Enns-Donau-Kombiradtour in 2019

Österreich-Reisebericht  |  Reisezeit: Mai 2019  |  von Andreas Rohbogner

3. Tag 22.5.2019: St. Pantaleon - Wesenufer

Start am Gasthof Winklehner, St. Pantaleon

Kurz vor halb Neun beginnt wohlgestärkt vom Frühstück der tretaktive Teil 
der 3. Etappe und ich verlasse den empfehlenswerten Landgasthof Winklehner.

Kurz vor halb Neun beginnt wohlgestärkt vom Frühstück der tretaktive Teil
der 3. Etappe und ich verlasse den empfehlenswerten Landgasthof Winklehner.

Nach einer Strecke von max. 3 km befinde ich mich am Donau-Damm und folge dem Hinweisschild die Auffahrtsrampe hoch zum Donauradweg.

Nach einer Strecke von max. 3 km befinde ich mich am Donau-Damm und folge dem Hinweisschild die Auffahrtsrampe hoch zum Donauradweg.

Zuerst ein kurzer Blick stromabwärts. Aus dieser Richtung kam ich damals in 1991 von Wien an und verließ hier den Radweg zur Quartierssuche, um dann anderntags den ungeplanten Wegesverlauf über den Traunsee, Mondsee und Salzburg bis ein kurzes Stück vor Teisendorf und wiederum am anderen, letzten Tag von dort die letzte Etappe nach Hause zu absolvieren.
Aber nun genug der historischen Erinnerungen !

Zuerst ein kurzer Blick stromabwärts. Aus dieser Richtung kam ich damals in 1991 von Wien an und verließ hier den Radweg zur Quartierssuche, um dann anderntags den ungeplanten Wegesverlauf über den Traunsee, Mondsee und Salzburg bis ein kurzes Stück vor Teisendorf und wiederum am anderen, letzten Tag von dort die letzte Etappe nach Hause zu absolvieren.
Aber nun genug der historischen Erinnerungen !

Also den Blick voller Motivation nach vorne, in meinem Fall stromaufwärts an der
"Mutter aller Radwege", wie der Donauradweg gelegentlich in Reisebeschreibungen respektvoll genannt wird.

Also den Blick voller Motivation nach vorne, in meinem Fall stromaufwärts an der
"Mutter aller Radwege", wie der Donauradweg gelegentlich in Reisebeschreibungen respektvoll genannt wird.

Ab heute also ästhetische Donau-Flora als Lesepausen-Indikator.

Ab heute also ästhetische Donau-Flora als Lesepausen-Indikator.

Aber auch historisches landwirschaftliches Gerät in Form dieses
Epple-Mähdreschers findet bei mir immer wieder Beachtung.

Aber auch historisches landwirschaftliches Gerät in Form dieses
Epple-Mähdreschers findet bei mir immer wieder Beachtung.

Vom Stadtteil Ennsdorf führt eine Brücke nochmals über die Enns, die im Hintergrund in die Donau mündet.

Vom Stadtteil Ennsdorf führt eine Brücke nochmals über die Enns, die im Hintergrund in die Donau mündet.

Letzter Blick ennsaufwärts, aber noch ist dieser Fluß der ersten zwei Fahrtage noch nicht Tourgeschichte.

Letzter Blick ennsaufwärts, aber noch ist dieser Fluß der ersten zwei Fahrtage noch nicht Tourgeschichte.

Gleich nach der Brücke folgt der Wechsel von Nieder- nach Oberösterreich und rechts vom vor mir fahrenden silbernen Kfz kann man etwas verdeckt das Ortsschild der Stadt Enns erspähen.
Die Stadt Enns mit ihren etwas mehr als 12.000 Einwohnern (Stand Januar 2019) bezeichnet sich zwar als älteste Stadt Österreichs, was allerdings umstritten ist, da es auch andere Versionen gibt.
Zumindest hat Enns die älteste Stadtrechtsurkunde aus dem Jahre 1212.

Gleich nach der Brücke folgt der Wechsel von Nieder- nach Oberösterreich und rechts vom vor mir fahrenden silbernen Kfz kann man etwas verdeckt das Ortsschild der Stadt Enns erspähen.
Die Stadt Enns mit ihren etwas mehr als 12.000 Einwohnern (Stand Januar 2019) bezeichnet sich zwar als älteste Stadt Österreichs, was allerdings umstritten ist, da es auch andere Versionen gibt.
Zumindest hat Enns die älteste Stadtrechtsurkunde aus dem Jahre 1212.

