Inn-Radweg 2016

Deutschland-Reisebericht  |  Reisezeit: Juni 2016  |  von Andreas Rohbogner

5. Etappe am 23. Juni 2016: Marktl am Inn - Passau

Marktl war ja nicht mehr allzu weit vom Hochwasser-Katastrophengebiet des 1. Juni 2016 in und um Simbach am Inn entfernt. Dies sollte sich auch schon bald nach meiner morgendlichen Abfahrt in Marktl deutlich bemerkbar machen.

Schon bald wurde ich vom Innradweg, der wegen Hochwassers gesperrt war, auf einen anderen Radweg umgeleitet. Man muß dazu sagen, daß das Inn-Hochwasser gar nicht für die enormen Schäden in der Region, die zudem 7 Tote zur Folge hatte, Schuld war, sondern die Zuläufe zum Inn, wie der Türkenbach hier auf dem Bild, der rechterhand in Richtung Inn fließt. Auf den unteren Radweg wäre ich eigentlich aufgrund des "normalen" Inn-Hochwassers geleitet worden und von rechterhand angerollt gekommen. Man sieht ja auf dem gegenüberliegenden Ufer des Türkenbachs massive Abbruchschäden und kurz hinter der Brücke linkerhand wäre es auf dem Radweg aufgrund der Schäden auch zu gefährlich zum Passieren gewesen. So wurde ich wiederum von der Umleitung umgeleitet und überquerte hier den Türkenbach auf der normalen Straße und befuhr diese noch für ca. einen halben Kilometer, um dann linkerhand von der Hauptstraße abbiegen und wieder auf den ersten Umleitungsradweg vom Inn weg gelangen zu können. Das war in der Tat ein ganz schönes Durcheinander. Gut, daß ich nach dem Abbiegen von der Hauptstraße auf einen Radler aus der Region stieß, der mich nach, durch und bis an die Simbacher Innbrücke nach Braunau geleitete und so einiges von der Katastrophe beschrieb.

Schon bald wurde ich vom Innradweg, der wegen Hochwassers gesperrt war, auf einen anderen Radweg umgeleitet. Man muß dazu sagen, daß das Inn-Hochwasser gar nicht für die enormen Schäden in der Region, die zudem 7 Tote zur Folge hatte, Schuld war, sondern die Zuläufe zum Inn, wie der Türkenbach hier auf dem Bild, der rechterhand in Richtung Inn fließt. Auf den unteren Radweg wäre ich eigentlich aufgrund des "normalen" Inn-Hochwassers geleitet worden und von rechterhand angerollt gekommen. Man sieht ja auf dem gegenüberliegenden Ufer des Türkenbachs massive Abbruchschäden und kurz hinter der Brücke linkerhand wäre es auf dem Radweg aufgrund der Schäden auch zu gefährlich zum Passieren gewesen. So wurde ich wiederum von der Umleitung umgeleitet und überquerte hier den Türkenbach auf der normalen Straße und befuhr diese noch für ca. einen halben Kilometer, um dann linkerhand von der Hauptstraße abbiegen und wieder auf den ersten Umleitungsradweg vom Inn weg gelangen zu können. Das war in der Tat ein ganz schönes Durcheinander. Gut, daß ich nach dem Abbiegen von der Hauptstraße auf einen Radler aus der Region stieß, der mich nach, durch und bis an die Simbacher Innbrücke nach Braunau geleitete und so einiges von der Katastrophe beschrieb.

Kurz vor Simbach ein Hangrutsch vom Unwetter.

Kurz vor Simbach ein Hangrutsch vom Unwetter.

Simbach am Inn, einen Steinwurf vom ebenfalls schwer durch die Sturzflut in Mitleidenschaft gezogenen Ortskern:
Laut meinem begleitenden Radler aus der näheren Region müssen alle hier sichtbaren Häuser aufgrund der Sturzflutschäden abgerissen werden, viele andere müssen noch von Statikern begutachtet werden. Das Treibgut soll sich teilweise bis an die Dachgiebel aufgestaut haben.
Am rechten unteren Bildende ist der Simbach als scheinbar gutmütig wirkendes Bächlein erkennbar. Man sieht jedoch schon an der vorhandenen Hochwasserverbauung, daß er seine Erscheinung massiv verändern kann. Aber bei der zuletzt eingetretenen Sturzflut vom 1.6.2016 war die Gewalt der Wassermassen leider alles überragend. Da kommt einem wirklich das Grauen !

