Tras la huellas de los conquistadores

Ecuador-Reisebericht  |  Reisezeit: November / Dezember 2015  |  von Reinhold Sellner

Hable Espanol: Im Dschungel

Oriente, ride eastwards

Freitag 20.11.2015, Ich beschliesse , noch einen Tag in Tena zu bleiben und mach einen Abstecher in den Dschungel.
Kurz nach Tena geht es links nach Misahualli, nach einer guten Stunde bin ich da. Lass mich aber touristisch nicht einfangen vom ersten Anwerber. Zu einer Bootstour auf dem Rio Napo um über 60 Dollar. Bieg stattdessen links ab, single track road und gravel, wird immer gröber. Entscheidung war richtig, jetzt kann das moto zeigen, was es kann. Und wie die twin abzieht am Schotter, mit normalen Autos kann man nimmer fahren. Kilometer weit in den Dschungel hinein. Ich fahre stehend und muss mich ständig bücken und Slalom fahren. Der Wald wird nun sehr dicht. Ich weiß, fast jeder hätte schon längst umgedreht, ich kann nicht widerstehen, wo komme ich nur hin? Es ist brütend heiß, bin komplett aufgeweicht.

Kurze Rast, plötzlich springt ein Hund auf mich zu, ich habe ihn nicht gehört oder gesehen. Laut bellend stellt er mich, ein zweiter gesellt sich hinzu. Ich beruhige mich, da ich glaube, mit Hunden umgehen zu können.
Schnell eine Banane aus dem Tanki und gelockt. Es klappt, mache Fotos vom grünen Blätterdach.
Plötzlich, ein Motorengeräusch. Ein Bursche mit einem Moped fährt in meine Richtung. Bis jetzt habe ich noch niemand gesehen.
Ich halte ihn an und er erklärt mir, 5 km weiter befindet sich sein Dorf. Er hat zwei Buben mit. Der 2 jährige sitzt auf dem Tank, der 8 jährige auf dem Sozius. Ich düse sofort nach und hole ihn 2 min später ein..

Wie auf Kommando fängt es an zu regnen wie die Sau. Alle werden bis auf die Haut naß, scheisse. Miguel hält an und:, gibt den tropfnassen Kleinen zum großen Bruder nach hinten. Der zieht ihn mit dem Kopf unter sein T shirt und ab gehts. , sprachlos bin ich da wirklich. Miguel fährt mit 50 Kubik wie ein Henker und wir erreichen das Dorf, 7 Verschläge, 1 escuela und geschätzte 25 habitantes. Alles was Füße hat, lauft zusammen, es ist unbeschreiblich. Es ist kein Thema, dass ALLE klatschnaß werden.

La Posada in Tena, recommende, 12 Dollar, unkompliziert

La Posada in Tena, recommende, 12 Dollar, unkompliziert

Da kam der Hund heraus und der zweite auch, huhhh.

Da kam der Hund heraus und der zweite auch, huhhh.

Im Dschungel, traumhaft schön, nur mehr grün da

Im Dschungel, traumhaft schön, nur mehr grün da

© Reinhold Sellner, 2017
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Diese Reise beginnt für mich mit einem Traum, den ich mir aus verschiedenen Gründen erst jetzt erfüllen kann. Ich werde zuerst versuchen, mich etwas weiter unten zu akklimatisieren, um dann den Hausberg Pichincha auf d Spuren Alexander von Humboldt´s zu besteigen. Historisch ist für mich auch bedeutend, dass ECUADOR erst im Jahre 1822 von Spanien unabhängig wurde. Danke an Alexandra, die mir diese Reise überhaupt erst ermöglicht hat und zuhause den Familien-Laden schmeißt
Details:
Aufbruch: 16.11.2015
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 13.12.2015
Reiseziele: Ecuador
Der Autor
 
Reinhold Sellner berichtet seit 10 Jahren auf umdiewelt.
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