Nach einer etwas komplizierten Anfahrt mit kurzem, aber nicht geahndetem Gebrauch eines gesperrten Privatwegs befinde ich mich am Mündungsspitz der Enns in die Donau.
Über das rechte Bildende hinaus erstreckt sich das Ennshafenbecken West, aus der Verlängerung des Frachtschiff-Hecks fließt die Enns nach links ihrem Ende in die Fänge der Donau entgegen.

Nach einer etwas komplizierten Anfahrt mit kurzem, aber nicht geahndetem Gebrauch eines gesperrten Privatwegs befinde ich mich am Mündungsspitz der Enns in die Donau.
Über das rechte Bildende hinaus erstreckt sich das Ennshafenbecken West, aus der Verlängerung des Frachtschiff-Hecks fließt die Enns nach links ihrem Ende in die Fänge der Donau entgegen.

Das weitläufige Mündungsgebiet der Enns aus rechter Richtung in die Donau, die von links hinten nach oben strömt.
Ich betone hier dabei die Donau als "Strom" bzw. daß sie "strömt", da es eine Definition gibt, daß sie vom Ursprung in Donaueschingen bis Passau als Fluß fließt und erst ab der Innmündung in der Drei-Flüsse-Stadt als Strom dahinströmt.

Das weitläufige Mündungsgebiet der Enns aus rechter Richtung in die Donau, die von links hinten nach oben strömt.
Ich betone hier dabei die Donau als "Strom" bzw. daß sie "strömt", da es eine Definition gibt, daß sie vom Ursprung in Donaueschingen bis Passau als Fluß fließt und erst ab der Innmündung in der Drei-Flüsse-Stadt als Strom dahinströmt.

Am linken Donauufer liegt die Ortschaft Mauthausen, zu der ich etwas später mit einer Radlerfähre übersetzen werde.

Am linken Donauufer liegt die Ortschaft Mauthausen, zu der ich etwas später mit einer Radlerfähre übersetzen werde.

Zuerst noch ein letztes Mündungsfoto vom "Spitz" aus . . .

Zuerst noch ein letztes Mündungsfoto vom "Spitz" aus . . .

. . . , dann entlang dieses Feldwegs gut 100 m donauaufwärts und vor meinen Augen legt gerade die Radlerfähre vom Anleger ab - ca. 1/2 Std. warten?

. . . , dann entlang dieses Feldwegs gut 100 m donauaufwärts und vor meinen Augen legt gerade die Radlerfähre vom Anleger ab - ca. 1/2 Std. warten?

Oh nein ! Trotz der Tatsache, daß die Fähre schon einige Meter "in die Donau gestochen ist", werde ich noch von anderen Radlern auf der Fähre bemerkt und prompt macht der darüber informierte Kapitän nochmal kurzerhand eine Wende auf der Donau, um auch mich noch für dieses Übersetzen aufzuklauben.
Vielen Dank, das ist von edelster Natur !

Oh nein ! Trotz der Tatsache, daß die Fähre schon einige Meter "in die Donau gestochen ist", werde ich noch von anderen Radlern auf der Fähre bemerkt und prompt macht der darüber informierte Kapitän nochmal kurzerhand eine Wende auf der Donau, um auch mich noch für dieses Übersetzen aufzuklauben.
Vielen Dank, das ist von edelster Natur !

Nun also mitten auf der Donau.

Nun also mitten auf der Donau.

Blick donauaufwärts

Blick donauaufwärts

Mein Beförderungsmedium, die Fähre Ennsegg und hinter der Landzunge der allerletzte Blick auf ein Stück Enns(mündung), die nun ihren absolut letzten Auftritt in diesem Bericht bekommt und nun Geschichte ist.

Mein Beförderungsmedium, die Fähre Ennsegg und hinter der Landzunge der allerletzte Blick auf ein Stück Enns(mündung), die nun ihren absolut letzten Auftritt in diesem Bericht bekommt und nun Geschichte ist.

Alle Aufmerksamkeit gilt nun der alten Dame Donau bzw. dem sie begleitenden Radweg in Richtung Passau.

Alle Aufmerksamkeit gilt nun der alten Dame Donau bzw. dem sie begleitenden Radweg in Richtung Passau.

