth Mountains, das wenig bekannte Konzentrationslager Minidoka, Shoshone Falls und Boise. Das Malheur National Wildlife Refuge erkundeten wir wie die John Day Fossil Beds und wanderten gegen Ende der Reise durch den grössten Vulkankrater der Cascades.
Details:
Aufbruch: 23.05.2016
Dauer: 13 Tage
Heimkehr: 04.06.2016
Reiseziele: Vereinigte Staaten
Der Autor
 
Ulrich Mattheus berichtet seit 5 Monaten auf umdiewelt.
Bild des Autors
Aus dem Gästebuch (1/1):
Blula 1556971208000
Lieber U­LI,­
Du hast recht, schon allein der Titel zu diesem Rei­se­bericht macht neu­gier­ig. Mir ging es je­den­falls so. Moon, Malheur & Mi­ni­do­ka ? Was er­war­tet mich hier, wofür stehen diese Worte, diese Namen ? Also habe ich mich doch gleich drüber­ge­macht. Das wollte ich alles wissen, von Dir aus erster Hand. Da ich ja in­zwischen einige Berich­te von Dir kenne, wusste ich von vor­nhe­rein, dass ich auch hier wieder voll auf meine Kosten kommen würde, aus­ser­dem handelt es sich ja um die For­tset­zung zu den zwei vorigen Berich­ten, die Du hier in diesem Forum bereits verö­ffent­licht has­t.
Sicher ist die Lektüre nicht immer ganz ein­fach, aber muss sie das denn sein? Ich will ja was erleben auf solch einer vir­tuel­len Reise, z.B. noch un­be­kan­nte Lan­dschaften und be­ein­drucken­de Na­tur­schauspi­e­le sehen und.... einfach auch was da­zu­ler­nen, ja, und genau da ist man bei Dir immer rich­tig. Ich gehöre nicht zu den kom­plett a­ben­teu­er­lichen Na­tu­ren, aber Dir bin ich hier lesen­der­wei­se wie­der­mal mit wach­sen­der Be­geis­te­rung ge­folgt, so un­weg­sam das Gelände auch oft war
Kur­zer Rede langer Sinn... ich habe auch von diesem Bericht wieder viel pro­fi­tiert. Die aus­sa­gek­räfti­gen Fo­tog­ra­fien, die Du ihm bei­gefügt hast, taten noch ein Übri­ges.
"Dan­ke für's Mit­neh­men" kann ich auch diesmal nur wieder sagen.
Du hättest ein Ka­mera­team dabei haben sollen, denn dieser Bericht ist in allen Teilen fil­mreif. Viel­leicht tust Du's ja beim nächsten Mal, träume nicht nur davon, sondern "mach's noch einmal" und ... viel­leicht sogar tats­ächlich noch ein wenig länger. Ja, warte nicht zu lang da­mit.
LG Ursula