Von Garmisch über Salzburg an den Wolfgangsee

Österreich-Reisebericht  |  Reisezeit: September / Oktober 2014  |  von Inge Waehlisch Soltau

Am Wolfgangsee

St. Gilgen

Wir kamen von Salzburg an den Wolfgangsee, und so war der erste Ort, den wir anfuhren, St. Gilgen. Am Morgen lag noch ein leichter Nebel über dem See, so dass es fast mystisch aussah.
Der bis 114 m tiefe Wolfgangsee ist einer der schönsten und attraktivsten Seen im Salzkammergut.

Etwas mystisch am Morgen...

Etwas mystisch am Morgen...

Nach einem kleinen Rundgang durch den Ort setzten wir unsere Reise fort, denn um St. Wolfgang zu erreichen, muss man den ganzen See umrunden und noch ein Stück zurückfahren. Wegen der hohen Berge zwischen St. Gilgen und St. Wolfang gibt es keine direkte Strasse zwischen diesen beiden Orten.

Schönes Haus

Schönes Haus

St. Wolfgang

Die Marktgemeinde St. Wolfang am Nordufer des Sees hat nur ca. 2800 Einwohner. Die Attraktivität dieses Ortes liegt in der Kombination von See und Bergen inmitten einer wunderschönen Natur. In den alten Bürgerhäusern findet man Unterkünfte, Restaurants und Geschäfte. In der Wallfahrtskirche befindet sich ein berühmter Flügelaltar.
Bekannt wurde St. Wolfgang durch die Operette "Weisses Rössl" - jetzt ein 4* Hotel - in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts, Auch der österreichische Kaiser kam hierher, wenn er sich im nahen Bad Ischl aufhielt.
Die steilste Zahnradbahn von Österreich fährt seit 1893 auf dem hoch über dem See und St. Wolfgang gelegenen Schafberg.
Von unserem Hotel " Peter", wo wir mit einem Glas Sekt begrüsst wurden, hatten wir einen phantastischen Blick auf den Ort, den See mit den Ausflugsschiffen und die Berge.

Blick vom Hotel

Blick vom Hotel

Blick vom Hotel

Blick vom Hotel

Bad Ischl

Bad Ischl wurde von den Habsburgern als Sommerfrische auserkoren. Kaiser Franz Josef kam 60 Jahre lang hierher, wo er auch seine Verlobung mit Sisi - Prinzessin Elisabeth von Bayern - bekannt gab.
Aber Bad Ischl ist auch die "Lehar-Stadt". Der Komponist hat hier viele Bühnenwerke komponiert. Lehar ist 1948 in diesem Ort gestorben und wurde hier auch begraben.

Nikolaus-Kirche

Nikolaus-Kirche

Innenraum der Kirche

Innenraum der Kirche

Für einen Spaziergang im Kurpark war das Wetter zu trübe - aber wenigstens hatte der Regen aufgehört - und so schauten wir uns u.a. das ehemalige denkmalgeschützte Post und Telegrafenamt aus der k.u.k.-Zeit an.
Sehenswert ist auch die St. Nikolaus-Kirche mit dem 72 m hohen Turm.und den Fresken, Altarbildern, Mosaiken, geschnitztem Kreuzweg und der Orgel.

Altes Post- und Telegrafen-Amt

Altes Post- und Telegrafen-Amt

Am Schwarzensee

Das Wetter schaute gut aus am Morgen, und so fuhren wir zum nahe gelegenen Schwarzensee.
Zwischen dem Wolfgangsee und dem Attersse liegt auf einem 715 m hohen Hochplateau etwas versteckt der idyllische bis 67 m tiefe Schwarzensee.
Der Schwarzensee hat zahlreiche Zuflüsse und ist ein sehr fischreicher Bergsee. Der See hat eine hervorragende Wasserqualität, und es gibt einige Bademöglichkeiten.

Der Schwarzensee

Der Schwarzensee

Zufluss zum Schwarzensee

Zufluss zum Schwarzensee

Der Parkplatz direkt beim See ist gebührenpflichtig. Nachdem man das Auto abgestellt hat, kann man den See in ca. einer Stunde auf einer wunderschönen leichten Tour umrunden. Grösstenteils auf Schotte läuft man durch einen Mischwald und an Almen vorbei. Wer mag, kann in einem Alpengasthof einkehren.

