Porto - Licht und Schatten...

Portugal-Reisebericht  |  Reisezeit: Juni 2016  |  von Inge Waehlisch Soltau

Rua Santa Caterina

Rua Santa Catarina

Die Rua Santa Catarina wird als beliebteste Einkaufsstrasse bezeichnet. Da wir die ganze Strasse runterlaufen wollten, fuhren wir bis zum Praca Marques de Pombal. In der Mitte dieses Platzes befindet sich ein Denkmal des Stadterneuerers Marques de Pombal.

Igreja Nossa Senhora da Concecao

Igreja Nossa Senhora da Concecao

Wir liefen durch einen kleinen Park, und als wir die Rua Santa Catarina suchten, fiel unser Blick auf eine schöne moderne Kirche, die auch im Inneren ungewöhnlich aussah mit Glasmalereien. Die "Igreja Nossa Senhora da Concecao" mit der Marmorfassade und den zwei riesigen Türmen wurde zwischen 1938-1947 erbaut.

Im Inneren der Kirche

Im Inneren der Kirche

Wir liefen die Santa Catarina herunter "vom falschen Ende", und es wurde uns schnell klar warum. Die kleinen Geschäfte und Pensionen, die teilweise noch vorhanden sind, täuschten nicht darüber hinweg, dass hier vieles verfallen ist - die Wohnungen und Ladenlokale im Parterre standen leer oder die Bausubstanz war zu schlecht, um sie zu renovieren.

In der Rua Santa Catarina

In der Rua Santa Catarina

In der Rua Santa Caterina

In der Rua Santa Caterina

Ein kleines "Highlight" an dieser Strasse war dann die im 18. Jahrhundert erbaute Capela das Almas de Santa Catarina. Die Aussenfassade wurde 1929 mit zahlreichen Kacheln verkleidet, die Szenen zeigen Franziskus von Assisi und Santa Catarina.
Da sich vor dieser kleinen Kirche zahlreiche Bettler aufhielten, habe ich darauf verzichtet, die Kirche von aussen zu fotografieren.
Im Inneren überrascht die Kirche mit einem schönen Altar, der Decke und einem grossen Fenster, wo die Sonne noch ein wenig hereinschien.
Im unteren Drittel ist die Rua Santa Catarina dann Fussgängerzone und Flaniermeile - eine andere Welt. Hier befindet sich auch das bekannte Cafè Majestic,

Deckengewölbe der Kirche

Deckengewölbe der Kirche

Altar der Kirche

Altar der Kirche

Fenster in der Kirche

Fenster in der Kirche

Mercado Balhao

Einen Besuch wert ist auf jeden Fall der Mercado Balhao. In dem neoklassizistischen Gebäude - gebaut von 1914-1917 - wird auf zwei Stockwerken, dem offenen Innenhof und den Galerien, alles angeboten, was man von einem Markt erwartet. An verschiedenen Ständen gab es leckeres Essen, hätten wir doch nur Hunger gehabt...
Das Gebäude steht seit 2006 unter Denkmalschutz.

Farbenprächtiges Angebot

Farbenprächtiges Angebot

Für Fischliebhaber

Für Fischliebhaber

Auch in der Nähe des Bahnhofs Sao Bento macht sich der Verfall an den Häusern überall bemerkbar.

Der Verfall schreitet fort

Der Verfall schreitet fort

Für die meisten Touristen ist Porto sicherlich die malerische Stadt am Douro mit dem Flair der halb oder total verfallenen Häuser. Sicherlich sind vor allem um die bekannten Touristenattraktionen inzwischen viele Häuser renoviert worden, meistens wurden daraus Apartmenthäuser. Sehr zur Freude der Touristen, die hier traditonell und (im Inneren) mit allem Komfort wohnen können.
Wir haben mit einigen Leuten aus Porto gesprochen, die uns sagten, dass die Einwohner das aber differenzierter sehen. Das Problem für sie ist, dass sie - schlicht und einfach - kein Geld haben, um ihre Häuser und/oder Wohnungen zu renovieren. Dann kommen Investoren, die das übernehmen - aber dann sind die Häuser/Wohnungen zu teuer für die Leute aus Porto.
Bei Porto fällt mir spontan das Gedicht von Joh. Ludwig Uhland ein "Licht und Schatten muss es geben, soll das Werk vollendet sein..."

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Sightseeing in der Altstadt und auf der anderen Seite des Douro - Bootsfahrt auf dem Douro - Fahrt mit Electrico No. 1 und Bus 500 und Zugfahrt nach Espinho
Details:
Aufbruch: 07.06.2016
Dauer: 6 Tage
Heimkehr: 12.06.2016
Reiseziele: Portugal
Der Autor
 
Inge Waehlisch Soltau berichtet seit 4 Monaten auf umdiewelt.