Simbach am Inn, einen Steinwurf vom ebenfalls schwer durch die Sturzflut in Mitleidenschaft gezogenen Ortskern:
Laut meinem begleitenden Radler aus der näheren Region müssen alle hier sichtbaren Häuser aufgrund der Sturzflutschäden abgerissen werden, viele andere müssen noch von Statikern begutachtet werden. Das Treibgut soll sich teilweise bis an die Dachgiebel aufgestaut haben.
Am rechten unteren Bildende ist der Simbach als scheinbar gutmütig wirkendes Bächlein erkennbar. Man sieht jedoch schon an der vorhandenen Hochwasserverbauung, daß er seine Erscheinung massiv verändern kann. Aber bei der zuletzt eingetretenen Sturzflut vom 1.6.2016 war die Gewalt der Wassermassen leider alles überragend. Da kommt einem wirklich das Grauen !

Der schmucke Stadtplatz von Braunau am Inn / Österreich gleich anschließend an die Innbrücke vom gegenüberliegenden Simbach auf bayerischer Seite ankommend.
Eigentlich wollte ich ab hier auf der österreichischen Seite bis Schärding am Inn entlangradeln, aber der Radweg war für ein Stück aufgrund des Inn-Hochwassers gesperrt, so daß ich wieder auf die Seite von Simbach zurückwechselte und nach der Umleitung seit dem Fahrbeginn am Vormittag wieder am eigentlichen Innradweg entlang radeln konnte.

Der schmucke Stadtplatz von Braunau am Inn / Österreich gleich anschließend an die Innbrücke vom gegenüberliegenden Simbach auf bayerischer Seite ankommend.
Eigentlich wollte ich ab hier auf der österreichischen Seite bis Schärding am Inn entlangradeln, aber der Radweg war für ein Stück aufgrund des Inn-Hochwassers gesperrt, so daß ich wieder auf die Seite von Simbach zurückwechselte und nach der Umleitung seit dem Fahrbeginn am Vormittag wieder am eigentlichen Innradweg entlang radeln konnte.

Blick von der Braunauer Seite nach Simbach. Die Brücke war an diesem 23.6., also 22 Tage nach dem Unglück immer noch von der Polizei für Busse und Durchgangsverkehr gesperrt. Hilfskräften und Fernradlern wie mir war das Überfahren jedoch problemlos gestattet. Ich habe den beiden Polizisten auf Simbacher Seite auch zusätzlich erklärt, daß ich kein klassischer Katatstrophentourist, sondern nur ein durchreisender Fernradler sei und konnte mich mit ihnen auch noch eine Zeit lang über das Geschehene verständigen.

Blick von der Braunauer Seite nach Simbach. Die Brücke war an diesem 23.6., also 22 Tage nach dem Unglück immer noch von der Polizei für Busse und Durchgangsverkehr gesperrt. Hilfskräften und Fernradlern wie mir war das Überfahren jedoch problemlos gestattet. Ich habe den beiden Polizisten auf Simbacher Seite auch zusätzlich erklärt, daß ich kein klassischer Katatstrophentourist, sondern nur ein durchreisender Fernradler sei und konnte mich mit ihnen auch noch eine Zeit lang über das Geschehene verständigen.

Der vom Grün eingewachsene Inn fließt mir auf der Brücke von Braunau nach Simbach träge entgegen.

Der vom Grün eingewachsene Inn fließt mir auf der Brücke von Braunau nach Simbach träge entgegen.

