Unsere Balkanrundreise

Rumänien-Reisebericht  |  Reisezeit: Juni / Juli 2019  |  von Martina und Heinz S.

Mehadia - Calafat

Rumänien

Am nächsten Morgen wurden wir von lautem Vogelgezwitscher geweckt. Nachdem wir den Platz bezahlt hatten, es waren 75,00 Lei (etwa 17,44 €), fuhren wir um 9.00 Uhr weiter, Richtung Eisernes Tor.
Bei der Fahrt dorthin, machten wir einen Abstecher nach Baile Herculane, dem ältesten Thermalbad Rumäniens. Die Römer entdeckten das Thermalwasser bereits 102 n. Chr.. Nach fast 2000 Jahren können diese Thermalbäder immer noch zum Teil genutzt werden.
Ein Teil der Kuranlagen befindet sich heute in einem desolaten Zustand und ist sehr renovierungs­bedürftig.
Hier sollen vor allem rheumatische Beschwerden, durch das Thermalwasser gelindert werden.
Wir fuhren den ganzen Ort durch und als wir schon dachten, das Ortsende erreicht zu haben, führte die Strasse plötzlich durch eine schmale Hotelunterführung, die Höhe war gerade für unser Wohnmobil machbar, weiter zum nächsten Ort Izovare. Es war ein enges Tal und die Strasse war nicht die Beste.

Da ein Großteil der Bevölkerung sich keinen Thermalbadbesuch leisten kann, kuren hier die Gäste in einfachen, installierten, öffentlichen Becken links und rechts am Fluss. Selbst Massagen werden am Strassenrand offen angeboten. Auf einer Länge von 4 km werden so etliche Thermalquellen benutzt. Damit man den ganzen Tag dort verweilen kann, werden am Strassenrand die leckersten Steaks und .Würstchen gegrillt.

Wir machten von diesem preiswerten Angebot jedoch keinen Gebrauch, sondern fuhren wieder zurück, Richtung Orsova, Eisernes Tor. Unser Thermometer am Auto kletterte wieder auf die 33 Grad Marke und die Klimaanlage brachte auch nicht mehr das, was sie sollte.

Und dann lag sie wieder vor uns, die Donau. Wie bogen rechts ab auf die Strasse Nr. 57, die direkt in den Ort Orsova führte, und fuhren aber weiter bis Sylnita. Am Donauufer ging es wieder zurück, bis Dubova (Wernersdorf). Hier hatte man einen wundervollen Ausblick auf die engste Stelle der Donau. Die Donau ist an dieser Stelle ca. 200 m breit und 80 m tief. Auf beiden Seiten, die andere Uferseite gehört zu Serbien, befindet sich ein Naturpark. Wir hielten für einen Fotostop. Nach einigen Kurven erreichten wir das kleine Kloster Mraconia, das auf einem Felsvorsprung direkt an der Donau errichtet ist.
Da es gerade Mittagszeit war, parkten wir hier unser Auto am Strassenrand und gingen zu den vielen kleinen, bunten Ständen, um zu sehen, was Einheimische anboten. An einem Stand aßen wir zu Mittag. Es gab Döner mit Pommes. Auch konnte man hier eine Bootstour durch das Nadelöhr der Donau buchen. Viele kleine Boote fuhren die Touristen durch die engste Stelle der Donau.

Eigentlich wollten wir hier einen Tag an der Donau auf einem Campingplatz verbringen. Aber der auf unserer Karte eingezeichnet war, entpuppte sich als ein Parkplatz, direkt an einer Durchgangsstraße. Also beschlossen wir unsere Reise, Richtung Bulgarien, fortzusetzen. Da es noch nicht so spät war, entschieden wir, die Straße Nr. 6, über Craiova, nach Calafat – Vidin (Bulgarische Grenze) zu fahren. Dieses war zwar ein Umweg, aber wir wussten auch nicht, wie die Straße Nr. 56 A, durch die Karpaten, beschaffen war.

Die Landschaft war auch hier wieder leicht hügelig und Einheimische boten wieder reichlich Obst und Gemüse am Straßenrand an. Ca. 5 km vor der bulgarischen Grenze, bei Basarabi, standen wir plötzlich im Stau von unzähligen LKW`s. Wir wendeten und fuhren eine Tankstelle an. Hier konnten wir für 5 Euro übernachten. Als wir am nächsten Morgen über die Grenze wollten, hatte sich der Stau noch immer nicht aufgelöst. Wir fuhren einfach, trotz Gegenverkehr, vorsichtig an den LKW`s vorbei und überquerten dann problemlos die Grenze. Wir bedauerten die Dorfbewohner, die mit dieser Karawane von LKW´s jeden Tag leben mussten

Das alte Kurhaus

Das alte Kurhaus

Wellness direkt am Fluss.

Wellness direkt am Fluss.

Der Donaudurchbruch

Der Donaudurchbruch

Der Donaudurchbruch - oder das eiserne Tor

Der Donaudurchbruch - oder das eiserne Tor

Das kleine Kloster Mraconia

Das kleine Kloster Mraconia

Unser Nachtlager an einer Tankstelle

Unser Nachtlager an einer Tankstelle

© Martina und Heinz S., 2019
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Unsere Balkanrundreise führte uns durch Österreich, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Griechenland, Albanien, Montenegro, Bosnien-Herzigowina, Kroatien, Slowenien, Österreich.
Details:
Aufbruch: 10.06.2019
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 06.07.2019
Reiseziele: Österreich
Ungarn
Rumänien
Bulgarien
Griechenland
Albanien
Der Autor
 
Martina und Heinz S. berichtet seit 12 Wochen auf umdiewelt.