ALBANIEN - Unbekanntes Land zwischen Shkodra und Saranda

Albanien-Reisebericht  |  Reisezeit: Mai 2000 - Februar 2001  |  von Gerd Birnzain

Albanien - erste Berührungen: Ankunft in Tirana

Nachdem das Gepäck aus dem grossen Berg von Koffern, Reisetaschen, Kartons und Plastiktüten herausgefischt und ein letztes Mal das "Stille Örtchen" am Flughafen RINAS besucht war, ging es ab in die einzige Metropole Albaniens.

Nachdem das Gepäck aus dem grossen Berg von Koffern, Reisetaschen, Kartons und Plastiktüten herausgefischt und ein letztes Mal das "Stille Örtchen" am Flughafen RINAS besucht war, ging es ab in die einzige Metropole Albaniens.

Tirana wir kommen...

Das war zwar nicht unser Taxi, es gab aber noch genügend von diesen Gefährten...

Das war zwar nicht unser Taxi, es gab aber noch genügend von diesen Gefährten...

In Erinnerung sind mir bei dieser ersten Fahrt nicht so sehr die Minarette der Moscheen, ich denke dabei vielmehr an die Strassen, die mich wegen ihrer Beschaffenheiten an meine früheste Kindheit in den 50iger Jahren im schwäbischen Heckengäu erinnerten.
Ich denke aber auch an das kurze Stück albanischer Autobahn, wo mir Pkws, Fuhrwerke und Fußgänger auf meiner Fahrbahn entgegen kamen und niemand hat sich darüber aufgeregt....

Ein erster wirklicher Schock waren jedoch die Straßen innerhalb der Stadt...

Ein erster wirklicher Schock waren jedoch die Straßen innerhalb der Stadt...

Ich fand nur wenige Hauptstrassen, die relativ normal befahrbar waren.
Die meisten der Strecken waren schlaglochübersät, wiesen eingedrückte Banquette auf, standen teilweise unter Wasser oder glichen ausgefahrenen, ausgetrockneten Feldwegen.
Es tut mir leid, das sagen zu müssen, aber ich habe bislang in Europa noch nichts vergleichbares gesehen.

Dagegen erschien die Anfahrt zu "unserem" Hotel <Mak Alban> fast idyllisch

Dagegen erschien die Anfahrt zu "unserem" Hotel <Mak Alban> fast idyllisch

Tolle Ausblicke auf die Stadt - und am Strassenrand mitunter viele Brüder...

Das Hotel, in dem das deutsche Kontingent am Fusse des Daijti-Hausberg untergebracht war, erscheint wie eine Luxusherberge...

...auch wenn die Rezeption wieder den Eindruck vermittelte, in einem x-beliebigen Hotel angekommen zu sein

Albanische und westeuropäische Speisen - es fehlte an nichts

Albanische und westeuropäische Speisen - es fehlte an nichts

Ich glaube, ich hatte den einzigen "Zimmermann", der es fertig brachte, innerhalb einer Woche für mein Frühstücksgeschirr eine 1-Liter-Flasche Geschirrspülmittel zu verbrauchen. Ansonsten war er aber ein sehr, sehr freundlicher Mann, der höflich, zuvorkommend und kompetent seine Aufgaben erledigte.

Der Ausblick auf Tirana war bemerkenswert; zumindest in den Morgenstunden, solange noch keine wabernde, gelbliche Smogwolke über der Stadt schwebte...

Der Ausblick auf Tirana war bemerkenswert; zumindest in den Morgenstunden, solange noch keine wabernde, gelbliche Smogwolke über der Stadt schwebte...

Hier könnten sich auch "ganz normale" Reisende wohl fühlen...

Hier könnten sich auch "ganz normale" Reisende wohl fühlen...

Wie sehr wir den kleinen Hotel-Swimmingpool noch schätzen lernten, zeigte sich erst im Juni, Juli und August, als bereits morgens um 7.00 Uhr Temperaturen von 20 Grad völlig normal und tagsüber auch +35 bis +40 Grad keine Seltenheit waren.

Neben dem internationalen Hotel "Rogers" in der Innenstadt, handelte es sich bei unserem Hotel "Mak Alban" um eines der wenigen Unterkünfte, die in Tirana k a u m Probleme mit der Stromversorgung, der Frischwasseraufbereitung und mit der "Entsorgung" hatten.
Tatsächlich war es im Jahr 2000/2001 so, dass in Tirana nahezu täglich für mehrere Stunden das Wasser und der elektrische Strom der öffentlichen Versorgung ausfallen konnten. Nicht wenige Kollegen deponierten deshalb mehrere Plastikflaschen mit Frischwasser in ihren Bädern, damit sie notfalls wenigstens Zähne putzen und eine Katzenwäsche machen konnten.

Es war faszinierend, wieviele unterschiedliche Stimmungen sich vom Hotelbalkon aus boten...

Es war faszinierend, wieviele unterschiedliche Stimmungen sich vom Hotelbalkon aus boten...

Der erste Tag in Albanien, der erste Blick auf Tirana, die erste Tasse schwarzen Kaffee auf dem Balkon, die erste Abendstimmung ...

© Gerd Birnzain, 2005
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Ein (Erfahrungs-)Bericht von Gerd Birnzain. Vielleicht interessieren Sie m e i n e Eindrücke aus einem 9monatigen Aufenthalt im Land der Shkipetaren. Der albanische Schriftsteller Ismail Kadare hat einmal die herausragende Gastfreundschaft in Albanien mit den Worten umschrieben: "Das Haus des Albaners gehört ganz nach dem Kanun zuerst Gott und dem Gast und dann erst den Bewohnern". Gilt das auch noch nach dem Zusammenbruch der sog. Pyramidengesellschaft am Ende des 20. Jahrhunderts?
Details:
Aufbruch: Mai 2000
Dauer: 9 Monate
Heimkehr: Februar 2001
Reiseziele: Albanien
Der Autor
 
Gerd Birnzain berichtet seit 15 Jahren auf umdiewelt.
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