Italien-Reisebericht :SIMSON "Große Glocken Tour 2017"

2.Tag "Gardasee wir Kommen": Abhängen am Gardasee

Gardasee Juli 2018

Gardasee Juli 2018

Ok, ... Genug Wellen-Gerausche
Zurück in den vergnüglichen (All-) nein Glückstag!

Wir schlenderten noch etwas am Schotterstrand entlang und gingen langsam zu unseren Mokicks zurück.

Auf dem Rückweg noch ein schönes gestelltes Gruppenfoto.

Der steife Südwind bließ uns die Haare aus dem Gesicht!

Mittagspause zum Anhängen am See

Mittagspause zum Anhängen am See

Zeltplatzsuche.

Wenes Erfahrungen sei dank fuhren wir in die richtige Richtung.
"Am Nordufer gibt es einige schöne Zeltplätze" so seine Worte.

Ich frotzelich, "Wir müssen uns aber an dem engen Budget orientieren"

Im Grunde könnte sich jeder von uns ein ***** Sterne Hotel leisten, aber gerade das wollen wir nicht. Sparsam, bescheiden und dankbar über Kleinigkeiten wie fießendes warmes Wasser (duschen) oder ein Spiegel zum Rassieren, ... genau das ist der Weg "Back to the roots, den wir suchten.

Bei bescheidenen Zielen wie: ... gesund und an einem Stück, mit dem eigenen Moped wieder zu Hause ankommen, ist es viel einfacher sich über alles dankbar zu erfreuen.

Wenn man einen ******* Sterne Luxusurlaub bucht sieht man oft nur was nicht den ******* Sterne Erwartungen entspricht.

Ergänzung: ... "Dankbar, bescheiden, vergesslich und dumm macht Glücklich"
... oh man jetzt wird es Kompliziert ,... gibt es auch (schizo-) ähhh eher nun quadrophren

Campingplatz gefunden

Wir fuhren am Nordufer vom Gardasee entlang. In Riva del Garda fanden wir nichts was unserem bescheidenen Budget entsprach.
Dann ging es durch einen Tunnel auf der SS240 in Richtung Nago Torbole.

Unmittelbar nach dem Tunnel ging es scharf rechts ab. Jeder normale Motorradfahrer wäre hier vorbei gefahren, da nur eine Vollbremsung in der Kurve das Abbiegen ermöglicht hätte.

Hier ging ein Beton umsäumter Hohlweg zwischen Felsen, Abstützungen und Gebäuden unscheinbar in Richtung Ufer. Nicht gerade einladend.
Mal schauen.

Dann ein Linksschwenk und eine Schranke wir waren da.

Mehr zum Campingplatz

Campingplatz Bellavista

Zunächst mussten wir etwas warten da noch Mittagszeit war und das Büro nicht besetzt war. Stoney und Wene sondierten die Lage.
Sie passierten die Kfz Schranke und machten eine Zeltplatzbegehung.

Sie viel kritisch aber im Grunde positiv aus.

Dann kam ein Typ bei dem wir nicht wussten ob es ein Angestellter, der Inhaber oder ein "accolito" der Mafia war. Eine dubiose Kostenverhandlung began. "War es jetzt der Preis für ein Zelt oder für alle Zelte?" Fragte sich Stoney.
Nach einigem Hin und Her zeigte es sich das es der Preis für alle Zelte sei aber noch so etwas wie Kurtaxe hinzu kam.
Alles in allem aber ein akzeptabler Preis.

Campingplatz Bellavista an der SS240 zwischen Riva del Garda und Nago Torbole

Campingplatz Bellavista an der SS240 zwischen Riva del Garda und Nago Torbole

Bellaviste und bella Italia

Nun der Campingplatz ist durchaus zu empfehlen wenn man für kleines Geld auch wenig Ansprüche hat.

Er ist Sauber und recht ruhig. Hat direkten Zugang zum See. Die sanitären Einrichtungen sind einfach aber vollkommen ausreichend.
Somit ein ehrliches und gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, dass man gut empfehlen kann.

Bewegungs- und Dehnungsübungen

Bewegungs- und Dehnungsübungen

Die Zelte wurden abermals aufgebaut, und trockneten sehr rasch vollends ab.
Gut gelüftet konnte der Schmuddelschlafsack nun auch wieder trocken ausgebreitet werden. - perfekt!

