(M)ein Traum wird wahr .... Weltreise!

Suriname-Reisebericht  |  Reisezeit: Juni 2013 - April 2014  |  von Rolf Bilo

Suriname: Paramaribo

Es ist Donnerstag, der 27.03.2014, ich sitze mit Udo auf der Veranda des angenehmen und empfehlenswerten Guesthouse TwenTy24 (http://twenty4suriname.com) und genieße ein kühles Bier. Den zweiten Tag sind wir in Paramaribo, der Hauptstadt Surinames, herumgelaufen, haben inzwischen die meisten Spots gesehen und genießen es, einfach mal in Ruhe zu sitzen, das schöne Wetter zu genießen und zu relaxen.

Die Einreise nach Surinam ging problemlos, nur spät war es geworden. 0.15 h Ankunft, 1.00 h aus dem Airport, 2.00 h am Hostel. Man hatte den Schlüssel und ein kleines Abendessen für uns deponiert, leider aber vergessen, auf den Zettel zu schreiben, für welche Türe denn die Schlüssel sein. Und so standen wir vor der Haupttüre und verzweifelten fast, insbesondere, weil der Nachtwächtersecurity uns ständig vollbrabbelte. Wir hatten ihn aus dem Tiefschlaf geweckt, außerdem schien er einige Promille intus zu haben, und zu verstehen war er nun gar nicht. Hätte er uns gesagt, dass wir ins Tiefgeschoss gehen müssten ...

Nun denn, ausgeruht und spät gefrühstückt machten wir uns am folgenden Morgen auf den Weg, Paramaribo zu erkunden. Udo reist am dritten Tag weiter, Richtung Kolumbien führt ihn sein Weg, ich habe einen Tag länger und werde dann zur Grenze nach Französisch Guyana weiterfahren. Also blieben uns zwei Nettotage, um das sehr niederländisch anmutende Paramaribo kennenzulernen.
Das Hostel liegt zentral, nimmt aber keine Kreditkarten, so dass wir uns zunächst erst einmal mit Bargeld versorgen müssen. Eine Bank ist schnell gefunden, nun haben die Augen Vorrang vor den Gedanken.

Neben der Bank liegt die St.-Peter-und-Paul-Kathedrale, das angeblich größte freistehende Holzgebäude der Welt. Gut, überprüfen kann das kaum einer, aber es ist egal, sie ist imposant anzusehen, insbesondere von innen. Frisch renoviert wirkt die Holzverkleidung sehr schön.

Je weiter wir in die Innenstadt kommen, umso mehr erinnert uns Paramaribo an eine holländische Kleinstadt. Die älteren Gebäude sind aus Holz oder rotem Backstein, viele davon in holländischem Baustil, dann mit Ziegelsteinen gepflasterte Straßen, dazu viele "Ruud Gullits". Auffällig ist der Menschenschlag hier: ein Mix der unterschiedlichsten Gesichter aus allen ehemaligen niederländischen Kolonien. Asiatisch aussehende Farbige, negroide Indonesier, blonde Chinesen, dazwischen fahrradfahrende Hellhäutige. Aber alle sprechen niederländisch! Wieder ganz anders als in den Nachbarländern Guyana und Venezuela, wirklich interessant.

Die Kulturen scheinen sich gegenseitig zu respektieren, die riesige Moschee steht einträchtig neben der Synagoge und die lutherische Kirche ist nur einen Steinwurf entfernt und Hindutempel sind irgendwie ins Stadtbild eingestreut.

An der Waterkant gibt es ein Stück Kolonialgeschichte, das Fort Zeelandia in Backsteinbauweise gehalten und mit einer Statue Königin Wilhelminas davor prägt dieses Viertel. Interessant ist die Ausstellung, klein und fein, geht auch auf die Geschichte der einheimischen Arawaken ein.

Darum herum liegt das Regierungsviertel, schöne, alte Häuser beherbergen Ministerien, den Präsidenten und Gerichte. Einige Häuser sind mächtig renovierungsbedürftig, doch die UNESCO hat Teile der Altstadt unter Schutz gestellt und so werden Gelder fließen.