Anderseits mit Blick in Fließrichtung ist die Eisenbahnbrücke zwischen den beiden Städten erkennbar. Anschließend verlief der Weg linkerhand auf bayerischer Seite hinter dem Baum- und Buschwerk entlang, so daß man auf eine längere Strecke trotz räumlicher Nähe keinen Blickkontakt mehr zum Inn hatte. Da zeitweilig auch links des Damm-Radwegs hoher und dichter Bewuchs vorhanden war, kam ich mir vor, wie in einem Grüntunnel mit himmelblauer Decke.

Anderseits mit Blick in Fließrichtung ist die Eisenbahnbrücke zwischen den beiden Städten erkennbar. Anschließend verlief der Weg linkerhand auf bayerischer Seite hinter dem Baum- und Buschwerk entlang, so daß man auf eine längere Strecke trotz räumlicher Nähe keinen Blickkontakt mehr zum Inn hatte. Da zeitweilig auch links des Damm-Radwegs hoher und dichter Bewuchs vorhanden war, kam ich mir vor, wie in einem Grüntunnel mit himmelblauer Decke.

Ein hölzernes Fischerboot an einem weiten Seitenarm des Inns. Die große Weite resultiert aus der Aufstauung durch das nicht mehr weit entfernte Kraftwerk bei Ering.

Ein hölzernes Fischerboot an einem weiten Seitenarm des Inns. Die große Weite resultiert aus der Aufstauung durch das nicht mehr weit entfernte Kraftwerk bei Ering.

Einige wenige Kurbelumdrehungen weiter dann der Wechsel vom vorigen rustikalen zum jetzigen modernen Fischerboot aus Alu-Riffelblech. Ja, mag modern sein, aber die gemütliche Beschaulichkeit des vorigen Holzbootes wird in keinster Weise erreicht. Dem Fischer selbst wird's aber wurst-egal sein.

Einige wenige Kurbelumdrehungen weiter dann der Wechsel vom vorigen rustikalen zum jetzigen modernen Fischerboot aus Alu-Riffelblech. Ja, mag modern sein, aber die gemütliche Beschaulichkeit des vorigen Holzbootes wird in keinster Weise erreicht. Dem Fischer selbst wird's aber wurst-egal sein.

Spezielles Treibgut in Form eines in Folie eingewickelten Heu- bzw. Strohrundballens. Der ist entweder durch einen dummen Menschenstreich in den Inn geraten oder vielleicht auch noch eine Folge der Flutkatastrophe.

Spezielles Treibgut in Form eines in Folie eingewickelten Heu- bzw. Strohrundballens. Der ist entweder durch einen dummen Menschenstreich in den Inn geraten oder vielleicht auch noch eine Folge der Flutkatastrophe.

Innüberquerung am Kraftwerk bei Ering.

Innüberquerung am Kraftwerk bei Ering.

Blick in Fließrichtung auf den tosenden Kraftwerksauslass.

Blick in Fließrichtung auf den tosenden Kraftwerksauslass.

Auf der rechterhand gelegenen oberösterreichischen Seite verlief die Strecke über Frauenstein, Obersunzing, Mühlheim, Kirchdorf, Obernberg und St. Florian bis Schärding, wo ich wieder auf die bayerische Seite nach Neuhaus wechselte. Dabei waren, was sich besonders beim Ortsnamen "ObernBERG" bemerkbar machte, doch ganz schön anstrengende Anstiege zu bewältigen. Aber immer nur auf relativ Flußniveau den Grüngürtel des Inns zu begleiten wäre schon etwas öd gewesen. Besonders das schmucke Ortsbild von Obernberg möchte ich an dieser Stelle erwähnen, wobei sich auch die anderen erwähnten Örtlichkeiten überaus besichtigungswürdig darboten. Also von meiner Seite eine klare Empfehlung für einen Urlaub hier in Oberösterreich.
Für mich galt es jedoch weiterzukommen - also kein Kulturbesichtigungsprogramm !

Im Schilfgürtel einer Innaue ist ein Schwan mit Brutpflege beschäftigt. Dieses bayerisch-oberösterreichische Gebiet hier am Unterlauf des Inns ist gleichbedeutend mit dem Naturschutzgebiet Unterer Inn, das eine Serie von Staustufen umfasst, die sich innerhalb eines guten halben Jahrhunderts zu einem Naturraum von weltweiter Geltung entwickelt haben.

