Entlang der Isar in 2018

Deutschland-Reisebericht  |  Reisezeit: August 2018  |  von Andreas Rohbogner

Zweiter Tourtag am 16. August 2018

Der zweite Tourtag führte von Neufahrn bei Egling durch das (groß-)städtische Areal Münchens und kurz hinter Hallbergmoos über den Abstecher am Flughafengelände von München vorbei nach Freising.

Der zweite Tourtag führte von Neufahrn bei Egling durch das (groß-)städtische Areal Münchens und kurz hinter Hallbergmoos über den Abstecher am Flughafengelände von München vorbei nach Freising.

Von Neufahrn bei Egling bis Freising

Nach dem Frühstück ging es von der Unterkunft in Neufahrn bei Egling
für knapp 3 km auf der Straße bis kurz vor Wolfratshausen zur Isarbrücke.

Dort angekommen ergibt sich ein schöner Ausblick auf den Startplatz für die beliebten Isar-Floßfahrten, die bis zur Floßlände in der Nähe des Tierparks München-Thalkirchen führen.
Für die 28 km lange Fahrt benötigen die ca. 20 to schweren und 18 m langen Flöße für max. 60 Personen, die auch heute noch nach alter Handwerkskunst zusammengebaut werden, je nach Wasserstand 5-7 Stunden.

Dort angekommen ergibt sich ein schöner Ausblick auf den Startplatz für die beliebten Isar-Floßfahrten, die bis zur Floßlände in der Nähe des Tierparks München-Thalkirchen führen.
Für die 28 km lange Fahrt benötigen die ca. 20 to schweren und 18 m langen Flöße für max. 60 Personen, die auch heute noch nach alter Handwerkskunst zusammengebaut werden, je nach Wasserstand 5-7 Stunden.

Nach jeder Fahrt werden die Flöße wieder in alle Einzelteile zerlegt und mit dem Langholztransporter wieder zurück nach Wolfratshausen gefahren.
Übrigens gibt es in Wolfratshausen an der Loisach, die etwas oberhalb der Stadt in die Isar mündet, noch eine zweite Abfahrtstelle für die Flöße.

Nach jeder Fahrt werden die Flöße wieder in alle Einzelteile zerlegt und mit dem Langholztransporter wieder zurück nach Wolfratshausen gefahren.
Übrigens gibt es in Wolfratshausen an der Loisach, die etwas oberhalb der Stadt in die Isar mündet, noch eine zweite Abfahrtstelle für die Flöße.

Für mich geht's auf meinem "Straßen-Draht-Floß" auf der rechten Isarseite nach oben weiter in Richtung München, wobei, wie jetzt schon angemerkt, die heutige Strecke bis Freising stets in Flußrichtung rechts verlief.

Für mich geht's auf meinem "Straßen-Draht-Floß" auf der rechten Isarseite nach oben weiter in Richtung München, wobei, wie jetzt schon angemerkt, die heutige Strecke bis Freising stets in Flußrichtung rechts verlief.

Nicht nur Menschen nutzen ein Floß für eine Isarfahrt.
Auch Federvieh läßt sich gemütlich auf Treibholz dahinflößern.
Übrigens zweigt ca. 3 km unterhalb der Wolfratshauser Isarbrücke kurz vor dem Ickinger Stausee (auch Eisweiher genannt) der Isarwerkkanal nach rechts ab und an diesem Kanal verläuft auch der Radweg bis kurz vor Baierbrunn, wo der Kanal wieder in die Isar einläuft. Dies allerdings nur für ca. 3 km, dann zweigt ab Höhe Buchenhain der Isarwerkkanal wiederum von der Isar ab. 
Diesmal jedoch linkerhand der Isar, bis er kurz vor dem Mittleren Ring wiederum in die Isar übergeht.

Nicht nur Menschen nutzen ein Floß für eine Isarfahrt.
Auch Federvieh läßt sich gemütlich auf Treibholz dahinflößern.
Übrigens zweigt ca. 3 km unterhalb der Wolfratshauser Isarbrücke kurz vor dem Ickinger Stausee (auch Eisweiher genannt) der Isarwerkkanal nach rechts ab und an diesem Kanal verläuft auch der Radweg bis kurz vor Baierbrunn, wo der Kanal wieder in die Isar einläuft. Dies allerdings nur für ca. 3 km, dann zweigt ab Höhe Buchenhain der Isarwerkkanal wiederum von der Isar ab.
Diesmal jedoch linkerhand der Isar, bis er kurz vor dem Mittleren Ring wiederum in die Isar übergeht.

Etwa auf Höhe von Straßlach verläßt der Radweg über eine ansteigende Forststraße das Isartal über die Hanglage, wobei das durchfahrene Waldgebiet in der zweiten Vormittagshälfte schon recht angenehm kühlenden Schatten spendete.

Etwa auf Höhe von Straßlach verläßt der Radweg über eine ansteigende Forststraße das Isartal über die Hanglage, wobei das durchfahrene Waldgebiet in der zweiten Vormittagshälfte schon recht angenehm kühlenden Schatten spendete.

Etwa in Bildmitte kann man am gegenüberliegenden Waldhang das Kloster Schäftlarn erkennen, eine im Jahre 762 gegründete Benediktinerabtei.
Neben einem Privatgymnasium betreiben die Mönche auch eine Forstwirtschaft, Schnapsbrennerei und Imkerei. Die Produkte daraus werden in einem Klosterladen angeboten.
Weiterhin ist das Kloster der Veranstalter der Schäftlarner Konzerte.

Etwa in Bildmitte kann man am gegenüberliegenden Waldhang das Kloster Schäftlarn erkennen, eine im Jahre 762 gegründete Benediktinerabtei.
Neben einem Privatgymnasium betreiben die Mönche auch eine Forstwirtschaft, Schnapsbrennerei und Imkerei. Die Produkte daraus werden in einem Klosterladen angeboten.
Weiterhin ist das Kloster der Veranstalter der Schäftlarner Konzerte.

rechterhand Straßlach

rechterhand Straßlach

Hier verläuft der Isarradweg für knapp 5 km oberhalb des Isartals bis Grünwald.

Hier verläuft der Isarradweg für knapp 5 km oberhalb des Isartals bis Grünwald.

Kurz bevor die Strecke hoch über dem Isartal wieder hinab zur Isar strebt, passiert man nicht weit vom Ortskern die Burg Grünwald, eine spätmittelalterliche Höhenburg, die am Abhang zur Isar gelegen ist.
Bereits im 12. Jahrhundert urkundlich erwähnt, diente sie später als Jagdschloss, Pulvermagazin und Gefängnis, dessen erster Insasse von 1698-1704 ein italienischer Hochstapler war.
1976 wurde die Burg durch den Freistaat Bayern erworben und beherbergt seit 1979 das Burgmuseum Grünwald, ein Zweigmuseum der Archäologischen Staatssammlung.
Burg Grünwald und Burg Blutenburg sind die einzigen mittelalterlichen Burganlagen, die sich in unmittelbarer Umgebung von München erhalten haben.
Zu überregionaler Bekanntheit gelangte Burg Grünwald oberhalb der Isar durch die "Bierhymne" des Münchner Komikers Karl Valentin:
"Ja so warn's de oiden Rittersleit".