Liest sich ja schon recht gut:
Nur noch 109 km nach Passau zu strampeln und nach dem bekanntermaßen topographisch flachen Verlauf des Donauradwegs zu urteilen, also ein unbeschwertes Vorankommen? "Puste"-Kuchen im wahrsten Sinne des Wortes !
Wenn es auch seit der Abfahrt von St. Pantaleon gelegentlich leichten Regen gab, von den widrigen (Gegen-)windeinflüssen her gesehen, hätte ich am liebsten eine Kehrtwendung in Richtung Wien vollzogen. 
Aber man soll ja nicht gleich die Flinte in der Donau versenken, sondern positive Gedanken walten lassen !!!

Liest sich ja schon recht gut:
Nur noch 109 km nach Passau zu strampeln und nach dem bekanntermaßen topographisch flachen Verlauf des Donauradwegs zu urteilen, also ein unbeschwertes Vorankommen? "Puste"-Kuchen im wahrsten Sinne des Wortes !
Wenn es auch seit der Abfahrt von St. Pantaleon gelegentlich leichten Regen gab, von den widrigen (Gegen-)windeinflüssen her gesehen, hätte ich am liebsten eine Kehrtwendung in Richtung Wien vollzogen.
Aber man soll ja nicht gleich die Flinte in der Donau versenken, sondern positive Gedanken walten lassen !!!

Das folgende Video entstand in Sichtweite zu den bald folgenden Stahlwerken des Voestalpine-Konzerns in Linz und zeigt das mir unfreundlich zuwinkende Baum- und Buschwerk neben meiner Route:

Donaugegenwind

Nota bene:
Der Wind blies nicht nur in Wipfelhöhe vorankommenshemmend, sondern auch auf Radhöhen-Niveau !

An dieser Stelle (Blick in Windrichtung, stromabwärts) entstand obiges Video.
Der große Gedenkstein rechterhand erinnert an den 25.9.1992. An diesem Tag wurde der Main-Donau-Kanal für den Verkehr freigegeben, so daß Schiffe von der Nordsee bis zum Schwarzen Meer über das Wasserstraßensystem des Kontinents gelangen konnten.

An dieser Stelle (Blick in Windrichtung, stromabwärts) entstand obiges Video.
Der große Gedenkstein rechterhand erinnert an den 25.9.1992. An diesem Tag wurde der Main-Donau-Kanal für den Verkehr freigegeben, so daß Schiffe von der Nordsee bis zum Schwarzen Meer über das Wasserstraßensystem des Kontinents gelangen konnten.

Von der Position des vorigen Bildes aus kann man in der Ferne einen Teil der mächtigen Produktionsanlagen des österreichischen stahlbasierten 
Technologie- und Industriegüterkonzerns voestalpine AG erblicken, die 1995 aus dem 1946 gegründeten Stahlkonzern VÖEST hervorging. 
In 500 Konzerngesellschaften und -standorten in 50 Ländern auf allen Kontinenten vertreten, sind weltweit etwa 52.000 Mitarbeiter beschäftigt, 
davon derzeit auf meine direkte Anfrage bei der voestalpine AG gegen Ende Januar 2020 allein 11.700 am Standort Linz.
Übrigens mündet, hier nicht sichtbar, etwa 2km stromabwärts am linken Ende des Werksgeländes die im Salzkammergut entspringende Traun, die auch den Hallstätter See, sowie den Traunsee durchfließt, in die Donau und bildet die Grenze 
zum Naturschutzgebiet Traun-Donauauen.

Von der Position des vorigen Bildes aus kann man in der Ferne einen Teil der mächtigen Produktionsanlagen des österreichischen stahlbasierten
Technologie- und Industriegüterkonzerns voestalpine AG erblicken, die 1995 aus dem 1946 gegründeten Stahlkonzern VÖEST hervorging.
In 500 Konzerngesellschaften und -standorten in 50 Ländern auf allen Kontinenten vertreten, sind weltweit etwa 52.000 Mitarbeiter beschäftigt,
davon derzeit auf meine direkte Anfrage bei der voestalpine AG gegen Ende Januar 2020 allein 11.700 am Standort Linz.

Übrigens mündet, hier nicht sichtbar, etwa 2km stromabwärts am linken Ende des Werksgeländes die im Salzkammergut entspringende Traun, die auch den Hallstätter See, sowie den Traunsee durchfließt, in die Donau und bildet die Grenze
zum Naturschutzgebiet Traun-Donauauen.

