Wiedersehen mit der Algarve

Portugal-Reisebericht  |  Reisezeit: Juni 2019  |  von Inge Waehlisch Soltau

Tavira - Cabanas - Santa Lucia - Altura - Luz - Salema - Lagos - Ausflug nach Spanien (Isla Cristina - La Antilla und Ayamonte) - Albufeira

Tavira

Wir kamen erst um 18.30h in Faro an - es war der einzige Nonstopflug, der für uns infrage kam. Dann warteten wir noch recht lange auf unser Gepäck.
Die Mietwagenstation war ausserhalb des Flughafens, also mussten wir nicht nur den ganzen Flughafen durchqueren, sondern noch "gefühlte" zig Kilometer laufen.
Zum Glück war es noch hell Anfang Juni, denn da beim vorgebuchten Hotel leider keine Hausnummer angegeben war und die Strasse ellenlang war, war es gar nicht einfach - trotz Navi - das Hotel "Ozadi" zu finden.
Aber immerhin erhielten wir das gewünschte (grosse) Zimmer mit Balkon und Meersicht. Wir tranken noch ein Bier in der Hotelbar, und dann war der Tag für uns gelaufen...

Das schön angelegte Hotelgelände

Das schön angelegte Hotelgelände

Von weitem sieht man das Meer

Von weitem sieht man das Meer

Der Frühstücksraum befindet sich in der obersten Etage, man kann auch draussen sitzen. Und das reichhaltige Frühstücksbuffet mit viel Obst wurde immer wieder aufgefüllt.
Da das Hotel ausserhalb von Tavira liegt, ist auch genügend Platz da für Parkplätze und in der grossen Anlage mit mit einem schönen Pool gibt es genügend Liegen - und es wurden keine Liegen mit Handtüchern blockiert...
Wir nutzten am nächsten Morgen den kostenlosen Hotelshuttle ins Zentrum, um uns erstmal ein bisschen in Tavira zu orientieren.

Grosszügige Ausenanlagen

Grosszügige Ausenanlagen

Die Poolanlagen

Die Poolanlagen

Tavira hat eine interessante Geschichte, denn es gab bereits im 4. Jahrhundert v.Chr. Hinweise auf eine griechische Kolonie. Später kamen Phönizier und Karthager, dann die Römer und 711 die Mauren.
Es gab auch bittere Zeiten für Tavira, als 1645 ein ganzes Jahr lang die Pest wütete, und ein grosses Erdbeben 1755 die Stadt mitsamt dem Castelo zerstörte.
Tavira war einmal eine bedeutende Fischerstadt, aber durch Überfischung wurden die Erträge immer geringer.

Blick auf den Hügel mit dem Kastell und der Kirche Igreja de Santa Maria do Castelo

Blick auf den Hügel mit dem Kastell und der Kirche Igreja de Santa Maria do Castelo

Schöne Promenade am Fluss

Schöne Promenade am Fluss

Tavira befindet sich an der Ostküste der Algarve, ca. 30 km östlich von Faro und 25 km westlich von der spanischen Grenze und ist noch nicht so überlaufen wie andere Orte an der Algarve.
In Tavira findet man eine Mischung aus traditionellem portugiesischem Erbe und maurischen Einflüssen. Die Strassen sind teils kopfsteingepflastert mit traditonell gefliesten Häusern, reich verzierten Kirchen und versteckten kleinen Restaurants. Durch das Stadtzentrum fliesst der Gilao, der ins Flachwasser und Schlickwatt des Nautrparks Rio Formosa mündet. Hinter der Lagune befindet sich eine grosse Sandbank bzw. Insel, die Ilha de Tavira - mit sehr schönen Stränden - erreichbar mit einer kleinen Fähre.
Da diese Strände nicht so einfach zu erreichen sind, ist Tavira auch im Sommer bisher nicht allzu überlaufen.
Wie man an den unteren Bildern sehen kann, machen sich Ebbe und Flut hier sehr bemerkbar.