Im Schilfgürtel einer Innaue ist ein Schwan mit Brutpflege beschäftigt. Dieses bayerisch-oberösterreichische Gebiet hier am Unterlauf des Inns ist gleichbedeutend mit dem Naturschutzgebiet Unterer Inn, das eine Serie von Staustufen umfasst, die sich innerhalb eines guten halben Jahrhunderts zu einem Naturraum von weltweiter Geltung entwickelt haben.

Das Kraftwerk Obernberg auf der Stauseite mit Wasservögeln im Vordergrund, die auf  Treibgut ausrasten.

Das Kraftwerk Obernberg auf der Stauseite mit Wasservögeln im Vordergrund, die auf Treibgut ausrasten.

Im Hintergrund ein altes Kaplan-Turbinenrad.
Übrigens habe ich mir gar keine Gedanken darüber gemacht, mit der deutschen Fahne in der linken Gepäcktasche am Tag nach dem österreichischen Ausscheiden aus der Fußball-Euro 2016 durch ein Stück Nicht-Felix-Austria zu touren. Aber die deutschen Kicker waren ja nicht Schuld an der Misere und letztendlich bin ich nachbarschaftlich unbeschadet wieder auf's bayerische Terrain gelangt. Ob der inzwischen verstorbene österreichische Kult-Reporter Edi Finger sen. ob des recht frühen Ausscheidens wohl ein wenn auch negativ artikuliertes:
I wear narrisch !
vom Himmel von sich gegeben hat?

Im Hintergrund ein altes Kaplan-Turbinenrad.
Übrigens habe ich mir gar keine Gedanken darüber gemacht, mit der deutschen Fahne in der linken Gepäcktasche am Tag nach dem österreichischen Ausscheiden aus der Fußball-Euro 2016 durch ein Stück Nicht-Felix-Austria zu touren. Aber die deutschen Kicker waren ja nicht Schuld an der Misere und letztendlich bin ich nachbarschaftlich unbeschadet wieder auf's bayerische Terrain gelangt. Ob der inzwischen verstorbene österreichische Kult-Reporter Edi Finger sen. ob des recht frühen Ausscheidens wohl ein wenn auch negativ artikuliertes:

I wear narrisch !

vom Himmel von sich gegeben hat?

Infotafel über den Innlauf

Infotafel über den Innlauf

Die mächtige Kaplan-Turbine als Ganzes.

Die mächtige Kaplan-Turbine als Ganzes.

Inschrift auf der Turbine. "Egglfing" im Text verweist auf die angrenzende Ortschaft auf bayerischer Seite gegenüber.

Inschrift auf der Turbine. "Egglfing" im Text verweist auf die angrenzende Ortschaft auf bayerischer Seite gegenüber.

Obernberg liegt gegenüber Bad Füssing.

Obernberg liegt gegenüber Bad Füssing.

Der Marktplatz von Obernberg.

Der Marktplatz von Obernberg.

Blick vom Marktplatz durchs Tor in Richtung Kirchplatz. Bei diesen Prunkbauten kann man sich vorstellen, wie zu Zeiten von Flößerei und Schifffahrt auf dem Inn hier "der Rubel rollte". Als die Eisenbahn jedoch die vorher genannten Verkehrswege ablöste, ging es wirtschaftlich bergab.

Blick vom Marktplatz durchs Tor in Richtung Kirchplatz. Bei diesen Prunkbauten kann man sich vorstellen, wie zu Zeiten von Flößerei und Schifffahrt auf dem Inn hier "der Rubel rollte". Als die Eisenbahn jedoch die vorher genannten Verkehrswege ablöste, ging es wirtschaftlich bergab.