Kurz bevor die Strecke hoch über dem Isartal wieder hinab zur Isar strebt, passiert man nicht weit vom Ortskern die Burg Grünwald, eine spätmittelalterliche Höhenburg, die am Abhang zur Isar gelegen ist.
Bereits im 12. Jahrhundert urkundlich erwähnt, diente sie später als Jagdschloss, Pulvermagazin und Gefängnis, dessen erster Insasse von 1698-1704 ein italienischer Hochstapler war.
1976 wurde die Burg durch den Freistaat Bayern erworben und beherbergt seit 1979 das Burgmuseum Grünwald, ein Zweigmuseum der Archäologischen Staatssammlung.
Burg Grünwald und Burg Blutenburg sind die einzigen mittelalterlichen Burganlagen, die sich in unmittelbarer Umgebung von München erhalten haben.
Zu überregionaler Bekanntheit gelangte Burg Grünwald oberhalb der Isar durch die "Bierhymne" des Münchner Komikers Karl Valentin:
"Ja so warn's de oiden Rittersleit".

Burg Grünwald von der östlichen Eingangsseite aus gesehen.
Im 17. und 18. Jahrhundert mussten nach Unterspülung des Burgbergs durch die Isar große Teile abgebrochen werden.

Burg Grünwald von der östlichen Eingangsseite aus gesehen.
Im 17. und 18. Jahrhundert mussten nach Unterspülung des Burgbergs durch die Isar große Teile abgebrochen werden.

Nachdem gleich anschließend an das Burgareal ein steil abfallender Trampelpfad zu überwinden war, bestand wieder mal direkter Kontakt zur Isar, die sich hier vom Bildhintergrund her annähert.

Nachdem gleich anschließend an das Burgareal ein steil abfallender Trampelpfad zu überwinden war, bestand wieder mal direkter Kontakt zur Isar, die sich hier vom Bildhintergrund her annähert.

Du meinst, du wärst weg vom (gefährlichen) Straßenverkehr, doch das steile Isarufer bietet dem (Rad-)wanderer auch hier von der rechten Hochuferseite aus etwas gedämpften Nervenkitzel in Form von Steinschlaggefahr.
An ein Umkehren wollte ich aber ernsthaft keinen Gedanken verschwenden und für ängstliche Zeitgenossen wäre es eigentlich angemessen gewesen, schon vor der Abfahrt vom Hochufer auf dieses Manko hinzuweisen und auf eine Umgehungsmöglichkeit hinzuweisen.

Du meinst, du wärst weg vom (gefährlichen) Straßenverkehr, doch das steile Isarufer bietet dem (Rad-)wanderer auch hier von der rechten Hochuferseite aus etwas gedämpften Nervenkitzel in Form von Steinschlaggefahr.
An ein Umkehren wollte ich aber ernsthaft keinen Gedanken verschwenden und für ängstliche Zeitgenossen wäre es eigentlich angemessen gewesen, schon vor der Abfahrt vom Hochufer auf dieses Manko hinzuweisen und auf eine Umgehungsmöglichkeit hinzuweisen.

Blick zurück...

Blick zurück...

... und nach vorne.

... und nach vorne.

Kurze Zeit später erscheint ein erstes überregional bekanntes Brückenbauwerk im Vorfeld der Stadt München, die Großhesseloher Brücke bei München-Solln.

Kurze Zeit später erscheint ein erstes überregional bekanntes Brückenbauwerk im Vorfeld der Stadt München, die Großhesseloher Brücke bei München-Solln.

Die Großhesseloher Brücke wurde von 1851-1857 errichtet und dient dem Eisenbahnverkehr auf der Strecke München-Holzkirchen und dann weiter nach Rosenheim (der "Meridian"-Triebwagen auf der Brücke war nach rechts in Richtung Rosenheim unterwegs) bzw. ins Oberland in den drei Ästen nach Bayrischzell, Tegernsee und Lenggries, das ja schon entlang des jetzt beschriebenen Isarradwegs liegt.
Die jetzige zweite Brücke, die von 1983-1985 neu gebaut wurde, bietet innerhalb der Fachwerkskonstruktion unter der Schienenstrecke einen breiten Rad- und Fußweg und stellt eine Variante des Radl-Rings um München dar. 
Aus eigener Erfahrung kann ich sowohl aus zahlreichen Querungen mit der Bahn, wie auch mit dem Fahrrad, den herrlich spektakulären Blick auf das Isartal und das beginnende südliche München aus ca. 42 m Höhe anpreisen !
Allerdings blieb ich, wie den ganzen Tag, auf der rechten Isarseite, hätte aber im Nachhinein relativ leicht ein, zwei Fotos vom Untergeschoss aus knipsen können.
Echt schade, aber da habe ich zu wenig weit gedacht.

Die Großhesseloher Brücke wurde von 1851-1857 errichtet und dient dem Eisenbahnverkehr auf der Strecke München-Holzkirchen und dann weiter nach Rosenheim (der "Meridian"-Triebwagen auf der Brücke war nach rechts in Richtung Rosenheim unterwegs) bzw. ins Oberland in den drei Ästen nach Bayrischzell, Tegernsee und Lenggries, das ja schon entlang des jetzt beschriebenen Isarradwegs liegt.
Die jetzige zweite Brücke, die von 1983-1985 neu gebaut wurde, bietet innerhalb der Fachwerkskonstruktion unter der Schienenstrecke einen breiten Rad- und Fußweg und stellt eine Variante des Radl-Rings um München dar.
Aus eigener Erfahrung kann ich sowohl aus zahlreichen Querungen mit der Bahn, wie auch mit dem Fahrrad, den herrlich spektakulären Blick auf das Isartal und das beginnende südliche München aus ca. 42 m Höhe anpreisen !
Allerdings blieb ich, wie den ganzen Tag, auf der rechten Isarseite, hätte aber im Nachhinein relativ leicht ein, zwei Fotos vom Untergeschoss aus knipsen können.
Echt schade, aber da habe ich zu wenig weit gedacht.

Auf Höhe von München-Harlaching fahre ich kurz ein Stück auf die Marienklausenbrücke mit Blick zurück in Richtung Süden.

Auf Höhe von München-Harlaching fahre ich kurz ein Stück auf die Marienklausenbrücke mit Blick zurück in Richtung Süden.

Im Hintergrund ist schon ein erstes Hochhaus zu erahnen.
Übrigens beginnt gleich hier anschließend rechterhand der Isar und des Radwegs das ausgedehnte Areal des Münchener Tierparks Hellabrunn.
Dieser Bereich an der Marienklausenbrücke mit dem links befindlichen Aussichtssteg stellt übrigens eine der Floßrutschen dar, über die die Ausflugsflöße in Richtung München hinunterrauschen.