Fernblick zum Altstadtviertel von Linz.
In Bildmitte links die Stadtpfarrkirche mit dem ockerfarbenen Turm, daneben mit dem Doppelturm der 1678 geweihte Alte Dom, dann nochmals rechts davon der Linzer Mariendom, auch Mariä-Empfängnis-Dom.
Dieser Dom ist die (nach Fassungsvermögen) größte, nicht aber höchste Kirche Österreichs. Die ursprünglich geplante Höhe wurde laut einer verbreiteten, doch unbelegten Legende deshalb nicht bewilligt, da in Österreich-Ungarn kein Gebäude höher sein durfte als der Südturm des Stephansdoms in Wien. 
Mit 134,8 m (Neuvermessung 2018: 134,69 m ab der Gelände-Oberkante, beziehungsweise 133,53 m ab der Fußboden-Oberkante) ist der Turm 
des Mariä-Empfängnis-Domes in Linz um rund zwei Meter niedriger als der des Wiener Stephansdomes.

Fernblick zum Altstadtviertel von Linz.
In Bildmitte links die Stadtpfarrkirche mit dem ockerfarbenen Turm, daneben mit dem Doppelturm der 1678 geweihte Alte Dom, dann nochmals rechts davon der Linzer Mariendom, auch Mariä-Empfängnis-Dom.
Dieser Dom ist die (nach Fassungsvermögen) größte, nicht aber höchste Kirche Österreichs. Die ursprünglich geplante Höhe wurde laut einer verbreiteten, doch unbelegten Legende deshalb nicht bewilligt, da in Österreich-Ungarn kein Gebäude höher sein durfte als der Südturm des Stephansdoms in Wien.
Mit 134,8 m (Neuvermessung 2018: 134,69 m ab der Gelände-Oberkante, beziehungsweise 133,53 m ab der Fußboden-Oberkante) ist der Turm
des Mariä-Empfängnis-Domes in Linz um rund zwei Meter niedriger als der des Wiener Stephansdomes.

Kleiner Einwurf nebenbei mit großartiger Wirkung:
Ungefähr ab hier in Linz flaute der überaus unangenehme Gegenwind seit Tagesbeginn merklich ab und der heutige Rolltag wurde deshalb noch sehr angenehm !

Wenn ich schon die Stadt Linz (mit knapp 207.000 Einwohnern mit Stand Januar 2019 die drittgrößte Stadt Österreichs nach Wien und Graz) entlang der Donau durchfahre, dann sollte doch auch ein Stück vom Naturufer an der Donau inklusive sein.

Wenn ich schon die Stadt Linz (mit knapp 207.000 Einwohnern mit Stand Januar 2019 die drittgrößte Stadt Österreichs nach Wien und Graz) entlang der Donau durchfahre, dann sollte doch auch ein Stück vom Naturufer an der Donau inklusive sein.

Und da es diesbzgl. kein Verbot für Radler gab und auch das gegenwärtige Hochwasser den Naturweg gerade noch verschont ließ, nutzte ich natürlich diese Offroad-Offerte. 
Ein Übersetzen mit der Holzplätte in südliche Richtung hatte ich natürlich nicht im Sinn.

Und da es diesbzgl. kein Verbot für Radler gab und auch das gegenwärtige Hochwasser den Naturweg gerade noch verschont ließ, nutzte ich natürlich diese Offroad-Offerte.
Ein Übersetzen mit der Holzplätte in südliche Richtung hatte ich natürlich nicht im Sinn.

Blick zurück:
Das große Gebäude in Bildmitte ist das Linzer Schloss, in 799 zum erstenmal erwähnt und in 1477 von einer Burg zum Schloss umgebaut. Während der Pest in Wien hielt sich Kaiser Ferdinand III. dort mit dem Hof von 1644 bis 1646 auf und während der Zweiten Türkenbelagerung Wiens von 1683 residierte Kaiser Leopold I. dort.
Links davon nochmal der Turm der Stadtpfarrkirche und im Hintergrund postiert der Pfenningberg mit 616 m.ü.A., der örtlich zum Mühlviertel und geologisch zur sog. Böhmischen Masse gehört.

