Moon, Malheur & Minidoka

USA-Reisebericht  |  Reisezeit: Mai / Juni 2016  |  von Ulrich Mattheus

Auf dem PCT

Little Crater Lake
Dieser kleine Bruder des Crater Lake hat nichts mit letzterem zu tun. Er ist nicht nach einer Eruption eines Vulkans entstanden und ist auch nicht mal in der Nähe des grossen, weitaus berühmteren Sees. Little Crater Lake ist durch artesisches Wasser entstanden, das sich durch eine Bruchzone im Grundgestein emporgearbeitet hat. Über dem Grundgestein liegen hier Kies und Schluffmergel, die durch das unter Druck stehende Wasser ausgespült wurden. Dadurch bildete sich dieser kleine See, dessen Wasser unterirdisch aus den Gletschern des Mt.Hood gespeist wird. Die Wassertemperatur beträgt konstante 1 Grad Celsius – das ganze Jahr über.

Little Crater Lake
Dieser kleine Bruder des Crater Lake hat nichts mit letzterem zu tun. Er ist nicht nach einer Eruption eines Vulkans entstanden und ist auch nicht mal in der Nähe des grossen, weitaus berühmteren Sees. Little Crater Lake ist durch artesisches Wasser entstanden, das sich durch eine Bruchzone im Grundgestein emporgearbeitet hat. Über dem Grundgestein liegen hier Kies und Schluffmergel, die durch das unter Druck stehende Wasser ausgespült wurden. Dadurch bildete sich dieser kleine See, dessen Wasser unterirdisch aus den Gletschern des Mt.Hood gespeist wird. Die Wassertemperatur beträgt konstante 1 Grad Celsius – das ganze Jahr über.

2 Stunden nördlich des Cascades Lakes Scenic Byway machten wir die letzte Wanderung dieser Reise. Im Mt. Hood National Forest liegt versteckt und sehr abgelegen der Little Crater Lake am Rand einer Wiese, wo Lupinen üppigst blühen. Für seine geringe Grösse ist der See sehr tief. Dies liegt an der starken Strömung, die aus dem See fliesst. Das Wasser ist glasklar und eiskalt. Mit konstanten 1°C füttert das Wasser einen kleinen Bach, der in den Wald hineinfliesst. Ein Pfad führt ebenfalls in den Wald, wo er nach einigen hundert Metern auf den berühmten Pacific Crest Trail (PCT) trifft. Wir wanderten einige Kilometer auf dem Pfad und trafen auf Timothy Lake, einem künstlichen Wasserreservoir.

Da der berühmtere Elfenbeinspecht vermutlich ausgestorben ist, dürfte der Helmspecht (Pileated Woodpecker, Dryocopus pileatus) heute der grösste lebende Specht des nordamerikanischen Kontinents sein.

Da der berühmtere Elfenbeinspecht vermutlich ausgestorben ist, dürfte der Helmspecht (Pileated Woodpecker, Dryocopus pileatus) heute der grösste lebende Specht des nordamerikanischen Kontinents sein.

Um diesen See herum wachsen besonders grosse Douglasien, an denen sehr viel Moos hängt. Etwas verwunschen sieht der Wald aus und wenn auch keine Fantasiegestalten aus "Herr der Ringe" auf uns zukamen, erspähten wir doch wenigstens einen Specht, der an verschiedenen Stämmen eifrig nach Nahrung bohrte. Zu oft erlebte ich, dass die Vögel merkten, wenn ich mein Teleobjektiv aufschraubte und flugs (im wahrsten Sinne des Wortes!) waren sie weg. Nicht so dieser Specht! In Ruhe konnte ich ihn beobachten. Er hüpfte entspannt auf dem Waldboden herum und suchte nach Insekten, flog ab und zu an einen Baumstamm um dort weiterzusuchen und kam wieder zurück auf den Waldboden - ein schönes tierisches Erlebnis zum Schluss unserer langen Rundreise.