Nebenbei zum Amüsement ein unangenehmer Zwischenfall:
Nach der Ortschaft Obernberg wollte ich zur späten Mittagszeit meine von der Marktler Unterkunft am Vormittag mitgenommene Wurst-Käse-Semmel zwecks Hungerbekämpfung verzehren. Als dann endlich nach einiger Zeit am Innufer ein schattiges Rastbänklein auftauchte, kam es ganz anders:
Kaum gestoppt und die betreffende Packtasche geöffnet, mußte ich diese umgehend wieder schließen und fluchtartig weiterfahren, da ich von etlichen Stechmücken derart attackiert wurde, daß der Hunger momentan zur Nebensache wurde. Gut, daß nicht allzu weit entfernt eine weitere Rastbank auftauchte, die zwar ungeschützt in der gleißenden Sonne stand, dafür konnte ich aber ohne Mückenplage mein "Mittagsmahl konsummieren".

Vom Hintergrund auf bayerischer Seite wechselt die Autobahn A3 in einem weiten Bogen beim Ort Suben nach Oberösterreich und wird ab der geographischen Grenze in der Flußmitte zur A8.

Vom Hintergrund auf bayerischer Seite wechselt die Autobahn A3 in einem weiten Bogen beim Ort Suben nach Oberösterreich und wird ab der geographischen Grenze in der Flußmitte zur A8.

Vom Hintergrund auf Schärdinger Seite wechselte ich über die alte Innbrücke zum letzten mal während der Tour auf die bayerische Seite und befinde mich nun in Neuhaus.

Vom Hintergrund auf Schärdinger Seite wechselte ich über die alte Innbrücke zum letzten mal während der Tour auf die bayerische Seite und befinde mich nun in Neuhaus.

Auf der gegenüberliegenden Seite die "Innere Stadt" von Schärding-

Auf der gegenüberliegenden Seite die "Innere Stadt" von Schärding-

Imposant ausstrahlendes Ausflugsboot "Neuhaus" am Anleger in Neuhaus.

Imposant ausstrahlendes Ausflugsboot "Neuhaus" am Anleger in Neuhaus.

Sandsäcke am Gebäudeeingang zeugen noch vom höheren Hochwasserstand vor einiger Zeit als gegenwärtig.

Sandsäcke am Gebäudeeingang zeugen noch vom höheren Hochwasserstand vor einiger Zeit als gegenwärtig.

Links von der Parkfläche der Inn, rechterhand (nicht sichtbar) das obige Gebäude mit den schützenden Sandsäcken. Wenn jetzt noch Hochwasser besteht, kann man sich vorstellen, welche Wassermassen ein akutes Hochwasser mit sich zieht.

Links von der Parkfläche der Inn, rechterhand (nicht sichtbar) das obige Gebäude mit den schützenden Sandsäcken. Wenn jetzt noch Hochwasser besteht, kann man sich vorstellen, welche Wassermassen ein akutes Hochwasser mit sich zieht.

Ich denk, ich bin im Walde !
Hurra und Gott sei Dank etwas kühlender Schatten, denn die Hitze geht mir immer mehr auf den Geist.
Dieser unbefestigte Waldweg ist auf einige km der offizielle Innradweg und ist für mich durch seinen welligen Verlauf direkt am Inn entlang einer der schönsten Abschnitte der gesamten Inntour. Da ich diesen Weg ab Neuhaus vor mehreren Jahren bereits im Rahmen einer anderen Wegführung von meiner Ortschaft Feldolling nach Passau gefahren bin, habe ich mich auf dieses bereits bekannte Teilstück so richtig gefreut !

Ich denk, ich bin im Walde !
Hurra und Gott sei Dank etwas kühlender Schatten, denn die Hitze geht mir immer mehr auf den Geist.
Dieser unbefestigte Waldweg ist auf einige km der offizielle Innradweg und ist für mich durch seinen welligen Verlauf direkt am Inn entlang einer der schönsten Abschnitte der gesamten Inntour. Da ich diesen Weg ab Neuhaus vor mehreren Jahren bereits im Rahmen einer anderen Wegführung von meiner Ortschaft Feldolling nach Passau gefahren bin, habe ich mich auf dieses bereits bekannte Teilstück so richtig gefreut !

Interessante Felsformation am Waldweg.

Interessante Felsformation am Waldweg.