Im Hintergrund ist schon ein erstes Hochhaus zu erahnen.
Übrigens beginnt gleich hier anschließend rechterhand der Isar und des Radwegs das ausgedehnte Areal des Münchener Tierparks Hellabrunn.
Dieser Bereich an der Marienklausenbrücke mit dem links befindlichen Aussichtssteg stellt übrigens eine der Floßrutschen dar, über die die Ausflugsflöße in Richtung München hinunterrauschen.

Im Bildhintergrund vor dem Hochhaus ist schon die Thalkirchner Brücke erkennbar, auf deren Höhe rechterhand das Tierparkareal im Norden endet.

Im Bildhintergrund vor dem Hochhaus ist schon die Thalkirchner Brücke erkennbar, auf deren Höhe rechterhand das Tierparkareal im Norden endet.

Noch befinde ich mich auf einem rechtwinkligen Versatz der Marienklausenbrücke, der bedingt durch die Rillenführung der hölzernen Planken eine evtl. Sturzgefahr für Radler darstellen könnte.

Noch befinde ich mich auf einem rechtwinkligen Versatz der Marienklausenbrücke, der bedingt durch die Rillenführung der hölzernen Planken eine evtl. Sturzgefahr für Radler darstellen könnte.

Ein etwas "humorvoll-ordinär" verunstaltetes Warnschild weist dabei auf die Sturzgefahr hin.

Ein etwas "humorvoll-ordinär" verunstaltetes Warnschild weist dabei auf die Sturzgefahr hin.

Zur zwischenzeitlichen Groborientierung.

Zur zwischenzeitlichen Groborientierung.

Die etwas weiter oben im Bericht schon von der Ferne aus sichtbare Thalkirchner Brücke, deren schmucke Architektur hier erst richtig zur Geltung kommt.
Mit einer Länge von 197 m wurde sie 1904 erstmals eröffnet und von 1989-1991 durch eine Raumfachwerk-Konstruktion ersetzt. 
Das auf den alten Betonfundamenten befindliche Fachwerk besteht dabei aus Fichtenleim- und Lärchenvollholz, das an den Befestigungspunkten von Stahlknoten zusammengehalten wird. 
Zum Einsatz kamen dabei 520 m³ Holz.

Die etwas weiter oben im Bericht schon von der Ferne aus sichtbare Thalkirchner Brücke, deren schmucke Architektur hier erst richtig zur Geltung kommt.
Mit einer Länge von 197 m wurde sie 1904 erstmals eröffnet und von 1989-1991 durch eine Raumfachwerk-Konstruktion ersetzt.
Das auf den alten Betonfundamenten befindliche Fachwerk besteht dabei aus Fichtenleim- und Lärchenvollholz, das an den Befestigungspunkten von Stahlknoten zusammengehalten wird.
Zum Einsatz kamen dabei 520 m³ Holz.

Am nördlichen Eingang zum Tierpark Hellabrunn, direkt an der Ostseite der Thalkirchner Brücke gelegen.

Am nördlichen Eingang zum Tierpark Hellabrunn, direkt an der Ostseite der Thalkirchner Brücke gelegen.

Isar-Idylle am Flauchersteg.

Isar-Idylle am Flauchersteg.

Der seit 1885 mehrfach erneuerte Flauchersteg für Fußgänger und Radler etwas aus der Ferne. Zuletzt in 2000/2001 generalsaniert, besteht er aus einer Stahlkonstruktion mit Lärchenholzbeschlag und verbindet mit einer Gesamtlänge von 340,50 m drei Stadtteile miteinander.

Der seit 1885 mehrfach erneuerte Flauchersteg für Fußgänger und Radler etwas aus der Ferne. Zuletzt in 2000/2001 generalsaniert, besteht er aus einer Stahlkonstruktion mit Lärchenholzbeschlag und verbindet mit einer Gesamtlänge von 340,50 m drei Stadtteile miteinander.

Im Hintergrund erscheinen die Kamine des Heizkraftwerks (HKW) Süd in 
München-Sendling, das zur Fernwärmeerzeugung dient.

Im Hintergrund erscheinen die Kamine des Heizkraftwerks (HKW) Süd in
München-Sendling, das zur Fernwärmeerzeugung dient.

Wenn schon Graffiti, dann bitte auf künstlerisch ansprechende Art und Weise, wie hier im Vordergrund im Bereich eines Brückenpfeilers der Brücke des Mittleren Rings über die Isar im Süden.

Wenn schon Graffiti, dann bitte auf künstlerisch ansprechende Art und Weise, wie hier im Vordergrund im Bereich eines Brückenpfeilers der Brücke des Mittleren Rings über die Isar im Süden.

Die Brücke des Mittleren Rings mit den HKW-Kaminen.

Die Brücke des Mittleren Rings mit den HKW-Kaminen.

Ein bedrückender Einwurf an dieser Stelle:
Vom Stadtbereich München gehe ich ja etwas detailliert auf mehrere Brücken und Stege über die Isar ein, da Brücken eine verbindende Funktion über ein Hindernis innehaben und auch immer wieder eine großartige Konstruktion von Menschenhand darstellen, die großen Belastungen standhalten müssen.
Jetzt, über einen Monat nach der Tour, beim Verfassen des zweiten Tages mit vielen Isarbrücken besteht ja schon wieder ein gefühlt langer Abstand zum Einsturz des Polcevera-Viadukts, einer großen Autobahnbrücke in Genua.
Dabei mussten 43 Menschen, die dieses Bauwerk nichtsahnend befuhren,
am 14. August, dem Tag bevor ich meine Isartour begann, ihr Leben lassen.
Aufgrund der damaligen zeitlichen Aktualität hatte jede von mir passierte oder an den anderen Tagen auch befahrene Brücke eine besondere Bedeutung, da man sieht, wie wichtig regelmäßige Überprüfungen und Instandhaltungsarbeiten an diesen teils immensen Bauwerken sind, denen wir uns tagtäglich anvertrauen.

Die im Süden der Münchner Innenstadt gelegene 1871 fertiggestellte Braunauer Eisenbahnbrücke, die mit gut 150 m Länge als Teil des Südrings den Ostbahnhof mit dem Hauptbahnhof München verbindet.
Einwurf vom Hobby-Eisenbahner auf Radtour  :
Hier wird gerade ein Güterzug mit einer Siemens-Hochleistungslok der neuesten Generation vom Typ Vectron, Baureihe 193, je nach Ausführung bis zu 6400 kW Leistung, in Richtung Ostbahnhof und weiter in Richtung Rosenheim und Salzburg oder auch Brenner befahren.

Die im Süden der Münchner Innenstadt gelegene 1871 fertiggestellte Braunauer Eisenbahnbrücke, die mit gut 150 m Länge als Teil des Südrings den Ostbahnhof mit dem Hauptbahnhof München verbindet.
Einwurf vom Hobby-Eisenbahner auf Radtour :
Hier wird gerade ein Güterzug mit einer Siemens-Hochleistungslok der neuesten Generation vom Typ Vectron, Baureihe 193, je nach Ausführung bis zu 6400 kW Leistung, in Richtung Ostbahnhof und weiter in Richtung Rosenheim und Salzburg oder auch Brenner befahren.

