Durch das Land der Skipetaren

Kroatien-Reisebericht  |  Reisezeit: September / Oktober 2017  |  von Gerd Dorn

Dubrovnik

Aus Montenegro kommend liegt Dubrovnik keine 40 km hinter der Grenze ist also schnell erreicht.
Als erstes wollten wir die Seilbahn ansteuern und dort in der Nähe parken. Parkplätze gibt es dort durchaus, nur sind sie auch im Oktober alle belegt. Wir mussten etwa 1,5 km weiter fahren, bis wir ein freies Plätzchen ergatterten. In der Hauptsaison ist es sicher fast unmöglich hier etwas zu finden.

An der Seilbahn befanden sich relativ wenige Menschen, so dass wir hier nicht lange warten mussten. Der Preis für die kurze Fahrt lag für das Hoch- und Runterfahren bei etwa 20,00€ pro Person (Stand: Oktober 2017). Ziemlich happig. Es gibt auch einen Fußweg. Wer sich zutraut die etwa 260m Höhenunterschied per pedes zurückzulegen spart eine Menge Geld.

Eingefasst von starken Mauern und von mächtigen Wehrtürmen beschützt: Ragusa das heutige Dubrovnik

Eingefasst von starken Mauern und von mächtigen Wehrtürmen beschützt: Ragusa das heutige Dubrovnik

Der Ausblick von oben ist natürlich herrlich. Nicht nur auf Dubrovnik selbst, auch auf das adriatische Meer mit den Dubrovnik vorgelagerten Inseln und das bergige Umland. Man kann vom Aussichtspunkt auch zu einer Nachbarerhöhung laufen (etwa 200m). Hier wurde ein großes Kreuz errichtet, der Ausblick ist aber ähnlich.

Von oben sieht man das durch die Stadtmauer von der übrigen Stadt klar abgetrennte "Altdubrovnik" oder einfacher Ragusa.
Ragusa war eine mächtige Handelsrepublik im Mittelalter. Sie schaffte es über Jahrhunderte hinweg sowohl den Osmanen, als auch den Venezianern zu trotzen, erst Napoleon gelang es das freiheitsliebende Volk zu brechen.

Wir betraten die alte Stadt durch das Nordtor und gingen zur Minčeta-Festung, der Bastion, die den nordöstlichen Stadtmauerbereich schützt.
Die Stadtmauer selbst kann man auch betreten, kostet 15,00 € pro Person. Wir verzichteten. Schnell kommt man dann zum berühmten Pila Tor, durch dass sich Massen schoben. Auch wenn kein Kreuzfahrtschiff zu sehen war, ist Dubrovnik auch außerhalb der Kernsaison ein Magnet. Wie es hier aussieht, wenn zusätzlich die Kreuzfahrtschiffe entladen, wollte ich mir lieber nicht vorstellen - habe aber Bilder gesehen, die mich an die Starts von Volksläufen erinnerten.
Heute ging es relativ friedlich zu und wir konnten zügig die berühmten Sehenswürdigkeiten besuchen.

Wunderschöne Arkaden in der Dubrovniks Altstadt. Das Pflaster hier ist durch Millionen Füße derart glattgeschliffen, dass es wie ein Spiegel glänzt.

Wunderschöne Arkaden in der Dubrovniks Altstadt. Das Pflaster hier ist durch Millionen Füße derart glattgeschliffen, dass es wie ein Spiegel glänzt.

Liebhaber der Serie "Game of Thrones" kennen Dubrovnik als die Stadt Königsmund, einer der Hauptdrehorte der Serie. Die Kathedrale, die barocke Freitreppe, Kirchen, Arkaden und Plätzen - vieles erscheint vertraut.

Komplett wiederhergestellt: Dubrovniks Kathedrale

Komplett wiederhergestellt: Dubrovniks Kathedrale

Auch von den Schäden, die tausende Granaten der jugoslawischen Armee im sogenannten Kroatienkrieg anrichteten, ist nichts mehr zu sehen. Die Gebäude aus weißen Stein sind sehr gut erhalten, beziehungsweise wieder aufgebaut.
Auch abseits der großen Plätze und der berühmten Bauwerke zeugen nur noch Bilder von den Verwüstungen 1991, die teilweise ausgestellt sind.
Die Gassen abseits der Highlights sind unglaublich eng. In früheren Zeiten war jeder Fleck innerhalb der starken Mauern ein wertvolles Gut und musste ausgenutzt werden.

Die engen Gassen in Dubrovniks Altstadt sind nicht für adipöse oder klaustrophobisch veranlagte Menschen

Die engen Gassen in Dubrovniks Altstadt sind nicht für adipöse oder klaustrophobisch veranlagte Menschen

ubrovnik war noch einmal ein richtig tolles Highlight für das Ende der Reise. Nach meiner Auffassung war es die bisher schönste Altstadt, die ich bisher besucht habe. Da bleibt für Tallinn leider nur noch Platz 2.
Einen Besuch können wir nur wärmstens empfehlen, da es sich bei Dubrovnik um eine UNESCO Weltkulturerbe handelt, dass man ganz einfach mal gesehen haben sollte.

Zum Sonnenuntergang verließen wir Dubrovniks Altstadt. Wir fuhren noch kurz in das recht uninteressante "Neu Dubrovnik" zum Einkaufen und dann zum 25 km entfernten Flughafen in Čilipi. Hier musste das Auto wieder abgegeben werden. Und die letzte Nacht verbrachten wir auch noch hier.

In Čilipi gibt es eine Pizzeria, in der man ziemlich viel Geld für durchschnittliches Essen ausgibt. Dafür kann man hier preiswert in Flughafennähe nächtigen.

© Gerd Dorn, 2018
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Rundreise durch den östlichen Balkan
Details:
Aufbruch: 30.09.2017
Dauer: 15 Tage
Heimkehr: 14.10.2017
Reiseziele: Bosnien und Herzegowina
Montenegro
Kosovo
Mazedonien
Griechenland
Albanien
Kroatien
Der Autor
 
Gerd Dorn berichtet seit 3 Jahren auf umdiewelt.