Hier verläuft die Strecke abschüssig und auch mal ganz schön steil, so daß man aufgrund der unbefestigten Oberfläche große Vorsicht walten lassen muß, um keinen Sturz vom Rad zu provozieren.
Nur keine Eile, gut Ding hat Weil !

Hier verläuft die Strecke abschüssig und auch mal ganz schön steil, so daß man aufgrund der unbefestigten Oberfläche große Vorsicht walten lassen muß, um keinen Sturz vom Rad zu provozieren.
Nur keine Eile, gut Ding hat Weil !

Etwas weiter wird ein Fels gerade für Kletteraktionen benützt.

Etwas weiter wird ein Fels gerade für Kletteraktionen benützt.

Momentan auf Flußniveau am Waldweg dahincruisend, begleitet mich das Ausflugsboot "MS Schärding". Bevor ich gewohnheitsgemäß hinüberwinken wollte, rief sogar ein Passagier zu mir herüber, ich solle doch mal rüberwinken. Dieser Aufforderung kam ich natürlich gerne nach.

Momentan auf Flußniveau am Waldweg dahincruisend, begleitet mich das Ausflugsboot "MS Schärding". Bevor ich gewohnheitsgemäß hinüberwinken wollte, rief sogar ein Passagier zu mir herüber, ich solle doch mal rüberwinken. Dieser Aufforderung kam ich natürlich gerne nach.

Der Mariensteg bei Neuburg am Inn mit seinen Hängeseilen. Auf der anderen Seite liegt das oberösterreichische Wernstein.

Der Mariensteg bei Neuburg am Inn mit seinen Hängeseilen. Auf der anderen Seite liegt das oberösterreichische Wernstein.

Inzwischen ist das Stadtgebiet von Passau erreicht und mit einem zunehmenden Hochgefühl beginnt die finale Kür der Innradtour, bevor der Inn in die Donau mündet und seinen Namen abgeben muß.
Kleiner Hinweis: Trotz des Fußgängerschildes mit dem Zusatz "Radfahren verboten" sind immer wieder Radfahrer unterwegs, aber gemäßigten Tempos. Man nickt freundlich den Fußgängern zu und die nicken wohlwollend zurück, keiner motzt oder meckert. Auch Ordnungshüter sind weit und breit nicht zu sehen, obwohl sie gut Kasse von den "Radl-Rowdys" machen könnten ! Tolerantes Passau !
Übrigens liegt seit kurz vor Höhe der Universität Passau, die hier schon passiert ist, der Inn komplett auf deutschem Gebiet, da die Grenze dann rechterhand abseits des Inns in der Landmasse verläuft und erst wieder auf Donaugebiet etwa einen guten km unterhalb des Dreiflüsseecks am Zollamt Achleiten in der Donau verläuft. Mehrere km nach diesem Zollamt wird dann kurz vor Engelhartszell die Donau letztendlich komplett österreichisch.
Zum Bild selbst:
Links oberhalb der Brücke gerade noch erkennbar die hellen Türme vom Dom St. Stephan, links von der Bildmitte mit dem hellen Doppelturm das Gymnasium Leopoldinum und im Hintergrund von der Brücke "durchschnitten" mit dem roten Kegeldach der Schaiblingsturm, ein früheres Bollwerk gegen Angriffe. Ein Klick auf die Bildvergrößerung macht alles gut deutlicher erkennbar.

