"Unsere" Route des Grandes Alpes

Frankreich-Reisebericht  |  Reisezeit: September / Oktober 2019  |  von Inge Waehlisch Soltau

Chamonix - Val d'Isère und Tignes - Col de l'Iseran und Col du Galibier - Briancon - Col d'Izoard und Col du Vars - Barcelonette - Col de la Bonnette - Gorge du Verdon - Lac Serre-Poncon - Stopover in Chambéry

Impressionen von 1998

Eigentlich verläuft die "Original Route des Grandes Alpes" von Thonon-les-Bains am Genfersee bis Menton am Mittelmeer.
Aber wir fuhren bei unserem ersten Mal - Mitte September 1998 - nach Chamonix, um von dort aus zu starten. Chamonix ist ein weltbekannter Wintersportort und wird geprägt vom Mont Blanc Massiv.

Blick auf den Mont Blanc

Blick auf den Mont Blanc

Von Chamonix aus fuhren wir durch den 11,6 km langen Montblanc-Tunnel, der 1965 eröffnet wurde. Nur ein halbes Jahr später - im Mai 1990 - passierte dort ein furchtbares Unglück. Die Fracht eines LKWs fing Feuer, und 39 Menschen starben - auch weil das Sicherheitskonzept vollkommen veraltet war.
Wir kamen in den bekannten Wintersportort Courmayeur im Aostatal auf der anderen Seite des Mont Blancs gelegen. Von da aus überquerten wir den 2190 m hohen gut ausgebauten Petit-St.-Bernard, der das Aostatal mit Savoyen verbindet.

Col du Petit St. Bernard

Col du Petit St. Bernard

Viel Schnee schon Mitte September

Viel Schnee schon Mitte September

Wir machten einen Stopp in Val d'Isère, einem der bekanntesten Skiorte in den Alpen und waren überrascht, dass um diese Jahreszeit fast keine Touristen hier waren.
Ab Val d'Isère sind die Hänge am Col de l'Iseran - der höchstgelegenen Pass-Strasse der Alpen - eher karg. Auf der 2764 m hohen Passhöhe befinden sich eine kleine Kirche und ein Hospiz.

In Val d'Isère

In Val d'Isère

Col de l'Iseran

Col de l'Iseran

Dann fuhren wir durch den kleinen Ort Mondane auf 1000 m Höhe, wo sogar der TGV von Paris nach Mailand hält.
Dort begann dann sozusagen schon die Anfahrt zum Col du Galibier, einem der Pässe, der regelmässig von der Tour de France ins Programm genommen wird. Zunächst ging es aber über den 1566 m hohen Télégraphe nach Valloire, dem letzten Ort vor dem Col du Galibier. Die Passhöhe befindet sich auf 2566 m Höhe, die Steigung beträgt bis zu 14%.

Col du Galibier

Col du Galibier

Blick von der Passhöhe

Blick von der Passhöhe

Blick zurück von der Passhöhe des Col du Galibier

Blick zurück von der Passhöhe des Col du Galibier

Der nächste Pass war der 2058 m hohe Col de Lauterat, und jetzt war es nicht mehr weit nach Briancon. Diese auf 1326 m gelegene Stadt hat eine sehenswerte Altstadt mit einer Festungsmauer und ist die höchstgelegenste französische Stadt, und war schon oft ein Etappenziel für uns.
Von Briancon aus fuhren wir über den 2361 m hohen Col D'Izoard, eine der schönsten Alpenpässe mit einer hochalpinen Vegetation an der Nordrampe und einer Mondlandschaft an der Südrampe.
Zwischen den Pässen Izoard und Vars liegt die kleine alte Stadt Guillestre mit einer Festungsanlage und Stadttoren.
Auf einer kurvenreiche Strasse erreichten wir die 2109 m hohe Passhöhe des Col de Vars, dort ist die Grenze zwischen den Départements Haute-Alpes und Alpe-de-Haute-Provence.
Jetzt lag noch ein Pass vor uns, bevor wir ans Mittelmeer kamen, und zwar der 2715 m hohe Col de Bonette mit bis zu 12% Steigung und eine der höchstgelegensten Alpenstrassen.

Blick auf Briancon

Blick auf Briancon

St. Raphael

Nach der Fahrt durch die Alpen erreichten wir St. Raphael, den bekannten Badeort mit einer schönen Strandpromenade, einem Yachthafen, Sandstränden in der Nähe und einer sehenswerten Altstadt mit einem beliebten Markt und nicht weit vom Esterel-Gebirge.

Der Yachthafen

Der Yachthafen

Massif Estérel

Massif Estérel

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Die Reise
 
Details:
Aufbruch: 22.09.2019
Dauer: 15 Tage
Heimkehr: 06.10.2019
Reiseziele: Frankreich
Der Autor
 
Inge Waehlisch Soltau berichtet seit 18 Monaten auf umdiewelt.