Auf dem PCT
Der Pacific Crest Trail ist ein 4279km langer Wanderweg, der von der Grenze zu Mexiko bis an die kanadische Grenze führt. Er verläuft in Kalifornien durch Sonora-Wüste und Sierra Nevada, durch Oregon und Washington entlang der grandiosen Vulkane der Cascades. Er wurde in Europa bekannter, als der Film "Wild" mit Reese Witherspoon herauskam. Das gleichnamige autobiografische Buch von Cheryl Strayed bekam mehrere Auszeichnungen. Der unglückliche deutsche Titel ist "Der grosse Trip".

Auf dem PCT
Der Pacific Crest Trail ist ein 4279km langer Wanderweg, der von der Grenze zu Mexiko bis an die kanadische Grenze führt. Er verläuft in Kalifornien durch Sonora-Wüste und Sierra Nevada, durch Oregon und Washington entlang der grandiosen Vulkane der Cascades. Er wurde in Europa bekannter, als der Film "Wild" mit Reese Witherspoon herauskam. Das gleichnamige autobiografische Buch von Cheryl Strayed bekam mehrere Auszeichnungen. Der unglückliche deutsche Titel ist "Der grosse Trip".

© Ulrich Mattheus, 2019
Du bist hier : Startseite Die Amerikas USA USA-Reisebericht
Die Reise
 
Worum geht's?:
Diese Reise führte uns von den Grand Tetons in Wyoming durch Idaho und Oregon. Wir besuchten Mesa Falls, Craters of the Moon National Monument, die Sawtooth Mountains, das wenig bekannte Konzentrationslager Minidoka, Shoshone Falls und Boise. Das Malheur National Wildlife Refuge erkundeten wir wie die John Day Fossil Beds und wanderten gegen Ende der Reise durch den grössten Vulkankrater der Cascades.
Details:
Aufbruch: 23.05.2016
Dauer: 13 Tage
Heimkehr: 04.06.2016
Reiseziele: Vereinigte Staaten
Der Autor
 
Ulrich Mattheus berichtet seit 5 Monaten auf umdiewelt.
Bild des Autors
Aus dem Gästebuch (1/1):
Blula 1556971208000
Lieber U­LI,­
Du hast recht, schon allein der Titel zu diesem Rei­se­bericht macht neu­gier­ig. Mir ging es je­den­falls so. Moon, Malheur & Mi­ni­do­ka ? Was er­war­tet mich hier, wofür stehen diese Worte, diese Namen ? Also habe ich mich doch gleich drüber­ge­macht. Das wollte ich alles wissen, von Dir aus erster Hand. Da ich ja in­zwischen einige Berich­te von Dir kenne, wusste ich von vor­nhe­rein, dass ich auch hier wieder voll auf meine Kosten kommen würde, aus­ser­dem handelt es sich ja um die For­tset­zung zu den zwei vorigen Berich­ten, die Du hier in diesem Forum bereits verö­ffent­licht has­t.
Sicher ist die Lektüre nicht immer ganz ein­fach, aber muss sie das denn sein? Ich will ja was erleben auf solch einer vir­tuel­len Reise, z.B. noch un­be­kan­nte Lan­dschaften und be­ein­drucken­de Na­tur­schauspi­e­le sehen und.... einfach auch was da­zu­ler­nen, ja, und genau da ist man bei Dir immer rich­tig. Ich gehöre nicht zu den kom­plett a­ben­teu­er­lichen Na­tu­ren, aber Dir bin ich hier lesen­der­wei­se wie­der­mal mit wach­sen­der Be­geis­te­rung ge­folgt, so un­weg­sam das Gelände auch oft war
Kur­zer Rede langer Sinn... ich habe auch von diesem Bericht wieder viel pro­fi­tiert. Die aus­sa­gek­räfti­gen Fo­tog­ra­fien, die Du ihm bei­gefügt hast, taten noch ein Übri­ges.
"Dan­ke für's Mit­neh­men" kann ich auch diesmal nur wieder sagen.
Du hättest ein Ka­mera­team dabei haben sollen, denn dieser Bericht ist in allen Teilen fil­mreif. Viel­leicht tust Du's ja beim nächsten Mal, träume nicht nur davon, sondern "mach's noch einmal" und ... viel­leicht sogar tats­ächlich noch ein wenig länger. Ja, warte nicht zu lang da­mit.
LG Ursula