Transsilvanien Moldawien und Walachei

Rumänien-Reisebericht  |  Reisezeit: Juni 2019  |  von Herbert S.

Turda - Salzbergwerk

Frühstück etwas kärglicher, Abfahrt um 9.00 Uhr durch Transyslvanien – weitgehend baumlose Hügel, ärmliche Dörfer mit vielen unrestaurierten Kaschemmen – bis Turda., wo wir wider Erwarten zu einer Führung durch das ehemalige Salzbergwerk angemeldet sind.

so sehen ganz Dörfer am Straßenarnd aus

so sehen ganz Dörfer am Straßenarnd aus

ÖPNV mit moderner Haltestelle

ÖPNV mit moderner Haltestelle

Gasleitungen in gelb

Gasleitungen in gelb

Die Stadt Turda lassen wir links liegen und fahren weiter nördlich zum ehemaligen Salzbergwerk.

der neue Eingang -

der neue Eingang -

Vor dem Zugang zum Bergwerk erstreckt sich ein Bioreservat, das für Botaniker von Interesse sein dürfte: Vertreter der Salzflora wie Queller, Strand-Aster, Strandflieder, Strand-Sode, Salz-Schuppenmiere, gewöhnlicher Salzschwaden, Erdbeer-Klee und Salz-Hornklee wachsen hier.

Das Salz befindet sich hier in 13 Millionen Jahre altem Gestein. Seine Förderung ist bis in die römische Zeit nachzuweisen. Die Periode der neuzeitlichen Förderung dauerte von etwa 1600 bis 1932. Die Saline von Turda besteht aus insgesamt vier fertigen Gruben; eine weitere Grube befand sich zur Zeit der Schließung des Bergwerks in Planung.
Die sogenannte Franz-Josef-Galerie aus dem 19. Jahrhundert mit einer Länge von 917 Metern wurde in den 90er Jahren wegen ihrer gleichmäßigen Temperatur und Luftfeuchtigkeit als Lagerhaus für Käse genutzt. Andere fungierten als Mülldeponie.

Salz und Gestein bilden eine Art Marmoroberfläche

Salz und Gestein bilden eine Art Marmoroberfläche

Über zahlreiche Stufen geht es zunächst hinab und dann durch einen langen Gang; an den Wänden bildet das Salz Ausblühungen. .

Die Josef Mine ist zu besichtigen, in ihr sind zahlreiche Amüsierstationen etabliert: - eigentlich ist es schon fast eine Rummelplatz. Doch bevor man einige Stufen hinabsteigt, um das Treiben von einer Galerie anzuschauen, geht es über eine abenteuerliche Treppe hinab.

Man kann mit einem Aufzug oder auch über Treppen bis zum tiefsten Punkt mit den Amüsierstationen hinabfahren. Wir sparen uns das und schauen uns von der oberen
Galerie alles an.

alles ist salzverkrustet

alles ist salzverkrustet

da wo Wasser im Spiel ist, entstehen Tropfsteine

da wo Wasser im Spiel ist, entstehen Tropfsteine

auf der unteren Ebene kann man dann bei (angenehmen?!) gleichbleibenden Temperaturen diversen Tätigkeiten nachgehen

auf der unteren Ebene kann man dann bei (angenehmen?!) gleichbleibenden Temperaturen diversen Tätigkeiten nachgehen

Zwischen den Gruben befanden sich Pferdegöpel, mechanische Vorrichtungen, die durch Pferde angetrieben wurden. Die Pferde waren stets unter Tage und erblindeten tragischerweise.

Drehgestelle - von Pferden bewegt

Drehgestelle - von Pferden bewegt

über Seile

über Seile

und Umlenkrollen

und Umlenkrollen

wurde der Transport gemanagt

wurde der Transport gemanagt

der Rückweg führt über die gleichen Gönge

der Rückweg führt über die gleichen Gönge

© Herbert S., 2019
Du bist hier : Startseite Europa Rumänien Rumänien-Reisebericht
Die Reise
 
Worum geht's?:
Siebenbürgen, Transsilvanien oder Transsylvanien ist ein historisches und geografisches Gebiet im südlichen Karpatenraum mit einer wechselvollen Geschichte. Heute liegt Siebenbürgen im Zentrum Rumäniens, und uns schien dies eine Reise wert. .
Details:
Aufbruch: 14.06.2019
Dauer: circa 1 Woche
Heimkehr: Juni 2019
Reiseziele: Rumänien
Der Autor
 
Herbert S. berichtet seit 14 Jahren auf umdiewelt.
Reiseberichte von Herbert sind von der umdiewelt-Redaktion als besonders lesenswert ausgezeichnet worden!
Bild des Autors