Blick zurück:
Das große Gebäude in Bildmitte ist das Linzer Schloss, in 799 zum erstenmal erwähnt und in 1477 von einer Burg zum Schloss umgebaut. Während der Pest in Wien hielt sich Kaiser Ferdinand III. dort mit dem Hof von 1644 bis 1646 auf und während der Zweiten Türkenbelagerung Wiens von 1683 residierte Kaiser Leopold I. dort.
Links davon nochmal der Turm der Stadtpfarrkirche und im Hintergrund postiert der Pfenningberg mit 616 m.ü.A., der örtlich zum Mühlviertel und geologisch zur sog. Böhmischen Masse gehört.

Etwa 5 km nach der Linzer Stadtgrenze kommt die Ortschaft Ottensheim ins Blickfeld. Schloß Ottensheim an der Anhöhe geht auf eine Burg im Jahr 1148 zurück und wird nach zahlreichen Besitzerwechseln heute privat bewohnt.

Etwa 5 km nach der Linzer Stadtgrenze kommt die Ortschaft Ottensheim ins Blickfeld. Schloß Ottensheim an der Anhöhe geht auf eine Burg im Jahr 1148 zurück und wird nach zahlreichen Besitzerwechseln heute privat bewohnt.

Zwischen Ottensheim und einem nachfolgenden Donau-Kraftwerk mündet der ca. 35 km lange und als naturnah eingestufte Pesenbach, der aus dem nördlich gelegenen Mühlviertel zufließt, in die Donau.

Zwischen Ottensheim und einem nachfolgenden Donau-Kraftwerk mündet der ca. 35 km lange und als naturnah eingestufte Pesenbach, der aus dem nördlich gelegenen Mühlviertel zufließt, in die Donau.

Als Treppelweg oder auch Leinpfad wird ein Weg unmittelbar am Ufer von Flüssen oder Kanälen bezeichnet, der angelegt wurde, damit Menschen und Zugtiere Frachtschiffe flussaufwärts ziehen konnten. Den Vorgang nannte man treideln. 
Über ein Tauwerk waren die auf den Leinpfaden gehenden Treidler und Treidelpferde mit den Schiffen verbunden. 
Die Treidelschifffahrt ging mit dem Aufkommen von maschinengetriebenen Schiffen und Schleppern zu Ende. Bis in die 1980er Jahre war das Betreten der ehemaligen Leinpfade nur auf eigene Gefahr gestattet. Sie unterliegen bis heute der Verwaltung der Wasser- und Schifffahrtsämter (WSA). 
Aus den meisten der Leinpfade sind mittlerweile Uferpromenaden, Rad- und Wanderwege oder Betriebswege der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung geworden.
Entlang der Donau ist der Treppelweg über weite Strecken von Bayern bis nach Rumänien an beiden Ufern erhalten und als Donauradweg bis Budapest ausgebaut.
Übrigens:
Den Namen des Radlers an der Infotafel hab ich mir nicht notiert und inzwischen auch vergessen. Er stammt aus Tschechien und war per Rad unterwegs zum Dienstantritt bei seinem neuen Arbeitgeber im Gastronomiesektor in der Schweiz !
Da die Unterhaltung in unseren jeweiligen Landessprachen äußerst dürftig war, er kannte immerhin einige deutsche Wörter (tschechisch bei mir Fehlanzeige), konnte ich ihn zu seinem Vorteil auf englisch darauf hinweisen, nicht in Richtung Passau weiterzufahren, sondern über das bald folgende Kraftwerk auf die südliche Donauseite zu wechseln und von dort die weitere Großrichtung über Wels, Salzburg etc. zu wählen, um viel unnötigen Umweg zu vermeiden.