Mit einer Gesamtlänge von 125 m überspannt die in 1904 als Betonbrücke errichtete Wittelsbacherbrücke, eine technisch gesehene Kopie der bald darauf folgenden Reichenbachbrücke, die Isar.
Die vier Bögen wurden mit Muschelkalksteinen verkleidet.

Mit einer Gesamtlänge von 125 m überspannt die in 1904 als Betonbrücke errichtete Wittelsbacherbrücke, eine technisch gesehene Kopie der bald darauf folgenden Reichenbachbrücke, die Isar.
Die vier Bögen wurden mit Muschelkalksteinen verkleidet.

Zwischen Wittelsbacher- und Reichenbachbrücke erscheint die markante Kirche St. Maximilian im neoromanischen Stil, die von 1892 bis 1908 erbaut wurde.

Zwischen Wittelsbacher- und Reichenbachbrücke erscheint die markante Kirche St. Maximilian im neoromanischen Stil, die von 1892 bis 1908 erbaut wurde.

Die weiter oben im Bericht bereits kurz angesprochene, insgesamt 135 m lange Reichenbachbrücke. 
Diese wurde anstelle einer früheren Holzbrücke als Betonbrücke neu gebaut und im Juli 1903 dem Verkehr übergeben.
1964 und 2000 wurde sie jeweils saniert.

Die weiter oben im Bericht bereits kurz angesprochene, insgesamt 135 m lange Reichenbachbrücke.
Diese wurde anstelle einer früheren Holzbrücke als Betonbrücke neu gebaut und im Juli 1903 dem Verkehr übergeben.
1964 und 2000 wurde sie jeweils saniert.

Unter einem Brückenbogen zeigt sich die Kehrseite unserer "modernen" Gesellschaft in Form dort wohnender Obdachloser.

Unter einem Brückenbogen zeigt sich die Kehrseite unserer "modernen" Gesellschaft in Form dort wohnender Obdachloser.

Kurz nach der Reichenbachbrücke erscheint am südlichen Ende der Museumsinsel, auf der sich das Deutsche Museum befindet, die Corneliusbrücke, von der es auch einen Zugang zur Insel gibt.
Drei Bögen mit einer gesamten lichten Weite von 121 m überspannen dabei den Haupt- und Nebenarm der Isar.
Da 1902 der östliche der beiden kleineren Bögen (hier im Bild der rechte) bei den Bauarbeiten kurz vor seiner Fertigstellung einstürzte und zwei tote, sowie mehrere verletzte Arbeiter forderte, wurde sie Anfang Oktober 1903 ohne Feierlichkeiten eröffnet.

Kurz nach der Reichenbachbrücke erscheint am südlichen Ende der Museumsinsel, auf der sich das Deutsche Museum befindet, die Corneliusbrücke, von der es auch einen Zugang zur Insel gibt.
Drei Bögen mit einer gesamten lichten Weite von 121 m überspannen dabei den Haupt- und Nebenarm der Isar.
Da 1902 der östliche der beiden kleineren Bögen (hier im Bild der rechte) bei den Bauarbeiten kurz vor seiner Fertigstellung einstürzte und zwei tote, sowie mehrere verletzte Arbeiter forderte, wurde sie Anfang Oktober 1903 ohne Feierlichkeiten eröffnet.

Vom östlichen Isararm, der "kleinen Isar" aus, hat man einen guten Blick auf die östliche Seite des Turms vom Deutschen Museum mit der Hygrometeranzeige und zu diesem Zeitpunkt etwas unter 50 % rel. Luftfeuchte.

Vom östlichen Isararm, der "kleinen Isar" aus, hat man einen guten Blick auf die östliche Seite des Turms vom Deutschen Museum mit der Hygrometeranzeige und zu diesem Zeitpunkt etwas unter 50 % rel. Luftfeuchte.

Von der von mir befahrenen Zeppelinstraße gelangt man auf der Ostseite mittels der Zenneckbrücke auf die Museumsinsel.
Links die Kuppel der Sternwarte, in der Mitte der runde Turm des Planetariums.

Von der von mir befahrenen Zeppelinstraße gelangt man auf der Ostseite mittels der Zenneckbrücke auf die Museumsinsel.
Links die Kuppel der Sternwarte, in der Mitte der runde Turm des Planetariums.

Der Verwaltungstrakt des Deutschen Museums, den ich deshalb speziell in diesem Bericht anspreche, da dort meine Mutter nach dem 2. Weltkrieg eine Anstellung in der Buchhaltung bekam.

Der Verwaltungstrakt des Deutschen Museums, den ich deshalb speziell in diesem Bericht anspreche, da dort meine Mutter nach dem 2. Weltkrieg eine Anstellung in der Buchhaltung bekam.

Ludwigsbrücke und Müller'sches Volksbad rechts dahinter

Ludwigsbrücke und Müller'sches Volksbad rechts dahinter

Die Äußere Ludwigsbrücke mit zwei Bögen und insgesamt 71 m Länge.
Diese und auch die Innere Ludwigsbrücke (zu Ehren König Ludwigs I.) sind aus architektonischen Gründen mit Naturstein verkleidete Stahlbeton-Brücken.

Die Äußere Ludwigsbrücke mit zwei Bögen und insgesamt 71 m Länge.
Diese und auch die Innere Ludwigsbrücke (zu Ehren König Ludwigs I.) sind aus architektonischen Gründen mit Naturstein verkleidete Stahlbeton-Brücken.

Blick von der Inneren Ludwigsbrücke auf den Hauptarm der Isar in Richtung Süden...

Blick von der Inneren Ludwigsbrücke auf den Hauptarm der Isar in Richtung Süden...

...und von der selben Stelle weiter in Flußrichtung gen Norden.

...und von der selben Stelle weiter in Flußrichtung gen Norden.

Beschreibung des unten folgenden Propellers eines Schnelldampfers auf der Ludwigsbrücke am Nordende des Deutschen Museums.

Beschreibung des unten folgenden Propellers eines Schnelldampfers auf der Ludwigsbrücke am Nordende des Deutschen Museums.

Von der Ludwigsbrücke aus gesehen links das Müller'sche Volksbad und Mitte rechts das Kulturzentrum Gasteig als kantiger Gebäudekomplex.

Von der Ludwigsbrücke aus gesehen links das Müller'sche Volksbad und Mitte rechts das Kulturzentrum Gasteig als kantiger Gebäudekomplex.

Von der Kleinen Isar aus erblickt man im Hintergrund die beiden Türme der Frauenkirche, für deren Bau von 1473-1475 7000 Holzstämme aus den Isarwinkler Bergen mit 147 Flößen auf der Isar in die Residenzstadt befördert wurden. 
Ab Mittenwald dauerte dabei die Fahrt bis München ca. 12 Stunden.

