Von Garmisch über Salzburg an den Wolfgangsee

Österreich-Reisebericht  |  Reisezeit: September / Oktober 2014  |  von Inge Waehlisch Soltau

---Lustschloss Heilbrunn---

Wenn man genügend Zeit in Salzburg hat, lohnt sich ein Besuch des Lustschlosses Hellbrunn. Falls man nicht mit dem Auto hinfahren möchte, kann man von der Innenstadt den Bus Nr. 25 nehmen, was wir auch machten.
Der Fürsterzbischof Markus Sittikus von Hohenems liess das Schloss Hellbrunn als Landsitz errichten. Das Schloss und die Gärten zählen zu den prächtigsten Renaissancebauten nördlich der Alpen. Lustschlösser waren damals sehr beliebt, sie dienten den Herrschenden als Orte des Vergnügens.

Schloss Hellbrunn

Schloss Hellbrunn

Im Schloss ist der grosse Festsaal mit farbenprächtigen Wand- und Deckenmalereien verziert. Eine Wand im Chinesischen Zimmer ist mit einer exotischen Tapete bespannt. Im Musikzimmer sieht man kostbare Fresken und eine wunderbare Kuppel.

Musikzimmer

Musikzimmer

Kachelofen

Kachelofen

Chinesische Tapete

Chinesische Tapete

Heute noch finden Konzerte und Feste in der Orangerie, dem Schloss und dem Schlosshof statt.
Der Schlosspark ist ein weitläufiger Garten mit Grotten, Brunnen, Weihern und Steinskulpturen. Neben den Grünflächen sieht man Blumenbeete und uralte Bäume.
Ein zentraler Punkt ist das grosse Wasserparterre, dessen Teiche mit kunstvollen Buchsbaum-Ornamenten gesäumt sind.

Im Schlosspark

Im Schlosspark

Hinter dem Schloss findet man den grossen von schönen Mosaiken gezierten Brunnen Altemps, das Wasser kommt aus einer natürlichen Quelle. Das direkt aus dem Felsen herausgehauene Steintheater ist eines der ältesten Freilufttheater Europas.
Auf einer Anhöhe steht das Monatsschlössl - heute ein Volkskundemuseum.
Der grosse Garten ist ein beliebtes Ausflugsziel für Familien mit Kindern, es gibt einen grossen Spielplatz und eine Spielwiese. Sportler finden im Sommer eine Laufstrecke und im Winter eine gespurte Loipe.

Steintheater

Steintheater

Die Wasserspiele mit den geheimnisvollen Grotten, wasserbetriebenen Figurenspielen und überraschenden Wasserspritzern begeistern schon seit 400 Jahren. Auf der gesamten Schlossanlage gibt es Brunnen, Grotten und Skulpturen, wo mit versteckten Düsen, Röhren und Kanälen Waser fliesst, sprüht oder spritzt.

Weiher

Weiher

Die steinernen Sitze am Fürstentisch sind mit Wasserkanälen versehen. Der Erzbischof sass auf dem einzigen Stuhl ohne Spritzvorrichtung und überraschte seine Gäste mit plötzlichen Wasserstrahlen. Vor den bereits nassen flüchtenden Gästen baute sich dann noch eine versteckte Wasserwand auf mit 87 Düsen im Boden.

Wasserspiele Fürstentisch

Wasserspiele Fürstentisch

Die Grotten sind den mythologischen Göttern gewidmet: die Spiegelgrotte mit Sinnestäuschungen, die Ruinengrotte und die Venusgrotte mit einer Statue der Liebesgöttin.

Venusgrotte

Venusgrotte

Orpheus-Grotte

Orpheus-Grotte

Die grösste ist die Neptungrotte, bewacht von Meeresrössern und unterhalb der Statue des Gottes mit dem Dreizack befindet sich Germaul, ein grosser Wasserautomat in Form eines Kopfes. Die Fratze mit den rollenden Augen streckt die Zunge heraus und überrascht mit Wassergüssen aus versteckten Düsen und Kanälen.

Neptun-Grotte

Neptun-Grotte

In der Mitte der Kronen- oder Midasgrotte schwebt auf breitem Strahl eine Krone, die sich hoch und runter bewegt dank konstantem Wasserdruck. Auch hier gibt es überraschende Wasserfontänen aus Decke, Boden und Wänden.
In der Vogelsang-Grotte hört man das Gezwitscher verschiedener Vogelstimmen.

Mitlas oder Kronengrotte

Mitlas oder Kronengrotte

Die Wasserautomaten in den Grotten entlang des Fürstenwegs stellen Szenen dar aus Mythologie und Handwerk: ein Schleifer bei der Arbeit, der Gott Apollo, ein Müller mit dem Mühlenrad, der Gott Perseus bei seinem Kampf gegen einen Drachen und ein Töpfer bei der Arbeit. Hinter den Grotten befindet sich ein kleiner Kanal mit Pumpwerk, das die Figuren in Bewegung setzt.

Decke der Vogelsanggrotte

Decke der Vogelsanggrotte

Spiegelgrotte

Spiegelgrotte

Muschelgrotte

Muschelgrotte

Im mechanischen Theater mit einer von Wasser betriebenen Orgel stellen 200 wasserbetriebene Figuren das Leben in einer barocken Kleinstadt dar - ein Spiegel der Gesellschaft des 18. Jahrhunderts.
Die Wasserspiele können nur mit Führung (ca. 30 Minuten) besichtigt werden und kosten pro Person € 10,50, was viele Leute als recht teuer empfinden.

Mechanisches Theater

Mechanisches Theater

Der Schlosspark ist ein weitläufiger Garten mit Grotten, Brunnen, Weihern und Steinskulpturen. Neben den Grünflächen sieht man Blumenbeete und uralte Bäume.
Ein zentraler Punkt ist das grosse Wasserparterre, dessen Teiche mit kunstvollen Buchsbaum-Ornamenten gesäumt sind.

Im Schlosspark

Im Schlosspark

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Garmisch-Partenkirchen mit der Zugspitze und der Partnachklamm, Salzburg mit der Festung Hohensalzburg und dem Lustschloss Heilbrunn, der Wolfgangsee und am Dachstein
Details:
Aufbruch: 24.09.2014
Dauer: 15 Tage
Heimkehr: 08.10.2014
Reiseziele: Deutschland
Österreich
Der Autor
 
Inge Waehlisch Soltau berichtet seit 11 Monaten auf umdiewelt.