Als Treppelweg oder auch Leinpfad wird ein Weg unmittelbar am Ufer von Flüssen oder Kanälen bezeichnet, der angelegt wurde, damit Menschen und Zugtiere Frachtschiffe flussaufwärts ziehen konnten. Den Vorgang nannte man treideln.
Über ein Tauwerk waren die auf den Leinpfaden gehenden Treidler und Treidelpferde mit den Schiffen verbunden.
Die Treidelschifffahrt ging mit dem Aufkommen von maschinengetriebenen Schiffen und Schleppern zu Ende. Bis in die 1980er Jahre war das Betreten der ehemaligen Leinpfade nur auf eigene Gefahr gestattet. Sie unterliegen bis heute der Verwaltung der Wasser- und Schifffahrtsämter (WSA).
Aus den meisten der Leinpfade sind mittlerweile Uferpromenaden, Rad- und Wanderwege oder Betriebswege der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung geworden.
Entlang der Donau ist der Treppelweg über weite Strecken von Bayern bis nach Rumänien an beiden Ufern erhalten und als Donauradweg bis Budapest ausgebaut.
Übrigens:
Den Namen des Radlers an der Infotafel hab ich mir nicht notiert und inzwischen auch vergessen. Er stammt aus Tschechien und war per Rad unterwegs zum Dienstantritt bei seinem neuen Arbeitgeber im Gastronomiesektor in der Schweiz !
Da die Unterhaltung in unseren jeweiligen Landessprachen äußerst dürftig war, er kannte immerhin einige deutsche Wörter (tschechisch bei mir Fehlanzeige), konnte ich ihn zu seinem Vorteil auf englisch darauf hinweisen, nicht in Richtung Passau weiterzufahren, sondern über das bald folgende Kraftwerk auf die südliche Donauseite zu wechseln und von dort die weitere Großrichtung über Wels, Salzburg etc. zu wählen, um viel unnötigen Umweg zu vermeiden.

Auch Treppelwege brauchen Unterhalt und Instandsetzung nach Schäden zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit an den Radwegen.  Die österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft mbH "Viadonau" auf der Infotafel ist dabei für die Pflege von ca. 330 km asphaltierter Radwege entlang der Donau zuständig, was natürlich mit hohen Kosten verbunden ist. Über die Finanzierung selbst liest man nichts, auf jeden Fall wird den Radlern und (Fern-)wanderern keine Maut abverlangt.

Auch Treppelwege brauchen Unterhalt und Instandsetzung nach Schäden zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit an den Radwegen. Die österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft mbH "Viadonau" auf der Infotafel ist dabei für die Pflege von ca. 330 km asphaltierter Radwege entlang der Donau zuständig, was natürlich mit hohen Kosten verbunden ist. Über die Finanzierung selbst liest man nichts, auf jeden Fall wird den Radlern und (Fern-)wanderern keine Maut abverlangt.

"Schwerter zu Pflugscharen" - "Kippenspender zu Fahrradschlauch-Providern" !
Im Notfall sind die Schlauchomaten gewiß meistens weniger in der Nähe, aber falls man vor Reisebeginn mal diese wichtigen Utensilien mal einzupacken vergessen sollte, kann man auch unterwegs, auch sonntags und zu jeder Tageszeit, hier nachordern. Ich hatte jedenfalls meine üblichen zwei Butyl-Produkte an Bord.

"Schwerter zu Pflugscharen" - "Kippenspender zu Fahrradschlauch-Providern" !
Im Notfall sind die Schlauchomaten gewiß meistens weniger in der Nähe, aber falls man vor Reisebeginn mal diese wichtigen Utensilien mal einzupacken vergessen sollte, kann man auch unterwegs, auch sonntags und zu jeder Tageszeit, hier nachordern. Ich hatte jedenfalls meine üblichen zwei Butyl-Produkte an Bord.

Gleich danebenstehend eine stationäre Fahrrad-Reparaturstation mit integrierter Luftpumpe und angeseiltem Standard-Werkzeug. An der oberen Vorrichtung läßt sich das Gefährt stabil für eine evtl. Maßnahme einhängen.
Gesehen in Aschach an der Donau.

Gleich danebenstehend eine stationäre Fahrrad-Reparaturstation mit integrierter Luftpumpe und angeseiltem Standard-Werkzeug. An der oberen Vorrichtung läßt sich das Gefährt stabil für eine evtl. Maßnahme einhängen.
Gesehen in Aschach an der Donau.

Von der Aschacher Donaubrücke aus stromabwärts gesehen erblickt man rechterhand das Werksgelände der Rapso Österreich GmbH.
In dieser Ölmühle wurden in 2011 über 14 Mio. Flaschen 100 % reines Rapsöl produziert, wovon etwa 75% in den Export gingen (11 Länder). Knapp 1200 österreichische Vertragslandwirte bauten in 2012 auf einer Fläche von etwa 7.000 ha Rapso-Raps an, in 2011 wurden annähernd 20.000 to dieses Rapses geerntet.
Rapso ist seit 2005 die Nr. 1 im österreichischen Speiseölmarkt, in Deutschland seit 2008 auf dem 2. Rang.

