Wachau

Österreich-Reisebericht  |  Reisezeit: August 2010  |  von Meinhard + Birgitta Pontilli

Weltkulturerbe - Wachau

Wachau

10. bis 12. August 2010

Unser Kurzurlaub startet am Dienstag um 9:45 von Köflach aus. Wir entscheiden uns für die längere, aber landschaftlich schönere Strecke über Fronleiten, Bruck, Seebergsattel,... nach Mariazell, wo wir um 12:00 eintreffen.

Nach der Besichtigung der berühmten Basilika zünden wir noch Kerzen im eigens dafür gebauten "Kerzenraum" an. Danach spazieren wir durch den Wallfahrtsort und nach einem kleinen Mittagessen im Gastgarten setzen wir unsere Reise fort (13:15) und erreichen nach
1 ½ Stunden unser Ziel in der Emmersdorf: das Landhotel Wachau mit Blick auf Stift Melk.

Stift Melk

Stift Melk

Ruine oberhalb von Dürnstein

Ruine oberhalb von Dürnstein

Dürnstein

Dürnstein

Einchecken und gleich wieder ins Auto zu einer ersten Erkundungsfahrt entlang der Donau.

Wir machen einen Bummel durch das nette alte Städtchen Dürnstein und kosten uns gleich mal durch alle Marillenprodukte. Nicht nur kosten, auch kaufen. Schließlich haben wir gleich mal € 79,- für Marillenschnaps, -bitter, -chutney, -ketchup, -essig und Marillenlikör in Dürnstein gelassen.

Bei Mautern überqueren wir die Donau und fahren - mit einem Fotostop auf einem Campingplatz genau gegenüber von Dürnstein - auf der anderen Seite retour.

Dürnstein

Dürnstein

Dann sind wir aber doch müde und genießen nur mehr ein gutes Abendessen auf der Terrasse unseres Hotels. Es gibt Carpaccio, für mich Saibling mit Mohnkruste (leider 2x gestorben), ein Schweinsfischerl mit Eierschwammerl und für Meinhard natürlich noch einen Marillenknödel.

Ruine Aggstein

Ruine Aggstein

mit Blick auf die Donau

mit Blick auf die Donau

Blick Richtung Rittersaal

Blick Richtung Rittersaal

vom gegenüberliegenden Felsen

vom gegenüberliegenden Felsen

Am Mittwoch diskutieren wir beim Frühstück ob Golfen oder nicht. Schließlich haben wir unser Auto vollgerammelt mit Golfzeug. Nachdem für heute wieder 30 Grad angesagt sind beschließen wir die Burgruine Aggstein zu besichtigen, die wir dann um 10:30 nach einer fürchterlichen Zufahrt (nur Baustellen) erreichen. Von der Ruine aus hat man einen sagenhaften Blick auf das Weltkulturerbe Wachau.
Diese imposante Festung blickt auf 900 Jahre Geschichte zurück und ist in den letzten Jahren ziemlich gut renoviert worden. Nach über einer Stunde haben wir Aggstein total, inklusive gefährlicher Felskletterei gegenüber von der Anlage (um noch bessere Fotos zu schießen). Hier geht übrigen der österreichische Jakobsweg durch.
Auf meine Frage wie es Meinhard gefallen hat bekomme ich die Antwort: "War schöner als 3 Löcher zu verschustern!"

Stift Melk

Stift Melk

Der erste Saal

Der erste Saal

Stiftskirche

Stiftskirche

Bibliothek

Bibliothek

Stiftskirche innen

Stiftskirche innen

Um 12:20 Weiterfahrt zum 12 km entfernten Stift Melk. Diese barocke Anlage beherbergt eine Ausstellung wo man Relikte, das Melker Kreuz, die Kolomann Monstranz, einen Sparsarg,... bewundern kann. Das ganze wird mit viel Glas und Spiegel kombiniert.
Weiters sehen wir den Marmorsaal, die Terrasse mit Blick auf Melk und Donau. Dann kommen wir in die Bibliothek von der wir ziemlich beeindruckt sind. Nach der Stiftskirche sehen wir uns noch eine Ausstellung über die Werke von Jakob Prandtauer (hat ab 1702 Stift Melk gebaut) im Gewölbe an.
Noch ein Spaziergang durch die Gartenanlage und dann legen wir noch eine Pause im Stiftskaffee ein und fahren weiter zur 8 km entfernten Schallaburg die wir um 15:00 erreichen.

Schallaburg

Schallaburg

Innenhof

Innenhof

Terrakottafigur

Terrakottafigur

Nachdem wir € 18,- Eintritt bezahlt haben machen wir gleich einen Rundgang. Bei diesem beschilderten Rundgang wird die Entwicklung der Schallaburg von einer hochmittelalterlichen Burganlage zum renaissancezeitlichen Schloss erläutert.
Als erstes kommen wir in den großen Arkadenhof. Dieser wurde nach italienischem Vorbild mit Terrakottafiguren ausgestattet. Der kleine Arkadenhof ist in schwarz/weiß gehalten. Weiters sehen wir noch eine Krypta, das "Hundefräulein", die Küche, den Garten,... außerdem gibt es derzeit eine super Ausstellung über die 60er Jahre. Jeder Raum hat ein anderes Thema: Weltgeschehen, Architektur, Rollenklischees, Mode, Kirche, Aktionismus,... bis zu den Beatles und Woodstock ist alles vorhanden. Wir haben die größte Gaude!

Im Schlosshof muss ich noch einen unverschämt teuren (€ 5,70), aber unverschämt guten Kaffee probieren - einen Verlängerten mit Marillenlikör und Schlag.

Auf der Rückfahrt suchen wir noch einen guten Marillenstand für die morgige Heimreise.
Um 18:00 sind wir schließlich im Hotel und dort genießen wir nur noch den lauen Abend...

Schloss Artstetten

Schloss Artstetten

Ein Auto der damaligen Zeit

Ein Auto der damaligen Zeit

Am Donnerstag, nach einem ausgiebigen Frühstück checken wir aus und besichtigen noch das ca. 8 km entfernte Schloss Artstetten.
Hier wird das Andenken an Thronfolger Franz Ferdinand gewahrt, der in Sarajevo einem Mordanschlag zum Opfer fiel. Wir machen einen Streifzug durch die österreichische Geschichte, von der wir leider nicht immer alles wissen (Schande!). Weiters gibt es heuer die Sonderausstellung. "Jedermanns Thron... Wohin selbst der Kaiser zu Fuß ging". Ist total witzig!
Zum Abschluss besichtigen wir noch die zweitgrößte Wallfahrtskirche in Österreich: Maria Taferl im Waldviertel. Die Basilika wurde von 1660 bis 1720 erbaut und ist derzeit auch eine kleine Baustelle.

Maria Taferl

Maria Taferl

Noch ein letztes Mal der Donau entlang bis Spitz (zum Wein kaufen beim Donabaum) und Dürnstein (Likör) und zu unserem Marillenstandl wo wir so ziemlich die letzten Marillen bekommen.

Um 14:30 treten wir schließlich unsere Heimreise an, diesmal über die Autobahn (3 h).
Ein wunderschöner Kurzurlaub, der mich zu Hause auch noch lang beschäftigt: Marillenmarmelade, Marillenkuchen, Marillenknödel,..............

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Die Reise
 
Details:
Aufbruch: 10.08.2010
Dauer: 3 Tage
Heimkehr: 12.08.2010
Reiseziele: Österreich
Der Autor