Richtung Meer: Der Flus Gilao bei Ebbe

Richtung Meer: Der Flus Gilao bei Ebbe

und bei Flut

und bei Flut

Richtung Landesinnere - die andere Seite des Gilao bei Ebbe

Richtung Landesinnere - die andere Seite des Gilao bei Ebbe

und bei Flut

und bei Flut

Das Herz der Stadt ist der Jardim do Coreto mit dem angrenzenden Praca da República, wo sich das Rathaus der Stadt befindet. Hier gibt es einige Restaurants, wo man mit einem kühlen Drink das Alltagsleben an sich vorbeiziehen lässt. Und immer wieder kommen auch Strassenmusiker. In den kleinen Läden gibt es teilweise regional hergestellte Ware, wie handgefertigte Decken, wunderschöne Keramik, Schmuck und Kunsthandwerk sowie Schuhe aus Kork angefertigt - da konnte ich nicht widerstehen...
Am Rande der Altstadt gibt es eine Markthalle, die jeden Vormittag geöffnet hat. Die Auswahl ist an Samstagen grösser als unter der Woche.
In der Altstadt und auf der anderen Seite des Flusses findet man viele Cafés und Restaurants - für jeden Geschmack und Hunger etwas...
Die mit Kopfstein gepflasterte römische Brücke verbindet die Altstadt mit dem anderen Ufer des Flusses, wo man zahlreiche Häuser aus dem 18. Jahrhundert sehen kann.

In den Altstadtgassen

In den Altstadtgassen

Blick auf die alte Römerbrücke

Blick auf die alte Römerbrücke

Wenn man vom Praca da República zur Burg hinaufläuft, kommt am an der 1541 erbauten Igreja da Misericóridia vorbei mit einer schönen Renaissancefassade.
Oberhalb des Eingangs befinden sich die Figuren der Heiligen Peter und Paul und von Maria da Misericórdia (Barmherzigkeit). Das Innere der Kirche ist mit sehr schönen blauweissen Azulejo-Bildern ausgeschmückt.
Insgesamt soll es über 30 Kirchen in Tavira geben...

Igreja de Misericordia

Igreja de Misericordia

Innerhalb der alten Kastellmauern in der historischen Altstadt befindet sich die Igreja de Santa Maria do Castelo
Die Kirche wurde im 13.Jh. errichtet, vermutlich auf den Resten einer ehemaligen Moschee. Das Erdbeben von 1755 beschädigte das ursprünglich gotische Bauwerk so schwer, dass es in den Jahren 1789-1816 neu aufgebaut wurde. Nur das gotische Einfangsportal und der Uhrenturm mit den Doppelfenstern blieben erhalten.

Igreja do Castelo

Igreja do Castelo

igreja do Castelo

igreja do Castelo

Auf dem Gelände der Burganlage in der Oberstadt steht das schöne Gebäude eines
ehemaligen Klosters "Convento da Graca", das jetzt als Posada genutzt wird.

Convento de Graca

Convento de Graca

Garten der Burganlage

Garten der Burganlage

Wir liefen auch zum Castelo von Tavira hinauf, das allerdings nur noch eine Ruine ist, denn die Burg wurde beim Erdbeben von 1755 zerstört und nicht wieder aufgebaut.
Man kommt durch ein Burgtor in einen schönen schattigen Garten unterhalb der Burgruine, und wer in der Hitze noch weitergehen mag, läuft bis zur Ruine hinauf.
Dort wird man belohnt mit einem schönen Blick auf Tavira.
Neben der Burg gibt es eine Camera Obscura in dem umgebauten Wasserturm.

Blick von der Burgruine auf die Stadt

Blick von der Burgruine auf die Stadt

igreja do Castelo

igreja do Castelo

Am Ufer des Gilao

Am Ufer des Gilao

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Die Reise
 
Details:
Aufbruch: 04.06.2019
Dauer: 15 Tage
Heimkehr: 18.06.2019
Reiseziele: Portugal
Spanien
Der Autor
 
Inge Waehlisch Soltau berichtet seit 15 Monaten auf umdiewelt.