Inzwischen ist das Stadtgebiet von Passau erreicht und mit einem zunehmenden Hochgefühl beginnt die finale Kür der Innradtour, bevor der Inn in die Donau mündet und seinen Namen abgeben muß.
Kleiner Hinweis: Trotz des Fußgängerschildes mit dem Zusatz "Radfahren verboten" sind immer wieder Radfahrer unterwegs, aber gemäßigten Tempos. Man nickt freundlich den Fußgängern zu und die nicken wohlwollend zurück, keiner motzt oder meckert. Auch Ordnungshüter sind weit und breit nicht zu sehen, obwohl sie gut Kasse von den "Radl-Rowdys" machen könnten ! Tolerantes Passau !
Übrigens liegt seit kurz vor Höhe der Universität Passau, die hier schon passiert ist, der Inn komplett auf deutschem Gebiet, da die Grenze dann rechterhand abseits des Inns in der Landmasse verläuft und erst wieder auf Donaugebiet etwa einen guten km unterhalb des Dreiflüsseecks am Zollamt Achleiten in der Donau verläuft. Mehrere km nach diesem Zollamt wird dann kurz vor Engelhartszell die Donau letztendlich komplett österreichisch.
Zum Bild selbst:
Links oberhalb der Brücke gerade noch erkennbar die hellen Türme vom Dom St. Stephan, links von der Bildmitte mit dem hellen Doppelturm das Gymnasium Leopoldinum und im Hintergrund von der Brücke "durchschnitten" mit dem roten Kegeldach der Schaiblingsturm, ein früheres Bollwerk gegen Angriffe. Ein Klick auf die Bildvergrößerung macht alles gut deutlicher erkennbar.

Der Schaiblingsturm aus der Nähe. Man kann hier gut erkennen, daß der hochwasserführende Inn bündig mit dem Weg abschließt.

Der Schaiblingsturm aus der Nähe. Man kann hier gut erkennen, daß der hochwasserführende Inn bündig mit dem Weg abschließt.

Und nach dem Schaiblingsturm schwappt der Inn sogar über, so daß ich meine Reifen im Durchrollen für die kurz darauf folgende Endstation der aktiven Radtour noch sauber fahren konnte. Allerdings wurde es auf Höhe des hinteren Gebäudeecks nochmal recht eng, so daß ich mir keinen unbedachten Schlenkerer erlauben durfte, um nicht im Inn zu landen und dies ganz kurz vor dem Ziel. Also nochmals volle Konzentration auf der Kür-Strecke !

Und nach dem Schaiblingsturm schwappt der Inn sogar über, so daß ich meine Reifen im Durchrollen für die kurz darauf folgende Endstation der aktiven Radtour noch sauber fahren konnte. Allerdings wurde es auf Höhe des hinteren Gebäudeecks nochmal recht eng, so daß ich mir keinen unbedachten Schlenkerer erlauben durfte, um nicht im Inn zu landen und dies ganz kurz vor dem Ziel. Also nochmals volle Konzentration auf der Kür-Strecke !

Einen Steinwurf von der Ortsspitze am Dreiflüsseeck entfernt, passiert ein moderner Dampfer auf der Donau.

Einen Steinwurf von der Ortsspitze am Dreiflüsseeck entfernt, passiert ein moderner Dampfer auf der Donau.

Eine Luftaufnahme auf einer Infotafel mit Inn, Donau und Ilz.

Eine Luftaufnahme auf einer Infotafel mit Inn, Donau und Ilz.

Von links die Donau, von rechts der Inn, im Hintergrund nur noch die Donau: die Dame Donau hat dem Herrn Inn ihren Namen aufgebürdet, weil sie trotz der im Mittel geringeren Wasserführung - sogar bei Ulm wird die Donau von der Iller übertroffen - schon länger unterwegs ist. Allerdings führt die Donau aufgrund ihrer ausgeglicheneren Wasserführung von Oktober bis April mehr Wasser als der Inn - bis der Inn in den Bergen aufgrund der einsetzenden Schneeschmelze etliche Kübel mehr drauflegt.

Von links die Donau, von rechts der Inn, im Hintergrund nur noch die Donau: die Dame Donau hat dem Herrn Inn ihren Namen aufgebürdet, weil sie trotz der im Mittel geringeren Wasserführung - sogar bei Ulm wird die Donau von der Iller übertroffen - schon länger unterwegs ist. Allerdings führt die Donau aufgrund ihrer ausgeglicheneren Wasserführung von Oktober bis April mehr Wasser als der Inn - bis der Inn in den Bergen aufgrund der einsetzenden Schneeschmelze etliche Kübel mehr drauflegt.