Auffällig sind auch die vielen Denkmäler, teilweise aus der Kolonialzeit, viele aber aktuelleren Datums. Den in der niederländischen Armee gedienten Surinamesen wird gedacht, den Opfern der Militärdiktatur, den Gründervätern nach der Unabhängigkeit - keine 100 m, ohne dass nicht irgendwo ein Ehrenmal steht.

In der Innenstadt ist wieder viel los, Menschengetümmel, Minibusstationen (deren Fahrtziel erfragt werden muss, da sie keine Schilder tragen), Verkaufsstände. Essensgerüche mischen sich mit weniger angenehmen Gerüchen, niemand hat Hemmungen, seine Notdurft an einer Häuserwand zu verrichten.

Trotz allem hat Paramaribo etwas gemütliches, langsameres, angenehmeres gegenüber den Städten, die Udo und ich in den letzten beiden Wochen besuchten. Wir laufen an beiden Tagen noch viel herum, schauen hier hinein und dort heraus, essen holländisch, chinesisch, indonesisch und probieren einheimisches Parbo-Bier dazu. Uns gefällt es hier.

Nun sitze ich weiter auf der Veranda, habe diesen um-die-Welt-Bericht geschrieben und sinniere über die nächsten 4 Wochen. Bald geht es wieder nach Hause, obwohl ich noch einige interessante Ziele vor mir habe, freue ich mich auch schon wieder auf bekannte Gesichter und mein eigenes Bett. Unglaublich schnell vergeht die Zeit, kaum zu glauben, dass ich bald schon 10 Monate unterwegs bin.

Paramaribo wird mir in guter Erinnerung bleiben.

Welcome to ... Suriname

Welcome to ... Suriname

Das Hostel TwenTy4 in Paramaribo

Das Hostel TwenTy4 in Paramaribo

Die Kathedraal von Paramaribo

Die Kathedraal von Paramaribo

Mit Hilfe von EU-Fördergeldern wurde die Innenausstattung der Kathedrale restauriert

Mit Hilfe von EU-Fördergeldern wurde die Innenausstattung der Kathedrale restauriert

Blick über den "Grote Combeweg"

Blick über den "Grote Combeweg"

Palmengarten

Palmengarten

Ja, wo isser denn...?

Ja, wo isser denn...?

Im Fort Zeelandia

Im Fort Zeelandia

Alte Apotheke im Fort

Alte Apotheke im Fort

Blick von der Fortmauer in den Innenhof

Blick von der Fortmauer in den Innenhof

Historischer Platz: hier wurden 1982 15 Oppositionelle erschossen

Historischer Platz: hier wurden 1982 15 Oppositionelle erschossen

Briefkasten

Briefkasten

Die einzige Brücke über den Suriname-River

Die einzige Brücke über den Suriname-River

Der Präsidentensitz

Der Präsidentensitz

Eines der zahlreichen Ehrenmäler im Regierungsviertel

Eines der zahlreichen Ehrenmäler im Regierungsviertel

Pirogen übernemen den Personen- und Klengütertransport über den Surinamriver

Pirogen übernemen den Personen- und Klengütertransport über den Surinamriver

Minibusbahnhof in der Innenstadt

Minibusbahnhof in der Innenstadt

Feuerwache gegenüber des Busbahnhofes

Feuerwache gegenüber des Busbahnhofes

Markthalle am Ufer des Surinamrivers

Markthalle am Ufer des Surinamrivers

Obst- und Gemüsehändlerin auf dem Markt

Obst- und Gemüsehändlerin auf dem Markt

Moschee und Headquarter der Surinaamse Islamitische Vereniging ...

Moschee und Headquarter der Surinaamse Islamitische Vereniging ...

... und als direkter Nachbar die ned.-israelitische Synagoge

... und als direkter Nachbar die ned.-israelitische Synagoge

© Rolf Bilo, 2013
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Nach über 30 Jahren wird mein Traum wahr: meine Weltreise, d i e Weltreise, beginnt in Kürze. Ein Jahr lang um die Welt, möglichst viel sehen, alle Kontinente..... Der Countdown läuft
Details:
Aufbruch: 06.06.2013
Dauer: 11 Monate
Heimkehr: 25.04.2014
Reiseziele: Äthiopien
Burundi
Südsudan
Kenia
Uganda
Ruanda
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Der Autor
 
Rolf Bilo berichtet seit 7 Jahren auf umdiewelt.