Moon, Malheur & Minidoka

USA-Reisebericht  |  Reisezeit: Mai / Juni 2016  |  von Ulrich Mattheus

Abspann

Mt. St. Helens & Mt. Adams
Zum Abschied aus dem pazifischen Nordwesten der U.S.A. darf ich vom Flugzeug aus noch einmal einige der erhabenen Vulkane der Cascades sehen. Loowit (St.Helens) und Klickitat (Adams) sind die indianischen Namen der beiden Berge. Sie sind tragische Helden einer indianischen Legende.

Mt. St. Helens & Mt. Adams
Zum Abschied aus dem pazifischen Nordwesten der U.S.A. darf ich vom Flugzeug aus noch einmal einige der erhabenen Vulkane der Cascades sehen. Loowit (St.Helens) und Klickitat (Adams) sind die indianischen Namen der beiden Berge. Sie sind tragische Helden einer indianischen Legende.

Dieser lange Urlaub in drei grossen Teilen (Hawai'i und Moloka'i; Coulee, Cataldo & Caldera; Moon Malheur & Minidoka) kam mir damals vor wie ein Traum und auch heute noch, fast 3 Jahre nach all den beschriebenen Ereignissen, habe ich noch sehr lebendige Träume von diesem Urlaub. Als ich auf dem Portland International Airport wieder im Flugzeug sass, das mich nach Amsterdam bringen sollte, sah ich nacheinander einige der berühmtesten, schneebedeckten Berge der Cascades. 2014 wanderte ich erstmals am Mt. Hood und Mt.St.Helens und sah schon damals den abgelegenen Mt. Adams, den zweithöchsten Berg des Staates Washington, mit seiner schönen weissen Kappe. Erhaben zogen sie nun, 2016, wieder an mir vorbei. Zuletzt kam der Mt. Rainier in Sicht, der höchste Berg der Cascades.

Asche über den Horizont hinaus
Hier sieht man deutlich, wie der Mt. St. Helens im Mai 1980 nach Norden hin (links) ausgebrochen ist. Ascheregen gab es bis weit nach Kanada hinein und der Osten des Bundesstaates Washington lag tagelang unter einer dichten, dunklen Wolke. Der Toutle River (im Vordergrund) nahm einen Teil der Asche auf und überschwemmte und zerstörte zahlreiche Häuser, bis er sich in den Columbia River ergoss. Für die Schifffahrt musste die Fahrrinne des Columbia River nach der Eruption neu ausgebaggert werden.

Asche über den Horizont hinaus
Hier sieht man deutlich, wie der Mt. St. Helens im Mai 1980 nach Norden hin (links) ausgebrochen ist. Ascheregen gab es bis weit nach Kanada hinein und der Osten des Bundesstaates Washington lag tagelang unter einer dichten, dunklen Wolke. Der Toutle River (im Vordergrund) nahm einen Teil der Asche auf und überschwemmte und zerstörte zahlreiche Häuser, bis er sich in den Columbia River ergoss. Für die Schifffahrt musste die Fahrrinne des Columbia River nach der Eruption neu ausgebaggert werden.

Irgendwo da unten schlängelt sich der Pacific Crest Trail zwischen den Bergen hindurch. Mehrmals schon wanderte ich kurze Teilstrecken auf diesem Wanderweg, der von der Grenze Mexikos bis an die Grenze Kanadas reicht. Ein Stück wanderte ich entlang des Crater Lake, ein Stück am McKenzie Pass in Zentraloregon, ein Stück wanderte ich entlang des Timothy Lake, in der Nähe des Mt. Hood. Ich sah eine wichtige Landmarke des Pfades an der Grenze der Bundesstaaten Washington und Oregon: die Brücke der Götter.
Eines Tages möchte ich diesen Weg in seiner vollen Länge erwandern. Vielleicht bin ich zu alt. Vielleicht bin ich zu krank. Aber man wird ja wohl noch träumen dürfen...

Mt. Rainier
Der letzte der grossen Vulkane im pazifischen Nordwesten, den ich auf meinem Rückflug nach Amsterdam sah, war der Mt. Rainier, der höchste Vulkan der Cascades. Mit seinen 4392m Höhe ist er von Seattle bei klarer Sicht sehr gut zu sehen und praktisch Hausberg der Metropole.

Mt. Rainier
Der letzte der grossen Vulkane im pazifischen Nordwesten, den ich auf meinem Rückflug nach Amsterdam sah, war der Mt. Rainier, der höchste Vulkan der Cascades. Mit seinen 4392m Höhe ist er von Seattle bei klarer Sicht sehr gut zu sehen und praktisch Hausberg der Metropole.

© Ulrich Mattheus, 2019
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Diese Reise führte uns von den Grand Tetons in Wyoming durch Idaho und Oregon. Wir besuchten Mesa Falls, Craters of the Moon National Monument, die Sawtooth Mountains, das wenig bekannte Konzentrationslager Minidoka, Shoshone Falls und Boise. Das Malheur National Wildlife Refuge erkundeten wir wie die John Day Fossil Beds und wanderten gegen Ende der Reise durch den grössten Vulkankrater der Cascades.
Details:
Aufbruch: 23.05.2016
Dauer: 13 Tage
Heimkehr: 04.06.2016
Reiseziele: Vereinigte Staaten
Der Autor
 
Ulrich Mattheus berichtet seit 5 Monaten auf umdiewelt.
Bild des Autors
Aus dem Gästebuch (1/1):
Blula 1556971208000
Lieber U­LI,­
Du hast recht, schon allein der Titel zu diesem Rei­se­bericht macht neu­gier­ig. Mir ging es je­den­falls so. Moon, Malheur & Mi­ni­do­ka ? Was er­war­tet mich hier, wofür stehen diese Worte, diese Namen ? Also habe ich mich doch gleich drüber­ge­macht. Das wollte ich alles wissen, von Dir aus erster Hand. Da ich ja in­zwischen einige Berich­te von Dir kenne, wusste ich von vor­nhe­rein, dass ich auch hier wieder voll auf meine Kosten kommen würde, aus­ser­dem handelt es sich ja um die For­tset­zung zu den zwei vorigen Berich­ten, die Du hier in diesem Forum bereits verö­ffent­licht has­t.
Sicher ist die Lektüre nicht immer ganz ein­fach, aber muss sie das denn sein? Ich will ja was erleben auf solch einer vir­tuel­len Reise, z.B. noch un­be­kan­nte Lan­dschaften und be­ein­drucken­de Na­tur­schauspi­e­le sehen und.... einfach auch was da­zu­ler­nen, ja, und genau da ist man bei Dir immer rich­tig. Ich gehöre nicht zu den kom­plett a­ben­teu­er­lichen Na­tu­ren, aber Dir bin ich hier lesen­der­wei­se wie­der­mal mit wach­sen­der Be­geis­te­rung ge­folgt, so un­weg­sam das Gelände auch oft war
Kur­zer Rede langer Sinn... ich habe auch von diesem Bericht wieder viel pro­fi­tiert. Die aus­sa­gek­räfti­gen Fo­tog­ra­fien, die Du ihm bei­gefügt hast, taten noch ein Übri­ges.
"Dan­ke für's Mit­neh­men" kann ich auch diesmal nur wieder sagen.
Du hättest ein Ka­mera­team dabei haben sollen, denn dieser Bericht ist in allen Teilen fil­mreif. Viel­leicht tust Du's ja beim nächsten Mal, träume nicht nur davon, sondern "mach's noch einmal" und ... viel­leicht sogar tats­ächlich noch ein wenig länger. Ja, warte nicht zu lang da­mit.
LG Ursula