Von der Aschacher Donaubrücke aus stromabwärts gesehen erblickt man rechterhand das Werksgelände der Rapso Österreich GmbH.
In dieser Ölmühle wurden in 2011 über 14 Mio. Flaschen 100 % reines Rapsöl produziert, wovon etwa 75% in den Export gingen (11 Länder). Knapp 1200 österreichische Vertragslandwirte bauten in 2012 auf einer Fläche von etwa 7.000 ha Rapso-Raps an, in 2011 wurden annähernd 20.000 to dieses Rapses geerntet.
Rapso ist seit 2005 die Nr. 1 im österreichischen Speiseölmarkt, in Deutschland seit 2008 auf dem 2. Rang.

Der Blick donauaufwärts.
Neben der etwas vorher gezeigten Radreparaturstation lagen an einer Infotafel auch noch Fibeln mit allen Übernachtungs- und Einkehrmöglichkeiten entlang des Donauradwegs aus, so daß ich mich nach Abschätzung der ungefähren Wegstrecke für eine Pension in der Ortschaft Wesenufer entschied.
Da ich von hieraus gesehen den rechten Radweg nehmend nochmals mit einer Fähre übersetzen hätte müssen, da bis zur Unterkunft keine Brückenverbindung mehr bestanden hätte, fuhr ich nach der Aschacher Brücke auf der hier linken Donauseite weiter stromaufwärts.

Der Blick donauaufwärts.
Neben der etwas vorher gezeigten Radreparaturstation lagen an einer Infotafel auch noch Fibeln mit allen Übernachtungs- und Einkehrmöglichkeiten entlang des Donauradwegs aus, so daß ich mich nach Abschätzung der ungefähren Wegstrecke für eine Pension in der Ortschaft Wesenufer entschied.
Da ich von hieraus gesehen den rechten Radweg nehmend nochmals mit einer Fähre übersetzen hätte müssen, da bis zur Unterkunft keine Brückenverbindung mehr bestanden hätte, fuhr ich nach der Aschacher Brücke auf der hier linken Donauseite weiter stromaufwärts.

In der Ferne thront über dem gegenüberliegenden Donau-Steilhang 
Schloß Neuhaus.

In der Ferne thront über dem gegenüberliegenden Donau-Steilhang
Schloß Neuhaus.

Das Schloß ist in Privatbesitz und ständig bewohnt.

Das Schloß ist in Privatbesitz und ständig bewohnt.

Die Entstehungszeit dürfte ins 12. oder 13. Jahrhundert datieren, worüber sich die Historiker jedoch nicht einig sind.
Hier nicht sichtbar und mir bei der Vorbeifahrt auch nicht aufgefallen:
Unterhalb vom Schloß steht knapp über der  Donau ein Kettensperrturm, mit dem die Donau mittels einer Kette abgesperrt und Maut eingehoben werden konnte.

Die Entstehungszeit dürfte ins 12. oder 13. Jahrhundert datieren, worüber sich die Historiker jedoch nicht einig sind.
Hier nicht sichtbar und mir bei der Vorbeifahrt auch nicht aufgefallen:
Unterhalb vom Schloß steht knapp über der Donau ein Kettensperrturm, mit dem die Donau mittels einer Kette abgesperrt und Maut eingehoben werden konnte.

Ein kleines Stück weiter ist kurz hinter Exlau gerade eine Rodungsmaßnahme im Gange.

Ein kleines Stück weiter ist kurz hinter Exlau gerade eine Rodungsmaßnahme im Gange.

In der Vergrößerung sieht man die Baumstämme wie Mikado-Stäbchen am Hang liegen und in der linken unteren Hälfte wirkt der orangefarbene Bagger auch eher wie kleines Spielzeug im Verhältnis zum Steilhang.

In der Vergrößerung sieht man die Baumstämme wie Mikado-Stäbchen am Hang liegen und in der linken unteren Hälfte wirkt der orangefarbene Bagger auch eher wie kleines Spielzeug im Verhältnis zum Steilhang.

Richtig schön, dieses kurvenreiche Stück Donau zu bereisen.

Richtig schön, dieses kurvenreiche Stück Donau zu bereisen.

Sogar richtig kulturell wird's hier auch noch, wobei ich mich vorrangig darauf konzentrierte nicht zu spät meine Unterkunft zu erreichen.

Sogar richtig kulturell wird's hier auch noch, wobei ich mich vorrangig darauf konzentrierte nicht zu spät meine Unterkunft zu erreichen.