Von der Kleinen Isar aus erblickt man im Hintergrund die beiden Türme der Frauenkirche, für deren Bau von 1473-1475 7000 Holzstämme aus den Isarwinkler Bergen mit 147 Flößen auf der Isar in die Residenzstadt befördert wurden.
Ab Mittenwald dauerte dabei die Fahrt bis München ca. 12 Stunden.

Auf der gegenüberliegenden Westseite der Isar erscheint auf etwa halbem Weg zwischen dem Deutschen Museum und dem Maximilianeum die protestantische Kirche St. Lukas aus den 1890er-Jahren mit romanischer und neugotischer Architektur.

Auf der gegenüberliegenden Westseite der Isar erscheint auf etwa halbem Weg zwischen dem Deutschen Museum und dem Maximilianeum die protestantische Kirche St. Lukas aus den 1890er-Jahren mit romanischer und neugotischer Architektur.

Links oben ist nochmals ein Teil von St. Lukas erkennbar.
In Bildmitte liegt der unter Denkmalschutz stehende Kabelsteg in Form einer Bogenbrücke, die 1898 eröffnet wurde.
Die Gesamtlänge der die "kleine Isar" überspannenden zwei geschwungenen Bögen beträgt 76,50 m, wobei die am linken Ende befindliche Praterinsel mit dem hier rechts befindlichen Ostufer der Isar verbunden wird.
Die Fortführung von der Praterinsel zum Isar-Westufer über die "Große Isar" wird dann Mariannenbrücke genannt.
Auffällig am Kabelsteg ist die Öffnung über dem Pfeiler zwischen den zwei Bögen, die sowohl das Brückengewicht, als auch die Widerstandsfläche gegenüber einem massiven Hochwasser reduzieren soll. 
So überstand der Kabelsteg ein Hochwasser im September 1899, dem die Luitpold- und Max-Joseph-Brücke zum Opfer fielen, recht gut.

Links oben ist nochmals ein Teil von St. Lukas erkennbar.
In Bildmitte liegt der unter Denkmalschutz stehende Kabelsteg in Form einer Bogenbrücke, die 1898 eröffnet wurde.
Die Gesamtlänge der die "kleine Isar" überspannenden zwei geschwungenen Bögen beträgt 76,50 m, wobei die am linken Ende befindliche Praterinsel mit dem hier rechts befindlichen Ostufer der Isar verbunden wird.
Die Fortführung von der Praterinsel zum Isar-Westufer über die "Große Isar" wird dann Mariannenbrücke genannt.
Auffällig am Kabelsteg ist die Öffnung über dem Pfeiler zwischen den zwei Bögen, die sowohl das Brückengewicht, als auch die Widerstandsfläche gegenüber einem massiven Hochwasser reduzieren soll.
So überstand der Kabelsteg ein Hochwasser im September 1899, dem die Luitpold- und Max-Joseph-Brücke zum Opfer fielen, recht gut.

Der Kabelsteg von Ost nach West.

Der Kabelsteg von Ost nach West.

Gut in der Zeit: Freising, mit 37 km Entfernung auf dem mittleren weißen Entfernungsschild vermerkt, geht heute noch "locker vom Hocker", da dieses Foto laut Handyinfo um 12:10 Uhr getätigt wurde. Das könnte heute theoretisch noch weit gehen. 
Mal sehen...

Gut in der Zeit: Freising, mit 37 km Entfernung auf dem mittleren weißen Entfernungsschild vermerkt, geht heute noch "locker vom Hocker", da dieses Foto laut Handyinfo um 12:10 Uhr getätigt wurde. Das könnte heute theoretisch noch weit gehen.
Mal sehen...

Über dem Ostende der Maximiliansbrücke, auf die ich kurz hochgefahren bin, thront das 1874 endgültig fertiggestellte, mit der stadtseitigen 150 m langen Schaufassade recht eindrucksvolle Maximilianeum, seit 1949 der Sitz des Bayerischen Landtags und bereits seit 1876 die Stiftung Maximilianeum für begabte Studenten aus der Pfalz und Bayern beherbergend.
Anschließend folgen noch drei Fotos als Vergrößerung und vom rechten Flügel, den ich bedingt durch den Baumbewuchs davor und der von einem näheren Standpunkt aus fehlenden Weitwinkel-Optik der Handykamera nicht als Gesamtobjekt ablichten konnte.

Über dem Ostende der Maximiliansbrücke, auf die ich kurz hochgefahren bin, thront das 1874 endgültig fertiggestellte, mit der stadtseitigen 150 m langen Schaufassade recht eindrucksvolle Maximilianeum, seit 1949 der Sitz des Bayerischen Landtags und bereits seit 1876 die Stiftung Maximilianeum für begabte Studenten aus der Pfalz und Bayern beherbergend.
Anschließend folgen noch drei Fotos als Vergrößerung und vom rechten Flügel, den ich bedingt durch den Baumbewuchs davor und der von einem näheren Standpunkt aus fehlenden Weitwinkel-Optik der Handykamera nicht als Gesamtobjekt ablichten konnte.

Wieder am Radweg zurückgekehrt, der kurz darauf unter der Äußeren Maximiliansbrücke hindurchführt, sieht man einen der zwei gleichlangen Brückenbögen (beide Bögen überspannen eine Länge von 96 m) aus Muschelkalkstein-Quadern, die die Fahrbahn aus Stahlbeton tragen.
Auf der Brücke befindet sich gerade ein oben offener Doppeldeckerbus, der sich mit Touristen auf City-Sightseeingfahrt befindet - ich selbst bin ja auch auf
"Munich-Isar-City-Bike-Sightseeing-Tour"

Wieder am Radweg zurückgekehrt, der kurz darauf unter der Äußeren Maximiliansbrücke hindurchführt, sieht man einen der zwei gleichlangen Brückenbögen (beide Bögen überspannen eine Länge von 96 m) aus Muschelkalkstein-Quadern, die die Fahrbahn aus Stahlbeton tragen.
Auf der Brücke befindet sich gerade ein oben offener Doppeldeckerbus, der sich mit Touristen auf City-Sightseeingfahrt befindet - ich selbst bin ja auch auf
"Munich-Isar-City-Bike-Sightseeing-Tour"

Nochmals die zweibögige Äußere Maximiliansbrücke von Norden aus.
Bei 22 m Breite ist ein beidseitiger Verkehr für Trambahnen, Kfz, Radlern und Fußgängern möglich.

Nochmals die zweibögige Äußere Maximiliansbrücke von Norden aus.
Bei 22 m Breite ist ein beidseitiger Verkehr für Trambahnen, Kfz, Radlern und Fußgängern möglich.

Ein letzter Rückblick auf die Äußere Maximiliansbrücke, die nach rechts verlaufend, die Praterinsel (links) und die unbebaute Schwindinsel (benannt nach dem romantischen Maler Moritz von Schwind) durchtrennt.
Nach der Schwindinsel vereinigen sich die Große und die Kleine Isar wieder zur "einen" Isar.