Eine kurze Tachorecherge zeigte, dass wir es wie geplant nicht mit der Kilometerleistung übertrieben hatten. Dieses Mal nur knapp 160 Km.
Und das bei geschätzten 4h Fahrzeit auf dem Bock waren überschaubar.

Ab zum Baden

Diese mal konnte ich mich nicht drücken und musste mit zum Baden.

Ok... es war wunderbar warm, etwas windig und wenn man schon mal am Gardasee ist, muss man auch mal den Hintern rein stecken.
Also gut.

Mein großer Simson Regelservice musste somit warten.

Idylle am Badestrand

Idylle am Badestrand

Das Leid mit den Steinen

Wenn der Astralkörper Sonne abbekommt ist das sicher gut. Auch gelegentliche Reinlichkeit kann nicht schaden.

... aber: ICH HASSE KIES & STEINE AM STRAND !!!

Wenn man wie ich, nicht gewohnt ist barfuß zu laufen und dann auch noch ein paar Samenstränge zuviel auf die Waage bringt, ist es äußerst schmerzhaft auf den zum Teil spitzen Steinen zu laufen.
Ein weiteres Risiko war es die im Wasser liegenden glitschigen, Algen bewachsenen, Steine ohne Sturz zu passieren.
Ich dachte die ganze Zeit daran.
"Jetzt fährst du 700 Km nichts passiert und dann rutschst du auf den Steinen aus und brichst die irgend welche Gräten" ... "Scheiße, muss ich mir das antun?"

→ Ich bin halt kein Inhaber von "Alpen-Seepferdchen", sondern ein Warmduscher!

Auf allen Vieren so dicht wir irgend möglich an den Strand und dann,
... Autsch, ... Autsch, ... AAAHHHH-Autsch in völlig ungelenkigen Bewegungen zum Handtuch zurück.

Nicht jeder ist zum Abbader geboren.

Aber irgendwie meisterten wir die Situation, ohne gebrochene Gräten, aufgerissene Zehen oder Abschürfungen. Alles war gut. Die Stimmung war auf 100% "Relaxingmodus".

So gegen 16:30:00 Uhr sattelten wir unser Badegepäck, Duschten und maraschierten an der Uferpromenade nach Torbole

Aushausiger Tag

Nachdem wir den südlichten Punkt unserer Tour erreicht hatten und es von nun an mehr oder weniger nach Hause ging, beschlossen wir es uns gut gehen zu lassen.
Heute mal nicht Selbstversorger war angesagt.

Eine leckere Mafia Torte war der gemeinsame Nenner.
Wir schlenderten durch den Ort und suchten eine geeignete Traverne.

Dann erblickte Soney der Fuchs ein Schild auf der gegenüberliegenden Straßenseite.

Pizza 5€ (siehe Bild Unten)

Das war ein Zeichen zumal die Wirtschaft recht gut frequentiert aussah, die gefüllten Speiseteller ebenfalls einen guten Eindruck machten.

Die Pizza war super, schön knusprig und gut belegt.
Dazu ein kühles Bier, mit und ohne Alk, ... alles war paletti.

Am Zeltplatz wieder angekommen regelten wir die finanzielle Seite, damit wir gleich früh am nächsten Morgen gehen konnten.

Der Vorteil von den schlanken Mokicks ist, dass man sie gut durch die Fußgänger Schleuße schieben kann.

"Wer früh startet hat länger was vom Tag" gel Wene?

© Flaps !, 2018
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Mit kleinen Veteranen-Mokicks in den Alpen unterwegs. Gardasee, Dolomiten und Großglockner in einem Rutsch! Der Hintern lässt grüßen. Spaß haben & Lachen, aber auch grandiose Landschaft und herausfordernde Pässe sind die Rezeptur für eine tolle Auszeit.
Details:
Aufbruch: 03.07.2017
Dauer: 5 Tage
Heimkehr: 07.07.2017
Reiseziele: Italien
Der Autor
 
Flaps ! berichtet seit 7 Jahren auf umdiewelt.
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Flaps über sich:
... aufsitzen und durchhalten