Am Steilhang erscheinen immer wieder brüchig anmutende Gesteinsformationen.

Am Steilhang erscheinen immer wieder brüchig anmutende Gesteinsformationen.

Hier im Rückblick die ständig angezeigte Steinschlaggefahr . . .

Hier im Rückblick die ständig angezeigte Steinschlaggefahr . . .

. . . und weiter in Fahrtrichtung zeugen Schutzzaunvorrichtungen gegen die unberechenbare Steinschlaggefahr, daß man diesen Streckenpart nicht gerade unbekümmert absolvieren sollte.

. . . und weiter in Fahrtrichtung zeugen Schutzzaunvorrichtungen gegen die unberechenbare Steinschlaggefahr, daß man diesen Streckenpart nicht gerade unbekümmert absolvieren sollte.

In Bildmitte links hat sich ein Käferchen auf einer Blüte niedergelassen.

In Bildmitte links hat sich ein Käferchen auf einer Blüte niedergelassen.

Die weithin berühmte "Schlögener Schlinge" ist erreicht.

Die weithin berühmte "Schlögener Schlinge" ist erreicht.

Von Donauniveau aus natürlich nicht besonders beeindruckend.
Die Donau schlingt sich von links anströmend um den Höhenzug mit den Anwesen am Fuße dessen, um dann vor dem Steilufer im Hintergrund nochmals eine etwas erweiterte Schleife nach rechts zu ziehen. Hoch am Steilufer hinter meinem Rücken gibt es ja einen prädestinierten Aussichtspunkt, der aber aus Zeitgründen erst am folgenden letzten Tourtag zum Besuch anstand.

Von Donauniveau aus natürlich nicht besonders beeindruckend.
Die Donau schlingt sich von links anströmend um den Höhenzug mit den Anwesen am Fuße dessen, um dann vor dem Steilufer im Hintergrund nochmals eine etwas erweiterte Schleife nach rechts zu ziehen. Hoch am Steilufer hinter meinem Rücken gibt es ja einen prädestinierten Aussichtspunkt, der aber aus Zeitgründen erst am folgenden letzten Tourtag zum Besuch anstand.

Also erstmal ab hier für knapp 7 km auf der von hier gesehen linken Donauseite weiter in Richtung Quartier.

Also erstmal ab hier für knapp 7 km auf der von hier gesehen linken Donauseite weiter in Richtung Quartier.

Zuerst erscheint aber nach einer Pause an der Schlögener Schlinge trotz der relativen Nähe zum Quartier in Wesenufer noch die Burgruine Haichenbach aus dem Jahre 1160. Diese erlebte natürlich seit ihrer langen Existenz auch viele Besitztumswechsel, wurde dann seit 1984 Sanierungsmaßnahmen ausgesetzt und kann heute gefahrlos besichtigt werden.

Zuerst erscheint aber nach einer Pause an der Schlögener Schlinge trotz der relativen Nähe zum Quartier in Wesenufer noch die Burgruine Haichenbach aus dem Jahre 1160. Diese erlebte natürlich seit ihrer langen Existenz auch viele Besitztumswechsel, wurde dann seit 1984 Sanierungsmaßnahmen ausgesetzt und kann heute gefahrlos besichtigt werden.

Die Burgruine nochmals im Querformat als letztes Bild dieses Fahrtages und kurz nach 19 Uhr wurde dann wohlbehalten die Pension Schütz in Wesenufer unweit des Donauufers erreicht, wo dann wie radtourüblich nach dem Bezug des Zimmers ein ausführlich gehaltenes Abendessen anstand.

Die Burgruine nochmals im Querformat als letztes Bild dieses Fahrtages und kurz nach 19 Uhr wurde dann wohlbehalten die Pension Schütz in Wesenufer unweit des Donauufers erreicht, wo dann wie radtourüblich nach dem Bezug des Zimmers ein ausführlich gehaltenes Abendessen anstand.

Du bist hier : Startseite Europa Österreich Österreich-Reisebericht
Die Reise
 
Worum geht's?:
Ennsabwärts bis zur Mündung in die Donau bei der Stadt Enns und von dort donauaufwärts bis Passau.
Details:
Aufbruch: 20.05.2019
Dauer: 4 Tage
Heimkehr: 23.05.2019
Reiseziele: Österreich
Der Autor
 
Andreas Rohbogner berichtet seit 12 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors