Burgund - Kernland des europäischen Mittelalters

Frankreich-Reisebericht  |  Reisezeit: September 2018  |  von Angelika Gutsche

Unterwegs nach Montréal: Burgundische Landschaft

Durch hügelige Landschaft mit Feldern und Weiden für die weißen, burgundischen Rinder geht es Richtung Avalon. Zwar führt die Straße immer wieder durch kleine Dörfer, dennoch ist die Landschaft nicht zersiedelt, sondern wirkt sehr naturbelassen. Genauso könnte es vor tausend Jahren auch schon ausgesehen haben. Burgund – ein Synonym für Mittelalter?

Weiße Rinder - eine Besonderheit Burgunds

Weiße Rinder - eine Besonderheit Burgunds

Christa Dericum schreibt: „Burgund, das sind von alters her goldene Weinberge, grüne Hügel zwischen Seine, Loire und Saône, die kargen Hänge des Jura, weitgedehnte Wälder und üppige Wiesen mit dem weißen Vieh und großen Schafherden, fruchtbare Äcker, schroffe Felsen mit ihren unheimlichen Geschichten. Burgund, das ist Wasser, das von den Felsen herabstürzt, Waser in Gräben und Kanälen, Teichen und Seen, und das sind die herrlichen Flüsse.“
(Lit.: „Burgund – Erzählte Landschaft“ von Christa Dericum)

Burgundische Landschaft

Burgundische Landschaft

Montréal

Auf den Weg nach Avalon kommen wir durch Montréal. Über diesen Ort weiß unser Reiseführer, dass er „mit seinem mittelalterlichen Stadtbild zu den schönsten Orten in Burgund gehört“. Das können wir nur bestätigen als wir das ganze Dorf durchqueren, um zu der am höchsten Punkt des Dorfes gelegenen frühgotischen Kirche Notre Dame zu gelangen. Der Besuch der Kirche lohnt, insbesondere bietet auch hier das geschnitzte Chorgestühl witzige Motive: zwei bissige Hunde, die sich um einen Knochen balgen oder ein Brüderpaar, wohl die Schnitzmeister, bei der Brotzeit.

© Angelika Gutsche, 2019
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Wir haben viel gelernt über das dunkle Mittelalter mit der maßgeblichen Rolle, die burgundische Herzöge darin spielten, über Religionsgeschichte und die Bedeutung neugegründeter Orden und deren Klöster, über Baugeschichte und Kultur mit dem Hauptaugenmerk auf romanischer und gotischer Architektur und Kunst, aber auch über Käseherstellung und Weinerzeugung
Details:
Aufbruch: 18.09.2018
Dauer: 13 Tage
Heimkehr: 30.09.2018
Reiseziele: Frankreich
Der Autor
 
Angelika Gutsche berichtet seit 14 Jahren auf umdiewelt.
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