Namensgebung und Wasserführung hin und her:
Das Team "Fahrbarer Untersatz incl. Bio-Antreiber" (kein e-Bike!) befindet sich nach fünf Fahrtagen seit dem Quellgebiet am Malojapass am Ziel:
der Mündung des Inns in die Donau in Passau.

Namensgebung und Wasserführung hin und her:
Das Team "Fahrbarer Untersatz incl. Bio-Antreiber" (kein e-Bike!) befindet sich nach fünf Fahrtagen seit dem Quellgebiet am Malojapass am Ziel:
der Mündung des Inns in die Donau in Passau.

Nach der Tour noch einige Impressionen vom und nach dem Zielpunkt:

Der Ausflugsdampfer von einige Bilder weiter oben nimmt wieder den Weg donauabwärts.

Der Ausflugsdampfer von einige Bilder weiter oben nimmt wieder den Weg donauabwärts.

Ein Fischer nähert sich mit seinem Boot

Ein Fischer nähert sich mit seinem Boot

Rechterhand des Turms in Bildmitte mündet die Ilz in die Donau.

Rechterhand des Turms in Bildmitte mündet die Ilz in die Donau.

Da es zeitlich gut passt, fahre ich vom Dreiflüsseeck in Richtung Bahnhof und passiere hierbei das Alte Rathaus.
Ja, ich habe Passau noch am selben Tag der Ankunft per Rad wieder mit dem durch eine funktionierende Klimaanlage angenehm herabgekühlten Zug gegen 17:15 Uhr verlassen. Aber ich hatte ja schon einmal vor mehreren Jahren eine sehr interessante Stadtführung.

Da es zeitlich gut passt, fahre ich vom Dreiflüsseeck in Richtung Bahnhof und passiere hierbei das Alte Rathaus.
Ja, ich habe Passau noch am selben Tag der Ankunft per Rad wieder mit dem durch eine funktionierende Klimaanlage angenehm herabgekühlten Zug gegen 17:15 Uhr verlassen. Aber ich hatte ja schon einmal vor mehreren Jahren eine sehr interessante Stadtführung.

Kurz vor 21 Uhr erreichte ich dann meinen Heimatbahnhof Westerham und auf der Heimfahrt mit dem Rad zum Heimatort Feldolling konnte ich im Rückblick Punkt 21 Uhr noch diese Sonnenuntergangsstimmung am Horizont hinter Westerham festhalten.
Kleiner Tipp:
Dieses Bild gibt einen besonderen Effekt, wenn man es im Blickwinkel von schräg unten betrachtet.

Kurz vor 21 Uhr erreichte ich dann meinen Heimatbahnhof Westerham und auf der Heimfahrt mit dem Rad zum Heimatort Feldolling konnte ich im Rückblick Punkt 21 Uhr noch diese Sonnenuntergangsstimmung am Horizont hinter Westerham festhalten.

Kleiner Tipp:
Dieses Bild gibt einen besonderen Effekt, wenn man es im Blickwinkel von schräg unten betrachtet.

5. Etappe (Schlußetappe) am 23.6.2016 von Marktl am Inn über Simbach, Obernberg, Schärding und Neuhaus nach Passau zur Mündung des Inn in die Donau am Dreiflüsseeck - ein Navi würde sagen:
SIE HABEN IHR ZIEL ERREICHT !!!

Die Innradtour 2016 im Gesamtüberblick mit den einzelnen Etappen in verschiedenen Farben:
Rot: Maloja - Pfunds am 7.6.2016
Gelb: Pfunds - Hall in Tirol am 8.6.2016
Grün: Hall in Tirol - Feldolling am 9.6.2016
Blau: Feldolling - Marktl am 22.6.2016
Braun: Marktl - Passau am 23.6.2016

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Drei-Länder-Tour entlang des Inns vom Quellgebiet am Malojapass in der Schweiz, durch Tirol, Ober- und Niederbayern bis zur Mündung in die Donau in Passau.
Details:
Aufbruch: 06.06.2016
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 23.06.2016
Reiseziele: Schweiz
Österreich
Deutschland
Der Autor
 
Andreas Rohbogner berichtet seit 12 Jahren auf umdiewelt.
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