Ein letzter Rückblick auf die Äußere Maximiliansbrücke, die nach rechts verlaufend, die Praterinsel (links) und die unbebaute Schwindinsel (benannt nach dem romantischen Maler Moritz von Schwind) durchtrennt.
Nach der Schwindinsel vereinigen sich die Große und die Kleine Isar wieder zur "einen" Isar.

Etwa einen halben km weiter befinde ich mich kurz am Ostende der etwa 67 m langen - zuerst stählernen - Luitpoldbrücke aus dem Jahre 1891, die beim weiter oben schon angeführten September-Hochwasser von 1899 einstürzte und beim Neubau in 1901 durch die noch heute bestehende Steinbogenbrücke ersetzt wurde.
Im Hintergrund gibt sich dabei der Friedensengel erkennbar.

Etwa einen halben km weiter befinde ich mich kurz am Ostende der etwa 67 m langen - zuerst stählernen - Luitpoldbrücke aus dem Jahre 1891, die beim weiter oben schon angeführten September-Hochwasser von 1899 einstürzte und beim Neubau in 1901 durch die noch heute bestehende Steinbogenbrücke ersetzt wurde.
Im Hintergrund gibt sich dabei der Friedensengel erkennbar.

Der vergoldete Friedensengel mit 6 m Höhe und 5 m Flügelspannweite wird von einer 23 m hohen Säule getragen. Zusätzlich mit der unterhalb der Säule befindlichen Tempelanlage beträgt die Gesamthöhe 38 m.
Errichtet wurde dieses Denkmal zur Erinnerung an das 25-jährige Jubiläum des Friedensschlusses nach Ende des Deutsch-Französischen Krieges von 1870 bis 1871.

Der vergoldete Friedensengel mit 6 m Höhe und 5 m Flügelspannweite wird von einer 23 m hohen Säule getragen. Zusätzlich mit der unterhalb der Säule befindlichen Tempelanlage beträgt die Gesamthöhe 38 m.
Errichtet wurde dieses Denkmal zur Erinnerung an das 25-jährige Jubiläum des Friedensschlusses nach Ende des Deutsch-Französischen Krieges von 1870 bis 1871.

Die Luitpoldbrücke mit Blickrichtung zur Innenstadt.

Die Luitpoldbrücke mit Blickrichtung zur Innenstadt.

Linkerhand der Luitpoldbrücke befindet sich auf der Westseite der Isar an der Ufermauer eine Dankesinschrift:
Luitpold
Prinzregent
von Bayern
liess
diese Brücke
erbauen

Linkerhand der Luitpoldbrücke befindet sich auf der Westseite der Isar an der Ufermauer eine Dankesinschrift:
Luitpold
Prinzregent
von Bayern
liess
diese Brücke
erbauen

Wiederum einen guten halben km nach der Luitpoldbrücke folgt die ebenfalls beim Hochwasser von 1899 zerstörte Max-Joseph-Brücke, die als Neubau im Jahre 1902 dem Verkehr übergeben und 1974 vollständig instand gesetzt wurde. 
Sie hat eine Gesamtlänge von 104 m und ist 18 m breit.

Wiederum einen guten halben km nach der Luitpoldbrücke folgt die ebenfalls beim Hochwasser von 1899 zerstörte Max-Joseph-Brücke, die als Neubau im Jahre 1902 dem Verkehr übergeben und 1974 vollständig instand gesetzt wurde.
Sie hat eine Gesamtlänge von 104 m und ist 18 m breit.

Im Norden Münchens passiert man das Stauwehr Oberföhring, das aber kein Kraftwerk darstellt, sondern die Aufgabe hat, die Isar aufzustauen und deren Wasser weitgehend in den Mittleren-Isar-Kanal abzuleiten, der erst bei Landshut wieder in die Isar mündet.

Im Norden Münchens passiert man das Stauwehr Oberföhring, das aber kein Kraftwerk darstellt, sondern die Aufgabe hat, die Isar aufzustauen und deren Wasser weitgehend in den Mittleren-Isar-Kanal abzuleiten, der erst bei Landshut wieder in die Isar mündet.

Am rechten Bildrand wird Isarwasser in den Kanal abgeleitet.

Am rechten Bildrand wird Isarwasser in den Kanal abgeleitet.

Nach dem Wehr fließt die verbliebene Isar nach rechts weiter.

Nach dem Wehr fließt die verbliebene Isar nach rechts weiter.

Hinweis kurz nach dem Stauwehr:
Der heiße Sommer 2018 blieb nicht ohne Wirkung auf die Fische.

Hinweis kurz nach dem Stauwehr:
Der heiße Sommer 2018 blieb nicht ohne Wirkung auf die Fische.

Etwas weiter folgt die 96 m lange St.-Emmeram-Brücke für den Fuß- und Radverkehr, die 1978 als mit Stahlträgern verstärkte Holzfachwerkbrücke errichtet wurde.
Nachdem sie im September 2002 durch Brandstiftung bis auf die Brückenpfeiler aus Beton komplett zerstört wurde, weihte man den Neubau als komplett überdachte Fachwerkkonstruktion aus Holz und Stahl am 13.5.2005 offiziell ein.

Etwas weiter folgt die 96 m lange St.-Emmeram-Brücke für den Fuß- und Radverkehr, die 1978 als mit Stahlträgern verstärkte Holzfachwerkbrücke errichtet wurde.
Nachdem sie im September 2002 durch Brandstiftung bis auf die Brückenpfeiler aus Beton komplett zerstört wurde, weihte man den Neubau als komplett überdachte Fachwerkkonstruktion aus Holz und Stahl am 13.5.2005 offiziell ein.

Das Standbild des hl. Emmeram auf der Isar-Ostseite.
Er war ein Wandermönch, der im Jahre 652 auf grausame Weise angeblich bei Kleinhelfendorf, nicht weit von meinem Heimatort Feldolling, gemartert wurde.

Das Standbild des hl. Emmeram auf der Isar-Ostseite.
Er war ein Wandermönch, der im Jahre 652 auf grausame Weise angeblich bei Kleinhelfendorf, nicht weit von meinem Heimatort Feldolling, gemartert wurde.

Ein letzter Blick auf die St.-Emmeram-Brücke.

Ein letzter Blick auf die St.-Emmeram-Brücke.

Die lebhaft wirkende Isar etwas unterhalb der sie querenden 
Autobahnbrücke der A 99.
Übrigens befinde ich mich hier seit etwa 1 km bereits außerhalb des Münchener Stadtgebiets, das südlich des Eisenbahn-Nordrings auf die Westseite entlang der Isar wechselte.

Die lebhaft wirkende Isar etwas unterhalb der sie querenden
Autobahnbrücke der A 99.
Übrigens befinde ich mich hier seit etwa 1 km bereits außerhalb des Münchener Stadtgebiets, das südlich des Eisenbahn-Nordrings auf die Westseite entlang der Isar wechselte.

Unter der Isarbrücke der A99 mit Blick in Richtung Nordwest.

Unter der Isarbrücke der A99 mit Blick in Richtung Nordwest.

Derselbe Standort mit Blick nach Südost mit Gerätschaften zur Brückenwartung und -reparatur.

Derselbe Standort mit Blick nach Südost mit Gerätschaften zur Brückenwartung und -reparatur.

Beiderseits seit kurzem "out of Munich" - das Stadtgebiet von München ist hier an einer kleinen unbenannten Fußgänger- und Radlerbrücke am südlichen Ende von Ismaning seit etwa 1 km beiderseits zu Ende.
Sprich jetzt geht's wieder flüssiger auf der von mir des öfteren (hoch-)gelobten "Prärie" weiter, wobei ich nach der Stadtdurchquerung auf der von mir auf diese interessante Art und Weise so noch nicht praktizierten Route feststellen möchte, daß ich zu einem späteren Zeitpunkt einmal gerne auf einem Fußmarsch z.B. die weiter oben angeführte Praterinsel, wie auch andere begleitende Gebiete, die an die Isar in der Stadt angrenzen, bewandern möchte. 
War ja ganz interessant, was bei den Recherchen im Internet an weiteren Details, die diesen Reisebericht in seinem Umfang sprengen würden, zu erfahren war.

Beiderseits seit kurzem "out of Munich" - das Stadtgebiet von München ist hier an einer kleinen unbenannten Fußgänger- und Radlerbrücke am südlichen Ende von Ismaning seit etwa 1 km beiderseits zu Ende.
Sprich jetzt geht's wieder flüssiger auf der von mir des öfteren (hoch-)gelobten "Prärie" weiter, wobei ich nach der Stadtdurchquerung auf der von mir auf diese interessante Art und Weise so noch nicht praktizierten Route feststellen möchte, daß ich zu einem späteren Zeitpunkt einmal gerne auf einem Fußmarsch z.B. die weiter oben angeführte Praterinsel, wie auch andere begleitende Gebiete, die an die Isar in der Stadt angrenzen, bewandern möchte.
War ja ganz interessant, was bei den Recherchen im Internet an weiteren Details, die diesen Reisebericht in seinem Umfang sprengen würden, zu erfahren war.

Im Blick zurück ist das mächtige Windrad auf der ehemaligen Müllbergdeponie erkennbar. 
In "Steinwurfweite" dieses Windrads befindet sich der "Hohe Tempel der Fußballkunst"   , sprich die Allianz-Arena. Allerdings vom Grüngürtel der Isar verdeckt.
Das Windrad ist in diesem Bericht die letzte Position, die noch auf Münchener Stadtgebiet zu sehen ist.

Im Blick zurück ist das mächtige Windrad auf der ehemaligen Müllbergdeponie erkennbar.
In "Steinwurfweite" dieses Windrads befindet sich der "Hohe Tempel der Fußballkunst" , sprich die Allianz-Arena. Allerdings vom Grüngürtel der Isar verdeckt.
Das Windrad ist in diesem Bericht die letzte Position, die noch auf Münchener Stadtgebiet zu sehen ist.

Also München ist nun Historie - der Blick geht nach vorne, wieder weiter auf der rechten Isarseite, wie seit Beginn des heutigen Tages.

Also München ist nun Historie - der Blick geht nach vorne, wieder weiter auf der rechten Isarseite, wie seit Beginn des heutigen Tages.

Nochmals die etwas weiter oben bereits beschriebene Brücke im Süden Ismanings, von der ich die vorigen Fotos tätigte.

Nochmals die etwas weiter oben bereits beschriebene Brücke im Süden Ismanings, von der ich die vorigen Fotos tätigte.

Rechterhand geht's weiter, sagt mir der Schilderwald.

Rechterhand geht's weiter, sagt mir der Schilderwald.

Hier mündet der Seebach, der aus Richtung der Ismaninger Speicherseen ankommt, in die Isar.

Hier mündet der Seebach, der aus Richtung der Ismaninger Speicherseen ankommt, in die Isar.

Der Seebach von der anderen Seite.

Der Seebach von der anderen Seite.

Immer wieder finden sich solche informative Skulpturen, mit Themen wie hier über die Vielfalt am Fluss und bedeutende Bauwerke

Immer wieder finden sich solche informative Skulpturen, mit Themen wie hier über die Vielfalt am Fluss und bedeutende Bauwerke

Nicht mehr weit vor Freising werden die beiden Einflugschneisen der zwei Lande- bzw. Startbahnen des Flughafens München gekreuzt. Hier befindet sich ein Jet mit bereits ausgefahrenem Fahrwerk aus Richtung Westen nicht mehr weit vor der Landebahn.

Nicht mehr weit vor Freising werden die beiden Einflugschneisen der zwei Lande- bzw. Startbahnen des Flughafens München gekreuzt. Hier befindet sich ein Jet mit bereits ausgefahrenem Fahrwerk aus Richtung Westen nicht mehr weit vor der Landebahn.

Nicht viel später folgt der Nächste.

Nicht viel später folgt der Nächste.

Oben am Himmel dröhnen die Flugzeuge ihrem Aufsetzpunkt entgegen, auf "Flughöhe Null" im Flußbett rauscht die Isar über eine Passage, wo sie mit Sauerstoff angereichert wird.

Oben am Himmel dröhnen die Flugzeuge ihrem Aufsetzpunkt entgegen, auf "Flughöhe Null" im Flußbett rauscht die Isar über eine Passage, wo sie mit Sauerstoff angereichert wird.

Nach dieser Auffrischungsstrecke geht die Isar ab Bildmitte wieder in ihren gemächlichen Verlaufsmodus über.

Nach dieser Auffrischungsstrecke geht die Isar ab Bildmitte wieder in ihren gemächlichen Verlaufsmodus über.

Unter der nördlichen Einflugschneise des heutigen Tages (Ostwind läßt bekanntlich die Jets aus Richtung Westen landen) befinde ich mich genau unter der Fluglinie und man kann auch deutlich zwei Positionslichter zwischen den Triebwerken erkennen.

Unter der nördlichen Einflugschneise des heutigen Tages (Ostwind läßt bekanntlich die Jets aus Richtung Westen landen) befinde ich mich genau unter der Fluglinie und man kann auch deutlich zwei Positionslichter zwischen den Triebwerken erkennen.

Tja, nun befinde ich mich an einem "Scheideweg" meines Tourablaufs.
Das obige Foto entstand kurz nach 15 Uhr, also könnte ich locker bis Moosburg geraten, bei vorsorglicher Vorbuchung eines Quartiers über's Handy, um auch später abends nicht erst noch suchen zu müssen, wäre auch Landshut eine Option gewesen.
Aber da ich am folgenden Tag wegen Nachtschicht sowieso die Tour hätte unterbrechen und nach Hause zurückkehren müssen, zog ich es vor, bei schönem Wetter vom Isarlauf abzuweichen, den kleinen Aussichtshügel außerhalb des Flughafengeländes bei Attaching anzusteuern, den Flugbetrieb einige Zeit lang zu beobachten und dann von dort rechtzeitig die nur wenige km kurze Strecke zum Bahnhof Freising zu fahren, um noch am selben Tag nach Hause zu kommen.

Unweit des o.g. Aussichtshügels beginnt der westliche Absperrzaun des Flughafenterritoriums.

Unweit des o.g. Aussichtshügels beginnt der westliche Absperrzaun des Flughafenterritoriums.

In Bildmitte im Hintergrund das MAC (Munich Airport Center) und der markante Tower vom Terminal 1.

In Bildmitte im Hintergrund das MAC (Munich Airport Center) und der markante Tower vom Terminal 1.

Zur Abwechslung ein kurzer Blick gen Norden nach Freising, das die beiden markanten Türme des Doms zeigt.

Zur Abwechslung ein kurzer Blick gen Norden nach Freising, das die beiden markanten Türme des Doms zeigt.

Dieses und die nächsten beiden Bilder zeigt ein und dieselbe 
Germanwings-Maschine kurz vor der Landung:
Hier noch etwas in der Luft...

Dieses und die nächsten beiden Bilder zeigt ein und dieselbe
Germanwings-Maschine kurz vor der Landung:
Hier noch etwas in der Luft...

... hier knapp über der Landebahn ...

... hier knapp über der Landebahn ...

... und hier setzt sie gerade auf der Landebahn auf, was an der leichten Qualmentwicklung hinter den Reifen ersichtlich ist (bei Bildvergrößerung deutlich sichtbar).
Im Nachhinein gesehen ist diese Drei-Bild-Landephase sehr gut gelungen, wenn man das eingesetzte Medium "Handy-Foto" berücksichtigt !

... und hier setzt sie gerade auf der Landebahn auf, was an der leichten Qualmentwicklung hinter den Reifen ersichtlich ist (bei Bildvergrößerung deutlich sichtbar).
Im Nachhinein gesehen ist diese Drei-Bild-Landephase sehr gut gelungen, wenn man das eingesetzte Medium "Handy-Foto" berücksichtigt !

Rechts im Bild eine der aktuellen zweimotorigen Ultralangstreckenmaschinen 
vom Typ Airbus A 350-900, kurz vor dem Einschwenken in die Startbahn in Ruhe verharrend, da erst noch ein im Landeanflug befindlicher Jet Vorrang hat.

Rechts im Bild eine der aktuellen zweimotorigen Ultralangstreckenmaschinen
vom Typ Airbus A 350-900, kurz vor dem Einschwenken in die Startbahn in Ruhe verharrend, da erst noch ein im Landeanflug befindlicher Jet Vorrang hat.

Der vorrangberechtigte, kleine Airbus kurz vor dem Aufsetzen...

Der vorrangberechtigte, kleine Airbus kurz vor dem Aufsetzen...

... und sogleich schwenkt die Langstreckenmaschine auf die Startbahn ein.
So wurde ich also an diesem Tag auf Radferntour auch noch zum sogenannten "Planespotter" !

... und sogleich schwenkt die Langstreckenmaschine auf die Startbahn ein.

So wurde ich also an diesem Tag auf Radferntour auch noch zum sogenannten "Planespotter" !

Des einen Freud, des anderen Leid...
Die Kehrseite der Medaille müssen die Anwohner tragen, wie hier die Attachinger, die schon seit langem gegen die 3. Startbahn kämpfen.
Mich trägt nach dem Intermezzo am Flughafen mein Weg durch die bereits lange vom Fluglärm geplagte Ortschaft Attaching in Richtung Norden nach Freising.

Des einen Freud, des anderen Leid...
Die Kehrseite der Medaille müssen die Anwohner tragen, wie hier die Attachinger, die schon seit langem gegen die 3. Startbahn kämpfen.
Mich trägt nach dem Intermezzo am Flughafen mein Weg durch die bereits lange vom Fluglärm geplagte Ortschaft Attaching in Richtung Norden nach Freising.

Auf der Korbiniansbrücke, die nur für den Linienverkehr, Radfahrer und Fußgänger freigegeben ist, bekomme ich wieder kurzzeitig Sichtkontakt zur Isar, die hier in Richtung Moosburg weiterfließt.

Auf der Korbiniansbrücke, die nur für den Linienverkehr, Radfahrer und Fußgänger freigegeben ist, bekomme ich wieder kurzzeitig Sichtkontakt zur Isar, die hier in Richtung Moosburg weiterfließt.

Ein Monument des hl. Johannes Nepomuk auf der Korbiniansbrücke.

Ein Monument des hl. Johannes Nepomuk auf der Korbiniansbrücke.

Der Blick flußaufwärts.

Der Blick flußaufwärts.

Und natürlich hat auch der Namensgeber der Brücke, der hl. Korbinian,
seinen Standplatz auf der Brücke.

Und natürlich hat auch der Namensgeber der Brücke, der hl. Korbinian,
seinen Standplatz auf der Brücke.

Nur noch wenige Pedalumdrehungen vor dem Bahnhof Freising bietet sich ein, wenn auch von der Bahn-Oberleitung etwas beeinträchtigter Blick auf St. Maria und St. Korbinian, den Dom zu Freising.
So geht dieser zweite Tourtag seinem Ende entgegen und am späten Nachmittag trete ich von Freising aus mit der S-Bahn die Rückfahrt bis Aying an, von wo aus ich noch gut 15 km über den Umweg via Lauser Weiher nach Hause zu radeln hatte.
Die Fortsetzung der hier gewollt unterbrochenen Radferntour sollte dann einige Zeit später, wiederum bei einem Überstundenabbau stattfinden.

Nur noch wenige Pedalumdrehungen vor dem Bahnhof Freising bietet sich ein, wenn auch von der Bahn-Oberleitung etwas beeinträchtigter Blick auf St. Maria und St. Korbinian, den Dom zu Freising.
So geht dieser zweite Tourtag seinem Ende entgegen und am späten Nachmittag trete ich von Freising aus mit der S-Bahn die Rückfahrt bis Aying an, von wo aus ich noch gut 15 km über den Umweg via Lauser Weiher nach Hause zu radeln hatte.
Die Fortsetzung der hier gewollt unterbrochenen Radferntour sollte dann einige Zeit später, wiederum bei einem Überstundenabbau stattfinden.

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Vom Isarursprung bis zur Mündung in die Donau in 2018. Im "Drei-Flüsse-Jahr 2018" war nach der Donau von Leipheim bis Passau und dem Lech ab der Ortschaft Lech am Arlberg bis zur Donaumündung am Lechspitz noch die Isar ein passendes Flußthema.
Details:
Aufbruch: 15.08.2018
Dauer: 14 Tage
Heimkehr: 28.08.2018
Reiseziele: Deutschland
Österreich
Der Autor
 
Andreas Rohbogner berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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