Skiersatzurlaub 2014

Tschechien-Reisebericht  |  Reisezeit: Februar / März 2014  |  von Manfred Sürig

Ausflug nach Hodonin, Skalica und Breclav

Lada hilft mir, meine tschechische SIM-Karte auf dem Handy zu aktivieren, aber da die Pension Lada in einer Talmulde liegt, funktioniert es nur an einer bestimmten Stelle auf einem großen Stein vor dem Haus. Das reicht aber nicht, um Freund Erich in Hodonin zu erreichen. Aber Lada weiß einen Ausweg: Erich anmailen.
Also fragen wir an, ob er morgen Zeit hätte, wenn wir per Bahn nach Breclav kommen, um uns dort Räder zu mieten, um damit ins Liechtensteinaral zu radeln.
Wir sind am nächsten Tag längst im Schnellzug von Brünn nach Breclav, als endlich ein Telefonkontakt zu Erich zustande kommt: Er kommt uns in Breclav mit seinem Auto abholen, dann könnten wir doch etwas schneller überall hinkommen, wohin wir wollen.
Tolles Angebot ! Bevor wir uns über unsere Wünsche besprochen haben, hält der Zug schon in Breclav und Erich holt uns ab.

Zunächst fahren wir zu ihm nach Haus nach Hodonin. Die geplante Radtour nach Mikulov schenken wir uns und folgen gerne Erichs Vorschlägen.
Mal was vom Batuv-Kanal gehört ?

Der große Schuhfabrikant der Bata-Schuhe  wollte in den Zwanziger Jahren die Braunkohle zum Beheizen seiner Fabriken lieber billiger auf dem Wasserweg von den Gruben bei Hodonin zu seinen Fabriken in Zlin befördern lassen. Dazu wurde ein Kanal mit Verladeeinrichtungen von der Schiene aufs Wasser gebaut, der heute Museum ist und von Wassersportlern auf 40 km Länge und 16 Schleusen befahren wird. Hier die historische Umschüttanlage an der Kreuzung des Kanals mit der Bahn, die besichtigt werden kann.

Der große Schuhfabrikant der Bata-Schuhe wollte in den Zwanziger Jahren die Braunkohle zum Beheizen seiner Fabriken lieber billiger auf dem Wasserweg von den Gruben bei Hodonin zu seinen Fabriken in Zlin befördern lassen. Dazu wurde ein Kanal mit Verladeeinrichtungen von der Schiene aufs Wasser gebaut, der heute Museum ist und von Wassersportlern auf 40 km Länge und 16 Schleusen befahren wird. Hier die historische Umschüttanlage an der Kreuzung des Kanals mit der Bahn, die besichtigt werden kann.

Wenn wir hier nun schon sind, dann sollten wir uns das Weindorf Petrov ansehen, das direkt an der Grenze zur Slowakei liegt

Wenn wir hier nun schon sind, dann sollten wir uns das Weindorf Petrov ansehen, das direkt an der Grenze zur Slowakei liegt

In diesen Weinkellern kann man einkehren, das Getränk zur mitgebrachten Brotzeit kann man sich aussuchen

In diesen Weinkellern kann man einkehren, das Getränk zur mitgebrachten Brotzeit kann man sich aussuchen

Erich erweist sich wieder als exzellenter Fremdenführer. Wir nehmen an, dass ihm die Rundfahrt genausoviel Spaß macht wie uns.
Dann gehts rüber in die Slowakei. Am Stadtrand von Skalica klettern wir über einen jüdischen Friedhof, um auf der anderen Seite ein Städtchen zu entdecken, das man hier nicht vermuten würde.

Skalica 5 km weiter in der Slowakei, eine Bischofstadt mit Kloster und Jesuitenkolleg, alles fein restauriert

Skalica 5 km weiter in der Slowakei, eine Bischofstadt mit Kloster und Jesuitenkolleg, alles fein restauriert

Die Klosterweinstube in Skalica hat sogar geöffnet und es gibt sogar den frischen Rollenkuchen, der nur hier gebacken wird. Die Mittagspause hier wird zu einem kulinarischen und kulturellen Höhepunkt, von dem wir alle begeistert sind.

Die Klosterweinstube in Skalica hat sogar geöffnet und es gibt sogar den frischen Rollenkuchen, der nur hier gebacken wird. Die Mittagspause hier wird zu einem kulinarischen und kulturellen Höhepunkt, von dem wir alle begeistert sind.

Davon haben wir zweimal nachbestellt und hinterher die Backküche besichtigt, um zu sehen, wie aufwändig es ist, ihn herzustellen.

Davon haben wir zweimal nachbestellt und hinterher die Backküche besichtigt, um zu sehen, wie aufwändig es ist, ihn herzustellen.

Aber das ist noch nicht alles.
Erich zeigt uns unterwegs noch ein Gestüt, das bereits Maria Theresia genutzt hatte und das nach den Wirren der Nachkriegszeit jetzt von betuchten Österreichern genutzt und schrittweise im alten Stil wieder aufgebaut wird. Ein Ziel, das man in ein paar Jahren wieder einmal aufsuchen sollte.

Fürs Liechtensteinareal langt die Zeit nicht mehr ganz, aber wenigstens ein Highlight steuern wir noch an, das wir ohne die Ortskenntnisse von Erich nie gefunden hätten.

Fürs Liechtensteinareal langt die Zeit nicht mehr ganz, aber wenigstens ein Highlight steuern wir noch an, das wir ohne die Ortskenntnisse von Erich nie gefunden hätten.

Wieder geht ein großartiger Tag viel zu schnell zuende.

Wieder geht ein großartiger Tag viel zu schnell zuende.

© Manfred Sürig, 2014
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Was wollt ihr denn da mitten in Mähren-auf 600 m ü.M. ist unmöglich mit Schnee zu rechnen. Und dann 30 km vom nächsten größeren Ort entfernt - da könnt ihr doch nur versauern. Mit diesen Worten ließen 4 Frauen ihre Männer abziehen, zum Skatspielen und Biertrinken, dachten sie.......
Details:
Aufbruch: 25.02.2014
Dauer: 9 Tage
Heimkehr: 05.03.2014
Reiseziele: Tschechische Republik
Der Autor
 
Manfred Sürig berichtet seit 15 Jahren auf umdiewelt.