Der Schwarzensee

Der Schwarzensee

Seerosen

Seerosen

Postalm - Wiestleralm und Thoralm

Zur Postalm gelangt man von Strobl am Wolfgangsee aus über eine mautpflichtige Panoramastrasse durch das Weissenbachtal auf das Hochplateau.

Am Morgen in Strobl

Am Morgen in Strobl

Blick von Strobl auf den See und die Berge

Blick von Strobl auf den See und die Berge

Die Postalm - bis vor 300 Jahren ein riesiges Waldgebiet - ist das grösste Almengebiet und das grösste Hochplateau von Österreich. Das Gebiet liegt in einer Höhenlage von 1200 bis 1900 m.
Die Almen werden bis heute bewirtschaftet, bis zu 2000 Rinder, Pferde und Schafe finden hier ihre Sommerweide.
Natürlich kann man hier gut Wanderungen machen, und dazu gehört natürlich auch eine Einkehr in einer der Almhütten oder Berggasthöfe.

Auf der Alm...

Auf der Alm...

Leider privat...

Leider privat...

Wir enschlossen uns zu der Wanderung auf die Wiesler- und Thoralm. Zunächst ging es quer über die Almweide - leider auch mit den "Hinterlassenschaften" der Kühe - und vorbei an der historischen Postalmhütte und der kleinen Postalm-Kapelle von 1865.

Kapelle Postalm

Kapelle Postalm

Schöner Wanderweg

Schöner Wanderweg

Immer wieder hatten wir schöne Ausblicke auf die herrliche Bergwelt des Salzkammerguts bis zum Dachstein.
Man läuft am Wieslerbach entlang und dann wieder aufwärts zur Thoralm-Hütte.
Dort machten wir Rast mit einer zünftigen "Jause" einschliesslich Jagatee. Auf dem Rückweg zum Parkplatz kann man noch einen kleinen Abstecher machen zur Schafbergblickhütte, von wo aus man einen sehr schönen Blick auf den Wolfgangsee hat.

Durchblick auf die hohen Berge

Durchblick auf die hohen Berge

Wandern mitten in der Bergwelt

Wandern mitten in der Bergwelt

Quer über die Almen...

Quer über die Almen...

Zwölferhorn

Von St. Gilgen aus fährt man mit der "Nostalgie"-Seilbahn auf das 1522 m hohe Zwölferhorn. Auch dieses Gebiet ist ein Wanderparadies.

Blick auf den Wolfgangsee von der Seilbahn

Blick auf den Wolfgangsee von der Seilbahn

Blick auf den Schafberg

Blick auf den Schafberg

Von der Bergstation kann man eine kleinere Wanderung auf dem Pillstein-Panorama-Rundweg machen. An mehreren Schautafeln erfährt man Wissenswertes über Almbewirtschaftung, Almleben, Landschaft, Blumen, Geologie und das Zwölferhorn.

Solide Konstruktion

Solide Konstruktion

Blick auf St. Gilgen

Blick auf St. Gilgen

Das Zwölferhorn ist eine der schönsten Aussichtsberge am Nordrand der Alpen. Hier findet man rundum eine einzigartige Almlandschaft.
Natürlich machten wir auch eine Wanderung dort oben und waren fast 2 Stunden unterwegs.

Schöne Wanderwege am Zwölfhorn

Schöne Wanderwege am Zwölfhorn

Der Wanderweg

Der Wanderweg

Das Zwölferhorn ist bekannt für das Paragleiten. Von der Bergstation kommt man in 5 Minuten zum Starthang am Gipfelplatz. Die Höhendifferenz beträgt ca. 980 m.
Der Blick von hier auf den Wolfgangsee ist einfach nur traumhaft.

Gleitschirmfliegen

Gleitschirmfliegen

So macht Wandern Spass

So macht Wandern Spass

Beim Herunterfahren mit der Seilbahn hat man dann nochmals einen schönen Blick auf den St. Gilgen und den Wolfgangsee.

Abwärts mit der Seilbahn

Abwärts mit der Seilbahn

St. Gilgen

St. Gilgen

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Garmisch-Partenkirchen mit der Zugspitze und der Partnachklamm, Salzburg mit der Festung Hohensalzburg und dem Lustschloss Heilbrunn, der Wolfgangsee und am Dachstein
Details:
Aufbruch: 24.09.2014
Dauer: 15 Tage
Heimkehr: 08.10.2014
Reiseziele: Deutschland
Österreich
Der Autor
 
Inge Waehlisch Soltau berichtet seit 11 Monaten auf umdiewelt.